Eugène Green

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Eugène Green (* 28. Juni 1947 in New York City) ist ein französischer Theater- und Filmregisseur.

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Leben[Bearbeiten]

Eugène Green, der über seine frühe Lebensgeschichte wenig spricht, begann seine Karriere als Dozent für Philosophie und als Maler. Ende der 1970er Jahre gründet er in Paris die Theatergruppe Théâtre de la sapience. Sein Ziel ist es, die Theatertraditionen des Barock neu zu beleben. Erst zu Beginn der Nuller Jahre wendet er sich dem Kino zu. Ohne kinospezifische Ausbildung dreht er 2001 seinen Debütfilm Toutes les nuits. Neben seiner Arbeit für das Kino veröffentlicht er weiterhin zu anderen Themen, etwa zum barocken Theater, zur Theorie des Kinos und schreibt Prosa.

Werk[Bearbeiten]

In seinen drei Langspielfilmen Toutes les nuits, Le monde vivant und Le pont des arts hat Eugène Green einen eigenen Stil geschaffen, der offensichtliche Parallelen vor allem mit dem Werk von Robert Bresson und Yasujiro Ozu hat. Dessen augenfälligster Bestandteil ist eine meistens fixe Kamera, die im Schuss-Gegenschuss die in sehr stilisierter Sprache geschriebenen Dialoge einfängt. Das Spiel der Schauspieler ist sehr zurückgenommen und ähnelt stark dem Bresson'schen Tonfall. Immer wieder greift Green mystische und barocke Themen auf, die ihn auch in seinen vorherigen künstlerischen Tätigkeiten beschäftigt haben.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 2001: Toutes les nuits mit Alexis Loret, Christelle Prot und Adrien Michaux
  • 2002: Le nom du feu (Kurzfilm) mit Christelle Prot und Alexis Loret
  • 2003: Le Monde vivant mit Christelle Prot, Adrien Michaux, Alexis Loret und Laurène Cheilan
  • 2004: Le Pont des Arts mit Natacha Régnier, Denis Podalydès und Adrien Michaux
  • 2006: Les signes (Kurzfilm) mit Christelle Prot, Mathieu Amalric, Achille Trocellier, Marin Charvet
  • 2009: La religieuse portugaise mit Leonor Baldaque, Francisco Mozos, Diogo Dória, Ana Moreira, Beatriz Batarda

Weblinks[Bearbeiten]