Espeletia

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Espeletia
Espeletia, Páramo de Guerrero (Cogua, Kolumbien, 3.500 m)

Espeletia, Páramo de Guerrero (Cogua, Kolumbien, 3.500 m)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Gattung: Espeletia
Wissenschaftlicher Name
Espeletia
Mutis ex Humb. & Bonpl.

Die Espeletia sind eine Gattung von Halbsträuchern aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Arten sind im nördlichen Südamerika beheimatet, wo sie unter tropisch-montanen Bedingungen vorkommen. Einige Arten finden Verwendung als Heilkräuter. Der Name ehrt José Manuel de Espeleta (1739–1823), den Vizekönig von Neugranada.

Beschreibung[Bearbeiten]

Espeletia sind ausdauernde, unverzweigt wachsende, stark wollig behaarte Halbsträucher. Sie sind sogenannte Schopfrosettenbäumchen, das heißt, durch den Wuchs der großen Blattrosette bildet sich mit zunehmendem Alter ein aufrechter Stamm. Auf seinem Ende stehen dicht die einfachen, auch nach der Welke noch am Stamm verbleibenden Blätter, deren abgeflachter Scheinstiel einer dicken, im Inneren kahlen, trockenen und gelblichen Blattscheide entspringt. Die lederige Blattspreite ist schmal-elliptisch bis schwach umgekehrt-lanzettlich, spitz zulaufend und dicht behaart mit spiralförmigen sowie wenigen wolligen Haaren. Der Blattrand ist leicht zurückgerollt. [1]

Der komplexe Blütenstand (Synfloreszenz) steht achselständig an gegenständigen Tragblättern und besteht aus rispig angeordneten Körben. Die Korbstiele sind 3 bis 15 cm lang, der Körbchenboden spreublättrig. Die Körbe sind radiärsymmetrisch, heterogam und heteromorph. Der Außenkelch des Korbes ist ebenso groß oder größer noch als das Involucrum und ein- bis zweireihig. Die Hüllblätter sind gelegentlich asymmetrisch und häutig, die inneren grün, eiförmig oder umgekehrt-eiförmig, die äußeren stark behaart, spitz zulaufend oder stumpf. Der Hüllkelch ist halbkugel- bis becherförmig, zweireihig, die häutigen Hüllblätter sind lanzettlich, schmal-elliptisch oder umgekehrt-lanzettlich und gelegentlich asymmetrisch. Die inneren Hüllblätter sind grün, zum äußeren Ende hin wollig behaart und am Rand bewimpert. Die lanzettlichen oder umgekehrt-lanzettlichen, spitz zulaufenden, am Rand bewimperten und zum äußeren Ende hin leicht wollig behaarten Spreublätter sind mit der Achäne verwachsen und dauerhaft, anfangs häutig und während der Reife annähernd ledrig. [1]

Die gelben Zungenblüten sind weiblich, die Kronröhre ist fein behaart, der Kronsaum (Limbus) ist papillös und mehr oder weniger linealisch, sein äußeres Ende ist zwei- oder dreifach gezähnt. Die gelben Röhrenblüten sind zwittrig, zum äußeren Ende hin papillös und fast immer auch fein behaart, das Innere der Kronröhre ist ebenfalls fein behaart. Die Staubbeutel sind schwarz. [1]

Die umgekehrt-eiförmige Achäne ist dreieckig, schwarz, schwach glänzend und kahl, ein Pappus fehlt.[1]

Bestand von Espeletia pycnophylla auf dem Páramo del Chiles, Carchi, Ecuador

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung ist beheimatet im nördlichen Südamerika (Ecuador, Venezuela, Kolumbien), Mannigfaltigkeitszentren sind die venezolanischen Anden und die östlichen Kordilleren Kolumbiens. Sie finden sich bevorzugt im sogenannten Páramo, einem typisch südamerikanischen tropisch-montanen Ökosystem.[2]

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung wird nach Robinson in der Familie der Korbblütler (Asteraceae) in die Tribus Heliantheae, Subtribus Espeletiinae eingestuft [3].

Espeletia in Kolumbien

Es gibt rund 45 Arten, darunter:

Nachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Luisa Paola Pedraza Peñalosa: Las plantas con flores de los alrededores de la laguna de Chisacá, S. 48-49, Bogotá, 2000
  2. the Espeletia page, Online, Zugriff am 20. August 2008
  3. Harold Ernest Robinson: A Revision of the Tribal and Subtribal Limits of the Heliantheae (Asteraceae) in Smithsonian Contributions to Botany, 51, 1981.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Espeletia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien