Eugen Ulmer (Jurist)
Eugen Ulmer (* 26. Juni 1903 in Stuttgart; † 26. April 1988 in Heidelberg) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.
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Leben [Bearbeiten]
Eugen Ulmer studierte an den Universitäten in Tübingen und Berlin. Er promovierte 1926 und habilitierte 1928 jeweils unter der Betreuung von Philipp Heck. 1929/1930 war Ulmer ordentlicher Professor für Deutsches Recht, Arbeitsrecht, Bürgerliches Recht, Deutsche Rechtsgeschichte, Deutsches und Mecklenburgisches Privatrecht, Handelsrecht, Seerecht, Wechselrecht an der Universität Rostock. 1930 wurde er Ordinarius für deutsches und ausländisches Privat- und Handelsrecht an der Universität Heidelberg. An der Ludwig-Maximilians-Universität München war er ab 1955 Professor und Rektor in den Jahren 1959 und 1960.
Ulmer war in den Jahren 1965–1973 Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht in München.
Er wirkte insbesondere am Abschluss des Welturheberrechtsabkommens im Jahre 1951 mit. Außerdem hatte er maßgeblichen Anteil an der Urheberrechtsreform und der Revision der Berner Übereinkunft in Stockholm (1967) und Paris (1971).
Eugen Ulmer ist nicht der Namensgeber des gleichnamigen Verlages, allerdings mit diesem verwandt. Er ist Vater von Peter Ulmer.
Ehrungen [Bearbeiten]
- 1973: Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland[1]
- Bayerischer Verdienstorden
Bekannte Doktoranden [Bearbeiten]
- Reinhard Goerdeler, 1948
- Gerhard Schricker, 1961
- Norbert Nothhelfer, 1963
Werke (Auswahl) [Bearbeiten]
- Die direkte Anweisung im modernen Zahlungsverkehr, insbesondere das Dokumentakkreditiv. Jur. Diss., Stuttgart 1926.
- Warenzeichen und unlauterer Wettbewerb in ihrer Fortbildung durch die Rechtsprechung. Berlin 1929.
- Das Recht der Wertpapiere. Stuttgart u.a. 1938.
- Urheber- und Verlagsrecht. Berlin 1951 (2. Aufl. 1960, 3. Aufl. 1981).
- Der Rechtsschutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendegesellschaften in internationaler und rechtsvergleichender Sicht. München 1957.
- Der Urheberschutz wissenschaftlicher Werke unter besonderer Berücksichtigung der Programme elektronischer Rechenanlagen. München 1967.
- Elektronische Datenbanken und Urheberrecht. München 1971.
Literatur [Bearbeiten]
- Karl Beier, Gerhard Schricker: Nachruf. In: GRUR. 1988, S. 411f. (GRURInt. 1988, S. 465f.)
- Erwin Deutsch: Eugen Ulmer. Ein Zivilrechtslehrer des 20. Jahrhunderts. In: Stefan Grundmann, Karl Riesenhuber (Hrsg.): Deutschsprachige Zivilrechtslehrer in Berichten ihrer Schüler. Eine Ideengeschichte in Einzeldarstellungen. Band 1, Berlin 2007, S. 206-219.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 25, Nr. 190, 9. Oktober 1973.
Weblinks [Bearbeiten]
Eintrag zu Eugen Ulmer im Catalogus Professorum Rostochiensium
Rektor (1826–2007): … Karl Gayer | … Karl Vossler | … Albert Rehm | Leo von Zumbusch | Karl Escherich | … Leopold Kölbl | Philipp Broemser | Walther Wüst | Albert Rehm | Karl Vossler | Georg Hohmann | Aloys Wenzl | Walther Gerlach | Michael Schmaus | Mariano San Nicolò | Josef Nikolaus Köstler | Alfred Marchionini | Melchior Westhues | Friedrich Klinger | Egon Wiberg | Joseph Pascher | Eugen Ulmer | Julius Speer | Gerhard Weber | Ludwig Kotter | Carl Becker | Audomar Scheuermann | Peter Walter | Nikolaus Lobkowicz | Wulf Steinmann | Andreas Heldrich | Bernd Huber
Präsident (seit 2007): Bernd Huber
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ulmer, Eugen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 26. Juni 1903 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |
| STERBEDATUM | 26. April 1988 |
| STERBEORT | Heidelberg |
- Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern
- Deutscher
- Rektor (Ludwig-Maximilians-Universität München)
- Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
- Hochschullehrer (Universität Rostock)
- Rechtswissenschaftler (20. Jahrhundert)
- Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft
- Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst
- Träger des Bayerischen Verdienstordens
- Mitglied des Bayerischen Senats
- Geboren 1903
- Gestorben 1988
- Mann