Essen Hauptbahnhof

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Essen Hauptbahnhof
Essen Hauptbahnhof, Nordseite.jpg
Essener Hauptbahnhof, Haupteingang Nordseite, 2012
Daten
Kategorie 1
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise
  • 13 Fernbahngleise
  • 4 U-Bahn-Gleise
Reisende/Tag 170.000 (inkl. Besucher)[1]
Abkürzung EE
IBNR 8000098
Eröffnung 1. März 1862
Webadresse www.essen-hbf.de (Stadt Essen)

www.bahnhof.de

Architektonische Daten
Baustil Vorkriegsbau: Neugotik
Nachkriegsbau: Neue Sachlichkeit
Architekt Vorkriegsbau: Fritz Klingholz
Nachkriegsbau: Kurt Rasenack, Bernd Figge
Lage
Stadt Essen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 27′ 5″ N, 7° 0′ 50″ O51.4513888888897.0138888888889Koordinaten: 51° 27′ 5″ N, 7° 0′ 50″ O
Höhe über SO 91,3 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i7i12i13i15i15i16i18i20

Der Essener Hauptbahnhof ist der wichtigste Bahnhof der Stadt Essen und gehört zu den 21 Bahnhöfen der höchsten Bahnhofskategorie der DB Station&Service. Er ist wichtiger Systemhalt für den Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr. Daneben ist er der zentrale Verkehrsknotenpunkt für den öffentlichen Personennahverkehr innerhalb Essens. Mit täglich rund 170.000 Reisenden steht er auf Platz neun der meistfrequentierten Fernbahnhöfe der Deutschen Bahn. Zudem fungiert der Hauptbahnhof als Bindeglied zwischen der Essener Innenstadt, mit Anbindung an die Fußgängerzone, und den Dienstleistungszentren im Südviertel.

Bahnhofsanlage[Bearbeiten]

Beim Essener Hauptbahnhof handelt es sich um einen Trennungsbahnhof, dessen Bahnsteige einzelne Bahnsteigüberdachungen besitzen. Zusätzlich zu den Durchgangsgleisen verfügt der Bahnhof auch über einige Stumpfgleise für den Verkehr mit GelsenkirchenMünster, Hagen sowie Borken.

Quer und mittig unterhalb der Gleisanlagen befindet sich die Bahnhofshalle auf zwei unterschiedlichen Etagen, welche durch Treppen und Rolltreppen miteinander verbunden sind. Auf der unteren Ebene befinden sich Geschäfte und südlich außerhalb der Empfangshalle das Reisezentrum, auf beiden Ebenen außerdem Gastronomie. Die untere Ebene ermöglicht den Durchgang von der nördlich des Bahnhofes gelegenen Essener Innenstadt in das Essener Südviertel. Die obere Ebene dient dem Zugang zu den bzw. dem Umstieg zwischen den Gleisen. Ein direkter Zugang zu den Bahnsteigen ist von der unteren Ebene per Aufzug möglich. Ein Fußgängertunnel am östlichen Ende der Gleise ermöglicht neben dem Gleiszugang ebenfalls den Durchgang von der Essener Innenstadt ins Südviertel. Ein zweiter Fußgängertunnel am westlichen Ende der Gleise verbindet nur einen Teil der Gleise mit dem Ausgang zum Südviertel und zur parallel und westlich der Bahnhofshalle verlaufenden Straße Am Hauptbahnhof.

Unterhalb des Bahnhofs befindet sich auf zwei unterirdischen Ebenen (Verteilerebene und darunter vier Gleise) die Straßenbahn- und Stadtbahn-Station der EVAG. Durch eine dominante blaue Beleuchtung hat sie eine ungewöhnliche Optik.

Um Sicherheit im Bahnhof zu gewährleisten, unterstützt die Bundespolizei mit eigener Wache die Mitarbeiter der DB Sicherheit GmbH.

Bahnsteige und Gleise[Bearbeiten]

Insgesamt hat der Essener Hauptbahnhof 14 Gleise, davon sind acht durchgehende Gleise mit und eines ohne Bahnsteiganschluss, dazu kommen fünf Kopfgleise. Die fünf Bahnsteige haben zusammengenommen eine Fläche von 24.798 Quadratmetern und sind seit dem Umbau mittels öffentlicher Aufzüge barrierefrei erreichbar (wobei die Nutzung von Gl. 21/22 mit einem Umweg über den Lift am Ostzugang verbunden ist). An Gleis 4/6 befindet sich mit einer Länge von 667 Metern der längste Bahnsteig Deutschlands.[2]

Bahnsteig Gleis Linie/Richtung Linie/Richtung Linie/Richtung
1 1 IC RE Wanne-Eickel – Duisburg (primär) IC/ICE RE Dortmund – Duisburg (sekundär)
2 IC/ICE RE Dortmund – Duisburg (primär) IC RE Wanne-Eickel – Duisburg (sekundär)
- 3 Gleis ohne Bahnsteig - durchfahrende Güterzüge
2 4 IC RE Duisburg – Wanne-Eickel (primär) IC/ICE RE Duisburg – Dortmund (sekundär)
5 [K-O] (derzeit keine Bedienung)
6 IC/ICE RE Duisburg – Dortmund (primär) IC RE Duisburg – Wanne-Eickel (sekundär)
3 7 S 1 nach Solingen S 3 nach Oberhausen S 9 nach Bottrop/Haltern am See
8 [K-W] RE 14 nach Borken S 9 nach Bottrop (früh morgens / spät abends)
9 [K-O] RE 16 nach Iserlohn und Siegen RB 40 nach Hagen
10 S 6 von Köln-Nippes (abends und am Wochenende) RE 14 von Borken
4 11 S 1 nach Dortmund S 3 nach Hattingen S 9 nach Wuppertal
12 S 6 nach Köln-Nippes
5 21 [K-O] S 2 nach Wanne-Eickel RB 42 nach Haltern am See/Münster (Westfalen) (primär)
22 [K-O] RB 42 nach Haltern am See/Münster (Westfalen) (sekundär)
Legende
primär: Dieses Gleis wird vorzugsweise benutzt.
sekundär: Dieses Gleis wird ausweichsweise benutzt.
[K-O]: Kopfgleis Richtung Osten
[K-W]: Kopfgleis Richtung Westen

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten]

Heute hat der Essener Hauptbahnhof 5700 Quadratmeter reine Verkaufsfläche,[3] das sind 2.000 Quadratmeter mehr als vor dem Umbau 2008/2009.[4]

Vor Beginn des Umbaus im Jahr 2008 boten in der Empfangshalle und im oberen Verknüpfungstunnel auf rund 14.000 Quadratmeter Gesamtfläche unter anderem 34 Geschäfte und Gastronomiebetriebe ihre Dienste an. Insgesamt waren rund 9.000 Quadratmeter vermietet.[5] Neben dem Reisezentrum standen insgesamt 31 Fahrscheinautomaten zur Verfügung, außerdem gab es 420 Schließfächer. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs standen 94 Parkplätze und rund 200 Fahrradparkplätze zur Verfügung. (Stand 14. August 2008)

Linien[Bearbeiten]

Täglich bedienen nach DB-Angaben 123 Fernverkehrszüge, 198 Nahverkehrszüge und 403 S-Bahnzüge den Bahnhof (Stand 2010).[1]

Fernverkehr[Bearbeiten]

Seit dem 29. August 2011 gibt es eine Verbindung mit dem Hochgeschwindigkeitszug Thalys, der über Düsseldorf-Köln-Aachen nach Brüssel und Paris fährt (unten als ICE 80 aufgeführt). Die Fahrt dauert insgesamt 4 Stunden und 26 Minuten (4:18h in Gegenrichtung).[6] Essen Hauptbahnhof ist Bahnhof des Fernverkehrs der Deutschen Bahn und wird im Fahrplanjahr 2013 von Zügen der folgenden Fernverkehrslinien bedient:

Linie Linienverlauf
ICE 10 Berlin Ostbf Hannover – Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln/Bonn Flughafen
IC 30 (Westerland –) Hamburg-Altona – Münster (Westf) Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Koblenz – Mannheim – Stuttgart / (– Freiburg (Breisgau) Schweiz)
IC 32 (Berlin Südkreuz Hannover –) Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Koblenz – Mannheim – Stuttgart (– Lindau / München – Österreich)
ICE 41 Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Frankfurt (Main) Würzburg – Nürnberg – München
ICE 42 Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Frankfurt (Main) Flughafen Mannheim – Stuttgart – München
IC 51 Ostseebad Binz – Berlin – Halle (Saale) Erfurt – Kassel-Wilhelmshöhe – Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln
IC 55 Leipzig – Magdeburg – Hannover – Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln
ICE 80 Paris Nord Brüssel Midi  – Liège-Guillemins  – Aachen  – Köln  – Düsseldorf  – Duisburg  – Essen
ICE 91 Dortmund – Essen  – DuisburgWuppertal – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Frankfurt (Main) Flughafen Fernbf – Frankfurt (Main) –Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Passau – Linz – Wien
HKX Hamburg – Osnabrück – Münster – GelsenkirchenEssen – Duisburg – Düsseldorf – Köln

Einzelne, über die gewöhnlichen Laufwege der Linien hinausführende Züge sind ebenso wie Verstärkungszüge am Wochenende nicht aufgeführt.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2007 verlor der Essener Hauptbahnhof die Halte der Nachtzüge, CityNightLine nach Wien und EN Jan Kiepura nach Warschau (mit Kurswagen nach Minsk und Moskau).

Regionalverkehr[Bearbeiten]

In Essen Hauptbahnhof halten im Fahrplanjahr 2013 sechs Regional-Express-Linien, zwei Regionalbahn-Linien sowie fünf Linien der S-Bahn Rhein-Ruhr.

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf Takt
RE 1 NRW-Express (Paderborn – Soest –) Hamm (Westf) Dortmund – Bochum – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Aachen 60 min
RE 2 Rhein-Haard-Express Münster (Westf) Recklinghausen – Wanne-Eickel – Essen – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf 60 min
RE 6 Westfalen-Express Minden (Westf) Bielefeld – Hamm (Westf) – Dortmund – Bochum – Essen – Duisburg – Düsseldorf 60 min
RE 11 Rhein-Hellweg-Express Hamm (Westf) – Dortmund – Bochum – Essen – Duisburg -.- Krefeld -.- Mönchengladbach 60 min
RE 14 Der Borkener Borken (Westf) Dorsten – Bottrop – Essen 60 min
RE 16 Ruhr-Sieg-Express Essen – Bochum – Witten – Hagen – Letmathe – (Finnentrop – Siegen) / Iserlohn 60 min
RB 40 Ruhr-Lenne-Bahn Essen – Bochum – Witten – Hagen 60 min
RB 42 Haard-Bahn Münster (Westf) – Recklinghausen – Wanne-Eickel – Essen 60 min
S 1 S-Bahn Rhein-Ruhr Dortmund – Bochum – Essen – Duisburg – Düsseldorf Flughafen Düsseldorf – Hilden – Solingen 20 min
S 2 S-Bahn Rhein-Ruhr Dortmund – Herne – Wanne-Eickel – Essen 60 min
S 3 S-Bahn Rhein-Ruhr Oberhausen – Mülheim (Ruhr) Essen – Hattingen (Ruhr) 20 min
S 6 S-Bahn Rhein-Ruhr Essen – Ratingen Ost – Düsseldorf – Langenfeld (Rheinl) Köln – Köln-Nippes 20 min
S 9 S-Bahn Rhein-Ruhr Haltern am See Bottrop – Essen – Velbert-Langenberg – Wuppertal 20 min

Busse und Stadtbahnen[Bearbeiten]

Der Essener Hbf befindet sich im Fahrplanbereich 1 des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und wird von Straßenbahnen und Stadtbahnen sowie Omnibussen durch die EVAG, BOGESTRA und die MVG an den Bahnhofsausgängen und unterhalb des Bahnhofs angefahren.

Derzeit verkehren U-Bahnen der Linien U11, U17 und U18 sowie Straßenbahnen der Linien 101, 103, 105, 106 und 107 (jeweils montags bis freitags tagsüber im Zehn-Minuten-Takt, samstags und sonntags tagsüber im 15 Minuten Takt).

Linie Linienverlauf
U 11 Gelsenkirchen-Buerer Str.Essen-Karnap – Altenessen-Nord – Karlsplatz – Altenessen Mitte – Altenessen Bf S-Bahn-Logo.svgUniversität EssenBerliner PlatzEssen Hbf – Südviertel – RüttenscheidMesse/Gruga
U 17 Karlsplatz – Altenessen Mitte – Altenessen Bf S-Bahn-Logo.svg – Universität Essen – Berliner Platz – Essen Hbf – Holsterhausen – Magarethenhöhe
U 18 Berliner Platz – Essen Hbf – ETEC[1] – Essen-Wickenburgstr. – Mülheim-RheinRuhrZentrumMülheim-HeißenMülheim Hbf. S-Bahn-Logo.svg
101 (BredeneyRüttenscheid – Südviertel – ) Essen HbfRathaus Essen – Helenenstr. – Bergeborbeck S-Bahn-Logo.svgEssen-Borbeck, Germaniaplatz
103 Dellwig, Wertstraße - Dellwig S-Bahn-Logo.svg - Gerschede S-Bahn-Logo.svg – Germaniaplatz – Borbeck Bf S-Bahn-Logo.svg – Fliegenbusch – Borbeck Süd Bf S-Bahn-Logo.svg – Helenenstr. – Rathaus Essen – Essen Hbf/Hollestraße ( – HuttropSteele S-Bahn-Logo.svg)
105 FrintropBedingrade – Fliegenbusch – Borbeck Süd Bf S-Bahn-Logo.svg – Helenenstr. – Rathaus Essen – Essen Hbf – Südviertel - Essen-Süd S-Bahn-Logo.svgBergerhausenRellinghausen
106 Altenessen Bf. S-Bahn-Logo.svg – Rathaus Essen – Essen Hbf – Südviertel – Rüttenscheid – Holsterhausen – Essen-West S-Bahn-Logo.svg – Helenenstr. ( – Bergeborbeck S-Bahn-Logo.svg)
107 Gelsenkirchen Hbf. – Feldmark – Gelsenkirchen-TrabrennbahnEssen-KaternbergZollverein – Stoppenberg – Am Freistein – Rathaus Essen – Essen Hbf – Rüttenscheid – Bredeney

Die Busse verkehren als Schnellbusse, Nachtexpress und reguläre Buslinien auf über 20 Linien von Essen Hbf.

Linie Linienverlauf
SB14 Essen HbfStadtwaldplatzHeisingen Baldeneysee
SB15 Essen Hbf – < Hollestr. – Huttropstr. – AnnentalÜberruhrBurgaltendorf Brugruine
SB16 Essen Hbf – > Hollestr. – Rathaus Essen – Berliner Platz – Universität Essen – Essen-Bergeborbeck – Bottrop-Ebel – Bottrop Hbf – Bottrop ZOB Berliner Platz – Fuhlenbrock – Eigen – Grafenwald – Schulze-Delitzsch Str. – Bottrop-St. Antonius Hospital – Movie Park/ZOB Dorsten
SB19 Essen HbfWerdener MarktEssen-HeidhausenVelbert-Willy Brandt Platz – < Velbert-Christuskirche – Heiligenhaus Rathaus
145 (Flughafen Essen/Mülheim – ) Erbach – Fulerum – MH-RheinRuhrZentrum – Wickenbrugstr. – Westviertel – Berliner Platz – Rathaus Essen – Hollestr. – Essen Hbf – Südviertel – Paulinenstr. – Stadtwaldplatz – Heisingen Baldeneysee
146 Wackenberg – Kray Süd BfKray Nord S-Bahn-Logo.svg – Frillendorf – Wasserturm − Hollestr. – Essen Hbf – Südviertel – Paulinenstr. – Stadtwaldplatz – Heisingen Baldeneysee
154 Kraspothstr. – SchonnebeckFrillendorf – Ostviertel – Rathaus Essen – Hollestr. – Essen Hbf – Huttropstr. – Betriebshof Ruhrallee
155 GE-Achternbergstr. – Schonnebeck – Fillendorf – Ostviertel – Rathaus Essen – Hollestr. – Essen Hbf – Huttropstr. – Annental – Heisingen – Kupferdreh S-Bahn-Logo.svg – Marienbergstr.
166 HAT-Märkische Str. – Burgaltendorf Burgruine – Überruhr – Steele S-Bahn-Logo.svg – Frillendorf – Ostviertel – Rathaus Essen – Hollestr. – Essen Hbf – Berliner Platz – Universität Essen – Gewerbepark M1 – Bergeborbeck S-Bahn-Logo.svg – Borbeck-Nord – Dellwig S-Bahn-Logo.svg
(193) (Essen Hbf – Versorgungsamt)
196 (Essen-West S-Bahn-Logo.svg) – Essen Hbf – Hollestr. – Rathaus Essen – Nordviertel – Bamlerstr. ( – M1 Gießereiweg ) – Gewerbepark M1 – Bocholder Str. – Bergeborbeck S-Bahn-Logo.svg – Vogelheim – Hafenverwaltung
NE1 Essen Hbf – > Hollestr. – Rathaus Essen – Am Freistein – Nordviertel – Altenessen Bf. S-Bahn-Logo.svg – Zeche Carl – Altenessen-Nord – Essen-Karnap – GE-Essener Str.
NE2 Essen Hbf – > Hollestr. – Rathaus Essen – Am Freistein – Stoppenberg – Zollverein Nord S-Bahn-Logo.svg – Katernberg – Hanielstr. ( – GE-Trabrennbahn)
NE3 Essen Hbf – Hollestr. – Ostviertel – Frillendorf – Kellinghausstr. – > Kray Nord S-Bahn-Logo.svg – > Kray Süd Bf – > Isinger Feld -> Rodenseelbrücke
NE4 Essen Hbf – Hollestr. – Ostviertel – Frillendorf – Steele S-Bahn-Logo.svg – Überruhr – Burgaltendorf Burgruine
NE5 Essen Hbf – Hollestr. – Wasserturm – Südostviertel – Huttrop – Steele S-Bahn-Logo.svg – Steele Ost S-Bahn-Logo.svg – Freisenbruchstr. – > Zweibachegge – < Bürgerhaus Oststadt – Eiberg S-Bahn-Logo.svg – Horst – Hörsterfeld
NE6 Essen Hbf – Südviertel – Moltkestr. – Süd S-Bahn-Logo.svg – Bergerhausen – Rellinghausen – Annental – Überruhr – Kupferdreh S-Bahn-Logo.svg
NE7 Essen Hbf – Elisabeth Krankenhaus – Moltkestr. – Paulinenstr. – Stadtwaldplatz – Heisingen Baldeneysee
NE8 Essen Hbf – Südviertel – Rüttenscheid – Bredeney – Werden S-Bahn-Logo.svg – Werdener Markt – Essen-Heidhausen – Velbert-Klinikum Niederberg – Birther Kreisel – < Christuskirche – Velbert-Willy-Brandt-Platz
NE9 Essen Hbf – Holsterhausen – Margarethenhöhe – Sommerburgstr. – Hatzper Str.
NE10 Essen Hbf – Berliner Platz – Westviertel – Frohnhausen – Wickenburgstr. – MH-Heißen – Fulerum – Erbach
NE11 Essen Hbf – > Hollestr. – Rathaus Essen – Berliner Platz – Helenenstr. – Borbeck Süd S-Bahn-Logo.svg – Fliegenbusch – Bedingrade – Frintrop – Essen-Unterstr. – OB-Neue Mitte – TZU – Oberhausen Hbf S-Bahn-Logo.svg
NE12 Essen Hbf – > Hollestr. – Ostviertel – Rathaus Essen – Berliner Platz – Helenenstr. – Bergeborbeck S-Bahn-Logo.svg – Germaniaplatz – Gerschede S-Bahn-Logo.svg – Dellwig S-Bahn-Logo.svg – Möllhoven – Borbeck Bf. S-Bahn-Logo.svg
NE13 Essen Hbf – Südviertel – Rüttenscheid – Messe Gruga – Sommerburgstr. – Schuir – Gewerbegebiet Kettwig – Neckarstr. – Wilhelmstr. – > Kettwiger Markt – Kettwig S-Bahn-Logo.svg
NE16 Essen Hbf – Berliner Platz – Universität Essen – Gewerbepark M1 – Bergeborbeck – Essen-Dellwig – Bottrop Hbf S-Bahn-Logo.svg – Bottrop ZOB Berliner Platz

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge der Bahnstrecke[Bearbeiten]

Am 1. März 1862 ging ein Teilstück der Bahnstrecke Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg der ehemaligen Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft zwischen Bochum und Mülheim an der Ruhr in Betrieb. Im Zuge dessen wurde auch der bis 1897 so genannte Bahnhof Essen BM als Vorgänger des Essener Hauptbahnhofes eröffnet. Er war nicht der erste Bahnhof in Essen. Bereits 1846 ging der für damalige Verhältnisse abseits gelegene Bahnhof Berge-Borbeck (seit 1914 Essen-Bergeborbeck) als erster Bahnhof auf heutigem Essener Stadtgebiet in Betrieb.[7] Im Jahr 1847 hatte die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft den zu dieser Zeit bedeutenden Bahnhof Essen CM[8] (heute Bahnhof Essen-Altenessen) an der Bahnstrecke Duisburg–Dortmund (Teil ihrer Stammstrecke Köln-Minden) in Betrieb genommen.

Die beiden Vorgängergebäude[Bearbeiten]

Das erste, hölzerne Bahnhofsgebäude aus dem Jahre 1862 wurde durch ein repräsentatives Bahnhofsgebäude des Architekten Fritz Klingholz ersetzt, errichtet unter der Leitung des preußischen Baubeamten Alexander Rüdell[9]. Dabei wurden die Gleisanlagen niveaufrei über die Straßen gelegt und die Inselbahnsteige durch eine zweischiffige Bahnhofshalle überspannt. Baubeginn war im Jahre 1900, die Eröffnung erfolgte im Dezember 1902.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg war im Hauptbahnhof durch das Rote Kreuz eine Hilfsstelle eingerichtet worden, die die Ankommenden der Lazarettzüge in Empfang nahm. Es gab zwei Lazarettzüge, die zwischen 1914 und 1918 zwischen der Westfront und dem Ruhrgebiet pendelten, um Verwundete in die Heimat zu bringen. Mit rund 300 Verletzten traf der erste Zug am 30. August 1914 im Essener Hauptbahnhof ein. Bis Kriegsende erreichten so etwa 150.000 Verwundete Essen. Der Zug mit dem Namen Julius von Waldthausen, einem Mitglied einer eingesessenen Essener Patrizierfamilie, hatte 25 Waggons, gezogen von einer Preußischen P 8.[10]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

In der Zeit des Nationalsozialismus fanden vom Essener Hauptbahnhof und vom Bahnhof Segeroth zusammen neun Transporte statt, die Essener Juden in Vernichtungslager nach Osteuropa brachten. Diese Züge fuhren zwischen dem 27. Oktober 1941 und dem 9. September 1943 hier ab. Hinter bewaffneten Posten wurden diese Transporte am helllichten Tage unter den Augen anderer Reisender durchgeführt und der restliche Bahnverkehr dafür nicht unterbrochen.[11]

Durch die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg wurde das repräsentative Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1902 großenteils zerstört, genauso wie die zweischiffige Bahnhofshalle über den Bahnsteigen.

Wiederaufbau[Bearbeiten]

In der Nachkriegszeit wurde der Hauptbahnhof im typischen Stil der 1950er Jahre wieder aufgebaut. Die Architekten Kurt Rasenack und Bernd Figge waren maßgeblich daran beteiligt. Bezeichnend für diesen Neubau war, dass die am 15. November 1959 fertiggestellte Empfangshalle nicht mehr vor, sondern unter den Gleisanlagen liegt. Den westlichen Flügel des Nordeinganges zierte eine charakteristische, gläserne Caféhaus-Rotunde, in der sich Anfangs das Bahnhofs-Café und zuletzt ein Reisebüro befand. Ein nach oben geschwungenes Dach ließ eine gewisse Lichtdurchflutung der Empfangshalle vom Nordeingang her zu. Dieses wurde allerdings später durch ein größeres, vorgebautes gerades Dach ersetzt. Deshalb, und durch weiteren nachträglichen Einbau von Geschäften, verringerte sich die einstige Großzügigkeit und Offenheit des Bahnhofs.

Umbau 2008 bis 2010[Bearbeiten]

Der erste Spatenstich zu diesem Umbau war im September 2008. Zuvor galt der Essener Hauptbahnhof als insgesamt eng und baufällig. Da ihm nur wenige Ausdehnungsmöglichkeiten eingeräumt wurden, erwog man zwischenzeitlich eine Verlegung in den Bereich des Bahnhofs Essen West. Dieser Plan wurde aber wieder revidiert. Stattdessen fand eine kostengünstigere Renovierung und Modernisierung des bestehenden Bahnhofes statt. Dazu war ein NRW-Förderpaket angedacht, das insgesamt 350 Millionen Euro für die fünf Städte Essen, Duisburg, Dortmund, Münster und Wuppertal vorsah. Im Juli 2007 hätte dann die DB Station & Service AG die ersten Arbeiten ausschreiben wollen.

Das tatsächliche Sanierungsvorhaben wurde aber kein Paket für mehrere Städte, sondern betrifft nur den Essener Hauptbahnhof. Nicht zuletzt aufgrund des Zeitdruckes, den Umbau spätestens bis zur Mitte des Kulturhauptstadtjahres 2010 fertiggestellt zu haben, erhielt Essen den Zuschlag zur Sanierung. Die einstige Finanzierungslücke von 18 Millionen Euro wurde gemeinsam von Bund, Land und der Bahn geschlossen. Von den Gesamtkosten von rund 57 Millionen Euro übernahmen der Bund 35 Millionen Euro[12], das Land Nordrhein-Westfalen 5,1 Millionen Euro und die Bahn knapp 17 Millionen Euro. Zusätzlich investierte die Essener Verkehrs-AG (EVAG) knapp 5,3 Millionen Euro.

Am 11. Februar 2008 begann die Essener Verkehrs-AG, die etwa einhundert Meter lange, 1977 entstandene Passage zwischen Willy-Brandt-Platz und der Straße »Freiheit« im 1. Untergeschoss umzubauen. Dabei ersetzte sie die elektrischen Anlagen nach neuen Brandschutzbestimmungen und modernisierte die Lüftung. Außerdem wurden neue Ladenlokale gebaut. Vom 11. August 2008 bis zum 21. November 2008 war der Durchgang zur Innenstadt komplett gesperrt und dann modernisiert und zunächst noch unvollständig wiedereröffnet. Der U-Bahnhof war in der Zeit jedoch über die Zugänge an der Straße »Freiheit« erreichbar, was auch nach wie vor der Fall ist.

Für den eigentlichen Bahnhof ist die gesamte Bahnhofshalle entkernt worden, um 5700 Quadratmeter Einzelhandelsfläche zu schaffen. Die Fassaden wurden erneuert und der Hauptdurchgang verbreitert. Der südliche Eingangsbereich erhielt zwei gläserne Pavillons, in denen nun das Reisezentrum der Bahn und das Kundenzentrum der Essener Verkehrs-AG untergebracht sind. Die ehemalige gläserne Caféhaus-Rotunde wurde 2009 abgerissen und durch einen rechteckigen, ebenfalls gläsernen Anbau ersetzt, der durch ein Schnellrestaurant genutzt wird. Zu den Bahnsteigen entstanden fünf barrierefreie Zugänge mit Aufzügen. Ebenso wurden die Bahnsteigbeläge und Bahnsteigdächer saniert sowie die Beschallung und Beleuchtung erneuert. Die Bahnhofsmission erhielt am Warteplatz der Taxen an der Nordseite, außerhalb des Empfangsgebäudes, ein größeres Büro. Dort ist auch eine "Kids-Lounge" für allein reisende Kinder eingerichtet worden.

Während der Bauarbeiten konnte die Bahnhofshalle seit September 2008 nicht genutzt werden. Sie wurdet am 21. Dezember 2009 wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Die offizielle Eröffnung fand am 16. Januar 2010 in Anwesenheit von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Bahn-Chef Rüdiger Grube statt. Die Bahnsteige waren während der Umbauphase der Empfangshalle nur über die im West- (Bahnhofsunterführung/Freiheit) und Osttunnel (Nebeneingang gegenüber dem Haus der Technik) befindlichen Treppenaufgänge erreichbar. Außerdem verlegte die Essener Verkehrs-AG die Haltestellen der Busse von der Straßen-Bahnhofsunterführung in den Bereich des Nord- und Südausgangs. Am 12. April 2010 eröffnete die Essener Verkehrs-AG ihr 7,8 Millionen Euro teures Kundencenter am Südeingang. Auf dessen Dach befindet sich eine Photovoltaikanlage, die bis zu 23.300 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen kann.[13] Des Weiteren wurden die beiden Fußgängerunterführungen im Osten und Westen, sowie der Fernbusbahnhof im Süden erneuert. Außerdem wurden die Plätze nördlich und südlich des Bahnhofes umgebaut. Seit Oktober 2011 ist auch der zwecks Einbau eines Liftes zwischenzeitlich gesperrte Osttunnel wieder zugänglich.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Essen Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Deutsche Bahn AG:

Stadt Essen:

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b DB – Die Bahnhöfe - Daten & Fakten – Essen Hbf. Archiviert vom Original am Juni 2010, abgerufen am 11. Juni 2010.
  2. Bahnsteiginformationen Station Essen Hbf. Deutsche Bahn, 23. Juli 2013, abgerufen am 23. Juli 2013.
  3. derwesten.de vom 2. Dezember 2009: Buhrufe oder Applaus für den Essener Hauptbahnhof?, abgerufen am 17. November 2012.
  4. Stadtspiegel Essen – Westanzeiger vom 16. Januar 2010.
  5. Fakten auf www.deutschebahn.com.
  6. derwesten.de vom 29. August 2011: Selbstversuch mit dem Thalys von Essen nach Paris und retour, abgerufen am 17. November 2012.
  7. Thomas Dupke: Kohle, Krupp und Kommunalentwicklung. In: Ulrich Borsdorf (Hrsg.): Essen – Geschichte einer Stadt. 2002, S. 293.
  8. NRW-Bahnarchiv.
  9. Eintrag zu Rüdell im Historischen Architektenregister „archthek“.
  10. Dokumentation im Rotkreuz-Museum Essen
  11. Gedenktafel vor der Nordseite des Hauptbahnhofes.
  12. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, abgerufen am 17. November 2012.
  13. Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) vom 13. April 2010: Neues Evag-Kundencenter als Zwilling des Reisezentrums.