Espanyol Barcelona

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Espanyol de Barcelona
RCD Espanyol De Barcelona.svg
Voller Name Reial Club Deportiu
Espanyol de Barcelona
Ort Barcelona
Gegründet 28. Oktober 1900
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Power8 Stadium
Plätze 40.500
Präsident SpanienSpanien Ramon Condal Escudé
Trainer SpanienSpanien Sergio
Homepage rcdespanyol.cat
Liga Primera División
2013/14 14. Platz
Heim
Auswärts

RCD Espanyol Barcelona (katalanisch Reial Club Deportiu Espanyol, spanisch Real Club Deportivo Español) ist ein Fußballverein aus der Metropole Barcelona, in Spanien.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Klub wurde am 28. Oktober 1900 unter dem Präsidenten Ángel Rodríguez Ruiz von Studenten der Universität Barcelona in deren Aula gegründet. Der Verein ist somit einer der ältesten Fußballclubs in ganz Spanien. Der Name „Espanyol“ (kat.: „spanisch“) sollte zeigen, dass der Verein spanischen Ursprungs ist.

Zum Gründungszeitpunkt firmierte er noch unter dem offiziellen Namen Sociedad Española de Fútbol. Der Name „spanische Fußballgemeinschaft“ wurde aufgrund der Tatsache auserwählt, dass alle Gründungsmitglieder aus Katalonien und Spanien stammten. Im Laufe der nächsten Jahre wurde der Verein allerdings zunehmend von Ausländern, insbesondere von Briten strukturiert.

Altes Wappen (1912-1931 und 1939-1998)

Espanyol, Gründungsmitglied der Primera División im Jahre 1929, ist einer der spanischen Vereine, die als Patron den spanischen König und den Titel Real („königlich“) im Namen und im Wappen tragen. Dieses Privileg geht auf den spanischen König Alfons XIII. von Spanien zurück, der dem Verein 1912 diese Ehre verlieh.

Seinen ersten großen Erfolg verbuchte der RCD Espanyol am 3. Februar 1929, als es der Mannschaft gelang, die Copa del Rey, den spanischen Königspokal, im Finale gegen Real Madrid zu gewinnen. 1933 wurde zu einem der erfolgreichsten Jahre des Vereins. In diesem Jahr gelang es ihm, die spanische Liga als Dritter zu beenden. Das bis heute beste Ergebnis des Clubs. Sieben Jahre später, 1940, triumphierte Espanyol erneut über Real Madrid im Finale des Königspokals. Diesmal hieß das Ergebnis 3:2. Nach Jahren im Mittelmaß der Tabelle folgte in der Saison 1962/63 der erste große Rückschlag. Die Mannschaft stieg zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ab. Dennoch folgte recht bald der erneute Wiederaufstieg in die Primera División, die höchste Spielklasse Spaniens.

International sorgte der Verein zum ersten Mal 1988 für Aufruhr, als das Team vom damaligen Erfolgstrainer Javier Clemente überraschend als Qualifikant das Finale des UEFA-Pokals erreichte. Das Finale gegen Bayer 04 Leverkusen, das damals noch in zwei Finalspielen ausgetragen wurde, stellt bis heute einen zugleich wichtigen und traurigen Aspekt in der Vereinsgeschichte dar. Nachdem man im heimischen Sarrià-Stadion Leverkusen bereits mit 3:0 geschlagen hatte, verlor das Team im Rückspiel in Leverkusen im Elfmeterschießen mit 2:6. Viele Vertraute im Umfeld von Espanyol meinen heute noch, dass sich der Verein nie von diesem Schock erholen konnte. Tatsächlich wurde man seinen Ansprüchen in den nächsten Jahren nicht mehr gerecht und der Verein geriet in eine finanzielle Krise, bei der, wie bereits thematisiert, unter anderem das Stadiongelände verkauft werden musste.

In der jüngeren Vergangenheit stabilisierte sich der Club weitestgehend - sowohl finanziell als auch sportlich. So gewann er in den Jahren 2000 und 2006 noch zwei weitere Male den Copa del Rey und erreichte im Mai 2007 erneut ein UEFA-Pokal-Endspiel, das ebenfalls im Elfmeterschießen gegen den FC Sevilla verloren wurde.

Stadion[Bearbeiten]

Espanyol trägt seine Heimspiele im Power8 Stadium (vorher: Estadi Cornellà-El Prat) aus. Im Zuge der wirtschaftlichen Stabilisierung des Vereins war im Herbst 2004 das Bauprojekt für ein neues Stadion im Vorort Cornellà begonnen worden. Es wurde nach den modernsten Standards der UEFA gebaut und soll nach zwei Ausbaustufen die Anforderungen des Verbands an ein sogenanntes „4-Sterne Stadion“ erfüllen - heute schon sind sämtliche Plätze überdacht. Zu Beginn der Saison 2009/10 wurde das Estadi Cornellà-El Prat eingeweiht. Mit dem Bau des eigenen Stadions wollte sich der Verein insbesondere unabhängig machen von der Stadt Barcelona, der das Olympiastadion gehört und die es für die Heimspiele an Espanyol vermietete. Es hat direkten Autobahnanschluss und liegt geographisch im Dreieck der Städte Cornellà de Llobregat, L’Hospitalet de Llobregat und Sant Boi de Llobregat. In diesen Nachbarstädten Barcelonas wohnt traditionell ein großer Anteil der Fankultur von Espanyol. Das Trainingsgelände findet sich indes genau auf der anderen Seite des Ballungsraumes Barcelona, in San Adrián de Besos. Sowohl hier als auch in den angrenzenden Badalona und Santa Coloma de Gramanet findet man ebenfalls ein hohes Fanpotential.

Anfangs trug Espanyol Barcelona seine Spiele an einer breiten Promenade nahe der Sagrada Família aus. Im Jahre 1923 zog der Verein dann in das neueröffnete Estadi Sarrià im vornehmen Stadtteil Sarrià um. Dieses war bei der WM 1982 ein Austragungsort. Bis zur Saison 1996/97 blieb der Verein dieser Spielstätte treu, bis er das Gelände aus finanziellen Gründen veräußern musste. Daraufhin erfolgte ein Umzug auf dem Montjuïc, ins Olympiastadion von 1992, das Estadi Olímpic Lluís Companys (55.000 Plätze).

Trikot[Bearbeiten]

Heutzutage sind die offiziellen Farben von Espanyol blau und weiß, doch zu seiner Gründungszeit liefen die Spieler mit gelben Trikots auf, aus dem einfachen Grund, dass einer der ersten Sponsoren des Teams diese zu Verfügung stellte. Erst in den nächsten Jahren entwickelten sich die heutigen Farben des Vereins.

1900
1901
1910
1915
1941
1966
2000
2001
2004
2010

Fans[Bearbeiten]

Espanyol wird im Gegensatz zum katalanisch geprägten FC Barcelona von vielen Katalanen auch heute noch als Sinnbild für den spanischen Zentralstaat angesehen. Dennoch wandelte sich der Verein in den letzten Jahren und mittlerweile ist auch Espanyol ein katalanischer Verein. Die Fangruppen unterscheiden sich teils immer noch in spanisch und katalanisch.

Das Maskottchen des Vereins ist ein Wellensittich, der „Perico“ oder „Periquito“, in den Vereinsfarben blau-weiß. Dieser gibt auch der Anhängerschaft des Clubs ihren Namen.

Kader der Saison 2013/14[Bearbeiten]

Nr. Position Name
1 SpanienSpanien TW Germán Parreño
2 BrasilienBrasilien AB Felipe Mattioni
3 SpanienSpanien AB Raúl Rodríguez
4 SpanienSpanien MF Víctor Sánchez
5 SpanienSpanien MF Sergio Tejera
6 BrasilienBrasilien AB Sidnei
7 FrankreichFrankreich ST Thievy Bifouma
8 UruguayUruguay ST Christian Stuani
9 SpanienSpanien ST Sergio García
10 PortugalPortugal ST Pizzi
11 SpanienSpanien AB Joan Capdevila
12 SpanienSpanien MF Manuel Lanzarote
Nr. Position Name
13 SpanienSpanien TW Kiko Casilla
14 SpanienSpanien MF David López
15 MexikoMexiko AB Héctor Moreno
16 SpanienSpanien AB Javi López
17 SpanienSpanien AB Víctor Álvarez
18 SpanienSpanien AB Juan Fuentes
19 ArgentinienArgentinien AB Diego Colotto
20 PortugalPortugal MF Simão Sabrosa
22 SpanienSpanien MF Álex
23 SpanienSpanien MF Abraham
25 UruguayUruguay MF Juan Ángel Albín
UruguayUruguay MF Adrián Luna

Ehemalige Spieler (Auswahl)[Bearbeiten]

Im Laufe der Jahre verfügte Espanyol über eine Reihe bekannter Spieler in seinen Reihen. So unter anderem die Torwartlegende Ricardo Zamora, Alfredo Di Stéfano und Vereinsrekordtorschütze Raúl Tamudo.

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Espanyol Barcelona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien