Espadaña

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Regelmäßige, einfache Espadaña von San Juan de Baños
Unregelmäßig, vierfache Espadanya von Sant Pere d’Ullastret

Die Espadaña (spanisch) bzw. Espadanya (katalanisch) – auf Deutsch Glockengiebel – ist ein architektonisches Element der Kirchenarchitektur, das im Süden Europas, auf den Kanarischen Inseln sowie in Lateinamerika und auf den Philippinen verbreitet und zur Aufnahme von kleinen Kirchenglocken bestimmt ist.

Es ist definiert als einwandiger Glockenturm, (auch Glockenwand oder Kodonostasion), als eine oft spitz endende Struktur auf der Giebelwand von Kirchen (mittig, seitlich oder beidseitig positioniert). Eine Platzierung oberhalb des Chor- oder Triumphbogens, d. h. zwischen Langhaus und Apsis ist zwar selten, aber in einigen Regionen (z. B. im Südwesten Frankreichs) durchaus üblich. Die Espadaña / Espadanya kann Öffnungen in einer oder in mehreren Ebenen, für eine, zwei oder eine Vielzahl von Glocken enthalten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nikolaus Pevsner: Europäische Architektur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Prestel, München 2008, ISBN 978-3-7913-3927-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Espadaña / Espadanya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien