Esther Réthy

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Grabmal auf dem Neustifter Friedhof

Violet Esther Réthy (* 22. Oktober 1912 in Budapest; † 28. Jänner 2004 in Wien) war eine österreichische Kammersängerin. Réthy war in erster Ehe mit dem Dirigenten Anton Paulik, in zweiter Ehe mit Vinzenz Imre verheiratet. In ihrer zweiten Ehe wurde ihr Sohn, der Dirigent László Imre, geboren.

Réthy wurde in Budapest und Wien zur Sopranistin ausgebildet und hatte ihr Debüt 1934 in Budapest, wo sie ab dieser Zeit ein Engagement hatte. Sie wurde in der Folge von Bruno Walter entdeckt und war zwischen 1937 und 1949 Mitglied der Wiener Staatsoper. Sie trat zudem zwischen 1937 und 1941 sowie ab 1950 bei den Salzburger Festspielen auf, ein Engagement an der New Yorker Met scheiterte 1940 am Zweiten Weltkrieg. Dafür gehörte sie zwischen 1941 und 1944 auch dem Ensemble der Budapester Nationaloper an.

Réthy trat zudem bei den Bregenzer Festspielen auf und absolvierte Gastspiele in Brüssel, München, in der Schweiz und in der Türkei. Zwischen 1949 und 1972 sang sie an der Volksoper Wien und trat insbesondere in Operetten auf. Als Lehrerin war sie ab 1954 am Konservatorium der Stadt Wien, ab 1971 an der Wiener Musikhochschule aktiv.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Kammersängerin 1948
  • Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper (1975)
  • Ehrenmitglied der Volksoper Wien
  • Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich (1958)
  • Prof.-Titel (1967)
  • Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold (1978)
  • Goldenes Diplom der Franz Liszt-Hochschule (1983)

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Kosch: Deutsches Theaterlexikon. Bd. 3, 1992
  • Wer ist Wer in Österreich. Wien 1953

Weblinks[Bearbeiten]