Escada
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| ESCADA AG | |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0005692107 |
| Gründung | 1976 |
| Unternehmenssitz | Aschheim |
| Unternehmensleitung |
Bruno Sälzer (Vorstandsvorsitzender) |
| Mitarbeiter |
4.187 (2007) |
| Umsatz | |
| Branche | Textilindustrie |
| Website | |
Escada ist eine Luxus-Modemarke für exklusive Damenoberbekleidung (DOB). Ihre Kollektionen enthalten Haute Couture sowie Prêt-à-porter, Accessoires, Taschen, Schuhe, Parfüms, Kinderbekleidung und Sportbekleidung.
Die Rechte an der Modemarke hat die gleichnamige Aktiengesellschaft Escada AG. Gegründet wurde das Modehaus von Margaretha (* 1933, † 4. Juni 1992) und Wolfgang Ley 1976 in München, der das Unternehmen nach dem Tod seiner Frau bis 2006 weiterführte.
Escada ist ein international tätiger Luxusmodekonzern, der Designer-Damenmode und Accessoires (Taschen, Schuhe, Kleinlederwaren) herstellt und verkauft. Als Lizenzprodukte werden Düfte, Brillen und Kindermode vertrieben.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Escada wurde 1976 von dem schwedischen Topmodel Margaretha und dem jungen Unternehmer Wolfgang Ley in München gegründet, benannt nach einem Rennpferd[1]. Die Arbeitsverteilung der beiden war schnell geklärt: Während Margaretha sich um die kreativen Arbeiten kümmerte, übernahm Wolfgang den finanziellen Teil und den Verkauf. Das Unternehmen ging auf Grund seines Erfolges 1986 an die Börse.
Wolfgang Ley führte das Unternehmen nach dem Tod seiner Frau 1992 allein weiter. Von den Banken dazu gedrängt, übernahm Ley Unternehmen wie Kemper oder Schneberger, die sich jedoch als Sanierungsfälle entpuppten. Mehrere Restrukturierungen und Designer folgten. Peter Zühlsdorff wurde 1998 Aufsichtsrat von Escada, sollte Ley helfen und den Übergang in die Ära nach Ley gestalten.[1]
HMD erwarb im Jahr 2003 für 45 Millionen Euro ein 27%-Paket. Das Management der HMD sowie Zühlsdorff überzeugten Ley schließlich dem Unternehmen nur noch als Creative Chairman und Berater zu dienen.[1]
Der Mitbegründer Wolfgang Ley trat am 31. Januar 2006 als Vorstandsvorsitzender zurück und übergab das Amt an seinen Nachfolger Frank Rheinboldt, der als eine der ersten Maßnahmen die Dividende strich. Im Mai darauf musste Rheinboldt das Unternehmen unter anderem auf Grund eines Konflikts mit Hauptaktionär Rustam Aksenenko, dessen Firma Finartis etwa 25% der Aktienanteile an der Escada AG besitzt, verlassen. Sein Nachfolger ist Jean-Marc Loubier, der vorher bei LVMH (Louis Vuitton) arbeitete.
Im Jahr 2007 gestaltete der Künstler Stefan Szczesny eine Escada Kollektion um Kunst mit Mode zu verbinden - Szczesny for Escada - Saint Tropez.
Am 20. Juni 2008 wurde bekannt, dass die Tchibo-Erben Michael und Wolfgang Herz rund 10% der Anteile von Escada gekauft haben.[2] Daraufhin muss nun der Vorstandsvorsitzende Jean-Marc Loubier den Sitz räumen. Er wird durch Bruno Sälzer ersetzt, der zuvor bei Hugo Boss tätig war.
Am 17. März 2009 gab Finanzvorstand Markus Schürholz bekannt, dass Escada einen Verlust von 70,3 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr anhäufte und um sein Überleben kämpft.[3] Es bestehe ein Finanzierungsbedarf von derzeit 30 Millionen Euro in 2009.
[Bearbeiten] Eigentümerstruktur
| Anteil | Anteilseigner |
|---|---|
| 46,18 % | Streubesitz |
| 20,88 % | Fasshonaburu Sàrl, Bertrange (Luxemburg), kontrolliert durch Rustam Aksenenko (Russland) |
| 12,45 % | Michael Herz (inkl. MPS Erste Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg und monacada Holding GmbH, Grünwald) |
| 12,45 % | Wolfgang Herz (inkl. BO-DO Vermögensverwaltung GmbH, Norderstedt / Kol HoldCo Vermögensverwaltung GmbH, München) |
| 8,04 % | Ley Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Wolfgang Ley |
Stand: 23. März 2009
[Bearbeiten] Beteiligungen und Niederlassungen
In der ersten Jahreshälfte 2009 hat die Tochtergesellschaft Primera AG (mit den Marken apriori, BiBA, cavita und Laurèl) verkauft. Das Damenmodeunternehmen GELCO GmbH & Co. KG hat die Einzelhandelskette BiBA mit ihren mehr als 530 eigenen Einzelhandelsgeschäften und Franchiseflächen mit Wirkung zum 30. April 2009 erworben. Alle weiteren Marken wurden zum 26. Mai 2009 veräußert. [4]
[Bearbeiten] Kritik
Escada verwendet Echthaarfell-Produkte in seinem Sortiment, was dazu geführt hat, dass sich das Unternehmen vermehrt öffentlicher Kritik aus Kreisen von Tierrechtsaktivisten ausgesetzt sieht. Mitte Oktober 2007 starteten Tierrechtler eine globale Kampagne gegen die Pelzpolitik des Unternehmens.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b c "Ein Konzern hängt durch", manager magazin 1/2008 vom 21. Dezember 2007, Seite 62.
- ↑ Tchibo-Eigner Herz steigt bei Escada ein Börse Go
- ↑ Escada veröffentlicht Jahresabschluss 2007/2008 und Eckzahlen für 1. Quartal 2008/2009 - Kapitalherabsetzung geplant, 17. März 2009
- ↑ [ http://www.boerse-go.de/nachricht/Escada-verkauft-Primera-Marke-BiBA,a1256817.html]

