Estland beim Eurovision Song Contest

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Bilanz

Flagge Estlands
Übertragende Rundfunkanstalt
ETV
Erste Teilnahme
1993
Anzahl der Teilnahmen
21 (Stand 2014)
Höchste Platzierung
1 (2001)
Höchste Punktzahl
198 (2001)
Niedrigste Punktzahl
2 (1994)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
62,67 (Stand 2014)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
1,99 (Stand 2014)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Estlands als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Regelmäßigkeit der Teilnahme[Bearbeiten]

Urban Symphony, Sechste 2009 in Moskau
Birgit Õigemeel, 2013 in Malmö
Tanja, 2014 in Kopenhagen

Nach der Unabhängigkeit war 1993 die Teilnahme vorgesehen, der Beitrag schied jedoch in der osteuropäischen Vorentscheidung aus. 1994 erfolgte die erste Teilnahme am Contest, die zum 24. Platz bei 25 Teilnehmern führte, dadurch war die Teilnahme 1995 wieder versagt. Seit 1996 nimmt Estland regelmäßig teil, schied aber in den Jahren 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2010 und 2014 jeweils im Halbfinale aus.

Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten]

Zwischen 1993 und 1995 hatte Estland mit einer gescheiterten Qualifikation, einem vorletzten Platz und der daraus resultierenden Zwangspause im Folgejahr einen wenig erfolgreichen Start in den Eurovision Song Contest. Zwischen 1996 und 2002 war der estnische Beitrag erfolgreicher und es gab keine weitere Zwangspause, die schlechteste Platzierung war ein 12. Platz. Seit 2003 sind die Beiträge weniger erfolgreich, 2003 erreichte man einen 21. Platz, sodass 2004 die Qualifizierung über ein Halbfinale nötig war, was mit einem 12. Platz aber knapp nicht gelang. In den nächsten vier Jahren erreichte kein estnischer Beitrag das Finale; das Land war zu diesem Zeitpunkt das schlechteste im Wettbewerb seit Einführung der Semifinals. Im Jahr 2009 erreichte der estnische Beitrag den dritten Platz im Halbfinale und qualifizierte sich somit erstmals seit 2003 für den Hauptabend. Im großen Finale erreichte er den sechsten Platz. Nach einer weiteren Nicht-Qualifikation 2010 scheint es in den letzten Jahren wieder besser zu laufen: 2011, 2012 und 2013 war man im Finale dabei, 2012 erreichte man sogar nochmals Platz 6.

Sprachen[Bearbeiten]

Gemäß den Regeln des Wettbewerbs wurde von 1993 bis einschließlich 1998 auf Estnisch gesungen. Nach dem Fall dieser Regelung sang man überwiegend auf Englisch, als Ausnahmen sind Tii 2004, das in der südestnischen Sprache Võro gesungen wurde, Leto Svet 2008, das dreisprachig auf Serbisch, Finnisch und Deutsch gehalten war, sowie Rändajad 2009, mit dem Estland erstmals seit 1998 wieder zum Estnischen zurückkehrte, zu vermerken. In den Jahren 2010 und 2011 kehrte man wieder zur Englischen zurück. Die Beiträge von 2012 und 2013 waren wieder Estnisch.

Liste der Beiträge[Bearbeiten]

Farblegende:   – Siege.   – Punktgleichheit mit dem letzten Platz.   – Beiträge ohne Finalteilnahme.

Jahr Interpret Titel
(Musik / Text)
Übersetzung ins Deutsche Platz Punkte
1993 Janika Sillamaa Muretut meelt ja südametuld
(Andreas Valkonen / Leelo Tungal)
Sorgenloses Gemüt und Flammen des Herzens 05 / 7 (SF) 47
1994 Silvi Vrait Nagu merelaine
(Ivar Must / Leelo Tungal)
Wie eine Welle 24 / 25 2
1995 Nicht qualifiziert
1996 Maarja-Liis Ilus & Ivo Linna Kaelakee hääl
(Priit Pajusaar / Kaari Sillamaa)
Klang der Kette 05 / 23 94
1997 Maarja Keelatud maa
(Harmo Kallaste / Kaari Sillamaa)
Verbotenes Land 08 / 25 82
1998 Koit Toome Mere lapsed
(Maria Rahula, Tomi Rahula / Peeter Pruuli)
Kinder der See 12 / 25 36
1999 Evelin Samuel & Camille Diamond of Night
(Priit Pajusaar, Glen Pilvre / Maian-Anna Kärmas, Kaari Sillamaa)
Diamant der Nacht 06 / 23 90
2000 Ines Once in a Lifetime
(Pearu Paulus, Ilmar Laisaar, Alar Kotkas / Jana Hallas)
Einmal im Leben 04 / 24 98
2001 Tanel Padar, Dave Benton & 2XL Everybody
(Ivar Must / Maian-Anna Kärmas)
Jedermann 01 / 23 198
2002 Sahlene Runaway
(Pearu Paulus, Ilmar Laisaar, Alar Kotka / Jana Hallas)
Weglaufen 03 / 24 111
2003 Ruffus Eighties Coming Back
(Vaiko Eplik)
Die Achtziger kehren zurück 21 / 26 14
2004 Neiokõsõ Tii
(Priit Pajusaar, Glen Pilvre / Aapo Ilves)
Pfad 12 / 22 (SF) 57
2005 Suntribe Let’s Get Loud
(Sven Lõhmus)
Lasst uns laut werden 20 / 25 (SF) 31
2006 Sandra Oxenryd Through My Window
(Pearu Paulus, Ilmar Laisaar, Alar Kotkas / Jana Hallas)
Durch mein Fenster 18 / 24 (SF) 28
2007 Gerli Padar Partners in Crime
(Berit Vaher / Hendrik Sal-Saller)
Partner im Verbrechen 22 / 28 (SF) 33
2008 Kreisiraadio Leto Svet
(Priit Pajusaar, Glen Pilvre, Peeter Oja, Hannes Võrno, Tarmo Leinatamm)
Sonnenlicht 18 / 19 (SF) 8
2009 Urban Symphony Rändajad
(Sven Lõhmus)
Die Nomaden 06 / 25
SF: 03 / 19
129
2010 Malcolm Lincoln & Manpower 4 Siren
(Robin Juhkental)
Sirene 14 / 17 (SF) 39
2011 Getter Jaani Rockefeller Street
(Sven Lõhmus)
Rockefeller Straße 24 / 25
SF: 09 / 19
44
2012 Ott Lepland Kuula
(Ott Lepland / Aapo Ilves)
Hören 06 / 26
SF: 04 / 18
120
2013 Birgit Õigemeel Et uus saaks alguse
(Mikhel Mattisen / Mikhel Matissen, Silvia Soro)
Das könnte ein neuer Anfang sein 20 / 26
SF: 10 / 16
19
2014 Tanja Amazing
(Timo Vendt, Tatjana Mihhailova)
Erstaunlich 12 / 16 (SF) 36
2015

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Eesti Laul - Vorentscheid Estlands zum Eurovision Song Contest