Escuela Latinoamericana de Medicina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

Lateinamerikanische Schule für Medizin
Logo
Gründung 15. November 1999
Trägerschaft staatlich
Ort Havanna, Kuba
Staat Kuba
Studenten 12.000
Website Website der ELAM

Die Escuela Latinoamericana de Medicina (Lateinamerikanische Schule für Medizin) ist die bekannteste internationale medizinische Hochschule in Kuba und Teil des kubanischen Gesundheitssystems. Die Hochschule, deren Gründung auf die Initiative Fidel Castros zurückgeht, ist ein Beispiel für Kubas Solidarität mit den Entwicklungsländern. Die Schule wurde 1999 gegründet.

Lage[Bearbeiten]

Die Schule befindet sich im Nordosten der kubanischen Hauptstadt Havanna, in Santa Fe. Die Schule nimmt eine Fläche von 120 ha ein.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Idee zur Gründung der Schule entstand Ende des 20. Jahrhunderts, als nach den Hurrikanen Georges und Mitch im Jahr 1998 über 10.000 Menschen in der Region starben und Millionen obdachlos wurden. Dieser Umstand führte zur Entsendung medizinischer Hilfsbrigaden aus Kuba. Angesichts dieser Situation wies Fidel Castro in einer Rede am 21. November 1998 auf die Notwendigkeit einer Schulgründung hin, um jungen Menschen aus den Entwicklungsländern eine kostenlose Ausbildung als Arzt zu ermöglichen.

Drei Monate später wurden die Gebäude der ehemaligen Marineakademie „Granma“ renoviert und modernisiert, woraus die Escuela Latinoamericana de Medicina entstand. Am 27. Februar trafen die ersten Studenten aus Nicaragua ein. Bei der Eröffnung am 15. November 1999 startete der Lehrbetrieb mit 933 Jugendlichen aus 18 Ländern.

Das Konzept der Schule gründet sich auf den Internationalismus der Kubanischen Revolution, der wie die Sensibilität für Armut, Elend und Krankheit seit der Entsendung von Ärzten nach Algerien 1963 in Kuba Tradition hat.

Ziele[Bearbeiten]

Ziel der Schule ist die Ausbildung von Allgemeinärzten in der primären Gesundheitsversorgung, die medizinische Versorgung der Region und die Bekämpfung der Armut.

Die Schule verfügt über umfangreiche Erfahrung kubanischer Ärzte, moderne Labors und Klassenzimmer sowie moderne Informations- und Kommunikationstechnologie.

Ausbildung[Bearbeiten]

Jährlich nimmt die Schule schätzungsweise 1500 neue Studenten auf. Insgesamt verfügt sie über etwa 10.000–12.000 Studierende aus 55 verschiedenen Ländern, die zu 75 % Kinder von Arbeitern oder Bauern sind.

Studenten, die Spanisch nicht als Muttersprache sprechen, absolvieren einen intensiven Spanischkurs über ein Semester. Nach sechs Jahren ist die Ausbildung mit einem Praktikum und staatlicher Prüfung abgeschlossen. Diejenigen, die die Prüfung bestehen, sind Doktor der Medizin.

Absolventen[Bearbeiten]

Am 20. August 2005 machten die ersten 1610 Ärzte ihren Abschluss an der Schule und kehrten in die Dörfer und Slums ihrer Heimat zurück, um zu praktizieren, was sie gelernt hatten.

Weblinks[Bearbeiten]

23.056666666667-82.539547222222Koordinaten: 23° 3′ 24″ N, 82° 32′ 22″ W