Estoril

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Estoril
Wappen Karte
Wappen von Estoril
Estoril (Portugal)
Estoril
Basisdaten
Region: Lisboa
Unterregion: Grande Lisboa
Distrikt: Lissabon
Concelho: Cascais
Koordinaten: 38° 42′ N, 9° 24′ W38.706666666667-9.3977777777778Koordinaten: 38° 42′ N, 9° 24′ W
Einwohner: 26.179 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 8,84 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 2961 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 2765-281
Politik
Bürgermeister: Luciano Gonçalves Mourão (PSD)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Estoril
Rua de Santa Rita nº45
2765-281 Estoril
Webseite: www.jf-estoril.pt

Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Art ist leer

Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Karte ist leer


Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Höhe ist leer

Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Bürgermeister ist ausgefüllt


Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Adresse ausgefüllt Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Verwaltungsort ist leer

Estoril [ɨʃtuˈɾiɫ] ist eine Gemeinde (Freguesia) im Kreis (Concelho) von Cascais. Es ist ein Seebad an der Costa do Estoril, der Küste im Westen der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, am Rand der Region Estremadura. Estoril gilt traditionell als Rückzugsort der reichen Oberschicht.

Wappen[Bearbeiten]

In Blau eine goldene gesichtslose Sonne mit geflammten Strahlen und darauf fünf Quinas zu einem Kreuz gestellt. Durch einen Wellenschnitt ist der silberne Schildfuß mit zwei grünen Wellen abgeteilt. Auf dem Schild ruht eine dreitürmige Mauerkrone. Im weißen Band am Schildfuß der Ortsname in schwarzen Buchstaben „ESTORIL“.

Geschichte[Bearbeiten]

In Estoril finden sich Reste römischer Villen aus der Zeit um Christi Geburt. Seit dem 8. Jahrhundert gehörte Estoril zum Emirat, dann zum Kalifat von Córdoba. 1147 fiel Estoril nach der Belagerung von Lissabon an Alfons I., den ersten König Portugals.

Jahrhundertelang lebte Estoril vor allem von der Fischerei. Estoril war der letzte Ort ihres Heimatlandes, den die portugiesischen Entdecker sahen, wenn sie von Lissabon aus aufbrachen, und auch der erste bei ihrer Rückkehr. Festungsbauten an der Küste zeugen davon, dass sich Estoril mehrfach der Piratenangriffe erwehren musste.

Estoril war während der Zeit der Franco-Diktatur in Spanien das Exil des spanischen Thronprätendenten Juan de Borbón y Battenberg. Erst seinem Sohn, Juan Carlos war es möglich, wieder den Thron in der Heimat zu besteigen. Auch andere gestürzte Herrscher hielten in Estoril ein gepflegtes Exil, u.a. Miklós Horthy aus Ungarn, Umberto II. von Italien und Karl II. von Rumänien.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Seit dem frühen 20. Jahrhundert ist die pittoreske Küste im Umland von Estoril eine der Attraktionen des portugiesischen Fremdenverkehrs. Das Ortszentrum besteht im Wesentlichen aus mondänen Herbergen entlang palmengesäumter Alleen und endet an einem im Sommer stark frequentierten Strandabschnitt.

Das Grande Casino Internacional Monte Estoril 1920

Nachdem bereits früher hier Casinos bestanden, wurde 1931 das Casino Estoril eröffnet. Hier wurden auch wiederholt Szenen für nationale und internationale Filme gedreht, etwa 1969 für James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät. Das Casino ist auch als Veranstaltungsort für eine Vielzahl von kulturellen Ereignissen bekannt.

Das traditionsreiche Festival Cascais Jazz wurde 1990 hierher verlegt und heißt seitdem Festival de Jazz do Estoril.

Seit 2007 wird hier das Filmfestival LEFFest - Lisbon & Estoril Film Festival ausgerichtet.

Im Jahre 2009 fand in Estoril der XIX. Iberoamerika-Gipfel statt.

Sport[Bearbeiten]

Valentino Rossi 2011 in Estoril

Nahe Estoril befindet sich der Circuito do Estoril, eine Rennstrecke, die zwar nicht mehr für Formel-1-Rennen (Großer Preis von Portugal) genutzt wird, auf der jedoch alljährlich der Große Preis von Portugal für Motorräder ausgetragen wird.

Der lokale Fußballverein Estoril Praia spielte in der Erstligasaison 2004/05 erstmals in der 1. Portugiesischen Liga, in der er nach zwischenzeitlichem Abstieg und dem Wiederaufstieg zur Saison 2012/13 wieder antritt. Seine Heimspiele trägt der Verein im Estádio António Coimbra da Mota aus.

Estoril war Gastgeber der Portugiesische Badmintonmeisterschaft 1970.

Zudem fanden hier jedes Jahr die Tennisturniere ATP Estoril und WTA Estoril statt, die inzwischen im benachbarten Kreis Oeiras ausgetragen werden und 2012 umbenannt wurden.

Der Bahnhof der Ortschaft Monte Estoril
Der Strand Praia do Tamariz in Estoril

Verwaltung[Bearbeiten]

Trotz seiner dichten Besiedlung und seiner gesellschaftlichen, historischen und kulturellen Bedeutung führt Estoril weder den Status einer Stadt (Cidade) noch einer Kleinstadt (Vila).

Estoril ist Sitz einer gleichnamigen Gemeinde (Freguesia) im Kreis (Concelho) von Cascais. Am 30. Juni 2011 hatte die Gemeinde 26.179 Einwohner auf einer Fläche von 8,8 km²[1].

Die folgenden Ortschaften liegen in der Gemeinde Estoril:

Verkehr[Bearbeiten]

Über die S-Bahn-ähnlichen Vorortzüge der Linha de Cascais entlang der Küste ist der Bahnhof Estoril mit Lissabon (Estação Cais do Sodré) im Osten und dem westlicher gelegenen Cascais verbunden. Die Fahrzeit beträgt ca. 40 Minuten.

Die Autobahn A5 führt mit eigener Abfahrt an Estoril vorbei.

Söhne und Töchter Estorils[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Estoril – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu