Eureka (Poe)

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Eureka (deutsch „Heureka“) war eines der letzten großen Werke des amerikanischen Autors Edgar Allan Poe, geschrieben 1848. Es handelt sich dabei um die Darstellung einer Kosmogonie, die sowohl Themen der Religionswissenschaften als auch der Naturwissenschaften berührt.

Absicht des Textes ist es, die Existenz Gottes und die Rückkehr aller erschaffenen Dinge zu Gott im Sinne einer Apokatastasis, d. h. einer Wiederherstellung des uranfänglichen Paradieses, darzulegen. Grundlage von Poes Beweisführung ist das seinerzeit vorherrschende Weltbild des Kosmos als Kugel. Im Wesentlichen kann man Poes These wie folgt zusammenfassend umschreiben: Man denke sich am Anfang aller Dinge einen Kern in einer Kugel sowie eine darin wohnende göttliche Kraft. Diese Energie bewirkt aus irgendeinem Grund, dass der Kern auseinanderbirst und die Trümmer sich in alle Richtungen innerhalb der Kugel verstreuen. Poe versucht nun, den Beweis zu führen, dass durch die physikalischen Gesetze, die dem Innenraum einer Kugel zu Grunde liegen, sich alle Partikel zwar bis zu einer gewissen Grenze hin verteilen können – nämlich bis die äußerste Hülle der Kugel erreicht ist – danach aber unweigerlich zur Mitte – gleichsam zu Gott – zurückkehren müssen, das eine Stück früher, das andere später, je nach Größe, Gewicht, Volumen und sonstiger Beschaffenheit des jeweiligen Trümmerstückes.

Mit einer rein ästhetischen Begründung zieht er daraus weitere Schlüsse, die auffallende Ähnlichkeiten mit erst wesentlich später entdeckten physikalischen Gesetzen, Zusammenhängen und kosmologischen Theorien aufweisen.[1] So sieht er die Ursache für die Existenz der Materie in winzigen Dichteunterschieden, die durch die Gravitation zur Ballung von Teilchen führen. Er zieht Parallelen zwischen Raum und Dauer, imaginiert Sterne, die kein Licht aussenden, und postuliert die Existenz von unendlichen vielen Universen, in denen andere Naturkonstanten oder -gesetze herrschen. Er schließt mit der Darstellung eines Universums, das zu seinem Urzustand in sich zu einem einzigen Partikel zusammenfällt und dann erneut expandiert, wobei er offen lässt, ob unser Universum das neue und damit eines in einer langen Kette ist.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Soweit nicht anders angegeben beruht die Analyse der Zusammenhänge von Eureka mit der modernen Kosmologie auf: Marilynne Robinson: On Edgar Allan Poe. In: New York Review of Books, 5. Februar 2015