Eugen Ferdinand von Homeyer

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Eugen Ferdinand von Homeyer (* 11. November 1809 in Nerdin; † 31. Mai 1889 in Stolp) war ein deutscher Ornithologe. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Vogelkunde Pommerns.[1]

Leben[Bearbeiten]

Eugen Ferdinand von Homeyer widmete sich auf dem väterlichen Gute der Landwirtschaft und begann dabei naturwissenschaftliche Beobachtungen zu machen und Sammlungen anzulegen.

1840 heiratete er, zudem erwarb er 1852 das Gut Warbelow (heute Warblewo) bei Stolp, wo er einen großzügigen Landschaftspark anlegen ließ.[1] Er verkaufte es nach dem Tod seiner Gattin 1873 und lebte danach in Stolp, wo er sich den Naturwissenschaften und besonders der Ornithologie widmete.

Er korrespondierte mit europäischen Ornithologen, beteiligte sich mit großer Sachkenntnis an ornithologischen Streitfragen und brachte eine bedeutende Sammlung der europäischen Vogelarten zusammen. Er unternahm zahlreiche Forschungsreisen, so zusammen mit Alfred Brehm, ermöglicht durch seine Bekanntschaft mit dem Kronprinzen Rudolf von Österreich-Ungarn, an die untere Donau.[1] Homeyer war Gründungsmitglied der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft und bis 1883 deren Präsident.

Nach seinem Tod kam seine Sammlung von 20.000 Vogelbälgen an das Naturhistorische Museum in Braunschweig.

Sein Neffe Alexander von Homeyer war ebenfalls Ornithologe.

Schriften[Bearbeiten]

  • Systematische Übersicht der Vögel Pommerns. Anklam 1837.
  • Deutschlands Säugetiere und Vögel, ihr Nutzen und ihr Schaden. Frankfurt a. M. 1877.
  • Die Spechte und ihr Wert in forstlicher Beziehung. 1879.
  • Reise nach Helgoland, den Nordseeinseln Sylt, Jyst etc. 1880.
  • Ornithologische Briefe. Berlin 1881.
  • Die Wanderungen der Vögel. Leipzig 1881.
  • Verzeichnis der Vögel Deutschlands. Wien 1885.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern - Zeugnisse seiner deutschen Vergangenheit. S. 1008