Ettingshausen-Nernst-Effekt

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Unter dem Namen Ettingshausen-Nernst-Effekt[1] [2] [3] [4] [5] sind zwei physikalische Effekte bekannt, die in der Elektrodynamik und Thermodynamik betrachtet werden.

  • Der 2. Ettingshausen-Nernst-Effekt betrifft die Erscheinung, dass bei der Einwirkung eines Magnetfeldes auf einen elektrischen Strom in einem Leiter eine transversale Temperaturdifferenz entsteht. Dieser Effekt gehört zu den thermomagnetischen Erscheinungen.

Die Effekte sind benannt nach den Physikern Albert von Ettingshausen und Walther Nernst, der 1886 als Student bei v. Ettingshausen in Graz auf diesem Gebiet forschte und die Thematik 1887 in seiner Doktorarbeit bei Friedrich Kohlrausch in Würzburg vertiefte.


Gelegentlich werden die Namen der Wissenschaftler auch vertauscht (Nernst-Ettingshausen-Effekt) oder falsch geschrieben (häufig: Ettinghausen).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  1. A. v. Ettingshausen, Nernst, W.: Ueber das Auftreten electromotorischer Kräfte in Metallplatten, welche von einem Wärmestrome durchflossen werden und sich im magnetischen Felde befinden. In: Annalen der Physik. 265, Nr. 10, 1886, S. 343–347.
  2. Walther Nernst (Dissertation) in Annalen der Physik 267, 760–789 (1887)
  3. Albert von Ettingshausen in Annalen der Physik 269, 126–128 (1887)
  4. Albert von Ettingshausen in Annalen der Physik 269, 129–136 (1887)
  5. Albert von Ettingshausen and Walther Nernst, Ueber das thermische und galvanische Verhalten einiger Wismuth-Zinn-Legirungen im magnetischen Felde in Annalen der Physik 269, 474–492 (1888)