Eschelbronn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eschelbronn
Eschelbronn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eschelbronn hervorgehoben
49.3197222222228.8663888888889156Koordinaten: 49° 19′ N, 8° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rhein-Neckar-Kreis
Höhe: 156 m ü. NHN
Fläche: 8,24 km²
Einwohner: 2565 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 311 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74927
Vorwahl: 06226
Kfz-Kennzeichen: HD
Gemeindeschlüssel: 08 2 26 020
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
74927 Eschelbronn
Webpräsenz: www.eschelbronn.de
Bürgermeister: Florian Baldauf
Lage der Gemeinde Eschelbronn im Rhein-Neckar-Kreis
Bayern Hessen Rheinland-Pfalz Heidelberg Heilbronn Landkreis Heilbronn Landkreis Karlsruhe Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Eberbach Altlußheim Angelbachtal Bammental Brühl (Baden) Dielheim Dossenheim Eberbach Eberbach Eberbach Edingen-Neckarhausen Edingen-Neckarhausen Epfenbach Eppelheim Eschelbronn Gaiberg Heddesbach Heddesheim Heiligkreuzsteinach Helmstadt-Bargen Hemsbach Hirschberg an der Bergstraße Hockenheim Ilvesheim Ketsch Ladenburg Laudenbach (Bergstraße) Leimen (Baden) Leimen (Baden) Lobbach Malsch (bei Wiesloch) Mauer (Baden) Meckesheim Mühlhausen (Kraichgau) Neckarbischofsheim Neckargemünd Neidenstein Neulußheim Nußloch Oftersheim Plankstadt Rauenberg Reichartshausen Reilingen Sandhausen St. Leon-Rot Schönau (Odenwald) Schönbrunn (Baden) Schriesheim Schwetzingen Schwetzingen Sinsheim Spechbach Waibstadt Walldorf (Baden) Weinheim Weinheim Wiesenbach (Baden) Wiesloch Wilhelmsfeld ZuzenhausenKarte
Über dieses Bild

Eschelbronn ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg. Sie liegt im nördlichen Kraichgau am Schwarzbach und gehört zum Rhein-Neckar-Kreis. In der Region ist der Ort wegen zahlreicher ansässiger Möbelproduktions- und Vertriebsunternehmen als traditionsreiches „Schreinerdorf“ bekannt. Er ist durch die Schwarzbachtalbahn an die umliegenden Ortschaften angebunden.

Eschelbronn wurde 788/789 erstmals urkundlich erwähnt und wies in den folgenden Jahrhunderten bezüglich seiner Besitzverhältnisse und Ortsherren die wechselhafteste Geschichte der Dörfer der Meckesheimer Zent auf,[2] wobei die Herren von Venningen und die Familie Seckendorff zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert eine besondere Rolle einnahmen. Die ehemalige Wasserburg Eschelbronn ist eines der am detailliertesten erforschten Burgareale in Baden-Württemberg.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Blick vom Kallenberg über Eschelbronn

Eschelbronn liegt im nördlichen Kraichgau im Naturpark Neckartal-Odenwald in 150 bis 265 Meter Höhe, etwa 25 Kilometer südöstlich von Heidelberg und umfasst seit 1986 ein Gebiet von 824 Hektar. Zuvor erstreckte sich das Gemeindegebiet über 826 Hektar.[4]

Geologie und Umwelt[Bearbeiten]

Eschelbronn in der nordbadischen Hügellandschaft

Die höchste Erhebung ist der Galgenberg mit 264,9 Meter über dem Meeresspiegel.[5] Durch den Ort fließt der Schwarzbach entlang dem Wiesental zwischen dem Ortszentrum und dem Neubaugebiet Am Seerain. Weitere Bäche im Ort sind der Bruchklingengraben, der Neubach, der Oppenlochgraben und der Weihergrundgraben. Neben dem Siedlungsgebiet liegt nordöstlich der 1977 stillgelegte Steinbruch Kallenberg. Die Eschelbronner Waldfläche von 213 Hektar ist in sieben Walddistrikte unterteilt: I Hetzenloch, II Trippelberg, III Ziegelhüttenwald, IV Wingertsberg, V Brünnleswald, VI Dickmannshälde und VII Betteleichenwald. Letzterer hat mit 96 Hektar die größte zusammenhängende Fläche. Der Wald besteht zu etwa 75 Prozent aus Laubbäumen und 25 Prozent aus Nadelbäumen. Mit einem Anteil von ungefähr 60 Prozent ist die Rotbuche die am häufigsten vorkommende Baumart. Etwa zwei Drittel des Waldes bedecken Lehmboden.[6] Auf Muschelkalk aufgelagerter Lösslehm bildet zudem den Großteil des kalkhaltigen Bodens der Eschelbronner Gemarkungsfläche. Vor allem im Süden in den Fluren In den Platten, Zinsgrund, Finstergrund und Galgenberg, sowie um den Schwarzbach in den Fluren Wingertsberg, Schaafberg, Bettweg, Unteres Meckesheimer Wäldle, Dickmannzeltebuckel und Schleifigrain erscheint Oberer Muschelkalk an der Erdoberfläche. Im Norden tritt in den Fluren Mönchzellerweg, Seerain und Lohbrunnen Mittlerer Muschelkalk hervor.[7]

Die Gemarkungsfläche von 824 Hektar verteilt sich auf 382 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, 261 Hektar Wald, 171 Hektar versiegelte Flächen und zehn Hektar Wasserfläche.[8]

Naturschutz[Bearbeiten]

Mit der alten Linde und den Bäumen der Kastanienallee[9] besitzt der Ort mehrere Naturdenkmale und mit dem Steinbruch Kallenberg[10] und dem Unteren Schwarzbachtal[11] zwei ausgewiesene Naturschutzgebiete. Erstes befindet sich zu 91,33 Prozent und zweites auf 8,67 Prozent auf Eschelbronner Gemarkung.[12] Die zur Trinkwasserversorgung gefasste Hetzenlochquelle am nördlichen Rand des Gemeindegebietes im Epfenbachtal wurde durch Verordnung vom 21. Februar 1963 in drei Schutzzonen eingeteilt. Während der Bereich um die eingezäunte Brunnenstube die Wasserschutzzone I bildet, erstreckt sich die Wasserschutzzone III bis auf die Gemarkungen der Nachbargemeinden Spechbach und Epfenbach.[13] Die Pflege der umliegenden Gewässer übernimmt der Sportfischerverein Eschelbronn, der nach der Anlage des durch Ausgrabungen von 1971 bis 1975 entstandenen Schlosssees gegründet wurde. Er besitzt Nutzungsrechte für den Schlosssee, den Epfenbach und den Kallenbergsee.[14]

Der Verein der Natur-, Tier- und Vogelfreunde pachtet seit dem 14. März 1980 das ehemalige Steinbruch-Gelände im Gewann Pfaffengrund. Es wurde bis 1975/76 als Mülldeponie genutzt, danach bepflanzt und auf Initiative des Vereins als Vogelschutzgebiet gestaltet.[13]

Die erste Natur- und Umweltschutzorganisation im nördlichen Kraichgau war der 1983 gegründete Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. 1984 wurde die Ortsgruppe Eschelbronn gebildet, die sich speziell mit Problemen der Eschelbronner Landwirte und mit Pflegemaßnahmen für den Kallenberg beschäftigte. Später übernahm die Bürgerinitiative für Umweltschutz Kultur- und Heimatpflege die Aufgaben.[15]

Steinbruchsee am Kallenberg

Der Gesteinsabbau im Naturschutzgebiet Steinbruch Kallenberg wurde 1978 eingestellt und hinterließ auf einer Fläche von 9,79 Hektar eine bis zu 30 Meter tiefe, teils von Feldwänden begrenzte Grube, in dem sich der Kallenbergsee sammelte.[10] Auf dem Gelände bildeten sich ein Feucht- und ein Trockenbiotop. 1984 kaufte die Gemeinde mit Förderung durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg und den Naturpark Neckartal-Odenwald das Gelände. Im Folgejahr wurde ein 4,87 Hektar großes Areal als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen.[16] 1989 wurde die Fläche erweitert und zum Naturschutzgebiet erklärt. Dadurch konnte die größte Population von Gelbbauchunken in Südwestdeutschland gerettet werden, die vorher wegen fehlender Rekultivierungsmaßnahmen im Steinbruch und durch Motocross-Veranstaltungen bedroht war.[17]

Dorfanlage und Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Eschelbronn ist ein Haufendorf. Es entstand westlich und nordwestlich um die ersten Ansiedlungen auf dem heutigen Schlossplatz als Ausbauort von Waibstadt. Den Ortskern bildet der Marktplatz. Nördlich und nordöstlich davon befindet sich ein Gewerbegebiet.[18] (Siehe auch: Erweiterung des Siedlungsgebiets im 20. Jahrhundert)

Der Ort gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Elsenztal an.[19] Zur Gemeinde gehören keine weiteren Ortschaften. Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde:

Lobbach Spechbach
Epfenbach
Meckesheim Nachbargemeinden
Zuzenhausen Neidenstein
Waibstadt

Hochwasserproblematik[Bearbeiten]

Überflutete Bahnhofstraße nach dem Hochwasser 1994. Im Ortszentrum war ein Höchststand von 1,80 Metern gemessen worden.

Der Anstieg des Wasserpegels der Elsenz und des Schwarzbachs führte mehrfach zu Überschwemmungen, besonders große gab es in den Jahren 1862, 1891, 1921, 1952, 1956,[20] vom 21. bis 23. Februar 1970,[21] 1993, 1994 und 2002. Begünstigt wurde der Pegelanstieg öfters durch die Verengung des Wasserdurchlasses des Schwarzbachs an der Ziegler’schen Mühle.[22] Das Hochwasser im Jahr 1956 fiel auf das Datum der Landtagswahl am 4. März. Neben der bundesweiten Presse berichtete die New Yorker Staats-Zeitung über die Flut und darüber, wie ein Bürger mit seiner Tochter auf einem selbstgebauten Floß zur Stimmabgabe ins Rathaus ruderte.[23]

Quelle: Zweckverband HWS[24] Dezember 1993 Juni 1994 März 2002
Niederschlag
Dauer 3 Tage 3 Stunden 3 Tage
Summe rund 140 mm bis zu 250 mm rund 90 mm
Abflüsse
Pegel Eschelbronn/Schwarzbach 83,2 m³/s 138 m³/s 42 m³/s
Pegel Meckesheim/Elsenz 21 m³/s 24 m³/s 36,4 m³/s

Am 21. Dezember 1993 kam es zu Überschwemmungen mit einer Wassermarke des Schwarzbachs von 3,17 Meter.[25] In der Nacht vom 26. auf den 27. Juni 1994 verursachten Regengüsse einen Anstieg des Wasserpegels der umliegenden Flüsse auf 4,65 Meter.[25] Dies führte zu einer Überflutung des Dorfzentrums von der Industriestraße über den Marktplatz bis zur Schlosswiesenschule und gegen drei Uhr zu einem Stromausfall. Innerhalb von drei Stunden erreichte das Wasser im Dorfzentrum einen Höchststand von 1,80 Metern, was eine Hochwassermarke am Rathaus dokumentiert. Für Präventionsmaßnahmen gegen zukünftige Überflutungen wurde am 25. April 1997 in Waibstadt von den betroffenen Städten und Gemeinden der Zweckverband Hochwasserschutz Einzugsbereich Elsenz-Schwarzbach gegründet; verschiedene Hochwasserrückhaltebecken wurden gebaut. Zu weiteren Überschwemmungen kam es im März 2002. Im Überschwemmungsgebiet entstand bei den drei sogenannten Jahrhunderthochwassern ein Schaden von 300 Millionen Mark.[24]

Geschichte[Bearbeiten]

Römisches Reich[Bearbeiten]

Im 2. und 3. Jahrhundert befand sich eine römische Ansiedlung mit einem Gutshof auf dem späteren Gemeindegebiet. Dies wurde anhand von Scherben nachgewiesen, die bei archäologischen Ausgrabungen unter der Leitung von Dietrich Lutz aus Karlsruhe in den Jahren 1971 bis 1975 gefunden wurden. Der Hof befand sich etwa vier Kilometer südlich des Vicus Nediensis (später Spechbach) und etwa zehn Kilometer nördlich des Vicus Saliobrigensium, die an Verkehrswegen zwischen dem Rheintal und dem Obergermanisch-Raetischen Limes lagen. Nach dem Limesfall existierte in den folgenden Jahrhunderten vermutlich keine Siedlung an dem Ort.[26]

Mittelalter[Bearbeiten]

Schenkungsurkunde des Lehnsherren Folkrich

Aus der frühen Karolingerzeit fanden sich Spuren landwirtschaftlicher Siedlungen und Überreste von Pfahlbauten. Erwähnt wurde Eschelbronn erstmals in einer Schenkungsurkunde des Lehnsherren Folkrich aus dem Zeitraum zwischen dem 9. Oktober 788 und dem 8. Oktober 789, die sich im Lorscher Codex befindet. Sie wurde im Kloster Lorsch, kurz nach dem Tod von Folkrichs Frau Regisvinde zu deren Seelenheil unterzeichnet. Die Schenkung betraf 14 Tagewerke (47.726 Quadratmeter) Ackerland.[27]

Ab 789 wurden unterschiedliche Ortsnamen dokumentiert. Der ursprüngliche Name Ascenbrunnen lässt auf einen Brunnen oder eine Quelle mit nahegelegenen Eschen als zentralen Ansiedlungspunkt schließen. Es könnte sich um die Durstbüttenquelle gehandelt haben, die den Ort mehrere Jahrhunderte lang mit Wasser versorgte.[28] Weitere dokumentierte Namen sind unter anderem Esschelbrunne (1338), Eschelpruenne (1349), Eschelbronnen (1388), Eschelbron (1496), Eschelbrunn (1539), Eschelpron (1550) und seit dem 18. Jahrhundert Eschelbronn.[29]

Für den Zeitraum von der ersten urkundlichen Erwähnung bis zum 13. Jahrhundert sind keine Überlieferungen bekannt.

Ortsherrschaft unter den Herren von Dürrn[Bearbeiten]

Mit der Heirat Konrads I. von Dürn mit Mechthild von Lauffen fielen den Herren von Dürn im 13. Jahrhundert zahlreiche Besitztümer der Grafen von Lauffen zu, darunter auch der spätere für Eschelbronn zuständige Verwaltungssitz Dilsberg.[30] Eschelbronn gehörte damit zum westlichen Rand des Einflussbereichs der Herren von Dürn. Im Jahr 1220 wurde das Areal der späteren Wasserburg Eschelbronn mit einem hölzernen Herrenhaus bebaut. 1251 war Heinrich von Eschelbronn, ein Vasall des Grafen Konrad I. von Dürn, Grundherr Eschelbronns. Dies geht aus einer Erbschaftsurkunde Konrad von Dürns von Januar jenes Jahres hervor, die Heinrich als einen Zeugen des Dokuments nennt. Heinrich lebte in dem Holzbau. Unter anderem die Erbteilung Konrad I. von Dürrn unter drei seiner Söhne und der folgende Verkauf derer Herrschaftsbereiche, führten zum Niedergang der Familie. Später übte Reinhard von Hettingen als Ministeriale von Boppo II. von Dürn die Ortsherrschaft aus. Boppo II. verkaufte die Reste der Herrschaft Dilsberg 1288 an Rudolf von Habsburg, der den Pfalzgrafen damit belehnte.[26]

Übergang an das Bistum Speyer[Bearbeiten]

Im späteren 13. Jahrhundert gelangte das Dorf in den Besitz des Bistums Speyer. Vermutlich geschah dies unter dem Kanzler und Bischof Heinrich von Leiningen oder seinem Nachfolger Bischof Friedrich von Bolanden. Da Heinrich von Leiningen mit Boppo I. von Dürn-Dilsberg in Verbindung stand, könnte der Ort auf diesem Wege von den Herren von Dürn an das Bistum gegangen sein. Bolanden veräußerte Eschelbronn später seinem Domkapitel veräußerte und es am 17. März 1294 wieder gegen die zur Fischerei nutzbaren Gewässer in Speyer und Umgebung loskaufte.[26]

Eschelbronn war Zentdorf der Meckesheimer Zent. Der Gerichtsbezirk wurde 1312 zusammen mit Neckargemünd und der Burg Reichenstein für 400 Mark Silber an Engelhard von Weinsberg verpfändet. Die Pfalzgrafen von Rhein Ruprecht I. und sein Bruder Rudolf II. lösten den Pfand 1330 bei Weinsberg ein,[31] womit die Blutgerichtsbarkeit über die Eschelbronner Einwohner bei ihnen lag.[26]

Dem Bischof Emich von Leiningen standen ab 1320/25 die damaligen Burgbesitzer unter. Bis zum frühen 19. Jahrhundert wechselten Herrschaften und Besitztümer mehrmals durch Lehen des Bistums an verschiedene Niederadelsfamilien, durch Aufteilungen und umstrittene Erbschaften. So erhielten die Herren von Hirschberg die Hälfte der Ortsherrschaft über Eschelbronn von Bischof Walram von Veldenz. Die andere Hälfte war wahrscheinlich nicht als Lehen ausgegeben. Rudolf von Hirschberg genehmigte seinem Neffen Wilhelm von Hirschberg am 2. Januar 1330 Eschelbronn seiner Frau Anna mit 200 Pfund Heller zu bewittumen. Diese verkaufte es nach dem Tod des Ortsherren Wilhelm an Hans III. von Hirschhorn, der es 1338 wiederum mit Genehmigung des Bischofs Gerhard von Ehrenberg mit 300 Pfund Heller an seine Frau Guda bewittumte.[26]

Ludwig I. von Löwenstein war 1485–1521 Ortsherr Eschelbronns

Von 1339 bis 1363 überließ das Stift Speyer dem Ritter Johann von Hirschhorn den belehnten Halbteil der Vogtei Eschelbronn als Lehen. Hirschhorn kaufte zudem im Jahr der Übernahme der Lehensherrschaft einen Hof in Eschelbronn von Rafan von Fürfeld und dessen Frau Adelber von Nordheim. Zugleich hielten während der Amtszeit des Bischofs Gerhard von Ehrenberg drei weitere Adelige Anteile an dem Lehen: von 1336 bis 1363 Konrad Mutzer und Friedrich von Hettingen, der die Wasserburg Eschelbronn bewohnte, sowie im Jahr 1340 Konrad von Enzberg, der sein Eschelbronner Erbe am 11. Juni dieses Jahres als Lehen entgegennahm.[32][33] Die Anteile Mutzers gingen nach seinem Tod ebenfalls an die Familie von Hettingen.[26]

In den folgenden Jahren ging die zunächst nur zur Hälfte belehnte Ortsherrschaft offenbar vollständig an Hans von Hirschhorn beziehungsweise dessen Frau Guda über.

Erste Ortsherrschaft unter den Herren von Venningen[Bearbeiten]

Ab 1319 ist das Geschlecht der Herren von Venningen, das vermutlich aus Unterfinningen im oberen Donauraum stammt und als Dienstmannen der Grafen von Oettingen in den Kraichgau kam, in dem Nachbarort Neidenstein nachgewiesen.[34] Um 1350 soll von Eberhard von Venningen ein Eschelbronner Familienzweig gegründet worden sein.[33] Margarete von Hirschhorn, die Tochter Hans und Guda Hirschhorns, verkaufte die Ortsherrschaft 1388 an Eberhard und seinen Bruder Dieter von Venningen. Beide wurden am 25. Mai selben Jahres von Nikolaus von Wiesbaden mit dem Ort und Zubehör belehnt.[26] Friedrich von Hettingen verkaufte außerdem die Burg Eschelbronn im Jahr 1418 über Rafan von Göler, seinen Onkel mütterlicherseits, an Albrecht von Venningen, einen Nachfahren Eberhards von Venningen und Erben des gesamten Eschelbronner Lehens und Gerichts.[32] Die zuvor aufgeteilte Burg- und Ortsherrschaft ging damit in einen gemeinsamen Familienbesitz über, blieb aber dennoch bis zur Abschaffung des Frontdienstes Mitte des 19. Jahrhunderts zwei separate ökonomische Bereiche mit unterschiedlicher Rechtsstellung. Belehnt wurde Albrecht 1439 mit dem Dorf. Sein gleichnamiger Sohn bekam nach dem Tod des Vaters im Jahr 1461 das Lehen von Bischof Johannes II. Nix von Hoheneck übertragen und verkaufte es 1485 an Ludwig I. von Löwenstein, den Sohn des Kurfürsten Friedrich des Siegreichen und Begründer des Hauses Löwenstein-Wertheim.[35] 1511 wollte Löwenstein das Lehen für 5000 Gulden an seinen Schwiegersohn Oswald von Tierstein verkaufen, der jedoch vorzeitig verstarb. Löwenstein blieb somit Ortsherr, bis er das Lehen 1521 „mit Burg, Dorf, Vogtei und Weiler Eschelbronn“ an den Grafen Joachim von Seckendorff verkaufte.[35]

Neuzeit[Bearbeiten]

Ortsherrschaft unter der Familie Seckendorff und Erben[Bearbeiten]

Wappen des Adelsgeschlechts Seckendorff

Nachdem Joachim von Seckendorff das Lehngut von Löwenstein übernommen hatte, engagierte er sich für eine Umwandlung des Mannlehens in ein Kunkellehen,[36] um es an weibliche Nachfahren vererben zu können. Seckendorff starb 1526 ohne das Lehen offiziell übertragen bekommen zu haben, da sich die Übernahme wegen „geübter Kriegshandlungen“ in der Pfalz mehrmals verzögert hatte. Es ging jedoch 1526 offiziell an seinen gleichnamigen Sohn und Erben Joachim über. Seiner Frau Anna (geborene von Venningen), durch deren Familienvermögen der Kauf Eschelbronns maßgeblich mitfinanziert worden war, wurde ein lebenslanger Nießbrauch zugesprochen.[33] Joachim „der Jüngere“ wandte sich dem Luthertum zu. Bereits mehrere Jahre bevor das Luthertum unter Ottheinrich offiziell in der Kurpfalz eingeführt wurde, reformierte er die Gemeinde in Eschelbronn. Ein lutherischer Pfarrer konnte in Eschelbronn jedoch erst mit Johannes Meyer ab 1593 nachgewiesen werden.[37]

Am 28. Dezember 1539 wurde ein hofgerichtlicher Vergleich zwischen Seckendorff und den Eschelbronner Untertanen geschlossen, der über zwei Jahrhunderte die rechtliche Grundlage zur Regelung der Frondienste darstellte.[38][39]

Mit dem Tod Joachim von Seckendorffs im Jahr 1555, dem Jahr des Augsburger Reichs- und Religionsfriedens, erbte sein Sohn Christoph von Seckendorff Eschelbronn. Christoph hatte bei seinem Tod 1571 keine männlichen Nachkommen, an die das Lehen hätte vererbt werden können. Dank der Einführung des Kunkellehens durch seinen Großvater ging es jedoch nicht zur Umverteilung an das Speyerer Hochstift zurück, sondern konnte auf die späteren Ehemänner der drei Töchter Christoph von Seckendorffs übertragen werden. Mit der Heirat seiner Töchter Helena von Seckendorff mit Johann Friedrich von Eltz[40] im Jahr 1584, Sybilla von Seckendorff mit Landschad von Steinach und Maria Elisabetha von Seckendorff mit Weiprecht von Helmstatt, teilten die Familien von Eltz und Landschad von Steinach den Besitz und die Ortsherrschaft untereinander auf. Sie lebten fast hundert Jahre nebeneinander in dem Wasserschloss, während der Anspruch der dritten Partei anderweitig geltend gemacht wurde. 1586 wurde das Erbe erneut unter den Töchtern aufgeteilt. Von Eltz und Landschad von Steinach wurden 1595 als Vogtsjunker (Ortsherren) von Eschelbronn bezeichnet.[41]

Während des Dreißigjährigen Krieges litt Eschelbronn zunächst unter den Eroberungen des Feldherrn Johann t’Serclaes von Tilly. Nach der Schlacht bei Nördlingen war die Region von Plünderungen durch aus Süddeutschland abziehende schwedische Truppen betroffen. Der seit 1613 amtierende Pfarrer Georg Liebler (1560–1632) floh während des Krieges nach Neckarbischofsheim, weshalb die lutherische Gemeinde in Eschelbronn bis Kriegsende keinen Pfarrer besaß[42] und sporadisch von Dühren aus betreut wurde.[43] Nach einem Gefecht auf Zuzenhäuser Gemarkung in der Nähe des Epfenbachs waren Eschelbronn und Zuzenhausen fast vollständig zerstört. Ein Großteil der Bevölkerung fiel im Krieg Hunger, Krankheit oder Verletzungen zum Opfer. So lebten 1649 noch acht Familien im Ort, darunter war keine mehr von denen, die noch zu Beginn des Krieges nachgewiesen waren.[44]

Helena, die erste Tochter des damaligen Ortsherren Christoph von Seckendorff, bekam zusammen mit ihrem Mann Johann Friedrich von Eltz zwölf Kinder, darunter Anna Margaretha[45] und Johann Philipp von Eltz (* 1588).[46] Anna Margaretha vermählte sich mit Wolf Eberhard Cappler von Oedheim genannt Bautz. Johann Philipp hatte die beiden Kinder Jakob Friedrich und Anna Regina. Anna Regina vermählte sich mit Heinrich Ernst von der Fels. 1661 wurde ihr zusammen mit ihrem Bruder Jokob Friedrich und ihren Tanten, darunter Anna Margaretha Cappler von Oedheim, gemeinsam das Lehensrecht übertragen. Als Jakob Friedrich 1676 kinderlos verstorben war,[47] kam es zu Erbstreitigkeiten zwischen den Familien Capler von Oedheim und Von der Fels, die 1688 vor dem Reichskammergericht zu Gunsten der Familie von der Fels entschieden wurden. Den Brüdern Johann Anton und Johann Philipp von der Fels wurden 1691 offiziell das Lehen und die Ortsherrschaft übertragen.[33] Johann Anton berief 1696 den evangelisch-lutherischen Pfarrer Josua Harrsch zum Vikar von Eschelbronn, der zu einem bedeutenden Akteur im Umfeld der ersten deutschen Massenauswanderung nach Nordamerika wurde.[27]

Nachdem auch die Familie von der Fels ausgestorben war, versuchte Eberhard Dietrich Capler von Oedheim 1734 erneut Lehensansprüche für die Familie Capler von Oedheim geltend zu machen. Das Lehen wurde jedoch vom Bistum für „heimgefallen“ erklärt. Im November 1736 übergab es Bischof Damian Hugo Philipp von Schönborn-Buchheim seinem Bruder Rudolf Franz Erwein von Schönborn. Nach Ansicht Schönborn-Buchheims hatte die Familie Capler von Oedheim aufgrund des Urteils von Wetzlar keinerlei Lehensansprüche mehr. Nach dem Tod von Rudolf Franz Erwein von Schönborn im Jahr 1754 wurde Eschelbronn am 28. September desselben Jahres dennoch Eberhard Dietrich Cappler von Oedheim übergeben,[33] der 1754 einen neuen Vergleich zur Regelung der Frondienste mit den Untertanen schloss.[39]

Zweite Ortsherrschaft unter den Herren von Venningen[Bearbeiten]

Wappen der Familie von Venningen am alten Pfarrhaus

Cappler von Oedheim verschuldete sich mit dem Lehngut zunehmend. Nachdem seine in Speyer eingereichten Darlehensanträge über 20.000 Gulden mehrfach abgelehnt worden waren, verkaufte er den Ort 1759 für 28.000 Gulden an den neuen Vogtsherrn Carl Philipp von Venningen. Eschelbronn gelangte damit fast 275 Jahre nach dem Verkauf durch Albrecht von Venningen im Jahr 1485 erneut in den Besitz der Familie von Venningen. Am 13. März 1760 erhielt von Venningen offiziell von Bischof Franz Christoph von Hutten zum Stolzenberg das zuvor aufgeteilte Lehen vollständig übertragen.[33] Seine Frau Maria Anna von Hutten war eine Großnichte des Bischofs. Bei der Errichtung eines Gutshofs, des späteren Schlosses Eschelbronn, kam es zur Rebellion der Bevölkerung, da Carl Philipp von Venningen weitaus höhere Frondienste beanspruchte als seine Vorgänger. Der Fall wurde am Oberappellationsgericht verhandelt. Als Reaktion auf die Aufstände wies von Venningen 1763 die vier Anführer der Aufstände in das Mannheimer Zuchthaus ein und quartierte auf Anordnung des Kurfürsten Karl Theodor vom 11. Juni 1763 ein Strafkommando mit einem Unteroffizier und zwölf Dragonern im Ort ein, was die Gemeinde täglich 45 Kreuzer für den Unteroffizier und je 30 Kreuzer für die Soldaten kostete. Sie sollten stationiert bleiben, bis sich sämtliche Gemeindemitglieder schriftlich zur Verrichtung der geforderten Frondienste verpflichtet hatten. Mit einer Erklärung vom 23. Juni gaben die Aufständigen ihren Widerstand zunächst auf, reichten jedoch am 4. August 1763 beim Kurfürsten eine Supplik zur Verbesserung ihrer Lebensumstände ein.[39] Als sich die Spannungen wieder erhöhten, wurde 1765 ein Frondienstvergleichsvertrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Bauern und Tagelöhnern geschlossen.[27] Naturalabgaben mussten jährlich mit 100 Reichstalern oder 150 rheinischen Gulden vergütet werden. Die Einwohner waren im Gegenzug verpflichtet, ihrem Grundherrn für Treibjagden zur Verfügung zu stehen und Botengänge in herrschaftlichen oder amtlichen Angelegenheiten nach Neidenstein, Spechbach und Zuzenhausen zu verrichten.[33] Von Venningen verfügte über Blei- und Silberbergwerke auf Eschelbronner Gemarkung.[48]

Ortsplan von Carl Philipp von Venningen aus dem Jahr 1794

1775 erließen die Herren von Venningen die Venningische Waldordnung für die Bewirtschaftung, Pflege und Nutzung der Eschelbronner Waldungen.[49] Die Besitz- und Vermögensverhältnisse des Ortes dokumentierte Carl Philipp von Venningen während seiner 37-jährigen Herrschaft detailliert. So existiert zum Beispiel ein Ortsplan aus dem Jahr 1794 mit genauen Grundstücksangaben und einem Anwohnerverzeichnis.

Am 27. August 1797 starb Carl Phillip von Venningen und sein Sohn Anton von Venningen wurde neuer Ortsherr. Dieser starb jedoch im Jahr 1799 ebenfalls.[50] Danach übernahmen seine Witwe Freifrau Henriette von Venningen (geborene Andlau) und ihr Schwager Herr von Pfuerdt im Oktober 1801 das Lehen.[33] Henriette von Venningen war in den Folgejahren an mehreren Rechtsstreitigkeiten wegen der Baukosten der neuen evangelischen Kirche beteiligt.

Koalitionskriege und Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten]

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1802 verloren die Herren von Venningen und das Bistum Speyer ihre Unabhängigkeit und durch die Mediatisierung ihre Reichsunmittelbarkeit. Ihren Grundbesitz konnten sie behalten. 1803 wurde Eschelbronn mit der Aufteilung der Kurpfalz unter Napoleon Bonaparte dem Großherzogtum Baden zugewiesen und ging an den Großherzog Markgraf von Baden über. 1807 gelangte die Gemeinde an das Oberamt Waibstadt.[27]

Für ihre Teilnahme an den Koalitionskriegen in Badischen Diensten, erhielten zwölf Eschelbronner die am 27. Januar 1830 von Großherzog Leopold gestiftete Badische Felddienstauszeichnung. Darunter war Andreas Dinkel (* 20. Oktober 1789; † 8. November 1857), der als Unteroffizier im Russlandfeldzug 1812 teilgenommen hatte. Bei der Schlacht an der Beresina geriet der badische Husarenoberst von Laroche am 27. November 1812 in russische Gefangenschaft. Er wurde verwundet und sein Pferd erschossen. Andreas Dinkel befreite ihn gemeinsam mit seinem Kameraden Springer und wurde dafür zum Wachtmeister befördert. Er stand bis 1816 in badischen Diensten und genoss in seiner Heimatregion hohes Ansehen.[51]

1813 wurde Eschelbronn dem Bezirksamt Sinsheim zugewiesen.[27] Im selben Jahr waren russische Soldaten während der Befreiungskriege auf dem Marsch nach Frankreich in Privathaushalten im Ort einquartiert. Nachdem der Eigentümer und Bewohner des Hauck’schen Hauses auf Grund einer Auseinandersetzung mit in der Nachbarschaft untergebrachten Soldaten festgenommen worden war, führte dies zu Protesten der Einwohner gegen das Vorgehen der Besatzer und der Häftling konnte fliehen.[52]

Im Deutsch-Französischen Krieg waren aus Eschelbronn unter anderem Soldaten in China und Afrika stationiert. Den Teilnehmern und Opfern des Krieges wurde das zunächst auf dem Marktplatz errichtete und später umgesetzte Eschelbronner Kriegerdenkmal gewidmet.

Auswanderungsbewegung[Bearbeiten]

Der Gemeindepfarrer Josua Harrsch gilt als Wegbereiter der Auswanderungswelle. (Gedenktafel an der Evangelischen Kirche.)

Im 19. Jahrhundert kam es zu mehreren Auswanderungswellen, zu denen maßgeblich der Gemeindepfarrer Josua Harrsch mit seiner Auswanderungsschrift Caronina beigetragen hatte. In den Jahren 1840–1890 verließen etwa 400 Eschelbronner die Gemeinde und ließen sich vor allem in Nordamerika und Russland nieder. Bei der größeren Auswanderungswelle, als etwa 10.000 Pfälzer 1709 überwiegend nach Pennsylvanien zogen, war wahrscheinlich 1783 der Zimmergeselle Josef Scholl der erste dokumentierte Auswanderer, der Eschelbronn verließ, um in Rive-de-Gier als Bergmann zu arbeiten. 1792 wanderte der Weber Johann Georg Huber nach Bethel in Nordamerika aus. 1800 hatte Eschelbronn 681 Einwohner, darunter 319 Männer und 362 Frauen. 1809 wanderten viele Bürger nach Russland aus, da ihnen Kaiser Alexander I. Land und finanzielle Unterstützung angeboten hatte. Zur größten Auswanderungswelle kam es zwischen 1840 und 1860. Wegen Überbevölkerung, zunehmender Armut und ungünstiger Klimabedingungen für die Landwirtschaft zogen von 1836 bis 1855 110 Einwohner und zwischen 1856 und 1888 weitere 80 nach Nordamerika. Zudem verließen am 11. April 1847 170 mittellose Menschen den Ort. Sie hatten für die Fahrtkosten von der Gemeinde einen Zuschuss von insgesamt 10.000 Gulden erhalten, damit sie den Ort gemäß dem Armenrecht nicht weiter finanziell belasteten. Darunter befanden sich geächtete Bürger wie Diebe und Mütter unehelicher Kinder.

Von der Landwirtschaft zur Leinenweberei[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft war ursprünglich die Haupterwerbsquelle der Eschelbronner Bevölkerung.[53] Der Frondienst wurde 1832 abgelöst.[39] Durch die Realteilung waren die landwirtschaftlichen Anbauflächen zunehmend zerstückelt worden und viele Bauern wegen zu geringem Grundbesitz auf gewerblichen Nebenverdienst angewiesen.

Landwirtschaftl. Betriebe[54] 1873 1907 1930 1949 1960 1970 1975 1980 1987
Betriebe mit unter 2 ha0 0068 0120 0150 0115 0086 0036 0011 0002 0002
Betriebe mit 2–10 ha 0079 0085 0073 0057 0024 0015 0008 0004 0002
Betriebe mit 10–20 ha 0014 0002 0001 0005 0006 0004 0002 0002 0002
Betriebe mit 20 ha und mehr 000- 000- 000- 0001 0002 0004 0006 0006 0006
insgesamt 0161 0207 0224 0178 0118 0059 0027 0014 0012

Vom 18. bis ins späte 19. Jahrhundert entwickelte sich die Leinenweberei zum wichtigsten wirtschaftlichen Faktor. Für das Jahr 1860 sind in den Kirchenbüchern der evangelischen Kirche namentlich 35 Weber gelistet. Mitte des 19. Jahrhunderts verfügte jede ansässige Familie über einen Webstuhl, um Textilien sowohl für den Verkauf als auch für den Eigenbedarf anzufertigen.

Städtische Händler fuhren im Frühjahr in den Ort, um die Restposten aufzukaufen und an Einzelhändler weiterzugeben. Im Laufe der Industrialisierung sank die Nachfrage der Großhändler jedoch zunehmend, weswegen manche Weber zu Fuß in die Städte reisten, um ihre Ware über Haustürverkäufe abzusetzen. Anfangs stellten die Landweber auf Grund preiswerterer Mietkosten noch eine beträchtliche Konkurrenz für die innerstädtische Produktion dar. Da die Industrie dennoch voranschritt, preiswertere Baumwolle importierte und die Landbetriebe nicht in mechanische Webstühle investierten, verlor das Handwerk in Eschelbronn an Bedeutung. Anfang des 20. Jahrhunderts zählte der Ort noch neun Leinenweber und im Jahr 1909 war die Zahl auf zwei gesunken.[55]

Zeitweise wurde in Eschelbronn Tabak angebaut und getrocknet. Erstmals Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts und erneut in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bis einige Jahre danach zogen einige Landwirte den Tabakanbau dem damals aufkommenden Zuckerrübenanbau als Zusatzerwerb vor und verkauften die getrockneten Blätter am Auktionstag auf dem Marktplatz.[56] Zur Förderung der Ziegenzucht gab es einige Jahrzehnte lang einen Verein für die Sicherung der Futterversorgung. Die Ziegenhaltung wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach und nach eingestellt.[53]

Entwicklung zum Schreinerdorf[Bearbeiten]

Die Schreinerei Adam Kaiser gilt als Pionierbetrieb des Schreinerdorfs (Aufnahme von 1882)

Nach den Kirchenbüchern waren Mitte des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts nur Andreas Wolff (1748–1802) und Johann Adam Butschbacher (1761–1832) als Schreiner tätig. Sie betrieben die Schreinerei vermutlich als Nebentätigkeit zur Landwirtschaft und Leinenweberei. Als Schreinermeister wurden später Johann Georg Wolff (* 1788) und Andreas Schön (1782–1861) genannt.[57]

Um 1868[58] oder 1870[59] lernte der Eschelbronner Schreinergeselle Georg Adam Kaiser auf den Wanderjahren in Lahr den aus Lanterswil stammenden Schweizer Johannes Reimann († 6. September 1895) kennen, der ihm die Technik des Furnierens näher brachte und um 1870 nach Beendigung der Wanderjahre mit Kaiser nach Eschelbronn zog. Kaiser führte das Furnierverfahren neben weiteren Neuerungen, die er während der Wanderjahre erlernt hatte, in der Schreinerei seines Vaters in der Neugasse 69 ein. Möbel wurden in Eschelbronn vorher kostenintensiver aus Massivholz gefertigt. Reimann richtete eine Schreinerei im ersten Obergeschoss der Oberstraße 16 ein und fertigte neben Furnieren Intarsien. Die Schreinerei Kaiser bildete 1882 zwölf Gesellen aus, die sich später größtenteils ebenfalls mit Lehrbetrieben selbstständig machten.

Ende des 19. Jahrhunderts fasste das Schreinerhandwerk mehr und mehr Fuß, da zu dieser Zeit noch keine industrielle Konkurrenz bestand, und machte den Ort als Schreinerdorf bekannt. Mit dem Bau des Bahnhofs 1876 wurden die für die Produktion und den Vertrieb erforderlichen Transportmöglichkeiten deutlich verbessert. In dem Tätigkeitsbericht des Eschelbronner Gewerbevereins aus dem Jahr 1913 waren 41 selbstständige Schreinermeister, 73 Gesellen und 40 Lehrlinge verzeichnet.[60] 1918 übernahm Philipp Ernst die Schreinerei von Kaiser und verlegte den Betrieb in die Schulstraße. Bis 1960 wuchs der Betrieb mit 200 Beschäftigten zum bedeutendsten Unternehmen der Gemeinde an.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde auf Initiative des Kommunisten Adam Windisch der Holzarbeiter-Verband als Interessenvertretung der ortsansässigen Schreiner gegründet. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg baute Windisch, der kurzzeitig als Bürgermeister eingesetzt worden war, die Holzgewerkschaft auf, die einen örtlichen Tarifvertrag durchsetzen konnte.[61]

Möbel-Einzelhandel gegen Ende der 1950er Jahre

In den 1920er Jahren konzentrierte sich die Produktion vor allem auf Schlafzimmer. 1925 hatte Eschelbronn 1135 Einwohner und 54 Schreinereien.[59] Während sich die Produktion anfangs noch auf Einzelanfertigungen aus der Region konzentrierte, begann zur Jahrhundertwende die Fertigung in Kleinserien, zunächst für Kleiderschränke, die vor allem unter dem Schweizer Begriff Chiffonnier' bekannt waren. 1931 wurde für 3000 Reichsmark von Max Stier ein Chevrolet als erstes Möbeltransportfahrzeug Eschelbronns angeschafft, wodurch der Transport nicht mehr an den Schienenverkehr gebunden war. Der Fuhrpark wurde in den 1930er Jahren mit Fahrzeugen vom Typ Opel Blitz erweitert, die jedoch im Zweiten Weltkrieg für den Sanitätsdienst eingezogen wurden.[62] Bis 1938 wuchs die Zahl der Schreinereien auf 60. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden Möbeleinzelhandelsunternehmen in Eschelbronn.

Am 14. und 15. Juli 1979 fand die Jubiläumsfeier 100 Jahre Schreinerdorf Eschelbronn statt. Während der 1980er Jahre produzierte die Firma Geiß täglich etwa 20 Schlafzimmer. Die Anzahl an Möbelschreinereien und -werkstätten sowie Möbelfachgeschäften nahm in den folgenden Jahrzehnten stetig ab.[57] Im alten Schulhaus existiert ein Schreinermuseum.[63]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Die Glocken der evangelischen Kirche werden zur Einschmelzung für die Kriegsrüstung abgegeben.

Während des Ersten Weltkriegs war Leopold Cordier evangelischer Pfarrer der Gemeinde. Er veröffentlichte ab dem 15. Januar 1916 den Heimatboten, ein monatlich erscheinendes Mitteilungsblatt. Darin berichtete er über das Gemeindeleben in Eschelbronn und Neidenstein und verkündete Neuigkeiten über die Kriegsteilnehmer und Gefallenen aus den beiden Ortschaften. Die Glocken der evangelischen Kirche mussten im Jahr 1917 zur Einschmelzung für die Kriegsrüstung abgegeben werden.[43] Die feierliche Abgabe wurde von dem Hoffotografen „Ihrer Majestät der Königin von Schweden und Norwegen“ Max Kögel aus Heidelberg dokumentiert. Die Glocken wurden am 13. September 1921 wieder ersetzt.[64] Cordiers Nachfolger Otto Friedrich Hessig führte den Heimatboten weiter, nachdem er die Pfarrei übernommen hatte. An 53[65] gefallene Eschelbronner Kriegsteilnehmer erinnert eine Gedenktafel in der evangelischen Kirche.[66]

Nationalsozialismus und Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Eschelbronn fiel vor und in der Zeit des Nationalsozialismus im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden durch eine besondere Unterstützung der NSDAP auf und galt in der Region als Hochburg der SA. Während die Partei bei der Reichstagswahl 1928 noch 55 Stimmen erhielt, erreichte sie 1930 bereits 327. 1932 stieg die Zahl weiter auf 466 und 1933 verzeichnete die Partei mit 566 Stimmen nochmals einen Zuwachs von hundert Wählern (KPD: 52, SPD: 33). 1931 wurde Georg Braun zum Bürgermeister gewählt und blieb bis 1945 im Amt. Mit Auflösung des Musikvereins Eschelbronn wurde eine SA-Kapelle gegründet, die sich jedoch zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wieder auflöste. Der vorherige Musikverein, unter dem Vorsitz des nach Kriegsende eingesetzten Bürgermeisters Adam Windisch, bestand vor allem aus kommunistischen Mitgliedern. Der SA-Sturmführer Konrad Pfister und der NSDAP-Ortsgruppenleiter Heinrich Mayer gehörten dem Gemeinderat an.[67] Bei den Novemberpogromen zerstörte die Eschelbronner SA unter Leitung des Obersturmbannführers und Waibstadter Bürgermeisters Eugen Laule am 10. November in Neidenstein die Synagoge im Kirschgraben. In Eschelbronn gab es keine jüdische Gemeinde.[68]

Der Kallenberg wurde als Zeltlagerplatz der Hitlerjugend genutzt. Am 1. September 1939 wurde das Lager zum Kriegsbeginn abgebrochen.[67] Am 8. Januar 1942 mussten die beiden großen der drei 1921 beschafften Kirchturmglocken der evangelischen Kirche zur Produktion von Kanonen und Granaten abgegeben werden.[69] Im Ort wurden Familien aus Mannheim und Karlsruhe einquartiert, die ihre Unterkünfte bei Bombenangriffen verloren hatten. Am 27. April 1944 wurde ein englischer Bomber abgeschossen. Zwei der Insassen konnten mit einem Fallschirm abspringen und wurden in Hoffenheim gefangen genommen.[70] Der Schulbetrieb wurde im Herbst 1944 eingestellt.[71] Am 13. März 1945 wurde von den Alliierten ein Luftangriff auf den Bahnhof und einen sich dort befindenden Zug geflogen, wobei mehrere Menschen ums Leben kamen.[72] Beim Anflug aus dem Westen zerstörte eine vorzeitig abgeworfene Bombe das Haus in der Schulstraße 47.[73] Insgesamt fielen im Krieg 71 Menschen aus Eschelbronn, 34 Menschen blieben vermisst, vier erlagen ihren Kriegsverletzungen nach 1945.[74]

Am 1. April 1945 marschierten US-amerikanische Panzereinheiten von Meckesheim über Eschelbronn Richtung Waibstadt. Die Einwohner ergaben sich widerstandslos.[70] Nach Kriegsende gehörte der Ort zur amerikanischen Besatzungszone. Das Schulhaus diente als Koordinationsbüro der US-amerikanischen Truppen.[71] Der Karlsruher Sprachlehrer Georg Armleder wurde von den Besatzern als Bürgermeister eingesetzt und in der Schuhmannsmühle einquartiert, in der zuvor für die Wehrmacht gemahlen wurde.[75] Armleder wurde noch im selben Jahr ermordet und seine Leiche in Neckargemünd gefunden. Der Mord wurde nie aufgeklärt. Der Kommunist und Kriegsgegner Adam Windisch wurde danach als Bürgermeister eingesetzt, jedoch auch im selben Jahr auf Drängen des CDU-Ortsverbandes beim Landratsamt Sinsheim wieder abgesetzt und der Gärtnermeister Paul Schoch in das Amt gebracht. Bei der ersten Gemeinderatswahl am 27. Januar 1946 erhielt die CDU mit 286 Stimmen drei Sitze, die SPD mit 230 Stimmen zwei Sitze und die KPD mit 115 Stimmen einen Sitz. Die erste freie Bürgermeisterwahl fand 1947 statt und wurde von dem Schreiner Karl Ferch (SPD) gewonnen.[73] 1954 wurde der ehemalige NS-Funktionär Philipp Dinkel zum Bürgermeister gewählt und 1962 für den Zeitraum bis 1972 im Amt bestätigt.

Ausbau des Siedlungsgebiets im 20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Ortskern mit den umliegenden Fluren

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch den Zuzug von Kriegsflüchtlingen und Vertriebenen, die unter anderem zunächst in leerstehenden Schreinereiwerkstätten untergebracht wurden, auf 2017 Einwohner im Jahr 1946. Dies führte zu einem erheblichen Wohnungsmangel, und einer daraus resultierenden Erweiterung des Siedlungsgebiets. Zunächst wurde eine Neubausiedlung Im Grund errichtet, die neben der Pendlersiedlung in Bad Rappenau als erste im Landkreis Sinsheim genannt wurde. Des Weiteren wurde der Dohlengraben in der Neugasse kanalisiert.[73] Zur selben Zeit fand eine Flurbereinigung statt.[28]

Lautsprecher der 1950 installierten Ortsrufanlage

Im Sommer 1950 richtete die Gemeinde eine Ortsrufanlage ein.[76]

Im Mai 1957 wurde unter Initiative des Bürgermeisters Philipp Dinkel die Siedlergemeinschaft als Interessengemeinschaft von Eigenheim- und Bauplatzbesitzern aus dem Baugebiet Im Grund gegründet. Sie schloss sich im Juni 1957 dem Deutschen Siedlerbund, Landesverband Baden-Württemberg an und zählte 30 Jahre später mit 130 Mitgliedern nach Sinsheim und Bad Rappenau die höchste Mitgliederzahl innerhalb der Kreisgruppe Sinsheim. Ihr Tätigkeitsfeld findet sie unter anderem in Fachvorträgen, Schulungen und Beratungen bezüglich Haus und Garten, der Bepflanzung und Pflege des Blumenwappens und der Pflege der gemeindeeigenen Obstanlagen.[77] 1959 wurde im Rahmen von Ausbauarbeiten für die wachsende Bevölkerung, darunter mehrere aus Ostdeutschland Zugezogene, und den zunehmenden Bedarf an Eigenheimen für Kleinfamilien, das Gebiet Lange Äcker und der Mühlweg erschlossen. 1962 wurde die Neidensteiner Straße, die Neugasse, die Schloßstraße und die Wiesenstraße mit Trinkwasser versorgt und 1966 das Gebiet Lange Äcker/Erpfel. Da sich die Gemeinde dabei jedoch durch die Kosten der Kanalisierung von 1,4 Millionen Mark stark verschuldete, durften in den folgenden Jahren keine weiteren Kredite aufgenommen werden, was die Bautätigkeit zunächst bremste. 1973 ging Eschelbronn mit der Kreisreform Baden-Württemberg vom Landkreis Sinsheim an den Rhein-Neckar-Kreis über. Unter Bürgermeister Dieter Janitza wurde im selben Jahr die Sport- und Kulturhalle erbaut. 1974 erschloss die Gemeinde das Neubaugebiet Durstbütten. Im selben Jahr gründete sich der Gemeindeverwaltungsverband Elsenztal[19] um nach der Kreisreform die Selbstständigkeit der Gemeinden zu erhalten. Neben Eschelbronn gehören dem Verband die zuvor teilweise durch verschiedene Landkreise getrennten Gemeinden Lobbach, Mauer, Meckesheim und Spechbach an. 1976 wurde die Industriestraße für weitere Unternehmen erstmals verlängert und 1988 bis zum anliegenden Wald ausgebaut. 1977 entstand das Gebiet Oppenloch/Gührn im Südosten, gefolgt von Lange Äcker/Schleifigrain im Jahr 1980. 1988 wurde das Baugebiet Seerain erschlossen,[13] in den 2000er Jahren das Neubaugebiet In den Kirchwiesen.

Im März 2013 erklärte sich das Land Baden-Württemberg bereit, im Rahmen des Förderprogramms zur Entwicklung des Ländlichen Raums mit 140.000 Euro folgende Projekte zu unterstützen: den Kauf und Abriss der Gewerbebrache am Marktplatz, die Sanierung der Pausenhalle der alten Schule und die Modernisierung und den Dachausbau eines Wohnhauses im historischen Ortskern.[78]

Bevölkerung[Bearbeiten]

In Eschelbronn ist ein kurpfälzischer Dialekt verbreitet. Die Einwohner bezeichnen sich selbst scherzhaft als „Holzwürmer“, was auf das im Ort traditionell ausgeübte Schreinerhandwerk zurückzuführen ist. Ebenfalls existiert die spöttische Bezeichnung „Stegstrecker“. Sie basiert auf einer Erzählung, nach der Eschelbronner Handwerker eine zu kurz geratene Holzbrücke für den Schwarzbach zunächst im Wasser eingeweicht und anschließend durch beidseitiges Ziehen mit einem Ochsengespann zu verlängern versucht hätten. Tatsächlich war die Brücke vermutlich bei der Montage in den Fluss gefallen und anschließend von dem Gespann herausgezogen worden.[79][80] Seit 1977 besteht ein Landfrauenverein.[81]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1672 wurden in Eschelbronn 73 Einwohner gezählt. Bis 1850 erhöhte sich die Anzahl trotz der Auswanderungsbewegung im 19. Jahrhundert auf 870 und stieg mit den verbesserten Transportmöglichkeiten nach Fertigstellung der Badischen Odenwaldbahn erneut von 871 Einwohnern im Jahr 1852 und 1024 im Jahr 1873 bis auf 1069 im Jahr 1900. Zwischen 1914 und 1918 fielen mindestens 53 Eschelbronner im Ersten Weltkrieg.[65] Der Zweite Weltkrieg brachte der Gemeinde 75 Opfer und 34 Vermisste.[74] Weitere Volkszählungen verzeichneten 1134 Menschen im Jahr 1920 und 1200 im Jahr 1939. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch hinzugezogene Kriegsflüchtlinge auf 2017 Einwohner im Jahr 1946, darunter 376 Sudetendeutsche, 90 Ungarndeutsche, 44 Oberschlesier und sieben Rumäniendeutsche.[82] Die Anzahl der Einwohner sank jedoch wieder bis 1956 auf 1925. Im Jahr 2011 lebten 2515 Menschen in Eschelbronn, darunter ein Ausländeranteil von 8,7 Prozent.[83]

Religion[Bearbeiten]

Die Bevölkerung ist überwiegend protestantisch. Neben der evangelischen Kirchengemeinde gibt es eine dem Dekanat Waibstadt zugehörige katholische und eine neuapostolische Kirche.

Konfessionelle Bevölkerungsstatistik 1925–1985[84]
Jahr Protestanten Katholiken Sonstige
1925 1039 17 79
1933 1147 16 54
1946 1280 674 63
1985 1380 712 183
Neuapostolische Kirche

Unter den Römern war das Christentum in der Region verbreitet, verschwand jedoch großteils mit dem Vordringen germanischer Stämme.[85]

Eine Pfarrei existierte in Eschelbronn in Abhängigkeit von Waibstadt spätestens ab dem 14. Jahrhundert. Im Gewann Kirchwiesen befand sich laut einer Ersterwähnung im Jahr 1496 die Holzkirche St. Margareta. Das Kirchenpatronat war hohenlohisches Lehen. 1358 wurde es von den Zwingenbergern an den Propst von Wimpfen Peter von Mauer verkauft, der es wiederum an die Landschad veräußerte. Nach deren Aussterben ging es vermutlich an die Herren von Venningen über.[18]

1526 folgte die gesamte Bevölkerung dem Ortsherrn Joachim von Seckendorff und bekannte sich zum lutherischen Glauben. Seitdem ist der Ort überwiegend evangelisch. 1699 wurde von dem Kurfürsten Johann Wilhelm eine katholische Pfarrei für die Orte Daisbach, Eschelbronn, Gauangelloch, Maisbach, Mauer, Meckesheim, Ochsenbach, Schatthausen, Spechbach, Ursenbacherhof, Waldwimmersbach und Zuzenhausen eingerichtet, deren Sitz sich 1669 bis 1707 in Spechbach befand. Später gehörte die katholische Kirchengemeinde über 200 Jahre lang zur Pfarrei Zuzenhausen und ging 1937, während in Eschelbronn 16 Katholiken gezählt wurden, an die Pfarrgemeinde Waibstadt.[85] Am 1. April 1938 wurde die gesetzliche Ortskirchensteuer eingeführt. Mit der Ansiedlung mehrerer Kriegsflüchtlinge des Zweiten Weltkriegs, stieg die Zahl der Katholiken 1946 sprunghaft auf 674. Katholische Messen fanden 1946 bis 1958 in der evangelischen Kirche statt. Mit der am 18. August 1856 gegründeten „Kinderbewahranstalt“ und nach Auflösung des Kleinkinderschulvereins im Jahr 1948, der die Kinderschule ab 1900 verwaltet hatte, gehörte die Kleinkinderbetreuung zur evangelischen Kirchengemeinde.[84] Am 19. Mai 1957 begann der Bau der katholischen St.-Josef-Kirche. Das Gebäude wurde am 31. August 1958 geweiht.[85] Der evangelische und katholische Kirchen- und Pfarrgemeinderat gründete 1978 einen Krankenpflegeverein mit etwa 400 Mitgliedern, eine Grundlage für die spätere Kirchliche Sozialstation Elsenztal.[84] Für die am 1. Januar 1910[86] gegründete neuapostolische Kirchengemeinde wurde 1960 erstmals ein Kirchengebäude erbaut[87] und Anfang der 2010er Jahre durch einen Neubau ersetzt.

Bisherige Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde waren:[42]

  • um 1593–1598: Johannes Meyer
  • ab 1613: Georg Liebler
  • 1667–1675: Johann Gottlieb Widmann
  • 28. Februar 1692–1695: Antonius Jacobus Henckel
  • 1696–1708: Josua Harrsch
  • Heinrich Wilhelm Bätgenius
  • um 1747–7. Mai 1774: Christian Friedrich Glock
  • 1774–1803: Karl Wilhelm Glock
  • 19. November 1803–16. Juni 1849: Gottlieb Karl Theophil Frank
  • ab um 1849–1862: Wilhelm Frank
  • Spengler
  • 1884–1. Oktober 1905: Richard Schmidt
  • 1914–1917: Leopold Cordier
  • Heinrich Vollhardt
  • ab 1. September 1980: Lemmer
  • Klaus Böttcher
  • ab Dezember 2000: Goos
  • seit Juli 2007: Gerhard Eckert

Politik[Bearbeiten]

Eschelbronn gehört zum Bundestagswahlkreis Rhein-Neckar. Die Freie Wählervereinigung ist seit Jahren stärkste kommunalpolitische Kraft. Sie ist Mitglied im Landesverband Freie Wählervereinigung Baden-Württemberg. Seit den 1940er Jahren besteht in Eschelbronn ein SPD-Ortsverein[88] und seit dem 28. August 1981 ein CDU-Gemeindeverband.[89] Die VdK-Ortsgruppe ist seit 1946 aktiv. Sie zählte bei Gründung 120 und Ende der 1980er Jahre 55 Mitglieder.[90] Seit dem 18. Mai 1954 besteht ein Ortsausschuss des Deutschen Gewerkschaftsbunds.[61]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der wöchentlich[91] tagende Gemeinderat von Eschelbronn hat zwölf[92] Mitglieder. Die Kommunalwahl 2009 ergab folgendes Ergebnis:

  • Eschelbronner Liste: 35,4 Prozent, fünf Sitze
  • Freie Wähler: 31,3 Prozent, vier Sitze
  • Unabhängige Bürger für Dorf und Umwelt: 21,1 Prozent, zwei Sitze
  • CDU 12,1 Prozent, einen Sitz

Bürgermeister und Schultheißen[Bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister ist der Diplom-Verwaltungswirt Florian Baldauf aus Lauterbach. Er erhielt bei der Wahl am 9. Mai 1999 knapp 59 Prozent, wurde 2007 mit fast 90 Prozent wiedergewählt und gab 2014 bekannt, nach seiner zweiten Amtsperiode nicht nochmals kandidieren zu wollen.[93] Bisherige Schultheißen und Bürgermeister waren:[94]

  • 1564: Endriß Weber
  • 1595: Endriß Leibfriedt
  • 1634: Endriß Leibfriedt (vermutlich der Sohn des Vorherigen)
  • 1646: Conrad Leibfried
  • 1682: Andreas Wetzel
  • 1717: Christian Hofrichter
  • 1738: Joh. Fr. Wolf[95]
  • Scholl[95]
  • 1751: Johann Michael Maurer
  • 1752: Andreas Heilmann († 1755)
  • 1756: Johann Michel Maurer[95]
  • 1765–1774: Johann Georg Doll
  • 1774–1789: Conrad Braun
  • 1790–1801: Johannes Grab
  • 1801–1802: Balthasar Doll (Sohn von Johann Georg Doll)
  • 1802–1808: Georg Reichert
  • 1809–1815: Martin Hahn
  • 1815–1834: Johann Daniel Streib (wird als Vogt bezeichnet)
  • 1834–1836: Laule
  • 1836–1838: Reichert
  • 1838–1848: Peter Grab
  • 1848–1876: Christoph Doll
  • 1877–1888: Georg Michael Dinkel
  • 1889–1913: Johann Georg Braun
  • 1914–1930: Johann Adam Dinkel
  • 1931–1945: Georg Braun
  • 1945: Georg Armleder
  • 1945: Adam Windisch
  • 1945–1948: Paul Schoch
  • 1948–1954: Karl Ferch (SPD)
  • 1. März 1954–30. Juni 1970: Philipp Dinkel
  • 1. August 1970–15. September 1991: Dieter Janitza
  • 1. November 1991–31. März 1999: Jürgen Gredel
  • seit 17. Juni 1999: Florian Baldauf

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Darstellung des Eschelbronner Wappens als Blumenbeet

Blasonierung: Gespalten; vorne von Blau und Silber schräglinks gerautet, hinten in Silber zwei schräggekreuzte rote Lilienstäbe.

Wappen Eschelbronn

Die Rauten entstammen der kurpfälzischen Zent Meckesheim, die zwei gekreuzten roten Lilienstäbe verweisen auf die einstigen Ortsherren von Venningen. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Eschelbronn kein Wappen sondern lediglich ein Siegel mit den Buchstaben „EB“. Das Wappen entstand 1901 im Rahmen einer allgemeinen Wappenneuordnung durch das Badische Generallandesarchiv in Karlsruhe. Es ist nahe der Ortsausfahrt Richtung Epfenbach an der Brücke der Landstraße 549 unter Initiative der Siedlergemeinschaft Eschelbronn mittels farblich entsprechender Blumenbepflanzung nachgebildet.

Flagge Eschelbronn

Die Gemeindeflagge führt zwei Streifen mit den Farben Weiß und Blau. Im oberen weißen Feld zeigt sie auf der linken Seite das Gemeindewappen. Das Recht zur Führung einer Flagge wurde Eschelbronn mit Erlass des Regierungspräsidiums Nordbaden Nr. I/3a - 24517/54 vom 13. November 1954 verliehen.[96]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Verschiedene Unternehmen der Gemeinde sind in der aus einer Werbegemeinschaft hervorgegangenen Gewerbevereinigung im Schreinerdorf Eschelbronn zusammengeschlossen.[97] Zu den größeren Unternehmen gehören die Möbelhäuser Amend, Geiß und Streib und die Schreinerei Rüdiger Vogel.

Wirtschaftliche Entwicklung neben der Land- und Holzwirtschaft[Bearbeiten]

1888 trat Eschelbronn der Schwarzbachfischereigenossenschaft mit Sitz in Waibstadt bei, deren Ziel darin bestand den Fischbestand im Schwarzbach zu optimieren.[98] Am 1. Januar 1899[99] wurde der Gewerbe- und Handwerkervereins als Zusammenschluss und Interessenvertretung der örtlichen Gewerbetreibenden und Handwerker gegründet.[Anmerkung 1] der 1910 mit 30 Mitgliedern unter dem Namen Gewerbeverein Eschelbronn aktiv war. Ab 1929 diente ein von Wilhelm (Max) Stier zum Kaufpreis von 1200 Reichsmark beschaffter Mercedes Benz, Baujahr 1925, als erstes gewerbsmäßig genutztes Taxi in Eschelbronn, das insbesondere zur Beförderung von Firmenvertretern bestimmt war, die Eschelbronn für Unternehmensbesuche in Schreinerbetrieben aufsuchten.[100]

Am 5. Juli 1880 wurde der Darlehenskassenverein Eschelbronn gegründet und 1890 in Ländlicher Kreditverein Eschelbronn e.G.m.u.H. umbenannt. 1927 erfolgte eine weitere Umbenennung in Spar- und Darlehenskasse e.G.m.u.H.. Die unbeschränkte Haftpflicht wurde 1955 durch eine beschränkte Haftpflicht ersetzt. Mitte der 1950er Jahre erwirtschaftete die Kasse monatlich einen Umsatz von etwa einer Million Mark.[101] 1936 nahm die Sparkasse mit wöchentlichen Kundenbesuchen ihre Tätigkeit in Eschelbronn auf und richtete 1958 in dem Wohnhaus in der Oberstraße 4 eine feste Filiale ein, in der zunächst einmal, später zweimal wöchentlich feste Betriebszeiten bestanden. Mit Umbauarbeiten im Jahr 1970 wurde die Filiale für die steigende Nachfrage ausgebaut und 1980 eine feste Zweigstelle der Sparkasse Sinsheim in der Kandelstraße eröffnet.[102] 1954 entstand eine Produktionsstätte des Klavier- und Flügelherstellers C. Bechstein.[103]

Historische Unternehmen[Bearbeiten]

Schuhmannsmühle[Bearbeiten]

Die Schuhmannsmühle, auch „Alte Mühle“ genannt, war eine Bannmühle und die größte und älteste der drei am Epfenbach gelegenen Mühlen. Sie existierte mehrere Jahrhunderte lang und befand sich an dem Straßendreieck Richtung Eschelbronn, Meckesheim und Epfenbach am Mühlkanal, einem höher gelegenen Wasserlauf des Epfenbachs nahe dessen Mündung in den Schwarzbach.[13] betrieben wurde. Laut einem Mühlenverzeichnis des Amts Dilsberg aus dem 16. Jahrhundert, gehörte sie ursprünglich den Vogtsjunkern Johann Friedrich Herrn zu Eltz und Hans Pleiker Landtschad. Diese vererbten die Mühle dem ersten namentlich bekannten Müller Michel Schütz. Aus einem Erblehensbrief geht hervor dass 1711 Hans Georg Schuhmann der neue Betreiber war. Im 18. Jahrhundert ging der Besitz an die Herren von Venningen über, diese überließen die Mühle jedoch mit einem Erblehen über mehrere Generationen der Familie Schuhmann. Das Erblehen wurde im August 1852 aufgehoben.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde in der Mühle für die Wehrmacht gemahlen. Der Betrieb wurde in den Jahren 1956/57 eingestellt und die Mühle am 25. Mai 1956 für 73.500 Mark von der Gemeinde Eschelbronn der Familie Schuhmann abgekauft. In den Jahren 1967/68 verkaufte die Gemeinde die Mühlenanlage in zwei Grundstücksteilen weiter. Sie wurde im Laufe der Zeit durch Neubauten ersetzt.[75]

Ziegler’sche Mühle[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ziegler’sche Mühle
Ein Wasserrad und eine Infotafel erinnern an die Ziegler’sche Mühle

Die Ziegler’sche Mühle war eine mit der Schuhmannsmühle konkurrierende Säge- und Mahlmühle. Sie stand ab 1668 an der Brücke am Schwarzbach und führte sowohl mehrfach zu Kontroversen wegen vertraglicher und rechtlicher Auseinandersetzungen zwischen den Betreibern und der Gemeinde als auch zu wiederkehrenden, durch ihren Standort verursachten Hochwassern. Im 18. Jahrhundert waren zudem eine Hanfreibe und eine Ölmühle in Betrieb.[22]

Im Jahr 1985 wurde die Mühle abgerissen. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Erinnerungsplatz mit einem Wasserrad und einer Informationstafel. Weiterhin wurde die anliegende Sägemühle betrieben, die sich in den 2000er Jahren in der sechsten Generation der Familie Ziegler befand.[104]

Ziegelei Maßholder[Bearbeiten]

Die Ziegelei Maßholder bestand ab dem 17. Jahrhundert in der Friedhofstraße und wurde zu einem traditionellen Familienbetrieb mit einer über 300-jährigen Geschichte. Die Gründungszeit lässt sich nicht mehr genau datieren. Die Ziegelei erlebte in den 1890er Jahren einen besonderen Aufschwung, verursacht durch zunehmende Bautätigkeiten, und belieferte die umliegende Region über die Gemeinde hinaus.[105]

Der zur Herstellung verarbeitete Lehm wurde aus der einige hundert Meter entfernt gelegenen Lehmgrube nahe dem sogenannten Fuchsbau gewonnen. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Produktion von Lehmziegeln beendet. Nach dem Krieg übernahm Jakob Maßholder den Betrieb von seinem Vater Adam Maßholder und stellte ihn auf die Produktion von Schlackensteinen um. Die Schlacke wurde hierzu aus Wiesloch bezogen. Bis etwa 1927 wurden Tuffsteine produziert. Außerdem gehörte dem Unternehmen ein Steinbruch, aus dem Mauersteine zum Häuserbau gewonnen wurden.[106] Der Betrieb der Ziegelei wurde später aus Altersgründen aufgegeben und die Gebäude 1954 abgerissen.[107]

Philipp Ernst[Bearbeiten]

Die Firma Philipp Ernst bestand von 1918 bis 1970 und entwickelte sich zu einem der größten Eschelbronner Unternehmen. Der Firmengründer Ernst arbeitete zunächst in der Schreinerei Adam Kaiser, dem ältesten Schreinerbetrieb Eschelbronns. Nachdem Kaiser die Schreinerei aufgegeben hatte, übernahm Ernst 1918 dessen Werkstatt in der Neugasse. Um den Betrieb zu vergrößern, baute er eine Betriebsstätte im sogenannten „Neuen Stadtviertel“ zwischen Schul-, Garten-, Wiesen- und Ringstraße. Die Philipp Ernst oHG, deren Schornstein während seines Bestehens das Eschelbronner Ortsbild prägte,[108] produzierte ausschließlich Schlafzimmer. Nur während des Zweiten Weltkrieges wurden zeitweise Munitionskisten hergestellt. Nach dem Krieg wuchs die Fabrik mit über 200 Arbeitsplätzen zu einem bedeutenden Unternehmen in der Region. Im März 1970 wurde der Betrieb eingestellt und das Gelände von einem Unternehmen übernommen, das es 1972 erneut weitergab. 1987 kaufte eine regionale Baufirma das Areal, nachdem es ein Jahr lang ungenutzt gewesen war, und errichtete Wohnhäuser darauf.[109]

Kultur[Bearbeiten]

1954 gründete sich der Verkehrsverein, später umbenannt in Heimat- und Verkehrsverein,[110] zur „Pflege des alten Brauchtums und zur Förderung des Fremdenverkehres“. Zu seinen Aufgaben machte er unter anderem die Verschönerung des Ortsbildes, die Schaffung eines Heimatarchivs und die Förderung des Fremdenverkehres, Unterstützung des einheimischen Gewerbes und die Koordination der örtlichen Vereinsarbeit. Der Verein übernimmt zudem die Organisation für die örtlichen Umzüge am Sommertag, zur Kirchweih, am St.-Martins-Tag und den vom Verein initiierten, ab 1959 veranstalteten Fanfarenzug.[111]

Seit dem 25. Juni 1933, beziehungsweise der Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg im März 1946, besteht der Kleintierzuchtverein C 46, der seit 1964 ein Züchterheim am Bettweg unterhält.[112]

Ab 1902 bestand einige Jahre ein Radfahrverein.[113] Anfang der 1970er Jahre stieg in Eschelbronn das Interesse an Motorsport, woraus 1976 die Gemeinschaft der PS-Rancher entstand.[114]

Museen[Bearbeiten]

Freilichtmuseum Sellemols Agger

In den Räumen der alten Schule befindet sich seit 1990 das vom Heimat- und Verkehrsverein betriebene Schreiner- und Heimatmuseum, das zuvor in der Brunnengasse eingerichtet war. Darin zu sehen sind historische Maschinen und Werkzeuge und die Entwicklung von der Leinenweberei zum Schreinerhandwerk. Zudem sind für die Region typische damalige Wohnräume und ein historischer Tante-Emma-Laden nachgebildet. Erste Pläne zur Eröffnung eines Heimatmuseums hatte es seitens des Heimatvereins bereits 1956 gegeben, nachdem dieser die Ortschronik Eschelbronn – Deine Heimat veröffentlichte. Mangels geeigneter Räume wurde das Vorhaben jedoch nicht realisiert.[110]

Am Vorderen Weißeberg befindet sich das privat betriebene und öffentlich frei zugängliche Freilichtmuseum Sellemols Agger. Darin sind vor allem historische landwirtschaftliche Geräte der Region ausgestellt.

Musik[Bearbeiten]

Musikalisch wird Eschelbronn repräsentiert von einem Gesangsverein, einem Musikverein, einem evangelischen Posaunenchor und einem evangelischen und einem katholischen Kirchenchor.

Eschelbronner Musikverein, 2006

Ein Gesangsverein existierte zunächst Anfang der 1860er bis in die 1870er Jahre. 1886 wurde aus dem Militärverein heraus der Gesangsverein Lyra als reiner Männergesangsverein gegründet,[113] der seit 1983 einen Austausch mit dem Männerchor Hogia’r D Dwylan aus Wales führt. Anlässlich des hundertjährigen Bestehens, wurde dem Verein von dem damaligen Landrat Jürgen Schütz die Zelter-Plakette verliehen.[115]

Der traditionelle Musikverein Eschelbronn erhielt am 21. August 1954 seine Satzung und drehte 1960 einen Heimatfilm. 1964 trat erstmals dessen Jugendkapelle auf.[116] Der Heimatfilm des Vereins wurde 2012 in einer digitalen Neufassung vertrieben.[117]

Der evangelische Posaunenchor wurde im Mai 1899 von dem Mühlenbesitzer Karl Ziegler gegründet. Bis 1933 spielte er bei Gottesdiensten. Die Instrumente wurden später an die Musikanten verkauft, um nicht von der Hitlerjugend beschlagnahmt werden zu können, und der Chor offiziell am 28. Juni 1939 aufgelöst. Nach dem Krieg fand am 19. September 1947 eine Neugründung statt. Die ehemaligen Mitglieder stellten dem Verein die Instrumente zur Verfügung. 1988 zählte der Chor 26 aktive Bläser.[118]

Vor der Vereinsgründung des evangelischen Kirchenchors am 1. Dezember 1946 existierte bereits mehrere Jahrzehnte lang ein evangelisch geprägter „Gemeinschaftschor“ in der alten Kinderschule.[119] Nach dem Bau der katholischen Kirche gründete sich 1960 ein katholischer Kirchenchor mit damals 23 aktiven Mitgliedern.[120]

Theater[Bearbeiten]

1989 entstand im Rahmen der 1200-Jahr-Feier die Amateurtheatergruppe Sellemols Theaterleit’ (Damals-Theaterleute) unter Leitung von Marliese Echner-Klingmann mit der Aufführung eines Theaterstücks in Mundart über den Wandel „Vom Leineweberdorf zum Schreinerdorf“. 1996 gewann Echner-Klingmann mit dem Stück „Aus der Lisbeth ihrm Tagebuch – E Dorf em Kraichgau vun 1939 bis 1945“ den Landespreis für Volkstheaterstücke.[121]

Sport[Bearbeiten]

Das Sportangebot von Eschelbronn erstreckt sich über den Turnverein 1902, den FC Eschelbronn, einen Tennis- und Karateclub, einen Tischtennisverein, einen Schützenverein und den Sportfischerverein.

Der Turnverein wurde 1902 gegründet und stellte seine Aktivität während des Ersten Weltkriegs bis zur Neugründung 1919 ein. Er wurde 1921 um eine Schüler- und 1927 um eine Frauenabteilung, sowie anschließend eine Handball- und eine Faustballabteilung erweitert. Nach dem Vereinsverbot während des Zweiten Weltkriegs wurde er 1947 nochmals neugegründet. Er richtete im Folgejahr das erste Kreisturnfest der Nachkriegszeit aus. Nachdem der Turnverein mit seinen Sportveranstaltungen anfangs in wechselnde Provisorien ausweichen musste, bekam er 1974 mit den Bau der Sport- und Kulturhalle einen festen Trainingsraum, worauf sich mehrere neue Interessengruppen und Sportabteilungen bildeten, darunter eine Skigymnastikgruppe, eine Leichtathletikabteilung und eine Schüler-, Jugend- und Frauenhandballgruppe. Zeitweise gehörten dem Verein 550 Mitglieder an.[122]

Sportplatz des FC 1920 Eschelbronn auf dem Kallenberg

Der FC-Eschelbronn besteht seit dem 12. August 1920 und zählt um die 400 Mitglieder. Die Trikots führten zu Beginn die Farben Grün und Weiß. Am 1. Juli 1928 wurde der Sportplatz Kallenberg auf einem von dem Zementwerk HD zur Verfügung gestellten Areal fertiggestellt. Nach Kriegsende wurde der Verein am 24. November 1945 erneut gegründet und am 10. Oktober 1947 der ausgebaute Fußballplatz eingeweiht. Ein zugehöriges Clubhaus wurde am 1. August 1954 eingeweiht und 1967 erweitert und ausgebaut.[123] Der FC setzt sich aus einer Ersten und Zweiten Mannschaft und einer sogenannten Alte-Herren-Mannschaft zusammen.[124] Fans des FC Bayern München schlossen sich 1980 zu einem Fanclub mit zirka 40 Mitgliedern zusammen.[125]

Den Schützenverein geht auf eine gemeinsame Gründung zweier Heimatschutzgruppen im Jahr 1924 zurück. Zunächst unter dem Namen Schützengilde Heimattreu gegründet, wurde er 1926 umbenannt in Schützenverein Eschelbronn und erhielt im selben Jahr ein Schützenhaus auf dem Kallenberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein verboten, der Schießstand gesprengt und das Vereinshaus dem Fußballclub übereignet. 1954 wurde er neu gegründet und das Vereinshaus rückübereignet.[126]

Der Karateclub wurde 1974 gegründet. 1977 richtete er erstmals die baden-württembergischen Meisterschaften in Semi-Kontakt und traditionellem Karate unter Beteiligung von insgesamt 19 Mannschaften aus. 1988 wurde er um die Disziplinen Judo und Jiu Jitsu erweitert.[127]

Der am 17. Dezember 1976 gegründete Tennisclub besitzt seit Mai 1980 zwei und seit März 1982 drei Tennissandplätze. Mit zwölf Mannschaften fand im Sommer 1986 das erste Tennis-Grümpelturnier statt. Ende der 1980er Jahre zählte der Verein 140 Mitglieder.[128]

Animiert durch den bei den Ausgrabungen entstandenen Schlosssee wurde der Sportfischerverein im Jahr 1979 gegründet.[129]

Der Tischtennisverein wurde am 21. Mai 1987 gegründet. Allerdings bestand bereits zuvor ein am 25. Februar 1966 gegründeter Verein mit etwa 50 Mitgliedern unter dem Namen Eschelbronner Tennis-Club, der sich 1971 auflöste, als Tischtennisabteilung dem Schützenverein anschloss und bis zum Bau der neuen Schießanlage im Jahr 1987 dessen Räumlichkeiten nutzte.[130]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Eschelbronner Kerwe, 2006

Alle zwei Jahre wird von der Freiwilligen Feuerwehr das erstmals am 20. August 1978 ausgetragene Marktplatzfest veranstaltet.[21] Insgesamt 18 mal fand zudem bis 2010 jährlich am dritten Wochenende im März der Schreinermarkt statt, der im letzten Jahr seines Bestehens unter anderem von der Landtagsabgeordneten Elke Brunnemer und dem Bundestagsabgeordneten Stephan Harbarth eröffnet wurde.[131] In der Sport- und Kulturhalle präsentierten ortsansässige Möbelhersteller ihre Produkte. Werkstätten, Schreinereien und Möbelhäuser hatten an diesem Wochenende geöffnet. Zudem wurden den Besuchern diverse Handwerkstechniken vorgeführt. Später wurde der Schreinermarkt als verkaufsoffener Sonntag der ortsansässigen Schreinergewerbe ohne Festveranstaltung fortgeführt.[132]

Die Eschelbronner Kerwe findet jedes Jahr im September statt. Vom Heimat- und Verkehrsverein wird hierzu seit seiner Gründung im Jahr 1956 der Kirchweih-Umzug organisiert. Zuvor wurde diese Aufgabe von der Dorfjugend oder von Stammtischen der einzelnen Gaststätten übernommen. Der Verein ist Mitveranstalter der jährlichen Sommertags- und Sankt-Martins-Umzüge. Ab 1959 wurde außerdem vom Heimat- und Verkehrsverein ein Fanfarenzug, unter Kooperation mit dem Mühlhausener Pendant veranstaltet. Wegen finanzieller Schwierigkeiten wurde er jedoch Anfang der 1970er Jahre wieder eingestellt. Für eine musikalische Förderung wäre eine Verbandszugehörigkeit erforderlich gewesen. Eine dazu geplante Aufnahme in den Badischen Turnerbund scheiterte daran, dass sich der Fanfarenzug dafür hätte vom Heimat- und Verkehrsverein lösen und dem Eschelbronner Turnverein 1902 anschließen müssen, was von dem Vereinsvorstand einstimmig abgelehnt wurde.[111]

Von den PS-Rangern wird regelmäßig das Pfingstfest am Ziegelhüttenwald veranstaltet.[114] Im Dezember findet auf dem Marktplatz das jährliche Adventssingen mit dem evangelischen und dem katholischen Kirchenchor statt.[120] Im Rahmen des Kinderferienprogramms können Kinder verschiedene Aktivitäten und Workshops während der Sommerferien wahrnehmen.

Historische Bauwerke[Bearbeiten]

Rathaus[Bearbeiten]

Rathaus

Das Rathaus am Marktplatz wurde 1838 mit einem Kostenvoranschlag von 6058 rheinischen Talern unter dem damaligen Bürgermeister Peter Grab erbaut. Das Gebäude wurde Anfang des 21. Jahrhunderts renoviert und die Fassade gestrichen sowie der Treppenaufgang umgebaut. 2002 wurde vor dem Rathaus eine Kastanie gepflanzt. Bis zum Umbau der Eingangstreppe und des Marktplatzes befand sich direkt vor dem Eingang ein Trinkwasserbrunnen. 2004 wurde auf dem Marktplatz ein sechseckiger Brunnen aus Sandstein mit vier Wasserstrahlen und einem eingeprägten Hobel in der Mittelsäule gebaut.[133]

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Evangelische Kirche

Die denkmalgeschützte evangelische Kirche wurde 1811 nach Plänen des Schwetzinger Baumeisters Georg Frommel im klassizistischen Weinbrenner-Stil erbaut. Bilder und Illustrationen der den Marktplatz prägenden Kirche dienen mehrfach als charakteristisches Erkennungsmerkmal der Gemeinde. Die Kosten für den Bau in Höhe von 10.000 Talern mussten nach einem Rechtsstreit mit der Bevölkerung von der Freifrau von Venningen übernommen werden. 1929 wurde die Kirche unentgeltlich von der Ortsgemeinde an die Kirchengemeinde übereignet.[134]

Altes Bahnhofsgebäude[Bearbeiten]

Der Bahnhof mit dem ehemaligen Bahnhofsgebäude, 1980

Bis 1983 befand sich am Gleisverlauf in der Bahnhofstraße ein 1875/[13]1876 erbautes und 1876 eingeweihtes Bahnhofsgebäude mit einer Güterhalle, einer Verladerampe[72] und einem Pumpbrunnen der auch das gegenüberliegende Bahnwärterhaus versorgte.[13] 1982 trat die Bundesbahn die Bahnlinie der Odenwaldbahn an die SWEG ab. In der Folge wurden auf einer Bürgerversammlung Pläne für den Abriss des Hauses diskutiert. Um sich für den Erhalt des historischen Bahnhofsgebäudes einzusetzen, gründete sich daraufhin am 30. Oktober 1981 die Bürgerinitiative für Umweltschutz, Kultur- und Heimatpflege Eschelbronn mit Marliese Echner-Klingmann als Vorsitzende.[135][136] Am 29. November 1981 entschieden sich jedoch bei einer Abstimmung 57,5 Prozent, also 576 der wahlberechtigten Bürger, für den Abriss. Auch mit einer Eingabe beim Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg konnte der Abriss nicht verhindert werden. Das Bahnwärterhaus bestand nach Rückbau des Bahnhofsgebäudes als Wohnhaus weiter.[15]

Alte Schule[Bearbeiten]

Alte Schule mit Pausenhalle
Hauptartikel: Alte Schule (Eschelbronn)

Die Alte Schule wurde 1911 nach Plänen des Architekten Josef Huber erbaut und diente bis 1989 als Schulhaus. Das Gebäude erstreckt sich über zwei Etagen und ein Dachgeschoss mit einem Glockenturm. Nachdem der Hauptschulunterricht 1965 in die damalige Schreinerfachgewerbeschule verlegt worden war, befand sich nur noch die Grundschule in dem Gebäude. Im Souterrain war bis Mitte der 1970er Jahre ein Volks- und Schülerbad in Betrieb. Nach dem Hochwasser 1994 wurde die Alte Schule einige Zeit als Kindergarten genutzt.[137] Heute befindet sich darin das Eschelbronner Schreinermuseum.[138]

Wasserburg und Schloss[Bearbeiten]

Bei Ausgrabungen durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg von 1971 bis 1975 wurden zahlreiche Relikte aus mehreren Zeitabschnitten gefunden, die auf die im 13. Jahrhundert errichtete Wasserburg Eschelbronn hinweisen. Der Standort des ehemaligen Baus wird von einem Wasserbecken am Sportplatz markiert.[139] Mit der Bachritterburg Kanzach wurde in den Jahren 2000/01 eine Rekonstruktion der Eschelbronner Wasserburg geschaffen.[140]

Das sogenannte Schloss Eschelbronn entstand im 18. Jahrhundert südwestlich der Burg durch Carl Philipp von Venningen und stand an der noch heute danach benannten Schloßstraße. Entgegen der Bezeichnung handelte es sich dabei lediglich um einen einfachen Gutshof.[141]

Fachwerkhäuser[Bearbeiten]

Das „Hauck’sche Haus“ in der Oberstraße 12
Historisches Fachwerkgebäude in der Bahnhofstraße

Anders als in den umliegenden Ortschaften wurden in Eschelbronn mit der Entwicklung von der Leinenweberei zum Schreinerhandwerk als Haupterwerbsquelle fast alle bestehenden Fachwerkhäuser verputzt.[142]

Das Fachwerkhaus in der Oberstraße 12, auch „Hauck’sches Haus“ genannt, wurde 1630 während des Dreißigjährigen Krieges erbaut und ist das älteste erhaltene Haus in der Gemeinde.[143] 1813 war es Schauplatz einer Auseinandersetzung mit russischen Soldaten, die während der Befreiungskriege auf dem Marsch nach Frankreich in Privathaushalten im Ort einquartiert waren.[144]

Weitere historische Fachwerkhäuser befinden sich beispielsweise in der Kandelstraße 14 und der Bahnhofstraße 11. Bei letzterem handelt es sich um ein typisches Eschelbronner Leinenweberhaus, das im Erdgeschoss bis zu drei Webstühle stehen hatte und dessen Fachwerk im Gegensatz zu den meisten anderen Häusern im Ort nicht verputzt wurde. Später befand sich darin ein Kolonialwarenladen.[143]

Altes Pfarrhaus[Bearbeiten]

Altes Pfarrhaus mit Venninger und Gemminger Wappen

Das Alte Pfarrhaus wurde 1783 errichtet und von der Familie von Venningen finanziert, weshalb es ihr Wappen über dem Eingangstor zeigt. Das Gebäude besitzt zwei Stockwerke und ein Dachgeschoss. Der erste Stock befindet sich im Hochparterre und ist von zwei Seiten über eine repräsentative Eingangstreppe erreichbar. Über dem Eingangsbereich befinden sich ein Venninger und ein Gemminger Wappen. Das Gebäude ging 1972 in Privatbesitz über. Ein neues Pfarrhaus steht heute in der Neidensteiner Straße.[145]

Evangelisch-lutherische Kirche[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Kirche befand sich von 1575 bis 1807 mit einem zugehörigen Friedhof am Marktplatz. Sie wurde durch die Ortsherren von Seckendorff und Capler von Oedheim genannt Bauz erbaut, nachdem die Bevölkerung Eschelbronns 1526 dem Ortsherrn Joachim von Seckendorff gefolgt war und sich zum lutherischen Glauben bekannt hatte. Nach ihrem Abriss wurde an gleicher Stelle die Evangelische Kirche Eschelbronn erbaut.[134]

Denkmäler und Zeitzeugnisse[Bearbeiten]

Grenzstein von 1780 neben der Bahnlinie nach Neidenstein

1886 wurde auf dem Marktplatz das Eschelbronner Kriegerdenkmal zum Gedenken an den Deutsch-Französischen Krieg und dessen Teilnehmer und Opfer errichtet. Es wurde später erst neben dem Feuerwehrhaus in der Bahnhofstraße platziert und anschließend auf den Eschelbronner Friedhof neben der Leichenhalle platziert, gegenüber dem Mahnmal zum Gedenken an die gefallenen Soldaten des Ersten und des Zweiten Weltkriegs.[146] Zwei weitere Gedenktafeln der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten sind in der evangelischen Kirche angebracht,[134] sowie außerhalb des Gebäudes je eine Gedenktafel für die Pfarrer Antonius Jacobus Henckel[147] und Josua Harrsch.[148] Ebenfalls auf dem Friedhof befindet sich eine Erinnerungstafel für den in China tätig gewesenen Missionar Georg Ziegler über dem Grabstein von ihm und seiner Frau Johanna. Die Tafel wurde 1997 von Wilfried Wolf gestiftet.[149]

An mehreren Stellen um Eschelbronn sind Grenzsteine zu den umliegenden Ortschaften gesetzt. Sie wurden vor allem in den Jahren zwischen 1750 und 1834 als Gemarkungsgrenzen aufgestellt, waren jedoch nach der Neuvermessung des Großherzogtums Baden im Jahr 1851 obsolet. Die Inschriften „CP“ und „MC“ stehen für Kurpfalz und Meckesheimer Cent. Andere Steine weisen die Inschrift „NVZ“ (Novalzehnt) auf. Abgebildet sind der Reichsapfel und die Rauten des Meckesheimer Zent sowie auf der Rückseite das Wappen der Familie von Vennigen. Ein neuer von einem Eschelbronner Steinmetz gefertigter Grenzstein wurde zusammen mit einer Zeitkapsel am 3. Oktober 2003 anlässlich der 1225-Jahr-Feier der Nachbargemeinde Zuzenhausen an der Gemarkungsgrenze von Eschelbronn, Daisbach und Zuzenhausen im Gewann Zollstock/Wolfsklinge gesetzt.[150]

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Die alte Linde am Bettweg

Mit der „alten Linde“ und der Kastanienallee besitzt Eschelbronn mehrere als Naturdenkmal geschützte Baumexemplare. Die Linde steht am Bettweg und wurde vermutlich vor 1850 gepflanzt. Daneben befindet ein historischer Wegweiser mit Entfernungszeiten zu den Nachbarortschaften, da die Stelle bis 1862 eine der wichtigsten Wegekreuzungen darstellte. Außerdem befindet sich an der Linde auch die Brücke über den Schwarzbach, an der sich die Sage über die „Eschelbronner Stegstrecker“ abgespielt haben soll.[151]

Die denkmalgeschützten Bäume der Kastanienallee stehen gegenüber dem Bahnhof in der Bahnhofstraße. Bei der Allee handelt es sich um eine 310 Meter langen Reihe mehrerer alter Kastanien, deren jüngste Exemplare nach Schätzungen um 1875 gepflanzt wurden.[152] Die Bäume wurden am 7. Mai 1981 als Naturdenkmale unter Schutz gestellt.[9] Der letzte Baum in Richtung Ortsausgang wurde trotz Denkmalschutz auf Anordnung der Naturschutzbehörde des Rhein-Neckar-Kreises 2008 gefällt, weil er Passanten und den Verkehr gefährdet hätte.[153]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Eschelbronn liegt an der Landesstraße 549 in der Nähe der Bundesautobahn 6 zwischen den Auffahrten Rauenberg und Sinsheim. Der Ort ist seit 1862 an die Bahnstrecke Meckesheim–Neckarelz angebunden. Diese ist mit einer Linie in das Netz der S-Bahn RheinNeckar eingebunden, mit der umsteigefreie Verbindungen nach Heidelberg und Mannheim bestehen.

Im Jahr 1983 waren 1062 Kraftfahrzeuge angemeldet. Die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge stieg bis 2005 auf 1985 und war in den folgenden Jahren bis 2009 mit 1675 Fahrzeugen wieder rückläufig, wobei ab 2008 statistisch nur noch angemeldete Fahrzeuge ohne vorübergehende Stilllegungen oder Außer-Betrieb-Setzungen aufgeführt werden. Im Jahr 2012 waren 1862 Fahrzeuge zugelassen.[154]

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Während Trinkwasser seit 1928 aus der Hetzenlochquelle gefasst wird, wurden die Dorfbrunnen an der Durstbüttenstraße (siehe Bild), der Neugasse und dem Rathaus an die Durstbüttenquelle angeschlossen.

Trinkwasser wird in Eschelbronn zu etwa 85 Prozent mit dem Härtegrad 21 bei einer Quellschüttung von zehn bis zwölf Litern pro Minute aus der Hetzenlochquelle[13] und zu etwa 15 Prozent und dem Härtegrad 8 vom Bodensee bezogen. Das Wasser der Hetzenlochquelle wird über eine sich 500 Meter talabwärts befindende Pumpstation durch das Gemeindegebiet zum Hochbehälter im Gewann Weiße Berg befördert. Der Mischwert der Wasserhärte liegt zwischen 16 und 17.[155]

Die Durstbüttenquelle wurde, vermutlich im 18. Jahrhundert, mit drei Metern Tiefe zur ersten örtlichen Wasserversorgung eingerichtet[28] und versorgte zunächst über Kiefern- und Lärchenholzrohre, ab 1893 über Gussrohre, die Dorfbrunnen in der Bahnhofstraße, in der Schloßstraße und in der Neugasse Ecke Siedlerstraße, sowie die beiden Brunnen mit Sandsteintrögen in der Kandelstraße und am Marktplatz vor dem „Gasthaus zur Sonne“. Weitere Brunnen, von denen Grundwasser gefasst werden konnte, standen in der Oberstraße wo sich später eine Litfaßsäule befand, in der Schulstraße gegenüber dem Eingang der alten Schule und in der Friedhofstraße Ecke Weißer Berg. Der Gutshof der Familie von Venningen besaß einen eigenen Sandsteinbrunnen. Im Randbezirk waren diverse Pumpbrunnen vorhanden, beispielsweise am damaligen Bahnhofsgebäude und bis 1969 am Bahnwärterhaus am Mühlweg (Wintgersberg).

Da die Durstbüttenquelle zunehmend versiegte, schloss die Gemeinde 1929 mit dem Betreiber der Schuhmannsmühle einen Vertrag zur Wasserentnahme aus der Hetzenlochquelle gegen eine Zahlung von 3000 Reichsmark. Dieser hatte bis zum späteren Kauf durch die Gemeinde das Nutzungsrecht an der 1928 gefassten Quelle besessen.[156] Am 15. Juni 1930,[156] wurde der Ort erstmals über 200-Millimeter-Gußleitungen aus der Hetzenlochquelle mit Trinkwasser versorgt und bis 1931 mit Kosten in Höhe von rund 143.139 Reichsmark (Hauptleitung: 99.317 RM, Hochbehälter und Pumpstation: 29.477 RM, Quellfassung: 8045 RM, sonstige Kosten: 6300 RM) eine moderne Wasserversorgungsanlage installiert.

Bei der Brücke an der Ziegler’schen Mühle wird das Wasser aus der Hetzenlochquelle durch den Schwarzbach in den Ort geleitet.

Von der Quelle fließt das Wasser in einen Pumpwasserbehälter mit einer Haupt- und zwei Notpumpen, wo es zunächst in einen 300 Meter entfernten Hochbehälter im Gewann Vorderer Kallenberg gepumpt wurde. Er befand sich 80 Meter höher als der Marktplatz, wo der Wasserdruck 3,5 atü betrug. Überschüssiges Wasser floss durch eine Oberleitung in den Mühlkanal, einen höher gelegenen Wasserlauf des Epfenbachs. Von dem Hochbehälter wurde das Wasser über den Hetzenlochweg und die Bahnhofstraße durch den Schwarzbach in den Ort geleitet. Durch eine Satzung waren die Einwohner zum Netzanschluss verpflichtet. 1954 installierte der Ort als erste Gemeinde des damaligen Landkreises Sinsheim Wasserzähler. Nach vermehrtem Auffinden von Kolibakterien Mitte der 1960er Jahre wurde das Wasser mit einer Chlordosierungsanlage aufbereitet.

Mit der Erweiterung des Siedlungsgebiets konnte der Hochbehälter am Vorderen Kallenberg keine ausreichende Versorgung mehr bieten. Nach einem Gemeinderatsbeschluss im Jahr 1972 wurde daher ab Frühjahr 1974 mit Kosten in Höhe von 534.000 Mark ein neuer Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 700 Kubikmetern auf dem Flur Weiße Berg gebaut und ab 1975 über eine Zuleitung vom Ortsnetz statt des alten Behälters in Betrieb genommen.

1971 trat die Gemeinde dem Wasserversorgungsverband Rheintal bei und erwarb eine Wasserbezugsanwartschaft von neun Litern und Bezugsrecht von einem Liter pro Sekunde.[157] Mit dem Bau einer neuen Leitung wurde Eschelbronn 1978 an die Fernwasserversorgung angebunden.[13]

Abwasserbeseitigung[Bearbeiten]

Das in Eschelbronn anfallende Abwasser wird an die Sammelkläranlage des Abwasserzweckverbandes Meckesheimer Cent zwischen Meckesheim und Mauer geleitet und dort nach der Klärung in den Schwarzbach gelassen.

Unter dem damaligen Ortsherrn Carl Philipp von Venningen wurde 1780 mit Kosten in Höhe von 3548 Gulden und 34 Groschen der Venningsche Kanal, ein Abwasserkanal vom Schlosssee zum Schwarzbach, ausgehoben. 1896 beklagten 24 Einwohner fehlende Vorkehrungen gegen Hochwasser beim Innenministerium des Großherzogtums Baden, was vom Bezirksamt Sinsheim in einem Schreiben vom 20. Juni desselben Jahres an die Gemeinde weitergetragen wurde. In der Folge beschloss der Gemeinderat 1903 den Bau der Kanalisation in der Bahnhofstraße bis zum Haus Nummer 125, was jedoch wegen der voraussichtlichen Kosten in Höhe von 1300 Mark mehrfach vom Bürgerausschuss abgelehnt wurde. Mangels Gefälle und der tieferen Lage des Ortskerns, verursachten stehender Regen- und Abwasser Schlamm- und Geruchsbildung sowie Feuchtigkeitsschäden an den Gebäuden. Mitte der 1920er Jahre wurde daher, nach Genehmigung des Amts Sinsheim vom 22. September 1921, mit dem Bau einer Ortsentwässerungsanlage in den Schwarzbach begonnen. Dem Finanzierungsplan war diesmal im Vorjahr mehrheitlich von dem Bürgerausschuss zugestimmt worden. Der Kanal wurde mit der späteren Erweiterung des Siedlungsgebiets schrittweise ausgebaut.

Am 7. Mai 1934 schloss das Rentamt des Freiherrn von Venningen in Eichtersheim mit der Gemeinde einen Vertrag, der es ihr gestattete, dessen privaten von der Schlosswiese zum Bahnhof in den Schwarzbach führenden Abwasserkanal zu nutzen und die Unterhaltskosten künftig zu teilen. Mit dem Zusammenschluss des Abwasserzweckverbands Unteres Schwarzbachtal, dem auch Eschelbronn angehörte, und dem Abwasserzweckverband Meckesheimer Cent im Jahr 1966, wurde von dem Wasserzweckverband 1979[19] eine gemeinsam genutzte Kläranlage bei Meckesheim gebaut.[13]

Energieversorgung[Bearbeiten]

Letztes bestehendes der ursprünglichen mit Ziegeldach versehenen Trafogebäude

Grundversorger für Eschelbronn ist die Süwag Energie Bammental.[158] Die Energie- und Wasserwerke Rhein-Neckar AG versorgt die Gemeinde nach einem Vertragsabschluss vom 1. März 1989 außerdem mit Erdgas. Es befinden sich zwei Freileitungen auf dem Gemeindegebiet, deren Mäste mit einer Höhe von über 30 Metern teilweise Leitungen der 380-kV-Spannungsebene tragen.[13]

Der erste Stromversorgungsvertrag wurde am 11. Juli 1902 mit dem Elektrizitätswerk Bammental geschlossen, das bis 1920 von den Siemens-Schuckertwerken und anschließend von Rheinelektra beliefert wurde. Der Vertrag hatte zunächst eine Laufzeit von zehn Jahren und wurde am 1. Mai 1912 auf 30 Jahre verlängert. Die ersten fünf Transformationsstationen mit Ziegeldächern befanden sich bei der Schuhmannsmühle im Gewann Hetzenloch, in der Neugasse, in der Friedhofstraße auf dem Weiße Berg und am Anfang des Helmetweges (der heutigen Industriestraße). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese teilweise durch einstöckige Container ersetzt und weitere im Neubaugebiet Breites Helmet II, auf den Spielplätzen Helmet und Durstbütten, in der Gartenstraße, auf dem Parkplatz an der Schlosshalle und in der Siedlerstraße errichtet.[13]

Abfallbeseitigung[Bearbeiten]

Die Abfallbeseitigung wird in Eschelbronn von der in Sinsheim ansässigen Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises (AVR) übernommen.[159]

Zwischen den 1920er und 1950er Jahren wurden Müll und Bauschutt von Privathaushalten und Gewerbetreibenden am östlichen und westlichen Ende des „Alten Bachs“, einem Teil des früheren Schwarzbachlaufs an der Meckesheimer Straße, erstmals deponiert. Am 25. April 1949 beschloss der Gemeinderat die Einrichtung einer monatlichen, von der Gemeinde finanzierte Müllabfuhr, woraufhin die Abfälle mit einem Pferdefuhrwerk eingesammelt und zum „Alten Bach“ transportiert wurden, der bis 1957/58 als Mülldeponie diente. Anschließend wurde der ehemalige Steinbruch in der alten Zuzenhäuser Straße im Gewann Pfaffengrund bis 1975/76 zur Müllablagerung genutzt und später abgedeckt und bepflanzt. Ab 1963 wurde zusätzlich ein LKW zur Müllabfuhr eingesetzt und die Abfälle im März 1964 erstmals mit Hilfe eines Baggers zusammengeschoben und eingeebnet. Bauschutt und Erdaushub wurden zwischen 1963 und 1966 bei dem Gewann Bußloch im Ziegelhüttenwald und bei der Auffahrt zum Trippelbergwald oberhalb des Lohbrunnens gelagert.

Mit dem zunehmenden Abfallaufkommen wurden 1966 leihweise 50 Liter fassende Blechtonnen bereitgestellt und wöchentlich eine staubfreie Müllabfuhr von der Firma Butz aus Haßmersheim durchgeführt. Nach einem Gemeinderatsbeschluss vom 26. Juni 1966 erhob die Gemeinde Müllgebühren. Die Kosten betrugen bei Leihgefäßen 1,60 Mark pro Tonne und 1,40 Mark für jede weitere, sowie 1,30 Mark und für jede weitere 1,40 Mark bei Eigenbeschaffung der Gefäße. Ab dem 1. September 1970 war die Firma Altvater & Co. aus Ellerstadt mit der Beseitigung beauftragt und ab dem 1. September 1974 die Firma Wilhelm Bormann GmbH & Co. KG aus Rülzheim. 1975 fiel die Zuständigkeit für die Müllbeseitigung mit dem Landesabfallgesetz auf die Landkreise. Der Abfalltransport wurde jedoch mit einer Vereinbarung gemäß dem Gesetz weiterhin von der Gemeinde organisiert.

Ab dem 1. Januar 1978 wurde der Müll zur Kreismülldeponie an der B 292 zwischen Daisbach und Sinsheim befördert. 1982–1984 diente eine Stelle im Dickmannshäldewald als Fläche für Erdaushub. Die Altpapiersammlung war ab den 1970er Jahren bis 1986 Aufgabe der örtlichen Jugendfeuerwehr. Der erste Altglascontainer stand ab 1982 auf dem Parkplatz der Schlosshalle. Am 1. April 1987 beschloss der Gemeinderat die getrennte Müllbeseitigung.[13] Der Müll wurde ab 1992 auf der Friesenheimer Insel in Mannheim verbrannt, da der Rhein-Neckar-Kreis über keine eigene Müllverbrennungsanlage verfügt.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten]

Feuerwehrhaus in der Bahnhofstraße

Die Freiwillige Feuerwehr besteht aus etwa 60 Helfern. Der Fuhrpark setzt sich zusammen aus einem Löschgruppenfahrzeug 16 (Funkrufname: Florian Eschelbronn 44), einem Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze (Florian Eschelbronn 45), einem Löschgruppenfahrzeug 16/12 (Florian Eschelbronn 44/1), einem Rüstwagen 1 (Florian Eschelbronn 51) und einem Mannschaftstransportfahrzeug (Florian Eschelbronn 19).

Die Feuerwehr wurde 1932 mit 35 Mitgliedern gegründet und übernahm die Geräte der 1860 aufgestellten Feuerpolizei. Mit einer 1942 beschafften Motorspritze hatte sie im Zweiten Weltkrieg mehrere Einsätze nach Bombenangriffen in Mannheim. Nach dem Krieg wurde sie am 23. August 1949 mit 38 Aktiven neu gegründet und wuchs bis 1950 auf 65 Mitglieder. Zunächst diente das Erdgeschoss eines Gemeindehauses in der Bahnhofstraße 3 als Feuerwehrhaus. Das spätere Feuerwehrhaus, in dem auch die Bereitschaftsabende des Deutschen Roten Kreuzes abgehalten werden,[160] wurde 1963 als größtes Feuerwehrhaus im Landkreis Sinsheim eingeweiht. 1962 erhielt die Feuerwehr über das Regierungspräsidium Karlsruhe vom Zivilen Bevölkerungsschutz ein Löschgruppenfahrzeug 16 mit Tragkraftspritze und ein Tanklöschfahrzeug 8/18, sowie am 19. März 1975[21] oder 1976[161] für 180.000 Mark erstmals ein gemeindeeigenes Löschgruppenfahrzeug 16. Seit 1973 besteht eine Jugendfeuerwehr und seit 1980 eine Funkstelle.

Bildung[Bearbeiten]

Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule

Eschelbronn besitzt mit der Schlosswiesenschule eine gemeinsame Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Die Haupt- und Werkrealschule wird auch von Schülern aus Neidenstein besucht. Seit 1996 bietet die Schule mit zwei pädagogischen Fachkräften eine Kernzeitbetreuung an.

Entwicklung und ehemalige Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Die erste belegbare Volksschule lässt sich auf das Jahr 1717 datieren. Im 18. Jahrhundert existierte eine Industrieschule.[162] Später fand der Unterricht im alten Rathaus, sowie anschließend in dessen Neubau statt, bis das 1911 erbaute Schulhaus fertig gestellt war.[99] Lehrlinge wurden sonntags in Waibstadt unterrichtet, bis, unter anderem auf Initiative des Gewerbe- und Handwerkervereins, am 2. Mai 1908 eine Gewerbeschule in Eschelbronn eingerichtet wurde. Die Eschelbronner Gewerbeschule wurde mit zunehmender Schülerzahl ab 1926 in drei aufsteigende Klassen unterteilt und 1929 die Ausbildung zunächst auf das Bau- und Holzgewerbe, später gänzlich auf die Schreinerei beschränkt. Nach einem Entschluss des Landkreises Sinsheim nach 1950 wurde für die Schreinerfachschule ein eigenes Schulhaus erbaut.[99] Später wurde sie nach Sinsheim verlegt.

Am 20. Juni 1962 wurde ein Antrag auf Anbau und Erweiterungen der Grund- und Hauptschule im alten Schulhaus an das örtliche Schulamt gestellt und die Notwendigkeit zusätzlicher Räume nach Prüfung durch das Gesundheitsamt Sinsheim am 19. Dezember desselben Jahres bestätigt. Eine Kommission des Oberschulamts Karlsruhe schlug daraufhin nach einem Besuch am 28. Mai 1963 einen Neubau vor, der jedoch nicht realisiert wurde. Stattdessen wurde 1966 das Schulgebäude der ehemaligen Schreinerfachschule als Hauptschule für Schüler aus Eschelbronn und Neidenstein eingerichtet.[99]

Da bei Schulveranstaltungen die Mithilfe der Mitglieder des Elternbeirats abnahm, wurde am 30. Januar 1984 der Förderverein der Grundschule Eschelbronn und der Nachbarschafts-Hauptschule Neidenstein (später: Förderverein der Schloßwiesenschule Eschelbronn-Neidenstein) als Bindeglied zwischen Schulverwaltung und Elternbeirat gegründet. Der Verein mit ursprünglich über 50 Mitgliedern übernimmt die Organisation von Schulfeiern, während die Schule und Lehrerschaft für die Programmgestaltung verantwortlich ist. Des Weiteren beteiligt er sich am Kinderferienprogramm und den Kirchweihumzügen. Mittels Einnahmen von Schulveranstaltungen finanziert der Verein den Nachhilfeunterricht, gibt Zuschüsse für Klassenfahrten und Landschulheimaufenthalte und übernimmt die Kosten für Neuanschaffungen an Lehrmaterial.[163]

Die Baugenehmigung für die neue Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule wurde im März 1987 erteilt. Der Bau begann im Oktober desselben Jahres unter dem Entwurf des Architektenbüros Loewer. Das Richtfest fand am 12. August 1988 statt. 1989 wurde die Schlosswiesenschule mit Gesamtkosten von 8,5 Millionen Mark fertiggestellt und im Rahmen der 1200-Jahr-Feier der Gemeinde im Herbst eröffnet.[164]

Kindergarten[Bearbeiten]

Der Kindergarten wird von einer Kindergartenleiterin, vier ganztags tätigen Gruppenleiterinnen und drei halbtags tätigen Erzieherinnen betreut.

Ursprünglich wurde am 18. August 1856 eine evangelische „Kinderbewahranstalt“ als Schule für Kleinkinder gegründet und war in der Friedhofstraße 14 untergebracht. Die Institution zog später in die Bahnhofstraße 4 und war anschließend in der Bahnhofstraße 7 untergebracht, worauf die Gegend auch später noch im Volksmund „Kinderschulberg“ genannt wurde. Nach einem Brand fand sie in der Siedlerstraße 5 eine neue Unterkunft. Ein Kindergarten wurde erstmals 1893 in der Neugasse Ecke Siedlerstraße erbaut und bis 1969 genutzt. Ab dem Jahr 1900 wurde er von dem Kleinkinderschulverein bis zu dessen Auflösung 1948 verwaltet. Der heutige Kindergarten befindet sich hinter dem Pfarrhaus in der Neidensteiner Straße.[84] 2013 erfolgte ein Umbau, dessen Kosten auf etwa eine Million Euro veranschlagt wurden. Bei den Arbeiten kamen im Rahmen zweier Unfälle drei Bauarbeiter ums Leben.[165]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Georg Ziegler

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Mit Eschelbronn in Beziehung stehende Personen[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

Seit 1982 erscheint zweimal jährlich das Heimatblatt Howwl (kurpfälzisch für Hobel). Es wird von der Bürgerinitiative für Kultur- und Heimatpflege herausgegeben und befasst sich in erster Linie mit historischen Ereignissen und Zeitzeugenberichten. Entstanden ist das Heft aus dem Streit einiger Einwohner um den Abriss des Eschelbronner Bahnhofsgebäudes.

Über lokale Bekanntmachungen, Veranstaltungen und Termine informiert seit 1974 das wöchentlich erscheinende Amtsblatt Elsenztal, das von den Gemeinden Eschelbronn, Lobbach, Spechbach, Mauer, Mönchzell und Meckesheim herausgegeben wird.[166] Über tagesaktuelle Ereignisse in Eschelbronn berichtet die Sinsheimer Lokalausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung.[167]

Filme[Bearbeiten]

1960 wurde vom Musikverein der Film „Ein Dorf und seine Bewohner“ gedreht und 2012 digitalisiert.[168] Die Neuauflage wird vom Heimat- und Verkehrsverein vertrieben und der Erlös zur Sanierung der Pausenhalle des Alten Schulhauses verwendet.[169]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heimat- und Verkehrsverein: Eschelbronn – Deine Heimat, 1957
  • Bürgermeisteramt Eschelbronn: 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, 1989
  • Marliese Echner-Klingmann: Dorfgeschichten, Info Verlag, 2004, ISBN 3-88190-356-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Eschelbronn – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Eschelbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Geschichte von Eschelbronn bei eschelbronn.de
  3. Die Wasserburg in Eschelbronn bei eschelbronn.de
  4. Gemeindegebiet, Bevölkerung und Bevölkerungsdichte 1961 bis 1996, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  5. Anfahrt & Lage, eschelbronn.de
  6. Holger Schilling: Geschichte und Gegenwart des Eschelbronner Waldes in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 143 ff.
  7. Helmut Stier: Von der jahrhundertealten Tradition und den großen Sorgen heutzutage in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 124
  8. Zahlen, Daten, Fakten, eschelbronn.de
  9. a b Karin Mayer-Namnik, Joachim Friedel: Mein Freund der Baum....? In: Howwl, Heimatblatt des Schreinerdorf Eschelbronn, Nr. 12, 1996, S. 29 ff.
  10. a b Steinbruch Kallenberg Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
  11. Eschelbronn Detailseite bei leo-bw.de
  12. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
  13. a b c d e f g h i j k l Helmut Schifferdecker: Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 327 ff.
  14. Sportfischerverein Eschelbronn e. V. in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 389
  15. a b Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Ortsgruppe Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 391 f.
  16. Joachim Friedel: Das Flächenhafte Naturdenkmal Kallenberg, Howwl Nr. 11, Heimatblatt des Schreinerdorfes Eschelbronn, 1. Mai 1987, Seite 29
  17. Joachim Friedel: Der Kallenberg – ein Naturschutzgebiet!. In: 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, S. 311 ff.
  18. a b Eschelbronn bei leo-bw.de
  19. a b c Markante Punkte der Ortsgemeinde Meckesheim bei meckesheim.de
  20. Vom Hochwasser. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 106
  21. a b c Freiwillige Feuerwehr Eschelbronn, 1932–2007 (Version im Webarchiv Archive.today)
  22. a b Wilfried Wolf: Die Schneid-, Säg- und Mahlmühle an der Schwarzbach (Zieglersche Mühle) in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 46 ff.
  23. Hochwasser in Eschelbronn in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 51 ff.
  24. a b Zweckverband Hochwasserschutz
  25. a b Eschelbronn / Schwarzbach (Version vom 6. Januar 2013 im Webarchiv Archive.today), Hochwasser-Vorhersage-Zentrale Baden-Württemberg
  26. a b c d e f g Tilman Mittelstraß: Eschelbronn. Entstehung, Entwicklung und Ende eines Niederadelssitzes im Kraichgau, Theiss Verlag, 1996, Seite 168 ff.
  27. a b c d e Die Geschichte von Eschelbronn bei eschelbronn.de
  28. a b c Wilfried Wolf: Geschichtlicher Rückblick. In: Das Schreinerdorf Eschelbronn, Einwohnerbroschüre anlässlich der 1200 Jahrfeier, 1989
  29. Die Schreibweise des Dorfnamens. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 11
  30. Dürn, Adelsfamilie, Historisches Lexikon Bayerns
  31. Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz. (PDF; 1,6 MB) 66. Band, Seite 156
  32. a b Albert Krieger, Badische Historische Kommission: Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 1), Heidelberg, 1904, S. 541
  33. a b c d e f g h Gabriele Guggolz: Die Ortsherren von Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 23 ff.
  34. Heimatgeschichte bei neidenstein.de
  35. a b Kaufbrief über Schloss und Dorf Eschelbronn von Albrecht von Venningen für Ludwig I. von Bayern, Graf von Löwenstein und Scharfeneck beim Landesarchiv Baden-Württemberg
  36. Quelle laut 200 Jahre Evangelische Kirche Eschelbronn 2011: Meinhold Lurz, Die Freiherren von Venningen, Sinsheim 1997, Seite 464
  37. Quelle laut 200 Jahre Evangelische Kirche Eschelbronn 2011. In: Doris Ebert (Hrsg.): Lagerbuch des Klosters Lobenfeld von 1567 (Edition). Eppingen 2005, [f.133v]
  38. 1539 Dezember 28. Heidelberg. – Hofgerichtliche Einigung zwischen Joachim von Seckendorff und seinen Untertanen zu Eschelbronn. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 36 ff.
  39. a b c d Die Herrenfrohnden. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 36 ff.
  40. Stammbaum von Helena von Seckendorff
  41. Quelle laut 200 Jahre Evangelische Kirche Eschelbronn 2011: Lurz, Die Freiherren von Venningen, Seite 664
  42. a b 200 Jahre Evangelische Kirche Eschelbronn 2011: Die Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Eschelbron, S. 22 ff.
  43. a b Kirche und Religion. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 78 ff.
  44. Der dreißigjährige Krieg. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 110 ff.
  45. Stammbaum von Anna Margaretha von Eltz
  46. Stammbaum von Johann Philipp von Eltz
  47. Jakob Friedrich von Eltz
  48. Blei- und Silberbergwerke. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 96 f.
  49. Die von Venningische Waldordnung für die Eschelbronner Waldungen vom Jahr 1775. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 47 f.
  50. Marius Golgath, 200 Jahre Evangelische Kirche Eschelbronn, Seite 15
  51. Veteranenchronik 1792–1871. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 159 f.
  52. Eine Episode aus der Zeit der russischen Besetzung im Jahr 1813. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 114
  53. a b Ziegenzuchtverein Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 394 f.
  54. Historischer Rückblick in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 125 ff.
  55. Eschelbronn, ein Leinenweberdorf (Version vom 28. September 2007 im Internet Archive), bei Internet Archive (Marliese Echner-Klingmann 2/2000 / Quelle: 1200 Jahre Eschelbronn, Friedel 1989)
  56. Wilfried Wolf: Der Tabak-Anbau in Eschelbronn in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 140
  57. a b Joachi Friedel: Dann setz’ ich meinen Hobel an... in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 160 ff.
  58. Vom Leinenweber- zum Schreinerdorf im Howwl, Heimatblatt des Schreinerdorfes Eschelbronn, Nr. 5
  59. a b Der Weg zum Schreinerdorf
  60. Wilfried Wolf: Gewerbe-Verein Eschelbron (Baden) in 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, Seite 199
  61. a b DGB-Ortskartell Eschelbronn – die Eschelbronner Gewerkschaftsbewegung in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 371 f.
  62. Gunthilde Stier: Das erste Möbelauto in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 195 f.
  63. Schreinermuseum Eschelbronn
  64. Heinz Lemmer: Die evangelische Kirchengemeinde, in 1200 Jahre Eschelbronn 789 – 1989, Bürgermeisteramt der Gemeinde Eschelbronn, Seite 62
  65. a b Abschrift der Gefallenen-Ehrentafel aus der Evang. Kirche. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 161
  66. Evangelische Kirchengemeinde: 200 Jahre evangelische Kirche Eschelbronn, 2011
  67. a b Wilfried Wolf: Die Zeit der NS-Herrschaft. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 298 ff.
  68. Der befohlene „Volkszorn“ im Kraichgau. Bei der „Reichskristallnacht“ vor 50 Jahren blieb kein jüdisches Gotteshaus verschont - Aktionen von SA und NSDAP. In: Rhein-Neckar-Zeitung, 9. November 1988
  69. Marius Golgath, unterstützt von Norbert Jung: Glockenbestand der evangelischen Kirche Eschelbronn in 200 Jahre Evangelische Kirche Eschelbronn
  70. a b Der Schritt zur Gegenwart. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 118 f.
  71. a b 100 Jahre die „die ald’ Schul“. Infobroschüre des Heimat- und Verkehrsvereins Eschelbronn
  72. a b Marliese Echner-Klingmann: Der Bahnhof in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989
  73. a b c Wilfried Wolf: Eschelbronn im Nachkriegsdeutschland in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 307 ff.
  74. a b Gefallene des 2. Weltkrieges 1939–1945. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 162 f.
  75. a b Gunthilde Stier, Arnold Ehret: Die „alte“ Schuhmannsmühle in 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, Seite 43 f.
  76. Marius Golgath, Norbert Jung: Unser Glaube ist der Sieg, Ein Beitrag zur Glockengeschichte der Stadt Sinsheim. Heilbronn 2009, ISBN 978-3-934096-19-6, S. 34
  77. Siedlergemeinschaft Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 375.
  78. Schiebt Land jetzt die Sanierung an? In: Rhein-Neckar-Zeitung, 30. März 2013
  79. Sagen. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 140
  80. SWR, Dorfbesuch, Kaffee oder Tee vom 11. März 2003 über die Herkunft der Bezeichnung „Stegstrecker“
  81. Landfrauenverein. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 393 f.
  82. Bewohner und Volkstum. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 85 ff.
  83. Bevölkerung insgesamt und Ausländer seit 1998 Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  84. a b c d Heinz Lemmer, Pfr.: Die evangelische Kirchengemeinde in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 56 ff.
  85. a b c Katharina Graupner: Zur Geschichte der Katholiken der Filialkirche St. Josef zu Eschelbronn in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 67 ff.
  86. Neuapostolische Kirchengemeinde Eschelbronn
  87. Manfred Wolff: Die Neuapostolische Kirchengemeinde in Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989
  88. SPD-Ortsverein Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 387 f.
  89. CDU-Gemeindeverband. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 388
  90. VdK-Ortsgruppe Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 380
  91. Sitzungen des Gemeinderats bei eschelbronn.de
  92. Gemeinderäte bei eschelbron.de
  93. Baldauf verabschiedet sich aus dem Eschelbronner Rathaus, Rhein-Neckar-Zeitung vom 13. März 2014
  94. Die Schultheißen und Bürgermeister seit 1564. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 159
  95. a b c Bürgermeisteramt Eschelbronn: 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, Die Schneid-, Säg- und Mahlmühle an der Schwarzbach (Zieglersche Mühle), Seite 46 ff.
  96. Die Gemeindeflagge. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 11
  97. Die Eschelbronner Gewerbevereinigung – Aufgaben und Ziele. In: Howwl, Heimatblatt des Schreinerdorfes Eschelbronn, 1. Dezember 1996, Nr. 13, Seite 19 f.
  98. Fischerei. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 94
  99. a b c d Die Schule. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 70 ff.
  100. Gunthilde Stier: Das erste Taxifahrzeug in Eschelbronn im Jahre 1929 in 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, Seite 198
  101. Spar- und Darlehenskasse e.G.b.H. Eschelbronn. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 94
  102. Sparkasse Sinsheim, Zweigstelle Eschelbronn in 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, Seite 194
  103. Geschichte des Unternehmens Bechstein 1950–1969
  104. Sägewerk Ziegler bei eschelbronn-online.de
  105. Die alte Ziegelei in Eschelbronn. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 193
  106. Howwl, Heimatblatt des Schreinerdorfes Eschelbronn, Nr. 6, Dezember 1983, Seite 3 ff.
  107. Marliese Echner-Klingmann: Die Ziegelei in 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, Seite 193
  108. 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 173, Foto 13 mit Bildunterschrift
  109. Wilfried Wolf: Fa. Philipp Ernst, Möbelfabrik Eschelbronn 1918 – 1970 in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 188 f.
  110. a b Interview mit Wilfried Wolf im Howwl – Heimatblatt des Schreinerdorfes Eschelbronn, Nr. 1
  111. a b Heimat- und Verkehrsverein. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 376
  112. Kaninchen- und Geflügelzuchtverein C 46 Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 373 f.
  113. a b Vereine und Geselligkeit. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 121 ff.
  114. a b Die PS-Ranger. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 393
  115. Männergesangsverein „Lyra“ e. V. 1886 Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 366
  116. Musikverein Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 367 f.
  117. Heimatfilm ist ein wahrer Welt-Erfolg. In: Rhein-Neckar-Zeitung, 7. Januar 2013
  118. Evangelischer Posaunenchor Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 378 f.
  119. Evangelischer Kirchenchor Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 380 f.
  120. a b Die Entstehung und Geschichte des katholischen Kirchenchors. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 382 f.
  121. Sellemols Theaterleit'. Über die Entstehung der Gruppe
  122. Turnverein 1902 Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 364 f.
  123. Zur Geschichte des FC Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 383 f.
  124. Vereinshistorie des FC-Eschelbronn
  125. Bayernfanclub Eschelbronn
  126. Schützenverein 1924 e. V. Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 369 f.
  127. Karateclub Eschelbronn e. V. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 384 f.
  128. Tennisclub Eschelbronn e. V. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 385 f.
  129. Sportfischerverein Eschelbronn e. V. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 389
  130. Tischtennisverein 1987 Eschelbronn e. V. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 386 f.
  131. Dr. Harbarth MdB eröffnete den Schreinermarkt in Eschelbronn vom 15. März 2010
  132. Schreiner zeigten sich in Eschelbronn von der besten Seite, Rhein-Neckar-Zeitung vom 26. März 2014
  133. Rathaus Eschelbronn bei eschelbronn-online.de
  134. a b c 200 Jahre evangelische Kirche Eschelbronn. Evangelische Kirchengemeinde, 2011
  135. Marliese Echner-Klingmann: Der Bahnhof in 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, Seite 256 ff.
  136. Howwl, Heimatblatt des Schreinderdorfes Eschelbronn, Nr. 2, Juli 1982
  137. 100 Jahre die „die ald' Schul“, Infobroschüre des Heimat- und Verkehrsvereins Eschelbronn
  138. Schreinermuseum Eschelbronn
  139. Die Wasserburg in Eschelbronn bei eschelbronn.de
  140. Bachritterburg Kanzach
  141. Wilfried Wolf: Das Schloßgut zu Eschelbronn in 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 39 f.
  142. Eschelbronner Schreinerhandwerk bei eschelbronn-online.de
  143. a b Ältestes Haus (Oberstraße 12) bei eschelbronn-online.de
  144. Eine Episode aus der Zeit der russischen Besetzung im Jahr 1813. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 114
  145. Altes evangelische[s] Pfarrhaus bei eschelbronn-online.de
  146. Marius Golgath: Zweimal musste das Eschelbronner Kriegerdenkmal weichen. In: Kraichgau. Beiträge zur Landschafts- und Heimatforschung, Folge 20/2007, S. 115–119, Hrsg. vom Heimatverein Kraichgau, Eppingen 2007, ISBN 3-921214-35-1
  147. Gedenktafel Antonius Jacobus Henckel
  148. Gedenktafel Josua Harrsch
  149. Erinnerungstafel Georg Ziegler
  150. Dreimärker bei eschelbronn-online.de
  151. Die alte Linde bei eschelbronn-online.de
  152. Quelle nach Howwl, Heimatblatt des Schreinerdorf Eschelbronn, 1996, Nr. 12, S. 31. Alan Mitchell: Die Wald- und Parkbäume Europas – Ein Bestimmungsbuch. Verlag Paul Parey, Hamburg / Berlin 1979
  153. Amtsblatt (PDF) des Gemeindeverwaltungsverbands Elsenztal vom 16. Mai 2008, Seite 7
  154. Bestand an Kraftfahrzeugen nach Kraftfahrzeugart 1983 bis 1997 (zweijährlich)und seit 1998 (jährlich), Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  155. Trinkwasser - Bodenseewasserversorgung bei eschelbronn.de
  156. a b Von den Fortschritten der Technik. In: Eschelbronn – Deine Heimat. Heimat- und Verkehrsverein, 1957, S. 103 ff.
  157. Mitglieder des Zweckverbandes Bodensee-Wasserversorgung
  158. Gemeindeverwaltungsverband Elsenztal (PDF; 804 kB) Amtsblatt vom 6. Dezember 2011, Seite 2
  159. Abfuhrtermine der Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises
  160. Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 377
  161. Freiwillige Feuerwehr Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, Seite 361 ff.
  162. Heinrich Dötsch: Die Eschelbronner Schule. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 87 ff.
  163. Förderverein der Grundschule Eschelbronn und der Nachbarschafts-Hauptschule Eschelbronn-Neidenstein e. V. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989, S. 390
  164. Schloßwiesenschule Eschelbronn
  165. Eschelbronn: Rathaus schweigt zu Todesfällen. In: Rhein-Neckar-Zeitung, 3. Juni 2013
  166. Onlineausgaben des Amtsblatt Elsenztal
  167. Sinsheim/Eschelbronn, Rhein-Neckar-Zeitung
  168. Heimatfilm ist ein wahrer Welt-Erfolg, Rhein-Neckar-Zeitung vom 7. Januar 2013
  169. Vorstellung des Heimatfilms „Ein Dorf und seine Bewohner“, Amtsblatt Nr. 50 vom 13.Dezember 2012

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Laut Wilfried Wolf: Gewerbe-Verein Eschelbron (Baden). In: 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, S. 199, wurde die Existenz des Gewerbe- und Handwerker-Vereins erstmals in Unterlagen aus dem Jahr 1907 dokumentiert,