Eugène Gigout

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Aufnahmesitzung mit Eugène Gigout für die Welte-Philharmonie-Orgel, 1912
Camille Andrès (stehend, rechts), Alexandre Guilmant (sitzend, im Vordergrund), Pierre de Bréville (im Hintergrund) und Eugène Gigout (stehend, links)

Eugène Gigout (* 23. März 1844 in Nancy; † 9. Dezember 1925 in Paris) war ein französischer Organist und Komponist.

Seine erste musikalische Ausbildung erfolgte an der Kathedrale zu Nancy, im dortigen Knabenchor. 1857 wurde Gigout an der École Niedermeyer in Paris aufgenommen und erhielt Unterricht bei Camille Saint-Saëns und Gustave Lefèvre. Nach einer umfassenden Ausbildung in Gregorianik, Orgelmusik und dem Werk Johann Sebastian Bachs machte Gigout den Abschluss und blieb als Lehrer an der École Niedermeyer. Zu seinen Schülern gehörten Gabriel Fauré und Léon Boëllmann.

1863 wurde Gigout zum Organisten der Pariser Pfarrkirche Saint-Augustin ernannt, eine Stelle die er bis zu seinem Tod über 62 Jahre hinweg innehaben sollte. 1868 erhielt die Kirche eine große Orgel von Albert Peschard, die ihn zu Kompositionen anregte und auf der er zahlreiche Konzerte gab. Dabei machte er sich schnell einen Namen als Improvisator und Virtuose auf seinem Instrument.

Gigout gründete 1885 eine Schule für Improvisation, die er bis 1911 leitete, um dann in die Nachfolge Alexandre Guilmants am Pariser Konservatorium zu wechseln. Gigout komponierte nahezu ausschließlich für Orgel. Sein bekanntestes Werk ist die Toccata in h-moll. Für Orgel oder Harmonium komponierte er 1920 sein „Album Grégorien“ (230 Pièces pour orgue ou harmonium dans les huit modes du plain-chant, 1895; 100 Pièces brèves nouvelles - Pièces pour orgue ou harmonium).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eugène Gigout – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien