Erzhausen

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Dieser Artikel behandelt den Ort Erzhausen in Hessen, ein gleichnamiger Ort Erzhausen liegt in Niedersachsen. Von 1939 bis 1945 gab es einen gleichnamigen Stadtteil in der polnischen Stadt Lodz.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Erzhausen
Erzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Erzhausen hervorgehoben
49.9533333333338.6296527777778112Koordinaten: 49° 57′ N, 8° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 112 m ü. NHN
Fläche: 7,4 km²
Einwohner: 7699 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1040 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64390
Vorwahl: 06150
Kfz-Kennzeichen: DA, DI
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rodenseestraße 3
64390 Erzhausen
Webpräsenz: www.erzhausen.de
Bürgermeister: Rainer Seibold (parteilos)
Lage der Gemeinde Erzhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Erzhausen Weiterstadt Griesheim Pfungstadt Bickenbach (Bergstraße) Alsbach-Hähnlein Seeheim-Jugenheim Modautal Mühltal Ober-Ramstadt Messel Eppertshausen Münster (bei Dieburg) Dieburg Roßdorf (bei Darmstadt) Fischbachtal Groß-Bieberau Reinheim Groß-Zimmern Otzberg Groß-Umstadt Schaafheim Babenhausen (Hessen) Darmstadt Bayern Odenwaldkreis Kreis Bergstraße Kreis Groß-Gerau Landkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild

Erzhausen ist eine Gemeinde in Südhessen, Landkreis Darmstadt-Dieburg, zwischen Darmstadt und Frankfurt am Main. Die Gemeinde besteht aus nur einem Ort.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Erzhausen grenzt im Norden an die Stadt Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) und die Gemeinde Egelsbach (Kreis Offenbach), im Südosten an die kreisfreie Stadt Darmstadt, sowie im Südwesten an die Stadt Weiterstadt. Erzhausen ist ca. 3 km lang und ca. 1 km breit und ist fast vollständig von Wald umgeben.

Mörfelden-Walldorf Egelsbach Egelsbach
Mörfelden-Walldorf Nachbargemeinden Darmstadt
Weiterstadt Darmstadt Darmstadt

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm von 1950 bis 2010, für die angrenzende Stadt Darmstadt.

Darmstadt und Erzhausen liegen in der gemäßigten Klimazone. Die Durchschnittstemperatur beträgt 10,1 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit 19,3 °C im Durchschnitt. Der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich 0,9 °C.

Darmstadt, Erzhausen und das Rhein-Main-Gebiet liegen am nördlichen Ende der Oberrheinische Tiefebene, die klimatisch zu den wärmsten Regionen in Deutschland zählt. Die Jahresmitteltemperatur liegt mit 10,1 °C (langjähriges Mittel für den Referenzzeitraum 1950–2010) über der anderer deutscher Metropolen (Berlin 9,0 °C, Hamburg 9,1 °C, München 7,7 °C).

Das Klima ist deshalb insgesamt recht mild. In der Zeit von November bis Januar gibt es tagsüber im Mittel nur ein bis zwei Sonnenstunden. Schnee liegt im Winter im Mittel an etwa fünfzehn Tagen. Die Schneehöhe liegt nur selten über zehn Zentimeter und der Schnee bleibt meist nicht lange liegen.

Der Sommer ist mit Höchstwerten um 25 °C (an durchschnittlich elf Tagen im Jahr auch über 30 °C) recht warm; dazu ist es leicht wechselhaft mit gelegentlichen Schauern oder Gewittern, allerdings ist dies mit täglich sieben bis acht Stunden auch die sonnenreichste Zeit.

Die Extremwerte liegen bei ca. −21 °C im Winter und ca. +38 °C im Sommer. Die höchste je in Darmstadt gemessene Temperatur betrug 38,1 °C, gemessen am 8. August 2003. Die niedrigste je in Darmstadt gemessene Temperatur betrug -26,9 °C, gemessen am 19. Januar 1940. Die durchschnittliche Jahrestemperatur stieg im Mittel der Jahre 1950 bis 2010 um ca. 0,5 auf 10,1 °C.

Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge betrug ca. 600-700 mm. Der meiste Niederschlag fällt im Juli, der geringste im Februar im Mittel der Jahre 1950 bis 2010.

Die vorherrschende Windrichtung ist West.

Quelle: Deutscher Wetterdienst, Offenbach

Geographie und Topografie[Bearbeiten]

Berg[Bearbeiten]

Heegberg (auch: Hegberg und Hege-Berg), (49° 58′ N, 8° 37′ O49.9639472222228.6227833333333)

Toponyme
1532: (Acker) Am heck berge
1575: hoegberge
heute: Heegberg
Geologie
Die Binnendüne Heegberg wurde im kalten Tundrenklima durch Sandaufwehungen am Ende der Weichseleiszeit gebildet. Der Heegberg erreicht eine Höhe von 125 Metern über Normalhöhennull.

Gewässer[Bearbeiten]

  • Bensenseegraben
  • Brühlwiesengraben
  • Fischteich am Hahnwiesenbach
  • Gänswiesengraben (auch: Bach von Erzhausen)
  • Hahnwiesenbach
  • Heegbach (auch: Hegbach)
  • Schwarzwiesengraben
  • Tagwiesengraben
  • Wilder Graben

Naturschutzgebiet (NSG)[Bearbeiten]

Der Faulbruch (historisch auch: Das Faulbruch) ist ein Wald- und Wiesengelände (Fauna-Flora-Habitat) am Ostrand von Erzhausen.

Ökologie: Das Faulbruch ist eine artenreiche, submontane Borstgrasweide auf Silikatboden. Dazu kommen Pfeifengraswiesen auf kalkreichem, torfigen und tonig-schluffigem Boden (Molinion caeruleae). Typisch für das Faulbruch sind Borstgras, Pfeifengräser und die Schmetterlingsart "Russischer Bär" (Euplagia quadripunctaria).

Geografie:

Toponyme:

  • 1497: Im faulen bruch
  • 1658: im fauhl Bruch
  • 1767: im faulen Bruch
  • 19. Jahrhundert: Das Faulbruch
  • kopial 20. Jahrhundert
  • kopial 21. Jahrhundert

Etymologie:

  • Faul: Zu ahd. fûl und mhd. vûl, faul, verfault.
    Es handelt sich um unfruchtbare, sumpfige Flurstücke.
  • Bruch: Zu ahd. mhd. bruoch st.N.M. "Moorboden, Sumpf".
    Die Namen erinnern an feuchten Wiesengrund.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis 1900[Bearbeiten]

Hügelgräber in der Gemarkung Erzhausen von etwa 1500 v. Chr. weisen bereits auf erste Siedlungen zum damaligen Zeitpunkt hin.

Um etwa 900 n. Chr. ist der Ort in wechselnden Sprechweisen wie beispielsweise Erardishusen, Erhartzhausen, Ebrichshusen oder Erndeshusen erstmals erwähnt. In der ältesten Urkunde aus dem Lorscher Codex trägt die Gemeinde den Namen Erhartshausen. Der Ortsname ist nicht wie oft irrtümlich angenommen von Erz abgeleitet, sondern von dem Vornamen Erhart (Häuser des Erhart).

Im Mittelalter gehörte Erzhausen zu den Ulnern von Dieburg. In diese Zeit fiel auch der Bau einer Kapelle (1565), später auch im Volksmund "Ulner Münster" genannt, aus der am gleichen Platz später die heutige evangelische Kirche entstand. Der Dreißigjährige Krieg und die Pest löschten fast alles Leben aus dem Dorf. 1669 zählte man lediglich 73 Einwohner.

Im Jahre 1771 ging Erzhausen in den Besitz des Landgrafen von Hessen (Ludwig VI.). Zu dieser Zeit ging es wieder aufwärts, denn bei der Besitzübergabe wurden bereits wieder 559 Einwohner gezählt. Zur Jahrhundertwende betrug die Einwohnerzahl bereits 1244.[2]

Ab 1900[Bearbeiten]

Durch die gute Verkehrsanbindung an die Bahn und die Nähe zu der Autobahn A5 wurde Erzhausen immer beliebter als Wohnsitzgemeinde. Das zeigt sich besonders gut im ständigen Wachstum der Einwohnerzahl von 3086 im Jahr 1950 auf 7186 bis Ende des Jahres 2004.

Historische Namensformen[Bearbeiten]

In den historischen Dokumenten ist der Ort im Laufe der Jahrhunderte unter wechselnden Ortsnamen belegt:[2]

  • 10. Jahrhundert: Erhardeshusen
  • um 1200: Erhardeshusen
  • um 1250: Erharteshusen
  • 1264: Erardishusen
  • 1273: Erharthusen
  • 1273: in villa Erharthusen
  • 1282: Eradeshusen
  • 1282: Erndeshusen; Ebrathshusen
  • 1331: Erarshusen
  • 1331: Irtzhusen
  • 1413: Ebrichshusen; Erarthusen
  • 1413: Ehartzhusen
  • 1440: Eretzhusen
  • 1446: Erhartzhusen
  • 15. Jahrhundert: Erczhussen
  • 1451: Erhartshusen
  • 1452: Erhartshusen
  • 1453: Erhartshusen
  • 1454: Erhartßhussen
  • 1454: Erhartßhußen
  • 1497: Ertzhusen
  • 1506: Erhartzhausen
  • 1526: Ertzhusen
  • 1541: Erhartshaussen
  • 1549: Erhartshausen
  • 1576: Ertzhaussen
  • 1579: Ertzhausen
  • heute: Erzhausen

Verwaltungsbezirke[Bearbeiten]

Für das Jahr 1420 ist belegt dass Erzhausen zur „Gerauer Mark“ gehörte. Von 1820 bis 1821 wurde es vom Oberamt Darmstadt der Provinz Starkenburg im Großherzogtum Hessen verwaltet und von 1821 bis 1832 vom Landratsbezirk Dieburg der Provinz Starkenburg. Zwischen 1832 und 1848 gehörte es dem Kreis Groß-Gerau an und mit der Neugliederung der Provinz Starkenburg von 1848 bis 1852 dem Regierungsbezirk Darmstadt. Mit der Wiedereinführung von Kreisen in der Provinz Starkenburg gehörte Erzhausen von 1852 bis 1938 zum Kreis Darmstadt. Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurden die drei hessischen Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen in Kreise aufgelöst und Erzhausen wurde dem neu gebildeten Landkreis Darmstadt zugeschlagen. Hier verblieb es bis zur hessischen Gebietsreform von 1977, im Zuge derer der Landkreis Darmstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg aufging.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Grafik Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen sind dokumentiert:[2]

Datum Einwohner
1618 ca. 250
1622 ca. 200
1629 29 Hausgesessene
1641 ca. 50
1648 praktisch ohne
1669 73
1771 559
1829 559
1834 567
1840 596
1846 643
1852 692
1858 726
1864 787
1871 829
1875 898
1885 1.053
1895 1.151
Datum Einwohner
1900 1.244
1905 1.390
1910 1.556
1925 1.872
1933 2.258
1939 2.342
1946 2.859
1950 3.086
1956 3.471
1961 4.098
1967 5.296
1970 5.663
1981 6.208
2004 7.186
2011 7.503
2012 7.578
2013 N. N.
2014 N. N.

Die erste urkundlich bekannte Zählung erfolgte 1629. In diesem Jahr wurden 29 Hausgesessene gezählt. Gezählt wurden aber, wie bis weit in das 19. Jahrhundert hinein, nur Männer mit Bürgerrecht. Sie hießen die „Hausgesessenen“ (mhd. hûs-gesëzze swm.), man hatte somit die Anzahl der Haushaltungen in Erzhausen. Die bei Hausgesessenen einquartierten „Beisassen“ wurden nicht gezählt.

Die Einwohnerzahl stieg im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur langsam. Durch die zahlreichen Hungersnöte, Kriege und Seuchen ging sie immer wieder zurück. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts, stieg die Einwohnerzahl stark an.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[3]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
39,2 %
23,9 %
23,1 %
13,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-8,6 %p
+8,4 %p
-13,6 %p
+13,7 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 39,2 10 47,8 12 67,3 21
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 23,9 6 15,5 4
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 23,1 6 36,7 9 32,7 10
FWE Freie Wähler Erzhausen 13,7 3
Gesamt 100 25 100 25 100 31
Wahlbeteiligung in % 49,8 50,5 55,8

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehemalige Bürgermeister Hans-Dieter Karl (SPD) beendete zum 31. Dezember 2012 seine Amtszeit. Zu seinem Nachfolger wurde bei der Bürgermeisterwahl vom 19. August 2012 mit 81,9 % der Stimmen der parteilose Rainer Seibold bestimmt.

Bürgermeister seit 1962
Amtszeit Name Partei
1962–1994 Albert Leyer SPD
1995–2012 Hans-Dieter Karl SPD
2013- Rainer Seibold parteilos
Partnergemeinden von Erzhausen

Partnerschaften[Bearbeiten]

  • TschechienTschechien Mnichovo Hradiste, Středočeský kraj, Okres Mladá Boleslav, Tschechien; seit 11. Oktober 1997
  • ItalienItalien Incisa in Val d’Arno, Toskana, Provinz Florenz , Italien; seit 17. September 2006
  • SpanienSpanien Malgrat de Mar, Katalonien, Provinz Barcelona, Spanien; seit August 2013[4]
  • DeutschlandDeutschland Crossen, früher selbständige Gemeinde am Nordrand von Zwickau, jetzt Stadtteil von Zwickau, Sachsen

Crossen wurde 1996 in die Stadt Zwickau eingemeindet, seitdem wird Crossen nicht mehr zu den Partnerstädten von Erzhausen gezählt.

Wappen von Erzhausen[Bearbeiten]

Das Wappen von Erzhausen zeigt im blauen Schilde einen goldenen (gelben) Torbogen mit drei Zinnen und drei rechteckigen Fenstern in Rot. Die mittlere Zinne ist rot bedacht. Auf dem Dache ruht eine goldene Kugel. Unten im Torbogen zeigt das Wappen einen von Silber (weiß) und Rot neunmal geteilten steigenden Löwen mit ausgeschlagener Zunge in Rot.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung
Bundesautobahnen A5 A661
Bundesstraße B3
Kreisstraße K 167
S-Bahn S3Frankfurt S3.svg
Buslinien 5515 662

Die Bahn in Erzhausen[Bearbeiten]

Empfangsgebäude des Bahnhofs Erzhausen
Die Bahnsteige des Bahnhofs Erzhausen: Hier halten Züge der Linie S 3 der S-Bahn Rhein-Main

Da sich viele Arbeiter und Handwerker in Erzhausen eine Heimat suchten, jedoch in Darmstadt oder Frankfurt arbeiteten, wurde im Jahre 1888 eine Haltestelle an der Main-Neckar-Eisenbahn (Streckenkilometer 18,6) eingerichtet. 1903 wurde dann das heutige Empfangsgebäude errichtet. 1997 wurde die Bahnstrecke mit der Einführung des RMV ausgebaut. Seitdem verkehren die S-Bahnen der Linien S3 im halbstündigen Takt nach Darmstadt Hauptbahnhof bzw. in den Taunus nach Bad Soden über Langen und Frankfurt. Dies ist besonders für Pendler von Vorteil, die mittlerweile den Großteil der arbeitenden Bevölkerung ausmachen.

Die Fahrzeit nach Frankfurt beträgt ca. 25 Minuten. Die Fahrzeit nach Darmstadt beträgt ca. 10 Minuten.

Nach der Eröffnung der S-Bahn wurde das Empfangsgebäude nicht mehr genutzt, da die S-Bahnen an einem eigenen Bahnsteig ankommen und abfahren, der extra dafür barrierefrei errichtet wurde. Im Zuge dessen wurde auch der gesamte Vorplatz erneuert. Jetzt befindet sich auf dem Bahnhofsvorplatz ein Park+Ride-Parkplatz.

Seit Anfang 2001 hat die Gemeinde Erzhausen das Empfangsgebäude, das sie von der Deutschen Bahn erworben hat, renoviert. Heute beherbergt das Gebäude, der Erzhäuser Bücherbahnhof, die Gemeindebücherei.

S-Bahn Rhein-Main
Vorherige Station Linie Nächste Station
Egelsbach
← Bad Soden (Taunus)
S3 Wixhausen
Darmstadt Hbf →

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Die Buslinie 5515 verbindet Erzhausen mit Weiterstadt und Darmstadt. Die Buslinie beginnt am Bahnhof Erzhausen und endet am Schloss in der Innenstadt von Darmstadt. Die Gesamtfahrzeit beträgt ca. 47 Minuten.

Die Buslinie 662 (Darmstadt-Arheilgen nach Neu-Isenburg) tangiert Erzhausen im Osten. Die Bushaltestelle befindet sich ca. 1 km östlich vom Bahnhof Erzhausen.

Straßenanbindung[Bearbeiten]

Erzhausen ist gut zu erreichen über die Bundesstraße B3 (Frankfurt - Darmstadt). Die Autobahn A5 (Frankfurt - Darmstadt) erreicht man über die Ausfahrt Weiterstadt. Das Ende der Autobahn A661 befindet sich in der Nachbargemeinde Egelsbach.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Eine Anbindung an das internationale Flugnetz besteht mit dem Flughafen Frankfurt am Main. Der Flughafen befindet sich ca. 12 km nordwestlich von Erzhausen.

Der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach befindet sich teilweise auf der Gemarkung Erzhausen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Evangelische Kirche

Historische Bauwerke[Bearbeiten]

  • Evangelische Kirche
  • Schillerschule
  • Bahnhof Erzhausen
  • Alter Faselstall

Die evangelische Kirche steht unter Denkmalschutz. Die Schillerschule und der alte Faselstall sind die einzigen, noch erhaltenen Gebäude in Erzhausen, die aus dem regionalen und früher ortsbildprägenden „rauem Stein“ errichtet wurden.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Religionen
Evangelische Kirche
Katholische Kirche
Neuapostolische Kirche
Freireligiöse Gemeinde
Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR
Schulen und weitere Bildungseinrichtungen
Lessingschule (Grundschule)
Grundschulnest e.V.
Schillerschule (heute Museum und Jugendzentrum)
Theologisches Seminar Beröa
Kindertagesstätten
Kita Am Hainpfad
Kita Kiefernweg
Kita Sandhügelstraße
Waldkindergarten „Heegbachwichtel“, Wolfsgartenallee/ Heegberghalle
Evangelischer Kindergarten, Bahnstraße
Spielplätze
Spielplatz Am Hainpfad
Spielplatz Lessingschule
Spielplatz Mainstraße
Spielplatz Sandhügelstraße
Jugendeinrichtungen
Jugendzentrum (in der Schillerschule)
Skaterbahn Am Hainpfad
Altenpflegeheim
AWO pflegeplus gGmbH, Industriestraße
Friedhof
Friedhof Erzhausen, Zum Friedhof (auch Friedhofstraße)

Freizeit und Sport[Bearbeiten]

Gemütliche Gaststätten sorgen für das leibliche Wohl. Moderne Gewerbebetriebe, Handwerk und Einzelhandel gewährleisten die Versorgung.

Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist Erzhausen durch „Die Sauna“ eine 7000 m² große Saunalandschaft mit Schwimmbädern, Massage, Kosmetik und vielem mehr.

Die waldreiche Gegend lädt zu Wanderungen, Spaziergängen und ausgedehnten Fahrradtouren ein.

Daneben gibt es zahlreiche Vereine und Verbände.

Sportlich hervorheben sollte man den SV Erzhausen dessen Fußballabteilung in der ODDSET-Oberliga Hessen (4. Liga) relativ erfolgreich spielte. Erzhausen belegte in der Saison 2003/2004 den dritten Tabellenplatz. Seit der Saison 2006/2007 spielt der SV Erzhausen wieder in der Landesliga Süd wo er allerdings abstieg.

Besonders bekannt ist Erzhausen für die alljährliche Kerb. Im Mittelpunkt stehen die Kerbborsche.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Erzhausen geboren[Bearbeiten]

  • August Lorenz (1883–1963), hessischer Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Erzhausen

Mit Erzhausen verbunden[Bearbeiten]

  • Marvelli jr. (1932–2008), deutscher Zauberkünstler
  • Petra Lang (*1962), Mezzosopranistin und bedeutende Wagner-Interpretin

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Schumann: Familienbuch Erzhausen. Hessische familiengeschichtliche Vereinigung, 2004, ISBN 3-00-012535-3.

Sonstiges[Bearbeiten]

Erzhausen ist Sitz des Theologischen Seminars Beröa, der theologischen Ausbildungsstätte des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Erzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGemeinde Erzhausen. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 23. Juli 2012, abgerufen am 1. September 2012.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  4. Echo online vom 23. August 2013: Erzhausen erhält neue Schwesterstadt. Gemeindevertretung beschließt Verbindung mit spanischem Malgrat de Mar.