Erzeparchie Przemyśl-Warschau

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Erzeparchie Przemyśl-Warschau
Basisdaten
Rituskirche Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche
Staat Polen
Diözesanbischof Jan Martyniak
Weihbischof Eugeniusz Popowicz
Pfarreien 84 (31.12.2007 / AP2009)
Katholiken 32.000 (31.12.2007 / AP2009)
Diözesanpriester 30 (31.12.2007 / AP2009)
Ordenspriester 17 (31.12.2007 / AP2009)
Ständige Diakone 3 (31.12.2007 / AP2009)
Katholiken je Priester 681
Ordensbrüder 62 (31.12.2007 / AP2009)
Ordensschwestern 87 (31.12.2007 / AP2009)
Ritus Byzantinischer Ritus
Liturgiesprache Ukrainisch
Kathedrale St. Johannes der Täufer in Przemyśl
Konkathedrale Entschlafung der Jungfrau Maria in Warschau
Website www.cerkiew.net
Suffraganbistümer Eparchie Breslau-Danzig
Kirchenprovinz
Karte der Kirchenprovinz

Die Erzeparchie Przemyśl-Warschau (lat.: Archieparchia Premisliensis-Varsaviensis ritus byzantini ucraini) ist eine in Polen gelegene Erzeparchie der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche mit Sitz in Przemyśl.

Geschichte[Bearbeiten]

Kathedrale St. Johannes der Täufer in Przemyśl
Konkathedrale Entschlafung der Jungfrau Maria in Warschau

Das Bistum Przemyśl-Sambir und Sanok wurde nach unterschiedlichen Angaben um 1087 in Polen gegründet und war ein Suffraganbistum des Erzbistums Kiew. Die ersten historischen Aufzeichnungen begannen um 1218, im Jahre 1422 wurde das Bistum Przemyśl und Sambir geschaffen. Der Bischofssitz war in Przemyśl, in Sambir unterhielt man eine bischöfliche Residenz. Auf der Synode von Brest erfolgte 1596 die Spaltung der orthodoxen Kirche in Polen-Litauen und die Entstehung der unierten Kirche. Die Griechisch-katholische Eparchie Przemyś wurde schließlich 1691 der Erzeparchie Kiew als Suffragandiözese unterstellt. Am 22. Februar 1807 änderte Papst Pius VII., mit der Apostolischen Konstitution In universalis Ecclesiae, erneut die Zugehörigkeit der Eparchie und unterstellte sie der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Erzeparchie Lemberg als Suffragandiözese.

Bis 1939 gehörte die Erzeparchie Przemyś neben Breslau und Lemberg zu den drei polnischen Zentren der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. In den Jahren 1939 bis 1941 wurde Lemberg in die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik eingegliedert. 1941 wurde Lemberg, nach der Eroberung durch deutsche Truppen, Teil des deutschen Generalgouvernements. Als die Stadt 1944 wieder unter sowjetische Herrschaft kam, wurden die meisten dort ansässigen Polen vertrieben. Als Folge der Grenzverschiebungen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Eparchie Przemyśl-Sambir mit dem westlichen Teil am 31. März 1947 zur eigenständigen griechisch-katholischen Diözese Przemyśl umgestaltet. 1981 erfolgte die endgültige Ziehung der Bistumsgrenzen für die Angehörigen der griechisch-katholischen Kirche, hierzu gehörte auch für den polnischen Südosten das Bistum Przemyśl-Warschau. Die Eparchie Przemyśl-Warschau wurde dann am 24. Mai 1996 durch Papst Johannes Paul II. mit der Apostolischen Konstitution Ad aptius providendum zur Erzeparchie erhoben und in Erzeparchie Przemyśl-Warschau umbenannt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ioannes Paulus II: Const. Apost. Ad aptius providendum, AAS 88 (1996), n. 10, S. 793f.