Erzbistum Krakau

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Erzbistum Krakau
Basisdaten
Staat Polen
Diözesanbischof Stanisław Kardinal Dziwisz
(seit 5. Juni 2005)
Weihbischof Damian Andrzej Muskus OFM
Grzegorz Ryś
Jan Szkodoń
Jan Zając
Emeritierter Diözesanbischof Franciszek Kardinal Macharski
(1978–2005)
Generalvikar Bronisław Fidelus
Fläche 5.730 km²
Dekanate 42 (26.12.2007)
Pfarreien 441 (31.12.2011 / AP 2013)
Einwohner 1.604.500 (31.12.2011 / AP 2013)
Katholiken 1.559.000 (31.12.2011 / AP 2013)
Anteil 97,2 %
Diözesanpriester 1.157 (31.12.2011 / AP 2013)
Ordenspriester 972 (31.12.2011 / AP 2013)
Katholiken je Priester 732
Ordensbrüder 1.725 (31.12.2011 / AP 2013)
Ordensschwestern 2.679 (31.12.2011 / AP 2013)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Polnisch
Kathedrale Wawelkathedrale
(St. Stanislaus und St. Wenzeslaus)
Website www.diecezja.krakow.pl
Suffraganbistümer Bistum Bielsko-Żywiec
Bistum Kielce
Bistum Tarnów


Das Erzbistum Krakau (lat.: Archidioecesis Cracoviensis, poln.: Archidiecezja krakowska) ist ein polnisches Erzbistum im Westen der Woiwodschaft Kleinpolen. Es bildet gleichzeitig eine Kirchenprovinz, der seit 1992 die Suffraganbistümer von Bielsko, Żywiec und Tarnów angehören. Das Bistum ist eines der wichtigsten und ältesten in Polen und bis heute ist die Wawelkathedrale in Krakau die wichtigste Kirche der Diözese.

Die Wawelkathedrale in Krakau

Geschichte[Bearbeiten]

Das Bistum Krakau wurde laut Joseph Maximilian Ossolinski und Samuel Gottlieb Linde dem Erzbistum Gnesen im Jahre 1000 durch den Akt von Gnesen unterstellt, da Krakau, welches sich in Chrobatien unter Boleslaw von Böhmen befand, von Boleslaw Chrobry von Polen erobert wurde. 950 hatten sich Chrobatien einschließlich der Krakowianer dem Kaiser Otto I. unterstellt[1]. Es wird auch angenommen, dass die Gründung des Bistums in die 970er Jahre fiel. Dies deckt sich ebenfalls mit den Aufzeichnungen des Historikers Thietmar von Merseburg. Auf jeden Fall wurde das Bistum Krakau nach der Eroberung dem Erzbistum Gnesen als Suffragan unterstellt. Im Jahre 1049 wurde Bischof Aaron zum ersten Krakauer Erzbischof, wobei das Bistum selber nicht in den Rang eines Erzbistums erhoben wurde. Mit der Verlegung der polnischen Hauptstadt von Gnesen nach Krakau im Jahre 1038 wurde auch die Bedeutung des Bistums gestärkt. Dies zeigte sich insbesondere unter Kardinal Zbigniew Oleśnicki der seinen politischen Einfluss im Lande ausnützte, um 1443 das Fürstentum Siewierz dem Bistum einzuverleiben, das bis 1789 in den Händen der Krakauer Bischöfe blieb. Das Bistum wurde somit zu den größten Europas und umfasste 1772 eine Fläche von 56.000 km², sowie 12 Städte und 283 kleinere Ortschaften. In der Folgezeit schwand der Glanz des Bistums, der vor allem auf die Teilungen Polens zurückzuführen ist. Denn 1807 wurde das Bistum dem Erzbistum Lemberg unterstellt, um dann 1818 Suffragan des Erzbistums Warschau zu werden. Trotz Machtverlust nannten sich die Krakauer Bischöfe seit 1889 Fürstbischöfe. Erst 1925 wurde das Bistum Krakau in den Rang eines Erzbistums erhoben und die Kirchenprovinz gebildet. Dies wurde auch der historischen und politischen Bedeutung des Bistums gerecht. Der wohl berühmteste Krakauer Erzbischof war Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II. Seit dem 3. Juni 2005 ist Stanisław Dziwisz Krakauer Erzbischof. Der Weltjugendtag 2016 soll in Krakau stattfinden.[2]

Im Königreich Galizien und Lodomerien (1896–1918) verfügte der Bischof von Krakau über eine Virilstimme im Galizischen Landtag.

Ausdehnung des Erzbistums[Bearbeiten]

Die Kirchenprovinz Krakau erstreckt sich über die polnischen Woiwodschaften Kleinpolen, Heiligkreuz, sowie den südöstlichsten Teil der Woiwodschaft Schlesien. Das Erzbistum dagegen nimmt nur den Westteil der Woiwodschaft Kleinpolen ein.

Folgende Landkreise gehören dem Erzbistum Krakau an:

Folgende Kreise gehören dem Erzbistum Krakau teilweise an:

Selige und Heilige aus dem Erzbistum Krakau[Bearbeiten]

  • Heiliger Stanislaus von Krakau (* um 1030; † 11. April 1079), Bischof von Krakau, Patron der Wawelkathedrale und Nationalheiliger Polens
  • Seliger Wincenty Kadłubek (* um 1150; † 3. März 1223), Bischof von Krakau
  • Heiliger Johannes Paul II., Erzbischof von Krakau 1964-1978, anschließend Papst

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [Vincent Kadlubek, ein historisch-kritischer Beytrag, Warschau 1822]
  2. Zenit.org

Weblinks[Bearbeiten]