Eskimo Callboy

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Eskimo Callboy
Sänger Sebastian „Sushi“ Biesler  2012 auf dem Mair1 Festival in Montabaur
Sänger Sebastian „Sushi“ Biesler 2012 auf dem Mair1 Festival in Montabaur
Allgemeine Informationen
Genre(s) Metalcore, Trancecore, Post-Hardcore
Gründung 2010
Website eskimocallboy.de
Aktuelle Besetzung
Sebastian „Sushi“ Biesler
Kevin Ratajczak
Daniel Haniß
Pascal Schillo
Daniel Klossek
David Friedrich (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder
Michael „Micha“ Malitzki (2010 bis 2012)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
We Are the Mess
  DE 8 24.01.2014 (1 Wo.)
  AT 64 24.01.2014 (1 Wo.)

Eskimo Callboy ist eine 2010 gegründete deutsche Metalcore-/Trancecore-Band aus Castrop-Rauxel.

Geschichte[Bearbeiten]

Pascal Schillo 2012 auf dem Summer Breeze Festival in Dinkelsbühl

Ihre erste EP wurde 2010 in Eigenregie veröffentlicht. Inzwischen wird diese auch bei EMP verkauft und wurde von Redfield Records, bei dem sie unter Vertrag stehen, neu veröffentlicht. Die Band war bereits Vorgruppe für Machinemade God, We Butter the Bread with Butter, Neaera, Haribo Macht Kinder Froh, Callejon, Asking Alexandria, The Devil Wears Prada und mehrfach für His Statue Falls. Auf dem Feel the Pressure Festival in Wissen spielte die Gruppe zusammen mit Bakkushan, Ohrbooten und Cocoon. Des Weiteren trat Eskimo Callboy auf mehreren Festivals mit namhaften Musikern auf, darunter Casper, Rantanplan und Distance In Embrace. 2011 spielten sie zudem auf dem Mair1 Festival und dem Traffic Jam Open Air und tourten durch Deutschland und Österreich (dort drei Konzerte).

Das Debütalbum, welches den Namen Bury Me in Vegas trägt, wurde am 23. März 2012 nach der einer CD-Release-Show im Kultopia in Hagen am selbigen Abend weltweit veröffentlicht.[2] Im September 2012 startete die Gruppe eine Asien-Tour, die durch Japan, die Volksrepublik China und Russland führte. Die Tour endete Mitte Oktober. Direkt im Anschluss war Eskimo Callboy Support für Callejon auf deren Blitzkreuz-Tour, die am 10. November 2012 in Köln endete.[3]

Am 17. November 2012 gaben Eskimo Callboy im Düsseldorfer Spektakulum bekannt, dass dies die letzte Show vom Schlagzeuger Michael „Micha“ Malitzki sein wird, und er die Band aus privaten Gründen verlassen wird. Am 20. Dezember 2012 gab die Band via Facebook bekannt, dass David Friedrich neuer Schlagzeuger ist.

Im Februar 2013 tourte die Gruppe mit Intohimo, Close to Home und The Browning durch Europa. Die Tour trug den Namen „Get Drunk or Fuck Off Euro Tour“.[4] Im April 2013 war die Gruppe gemeinsam mit Kottonmouth Kings,Deuce (Hollywood Undead), Dizzy Wright und Snow Tha Product in den Vereinigten Staaten zu sehen.[5] Es folgten Auftritte auf dem Summerblast Festival in Trier und dem Reload Festival in Sulingen. Der Auftritt wurde vom Fernsehsender NDR aufgenommen.[6] Außerdem waren Eskimo Callboy vom 28. bis zum 30. September 2013 auf der Geki Rock Tour in Japan zu sehen. Im August 2013 waren sie auf dem Wacken Open Air zu sehen. Am 13. September 2013 wurden Eskimo Callboy bei den Metal Hammer Awards in der Kategorie „Up And Coming“ ausgezeichnet.[7]

Im Herbst 2013 begannen die Aufnahmen des zweiten Albums We Are The Mess, das in Eigenregie sowie unter Mithilfe von Produzent Kristian Kohlmannslehner in dessen Kohlekeller Studios entstand.[8] Das Album wurde am 10. Januar 2014 über Redfield Records veröffentlicht[9]. In Japan erschien das Album über Warner Music Japan Incorporation In Deutschland stieg das Album auf Platz 8, in Österreich auf Platz 64 der offiziellen Longplay-Charts ein. Im Frühling 2014 tourt die Gruppe erneut durch Japan.[10]

Die Gruppe besteht aus Sebastian „Sushi“ Biesler (Gesang), Kevin Ratajczak (Synthesizer, Gesang), Daniel Haniß (Gitarre), Pascal Schillo (Gitarre), Daniel Klossek (Bass) und David Friedrich (Schlagzeug).

Stil[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Die Band spielt Metalcore mit Post-Hardcore-Einflüssen, den sie mit Elementen des Techno mischen. Diesen Musikstil bezeichnet man auch als Trancecore. Als besondere Einflüsse nennt die Gruppe Bands wie Asking Alexandria und Attack Attack!. Außerdem merkte Sänger Sebastian Biesler an, dass sich die Musiker der Hardcore-Punk-Szene „nicht zugehörig fühlen“.[11]

Texte[Bearbeiten]

Anders als bei vielen anderen Bands, die der Post-Hardcore-Szene zuzuordnen sind, haben die Texte keine politikkritischen Hintergründe. Die Texte handeln eher von Party, Sex und Alkoholexzessen, was Kai Butterweck (Laut.de) von Songtiteln, wie „Internude“, „Wonderbra Boulevard“, „5$ Bitchcore“ und „Transilvanian Cunthunger“ ableitet.[12] Außerdem bezeichnet der Kritiker Thomas Renz vom FUZE Magazine die Texte als extrem frauenfeindlich. Die Gruppe selbst bezeichnet ihren Musikstil als „Porno-Metal“.[11] In einer kontrovers diskutierten Nachricht auf Allschools Networks wurde der Band neben Frauenfeindlichkeit auch Homophobie, Minderheiten- und Menschenfeindlichkeit vorgeworfen.[13] In einem Interview mit dem Fuze Magazine wurde kritisiert, dass Eskimo Callboy frauenfeindliche Texte verfassen würde. Sänger Sebastian Biesler entgegnete darauf, dass keiner in der Band so einen Standpunkt vertrete. Die Band benutze in den Lyrics Klischees die man auch als Satire bezeichnen könne. Weiter sagte er: „Hinter jedem Song steckt eine wahre Geschichte, die dann mit viel Fantasie ausgeschmückt wird. Allerdings sollte man die Texte nicht zu ernst nehmen, denn sie beinhalten jede Menge Sarkasmus. Es geht dabei hauptsächlich um Partys, Sex, Suff-Erlebnisse und zwischenmenschliche Beziehungen.“[14]

Der Metal-Hammer-Rezensent Florian Krapp bestätigt diese Darstellung für Bury me in Vegas, indem er darstellt: „Genau deshalb machen Eskimo Callboy Spaß, da sie sich selbst nicht allzu ernst nehmen und den Spaß regieren lassen.“ Die Lieder 'Wonderbra Boulevard' und '5$ Bitchcore' bezeichnet er als Partygranaten und empfiehlt das Album allen, die „keine Scheu vor neuen Einflüssen hat und bei elektronischen Tönen und tanzbaren Beats keine Kotzkrämpfe bekommen.“[15]

Diskografie[Bearbeiten]

EPs[Bearbeiten]

  • 2010: Eskimo Callboy (Eigenproduktion, unter Redfield Records neuveröffentlicht)

Alben[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: Deutschland - Österreich
  2. osnametal.de: Eskimo Callboy:Heute Veröffentlichung des neuen Albums
  3. Stephan Killermann: Ibanez: ESKIMO CALLBOY on Tour
  4. partyausfall.de: ESKIMO CALLBOY - GET DRUNK OR FUCK OFF EURO TOUR 2013 mit THE BROWNING, CLOSE TO HOME und INTOHIMO
  5. Marc Siekmann: Ruhr Nachrichten: Band aus Castrop-Rauxel tourt durch die USA
  6. Norddeutscher Rundfunk: ndr.de: Live on Stage - Eskimo Callboy
  7. Sebastian Kessler: Metal Hammer: Gewinner und erste Fotos der METAL HAMMER AWARDS 2013
  8. http://kohlekeller.de/index.php?option=com_content&view=article&id=67:eskimo-callboy-drumsession&catid=2:general-news&Itemid=4
  9. http://www.emp.de/art_274587/
  10. Frank Engelhardt: FUZE Magazin #44 (März/April 2014): Eskimo Callboy: Metal-Atzen, Seiten 22-23
  11. a b Thomas Renz: FUZE Magazine Nr. 33 Apr./Mai 2012, Seite 37: Reviews
  12. Kai Butterweck: Laut.de: Bury Me in Vegas von Eskimo Callboy
  13. allschools.de: ESKIMO CALLBOY bei Redfield Records
  14. Bandbiographie bei Redfield Records
  15. Florian Krapp: Review zu Eskimo Callboy - Bury Me in Vegas in Metal Hammer Heft 04/2012.

Weblinks[Bearbeiten]