Eureka (Poe)

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Eureka (deutsch „Heureka“) war eines der letzten großen Werke des amerikanischen Autors Edgar Allan Poe, geschrieben 1848. Es handelt sich dabei um die Darstellung einer Kosmogonie, die sowohl Themen der Religionswissenschaften als auch der Naturwissenschaften berührt.

Absicht des Textes ist es, die Existenz Gottes und die Rückkehr aller erschaffenen Dinge zu Gott im Sinne einer Apokatastasis, d. h. einer Wiederherstellung des uranfänglichen Paradieses, darzulegen. Grundlage von Poes Beweisführung ist das seinerzeit vorherrschende Weltbild des Kosmos als Kugel. Im Wesentlichen kann man Poes These wie folgt zusammenfassend umschreiben: Man denke sich am Anfang aller Dinge einen Kern in einer Kugel sowie eine darin wohnende göttliche Kraft. Diese Energie bewirkt aus irgendeinem Grund, dass der Kern auseinanderbirst und die Trümmer sich in alle Richtungen innerhalb der Kugel verstreuen. Poe versucht nun, den Beweis zu führen, dass durch die physikalischen Gesetze, die dem Innenraum einer Kugel zu Grunde liegen, sich alle Partikel zwar bis zu einer gewissen Grenze hin verteilen können – nämlich bis die äußerste Hülle der Kugel erreicht ist – danach aber unweigerlich zur Mitte – gleichsam zu Gott – zurückkehren müssen, das eine Stück früher, das andere später, je nach Größe, Gewicht, Volumen und sonstiger Beschaffenheit des jeweiligen Trümmerstückes.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Edgar Allan Poe: Gesammelte Werke 1: Heureka und die Gedichte in Prosa. Übersetzung von Franz Blei. München 1922, S. 7-237
  • Susan McCaslin, Katrina Bachinger, Eric Glasgow: Eureka. Poe’s cosmogonic poem; Tit for tat, Salzburg 1981.