Estado

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen spanischen Längenmaß siehe Estado (Einheit)
Suco Estado
Der Suco Estado liegt im Süden des Subdistrikts Ermera.
Daten
Fläche 12,68 km²[1]
Einwohnerzahl 3.211 (2010)[2]
Chefe de Suco Antonio Maia dos Santos
(Wahl 2009)
Orte Position[3] Höhe
Aitura 8° 48′ S, 125° 24′ O-8.7994444444444125.40251484 1.484 m
Darudu 8° 47′ S, 125° 26′ O-8.7816666666667125.439444444441483 1.483 m
Hatomotei 8° 48′ S, 125° 26′ O-8.8125.426944444441397 1.397 m
Haturema 8° 47′ S, 125° 26′ O-8.7877777777778125.429166666671438 1.438 m
Klaetlau 8° 47′ S, 125° 26′ O-8.7758333333333125.440555555561469 1.469 m
Kukhata 8° 46′ S, 125° 27′ O-8.7697222222222125.446666666671311 1.311 m
Leotelo 8° 48′ S, 125° 26′ O-8.7952777777778125.4251418 1.418 m
Manubobo 8° 48′ S, 125° 23′ O-8.7980555555556125.386388888891519 1.519 m
Raitu 8° 47′ S, 125° 25′ O-8.7902777777778125.41751455 1.455 m
Rematu 8° 48′ S, 125° 24′ O-8.7919444444444125.407777777781504 1.504 m
Tilitir 8° 47′ S, 125° 23′ O-8.7897222222222125.388888888891517 1.517 m
Aitura (Osttimor)
Aitura
Aitura

Estado ist ein osttimoresischer Suco im Subdistrikt Ermera (Distrikt Ermera), südwestlich von der Landeshauptstadt Dili.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Der Suco Ermera liegt im Süden des Subdistrikts Ermera und hat eine Fläche von 12,68 km².[1] Nördlich liegen die Sucos Leguimea, Humboe und Lauala, südlich die Sucos Raimerhei. Im Westen grenzt Estado an den Subdistrikt Hatulia mit seinem Suco Coilate-Letelo, im Osten an den Subdistrikt Letefoho mit seinen Sucos Eraulo und Goulolo. Im Nordosten reicht der Suco an das Ufer des Sees Lagoa Lehumo. Im Nordwesten entspringt im Grenzgebiet zu Leguimea der Fluss Lahosa, der zum Flusssystem des Lóis gehört, ebenso wie ein Fluss, der an der Südostgrenze zu Goulolo entspringt. In ihn münden, aus Goulolo kommend, die Flüsse Caraulun und Hatoe.[4]

Durch einen kleinen Schlencker führt im Nordwesten die Überlandstraße von Maliana nach Ermera durch den Suco. Etwas abseits davon liegt das Dorf Tilitir (Tititir). Im Westen befindet sich der Ort Manubobo. Im mittleren Teil des schmalen Sucos liegt an der Nordgrenze der Ort Rematu, mehr im Süden die Ortschaft Aitura. Im Osten befinden sich die Orte Raitu (Riatu), Haturema, Hatomotei und Leotelo (Leotelon) und im nordöstlichen Ausläufer des Sucos die Dörfer Darudu, Klaetlau und Kukhata. Durch Kukhata und entlang der Ostgrenze führt die Überlandstraße von Gleno nach Letefoho. In Tilitir und Klaetlau gibt es eine Grundschule, in Haturema eine vorbereitende Schule für die Sekundärschule. Im Osten gibt es außerdem eine medizinische Station.[5]

Im Suco befinden sich die zwölf Aldeias Coração de Jesus (dt.: Herz Jesu), Coulão Haburas, Hamrik Metin, Huitaso, Indau Lulik, Lihmo, Moris Mesak, Railakan, Saramata, Sinai, Tajaquina und Tatoli.[6]

[Bearbeiten] Einwohner

Im Suco leben 3.211 Einwohner (2010,[2] 2004: 2.828[7]). Die regional hier übliche Sprache ist die Nationalsprache Mambai.

[Bearbeiten] Geschichte

Ein wichtiges Handelsgut für Osttimor: Kaffee in Ermera

Am 16. November 2006 wurde von aus Estado ein schwerer Zwischenfall gemeldet, der einige Tage zuvor stattfand. Jugendliche von Colimau 2000 - einer Organisation, die von ehemaligen im Untergrund arbeitenden Jugendaktivisten gegründet wurde - aus Ermera und anderen Orten - griff einen Ableger des Perguruan Setia Hati Terate (PSHT) Martial Arts Club im Dorf Estado an. Der osttimoresische Premierminister José Ramos-Horta erklärte, unbestätigten Angaben nach, gebe es vier Tote. Außerdem wurden zehn Häuser niedergebrannt. Ramos-Horta war mit einem Hubschrauber zum Schauplatz des Überfalls geflogen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Spezialeinheiten der Polizei wurden in die Region entsandt. Ein Zeuge berichtete, etwa 600 Jugendliche von Colimau 2000 hätten, bewaffnet mit Samuraischwertern, Macheten, Speeren, Pfeil und Bogen und Gewehren den Martial Art Club angegriffen. Der Angriff scheint ein Racheakt gewesen zu sein. Am 2. November hatten PSHT-Mitglieder ein Mitglied von Colimau 2000 verprügelt.[8]

[Bearbeiten] Politik

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Antonio Maia dos Santos zum Chefe de Suco gewählt[9] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[10]

[Bearbeiten] Wirtschaft

Am 23. Mai 2004 eröffneten Staatspräsident Xanana Gusmão und Premierminister Marí Alkatiri in Estado eine der größten kaffeeverarbeitenden Fabriken mit Nassaufbereitung des Kaffees. Eigentümer und Betreiber ist die Cooperativa Café Timor (CCT), Osttimors größte Kooperative mit etwa 20.000 Pflanzern als Mitglieder.

Die Fabrik in Estado kauft Kaffeefrüchte von Mitgliedern des CCT im Hochland vom Distrikt Ermera. In der Fabrik werden die Früchte gewaschen, das Fruchtfleisch entfernt, die Bohnen fermentiert und zur Trocknung vorbereitet. Zusammen mit der Fabrik in Maubisse kann die CCT 25.000 Tonnen Kaffee aufkaufen, doppelt so viel wie noch 2003.[11]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Census 2010)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch)
  3. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  4. Timor-Leste GIS-Portal
  5. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008
  6. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Portugiesisch)
  7. Direcção Nacional de Estatística Census 2004
  8. The Australian, 16. November 2006, Four believed dead in more Timor violence
  9. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados
  11. U. S. Aid, 23. Mai 2004, Expanded Factories Mean Bigger Coffee Exports for 2004 im Internet Archive

-8.7994444444444125.4025Koordinaten: 8° 48′ S, 125° 24′ O

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