Eschenbach in der Oberpfalz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eschenbach i.d.OPf.
Eschenbach in der Oberpfalz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eschenbach i.d.OPf. hervorgehoben
49.75472222222211.830555555556440Koordinaten: 49° 45′ N, 11° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Eschenbach in der Oberpfalz
Höhe: 440 m ü. NHN
Fläche: 35,16 km²
Einwohner: 3916 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92676
Vorwahl: 09645
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 117
Stadtgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marienplatz 42
92676 Eschenbach i.d.OPf.
Webpräsenz: www.eschenbach-opf.de
Bürgermeister: Peter Lehr (SPD)
Lage der Stadt Eschenbach i.d.OPf. im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild

Eschenbach in der Oberpfalz (amtlich: Eschenbach i.d.OPf.) ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach.

Geographie[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Eschenbach i.d.OPf. ist in 17 Stadtteile eingeteilt[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1150 wurde Eschenbach erstmals als Markt erwähnt. Die wittelsbachische Stadtherrschaft war nur im 14. Jahrhundert während der Zugehörigkeit zu Neuböhmen von 1353 bis 1400 unterbrochen. Kaiser Karl IV. verlieh Eschenbach 1358 die Stadtrechte. Im 15. Jahrhundert kam Eschenbach in pfälzischen Besitz und später zum Kurfürstentum Bayern. Die Stadt war Sitz eines Pflegamts und gehörte zum Rentamt Amberg des Kurfürstentums Bayern. Eschenbach besaß ein Stadtgericht mit magistratischen Eigenrechten.

Bis zur Gemeindegebietsreform in den 1970er Jahren war die Stadt Sitz des Landkreises Eschenbach in der Oberpfalz (Kfz-Kennzeichen ESB). Einen großen Teil der Kreisfläche nahm der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ein. Teile des Landkreises gehören heute zu Mittelfranken (Neuhaus an der Pegnitz), zum Landkreis Bayreuth und, wie etwa die Stadt Auerbach zum Landkreis Amberg-Sulzbach. Der Großteil wurde in den Landkreis Neustadt eingegliedert. Mit der Kreisreform verlor die Stadt das Landratsamt und weitere Behörden.

Am 30. Juni 2012 wurde das Krankenhaus Eschenbach der Kliniken Nordoberpfalz AG nach über 100 Jahren Tätigkeit geschlossen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1946 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Stegenthumbach und ein Teil der Gemeinde Thomasreuth eingegliedert. Ein Teil von Pichlberg folgte am 1. Juli 1972.[3]

Politik[Bearbeiten]

Bis 1972 war Eschenbach Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, der im Zuge der Gebietsreform dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab zugeordnet wurde.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1. Bürgermeister: Peter Lehr (SPD)
  • 2. Bürgermeister: Karl Lorenz (FW)
  • 3. Bürgermeister: Klaus Lehl (CSU)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt und oben gespalten; vorne in Schwarz ein rot gekrönter goldener Löwe, hinten von Silber und Blau geweckt, unten in Rot ein silberner Fisch.

Das Wappen ist seit dem 14. Jahrhundert bekannt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstadt in der Schweiz ist die Gemeinde Eschenbach im Kanton Luzern seit 1989.

Netzaberg[Bearbeiten]

Östlich vom Stadtkern am Netzaberg entsteht seit 2008 ein neues Viertel: Ursprünglich Newtown, aus Integrationsgründen wurde sich jedoch für "Netzaberg" entschieden. Im ersten Abschnitt wurden 830 Wohneinheiten für US-Soldaten der sogenannten Strykerbrigade (benannt nach den leicht bewaffneten Stryker-Radpanzern) und deren Familien errichtet. Ebenso bekommt Newtown einen Kindergarten, ein Jugendzentrum, ein Sportzentrum, eine Schule sowie ein Gebäude für Andachten aller Religionsgemeinschaften. Es handelt sich hierbei um eines der größten Bauprojekte der Oberpfalz der letzten Jahrzehnte. Insgesamt werden 200 Millionen Euro in das Bauvorhaben investiert. Somit wird sich die Einwohnerzahl Eschenbachs um voraussichtlich 3.500 Soldaten (mit Familien ca. 10.500 US-Bürger) erhöhen. [4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Kleine und Große Rußweiher bieten gute Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

Bauwerke[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Eschenbach in der Oberpfalz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Eschenbach liegt direkt an der Bundesstraße 470. Von 1904 bis 1962 (Personenverkehr) bzw. 1976 (Güterverkehr) war es Station der Bahnstrecke Pressath–Kirchenthumbach.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Curamik electronics, Hersteller keramischer Leiterplatten
  • Mondi GmbH, Verpackungen
  • Kerafol Keramische Folien GmbH
  • Erwin Koppe Keramische Heizgeräte GmbH

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Polizei
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Notariat
  • Straßenmeisterei
  • Nebenstelle der Bundesagentur für Arbeit
  • Campingplatz
  • Freibad (Rußweiher in Eschenbach)
  • Hallenbad
  • Vogelfreistätte
  • Stadtbibliothek/Stadtarchiv
  • Rettungsdienst (BRK)
  • Wasserwacht

Bildung[Bearbeiten]

  • Städtischer Kindergarten
  • Grundschule
  • Hauptschule
  • Förderschule
  • Gymnasium
  • Wirtschaftsschule
  • Krankenpflegeschule
  • Pfarr-, Sing- und Musikschule

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eschenbach in der Oberpfalz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=965&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111106/191703&hodie=20111106/191703, der Eschenbacher Ortsteil Netzaberg aber immer noch nicht in der Bayerischen Landesbibliothek eingetragen wurde.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 459
  4. Süddeutsche Zeitung Nr. 102 vom 4. Mai 2007 Seite 41