Eugenio Garin

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Eugenio Garin ([garɛ̃]; * 9. Mai 1909 in Rieti; † 29. Dezember 2004 in Florenz) war ein italienischer Philologe, Historiker und Philosoph.

Leben[Bearbeiten]

Garin studierte Philosophie bei Giovanni Gentile in Florenz. Anschließend arbeitete er zunächst als Lehrer an einer Oberschule. 1946 wurde er in Florenz zum Ordinarius berufen.1970 wurde er mit einem Antonio-Feltrinelli-Preis ausgezeichnet. Bis 1974 forschte und lehrte er in Florenz mit den wissenschaftlichen Schwerpunkten Kulturphilosophie und Geschichte der Philosophie. 1974 folgte er einem Ruf als Professor an den Lehrstuhl für Geschichte des Denkens der Renaissance an der Scuola Normale Superiore di Pisa.

In seinen Schriften setzte sich Garin u. a. mit dem Menschenbild in der Renaissance und dem italienischen Humanismus auseinander. Der äußerst produktive Gelehrte veröffentlichte Zeit Lebens mehr als 1400 Bücher und Aufsätze.

Garin starb am 29. Dezember 2004 im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in Florenz. In ihren Nachrufen würdigten ihn italienische Medien als Giganten der modernen Philosophie.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Astrologie der Renaissance (Lo zodiaco della vita). Campus-Verlag, Frankfurt/M. 1997, ISBN 3-593-35328-8.
  • Der italienische Humanismus (L'umanesimo italiano). Francke, Bern 1947.
  • Der Mensch der Renaissance (L'uomo del Rinascimento). Campus-Verlag, Frankfurt/M. 1990, Lizenzausgabe Magnus-Verlag, Essen 2004, ISBN 3-88400-403-4.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bibliografia degli scritti di Eugenio Garin. Roma - Bari: Laterza, 1999.
  • Olivia Catanorchi (Hrsg.): Eugenio Garin dal Rinascimento all'Illuminismo (Atti del convegno Firenze, 6 - 8 marzo 2009), Edizioni di Storia e Letteratura, Roma 2011, ISBN 978-88-637-2297-0

Weblinks[Bearbeiten]