Erzbistum Tanger

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Erzbistum Tanger
Basisdaten
Staat Marokko
Kirchenprovinz Immediat
Diözesanbischof Santiago Agrelo Martínez OFM
Generalvikar José Seíjas Torres OFM
Fläche 28.000 km²
Pfarreien 9 (31.12.2007 / AP2008)
Einwohner 4.330.000 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken 3.300 (31.12.2007 / AP2008)
Anteil 0,1 %
Diözesanpriester 2 (31.12.2007 / AP2008)
Ordenspriester 8 (31.12.2007 / AP2008)
Katholiken je Priester 330
Ordensbrüder 14 (31.12.2007 / AP2008)
Ordensschwestern 90 (31.12.2007 / AP2008)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Arabisch
Kathedrale Cathédrale Notre-Dame de Lourdes

Das Erzbistum Tanger (lat.: Archidioecesis Tingitana) ist ein in Marokko gelegenes römisch-katholisches Erzbistum mit Sitz in Tanger.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon um 325 ist ein Bistum in Tingis nachgewiesen, welches später durch den Ansturm des Islam ähnlich aller nordafrikanischer Diözesen unterging. 1344 ist ein spanischer Dominikaner namens Alfonsus Bonihominis als Bischof nachgewiesen.[1] [2] 1469 wurde dann die Diözese Marokko bzw. Tanger von der spanischen Diözese Ceuta aus gegründet, welche aber schon 1570 wieder mit Ceuta vereint wurde.

Das Erzbistum Tanger wurde am 28. November 1630 erneut als Apostolische Präfektur für Marokko in Tanger aus dem Bistum Ceuta heraus gegründet, stieg am 14. April 1908 zum Apostolischen Vikariat auf, gab am 2. Juli 1923 Teile seines Territoriums zur Gründung des Apostolischen Vikariats Rabat ab und wurde schließlich am 14. November 1956 zum immediaten Erzbistum erhoben.

Das 28.000 km² große Erzbistum zählte 1950 113.164 Gläubige; 1980 waren es nur noch 9.750. Heute sind es lediglich noch 2.510 Katholiken, bei einer Bevölkerung von 4.200.000 Menschen in dieser Region. 1950 gab es 22 Diözesanpriester, 50 Ordenspriester und 211 Ordensschwestern in 15 Pfarreien. Heutzutage sind es nur noch 2 Diözesanpriester, 7 Ordenspriester und 95 Ordensschwestern in 9 Pfarreien. Daran sieht man, wie stark die Anzahl der Ordensmitglieder im Erzbistum Tanger abgenommen hat. Der Weggang der europäischen Besatzung führte die Erzdiözese zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung, so wie die anderen Diözesen in Nordafrika auch. Nicht ohne Interesse ist, dass die Diözese zu den Missionsgebieten der Franziskaner gehört, welche bis heute ihre Bischöfe stellen.

Bischöfe[Bearbeiten]

Bischöfe von Marokko (1468–1570)[Bearbeiten]

Apostolische Vikare von Marokko (1908–1956)[Bearbeiten]

Erzbischöfe von Tanger (seit 1956)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. [2]