Etingen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Etingen ist auch eine historische Bezeichnung der ehemaligen Schweizer Gemeinde Aetingen im Kanton Solothurn.

52.39333333333311.16972222222284Koordinaten: 52° 23′ 36″ N, 11° 10′ 11″ O

Etingen
Wappen von Etingen
Höhe: 84 m
Fläche: 16,93 km²
Einwohner: 498 (31. Dez. 2011)
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39359
Vorwahl: 039059

Etingen ist ein Ortsteil der Stadt Oebisfelde-Weferlingen im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Etingen liegt ca. 9 km westlich von Calvörde am Rande des Naturparks Drömling.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten]

Zur Ortschaft Etingen gehören die Ortsteile Etingen, Keindorf, Maschenhorst und Zillbeck.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1994 bis zum 1. Januar 2005 gehörte Etingen zur Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde von 2005 bis zum 31. Dezember 2009 zur Verwaltungsgemeinschaft Oebisfelde-Calvörde.

Durch einen Gebietsänderungsvereinbarung beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Stadt Oebisfelde (am 27. Mai 2009), Bösdorf (am 26. Mai 2009), Eickendorf (am 28. Mai 2009), Etingen (am 26. Mai 2009), Kathendorf (am 19. Mai 2009), Rätzlingen (am 27. Mai 2009), Eschenrode (am 28. Mai 2009), Döhren (am 28. Mai 2009), Hödingen (am 20. Mai 2009), Hörsingen (am 27. Mai 2009), Schwanefeld (am 25. Mai 2009), Seggerde (am 26. Juni 2009), Siestedt (am 28. Mai 2009), Walbeck (am 28. Mai 2009) und der Flecken Weferlingen (am 19. Mai 2009), dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Stadt Oebisfelde-Weferlingen vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[1]

Nach Umsetzung der Vereinigungsvereinbarung der bisher selbstständigen Gemeinde Etingen wurde Etingen Ortsteil der neuen Stadt Oebisfelde-Weferlingen. Für die eingeflossene Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die aufgenommene Gemeinde Etingen mit den Ortsteilen Keindorf, Maschenhorst und Zillbeck wurde zur Ortschaft der neuen Stadt Oebisfelde-Weferlingen. In der eingeflossenen Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Etingen wurde ein Ortschaftsrat mit zehn Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Wolfgang Kapps war vom 12. Juni 1994 bis zum 31. Dezember 2009 im Amt und ist seitdem Ortsbürgermeister.

Ortschaftsrat[Bearbeiten]

Laut der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hatte der Gemeindetrat zehn Mitglieder. Aufgrund der Stadtgründung von Oebisfelde-Weferlingen wurde der Gemeinderat automatisch zum Ortschaftsrat. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,4 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  Einzelbewerber 8 Sitze (81,1 %)
  Wählergruppen 2 Sitze (18,9 %)

Weiteres Mitglied des Ortschaftsrates und dessen Vorsitzender ist der Ortsbürgermeister.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 18. Juli 1996 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Grün; darin eine Windmühle auf einem mit einem Wellenbalken belegten Berg, alles in verwechselten Farben.“

Etingen liegt frei in der Landschaft, so dass wegen des günstigen Windes einst sechs Bockwindmühlen einen bedeutenden Erwerbszweig für die Einwohner bildeten; eine der Mühlen ist noch vorhanden und wurde zur Wappenfigur erkoren. Spezifisch für den Ortsteil ist ferner, dass Etingen sich an der Wasserscheide von Ohre und Spetze befindet. Dies wird durch die Spaltung des Schildes mit den verwechselten Farben symbolisiert, besonders am Wellenbalken (Fluss) erkennbar. Der ausgebogene Schildfuß als „Mühlberg“ steht für die Weite der Landschaft, die grün-silberne Tingierung für den Weideland-, Wald- (Flechtinger Höhenzug) und Wasserreichtum der Etinger Umgebung.

Das Wappen wurde von der Magdeburger Heraldikerin Erika Fiedler gestaltet.

Die Flagge von Etingen ist grün-weiß gestreift mit dem aufgelegten Wappen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Etingen liegt an der Landesstraße Oebisfelde–Calvörde. Zur Bundesstraße 188, die Wolfsburg mit Stendal verbindet, sind es in nördlicher Richtung rund 11 km.

Die Bahnstrecke Oebisfelde–Magdeburg führt unmittelbar an der Ortschaft vorbei, ohne dass es jemals einen Bahnhof gab. Die nächstgelegenen Bahnstationen sind Wegenstedt (3 km) und Rätzlingen (4 km).

Weiterhin führt der Mittellandkanal über das Territorium der Gemeinde, die nächste Umschlagsstelle befindet sich in Calvörde (9 km).

Quellen[Bearbeiten]

  1. Amtsblatt des Landkreises Nr. 45/2009 Seite 1-5 (PDF; 3,5 MB)