Eugenio Martinez

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Eugenio (Musculito) Martinez (* 8. Juli 1922) alias Jene Valdes war einer der fünf Watergate-Einbrecher. Er war der „Fotograf“ der Einbrechergruppe.

Martinez war Exilkubaner und ein Veteran der missglückten Schweinebucht-Invasion. Bernard Barker (ein weiterer Watergate-Einbrecher) bezeugte ihm „über hundert geheime Landungen in Castros Kuba.“ Die CIA bezahlte ihm monatlich 100 $ für Informationen aus Kuba.

Im Winter 1962 kam das Gerücht auf, dass zwei Offiziere der Roten Armee auf Kuba zu den USA überlaufen wollten. Eine kleine Gruppe mit Martinez und Virgilio R. González (einem weiteren späteren Watergate-Einbrecher) machte sich im Juni 1963 in geheimer Mission auf den Weg nach Kuba, um diese Offiziere zu finden. Diese Aktion war jedoch erfolglos, so dass sie wieder zurückkehrten.

Martinez war bereits an dem Einbruch in das Büro des Psychiaters des Verteidigungsanalysten Daniel Ellsberg beteiligt (weil dieser die geheimen Pentagon-Papiere über den Vietnamkrieg der Presse zugespielt hatte). Ein weiterer Watergate-Einbrecher Frank Sturgis war ein Freund des Kolumnisten Jack Anderson. Er machte Anderson auch mit Martinez bekannt. Zur Zeit des Einbruchs wurde das Zimmer 214 im Watergate-Hotel für Martinez und Barker gemietet. Während des Einbruchs war er noch in den Diensten des CIA (er musste sogar noch einen CIA-Vorschuss abarbeiten). In dem Watergate-Prozess plädierte er auf „schuldig.“ Auch Martinez soll 10.000 $ aus dem Schmiergeldfond des Komitees zur Wiederwahl des Präsidenten (CRP) zur Bezahlung seiner Anwälte bekommen haben.

Heute arbeitet er im Immobiliengeschäft in Miami, Florida.