Eurasburg (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eurasburg
Eurasburg (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eurasburg hervorgehoben
47.85444444444411.406111111111600Koordinaten: 47° 51′ N, 11° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Höhe: 600 m ü. NHN
Fläche: 40,9 km²
Einwohner: 4319 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82547
Vorwahl: 08179
Kfz-Kennzeichen: TÖL, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 123
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Eurasburg
Beuerberger Str. 10
82547 Eurasburg
Webpräsenz: www.eurasburg.de
Bürgermeister: Michael Bromberger (Gemeinsame Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Eurasburg im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Starnberger See Ammersee Österreich Landkreis Ebersberg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Miesbach Landkreis München Landkreis Rosenheim Landkreis Starnberg Landkreis Weilheim-Schongau Wolfratshauser Forst Pupplinger Au Pupplinger Au Bad Heilbrunn Bad Tölz Benediktbeuern Bichl Dietramszell Egling Eurasburg (Oberbayern) Gaißach Geretsried Greiling Icking Jachenau Kochel am See Königsdorf (Bayern) Lenggries Münsing Reichersbeuern Sachsenkam Schlehdorf Wackersberg WolfratshausenKarte
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Eurasburg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Ihr Gebiet liegt zwischen Isar und Starnberger See, es erstreckt sich über das Loisachtal mit den ihr zu beiden Seiten angrenzenden Erhebungen.

Daten und Fakten[Bearbeiten]

Seit der Gebietsreform von 1978 besteht die Gemeinde aus 52 Ortsteilen bei einer Fläche von 40,9 km². Die beiden größten Orte sind Eurasburg und Beuerberg.

Ortsteile[Bearbeiten]

Die 52 Ortsteile sind: Achmühle, Adelsreuth, Babenstuben, Bachbauer, Baierlach, Berg, Bergbauer, Beuerberg, Bierbichl, Blöcken, Brandstätt, Bräumann, Bruggen, Eurasburg, Faistenberg, Filz, Filzbuch, Frettenried, Haag, Habichtgraben, Haidach, Hainzenau, Happerg, Hofstätt, Hohenleiten, Höhl, Impleiten, Lengenwies, Loh, Maierwald, Mandl, Märzanderl, Oberfeld, Oberherrnhausen, Oberhof, Oed, Putzlehen, Quarzbichl, Rohr, Schaberer, Schwaig, Schwarzlehen, Speck, Sprengenöd, Steingrub, Sterz, Unterherrnhausen, Waltersteig, Wammetsberg, Winkl, Ziegelstadel, Zwitzenlehen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Lage nahe dem Starnberger See bewog wahrscheinlich die ersten Iringer, die alte Iringsburg im Loisachtal zu errichten. Die Hofmark der Iringer – die der Gemeinde den Namen gab – reichte von Herrnhausen bis zum Starnberger See und von Wolfratshausen bis an das Gebiet des Klosters Benediktbeuern.

Albert von Iringsburg wurde als Anhänger Kaiser Heinrichs IV. von Papst Gregor mit dem Kirchenbann belegt. Als Sühne für ihren Ehemann und Vater gründeten Berta von Iringsburg und ihre Söhne Otto und Eberhard im Jahre 1121 das Augustinerstift Kloster Beuerberg, das heutige Kloster der Salesianerinnen. Das Kloster betreute die kirchlichen Einrichtungen der ganzen Hofmark.

Der „Leuchtenberger“ Herzog Albrecht VI. ließ 1626 die alte Iringsburg abreißen. Das heutige Schloss wurde im Stil der Spätrenaissance auf dem Tischberg über der Stadt erbaut. Wer die Pläne des Schlosses entwarf, ist unklar; der immer wieder in der Literatur genannte Peter Candid ist nicht in Eurasburg nachgewiesen. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Das Schloss fiel 1976 mit seiner wertvollen Innenausstattung einem Brand zum Opfer. Im wiederaufgebauten Schloss befinden sich heute ausschließlich Eigentumswohnungen.

Schloss Eurasburg
Wehr der Loisach in Beuerberg
Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Beuerberg und Herrnhausen sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Degerndorf eingegliedert.[3]

Bauwerke[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Eurasburg

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat 16 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,0 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     3 Sitze  (20,1 %)
  GRÜNE 3 Sitze (11,5 %)
  Gemeinsame Wählervereinigung 4 Sitze (20,0 %)
  Einheitsgemeinde 3 Sitze (15,7 %)
  Freie Wählerschaft Achmühle 2 Sitze (12,1 %)
  Unabhängige Wähler 1 Sitz (7,6 %)
  Herrnhauser Liste 1 Sitz (8,1 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Die bekannten Lausbubengeschichten von Franz Seitz nach Ludwig Thoma wurden in Beuerburg und Eurasburg, sowie der näheren Umgebung gedreht.

Ferner wurde auf dem Einödhof „Sprengenöd“ zwischen den Orten Eurasburg und Beuerberg 1993 von Dagmar Wagner der Dokumentarfilm „Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe“ über die Familie Geisberger gedreht.[4][5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eurasburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Plan mit allen Ortsnamen
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 568.
  4. Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks
  5. Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe in der Internet Movie Database (englisch)