Eurokai

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Eurokai KGaA
Rechtsform KGaA
ISIN DE0005706535
Gründung 1961
Sitz Hamburg DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Thomas H. Eckelmann
Mitarbeiter 4.212 (2012)[1]
Umsatz 604 Mio. Euro (2012)[2]
Bilanzsumme 1.059,36 Mio. Euro (2012)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Logistik
Website www.eurokai.de
Eurokai in Hamburg

Eurokai KGaA mit Sitz in Hamburg ist eine börsennotierter Logistikkonzern, der überwiegend im Containerumschlag tätig ist. Eurokai ist Teil des im Jahre 1865 gegründeten Familienunternehmens Eckelmann.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Die in den Eurokai-Konzern einbezogenen Gesellschaften haben den Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten beim Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. Die Gesellschaften betreiben – teilweise mit Partnern – Containerterminals in La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Ravenna und Salerno (Italien), in Bremerhaven, in Hamburg, in Lissabon (Portugal) sowie in Tanger (Marokko) und sind darüber hinaus an Terminalprojekten in Wilhelmshaven und Ust-Luga (Russland) beteiligt. Außerdem ist der Konzern an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt. Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste – Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals –, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.

Die Containerterminals in Bremerhaven und Hamburg werden seit 1999 zusammen mit der in öffentlichem Besitz befindlichen BLG Logistics Group über die Eurogate (Rechtsform: GmbH & Co. KGaA, KG) betrieben. Seit 2012 wird von Eurokai – zusammen mit der BLG – der JadeWeserPort in Wilhelmshaven betrieben. An der Eurogate-Gruppe ist die Eurokai mit 50 % beteiligt.

An der Contship Italia Gruppe ist die Eurokai über die Zwischenholding-Gesellschaften Borgo Supermercati und MIKA mit 66,6 % sowie über die Eurogate mit 16,7 % beteiligt. Eurokai hält somit insgesamt 83,3 % der Anteile an der Contship Italia-Gruppe.

Geschichte[Bearbeiten]

Fast 100 Jahre lang blieb die Hafenschifffahrt das Stammgeschäft der Familie. Kurt Eckelmann (1916–1994; Urenkel des Gründers Cordt Eckelmann) baute dann ab 1961 innerhalb weniger Jahre das bedeutendste und heutzutage einzige privatwirtschaftliche Containerterminal Deutschlands auf. Seit Mitte der 1980er Jahre gestaltete Thomas Eckelmann den Ausbau zu den größten eignergeführten Hafenunternehmens Europas. 1987/88 wurde das Terminalgelände durch die Übernahme der Holzmüller Seehafenbetrieb KGaA und des Stauereibetriebs PCO Paetz & Co. erweitert. Nach Übernahme des BP-Geländes im Jahr 1996 und anschließender Zuschüttung des Griesenwerder Hafens wurde das Terminal weiter ausgebaut. Bis zum Jahr 2002 wurde eine Betriebsfläche von 1.100.000 m² und eine Kaianlage von 2.100 m Länge mit sieben Tiefwasser-Liegeplätzen geschaffen. Damit erhöht sich die Umschlagkapazität auf 2 Millionen TEU (Containereinheiten).

Börsennotierung[Bearbeiten]

Die Vorzugsaktie des Unternehmens ist im regionalen Aktienindex HASPAX gelistet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Grobecker: Kurt Eckelmann geht an Land, die Geschichte der Eurokai-Gruppe; 1991

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht 2012 (PDF; 5,0 MB)
  2. Eurokai: Unsicherer Ausblick. In: Täglicher Hafenbericht vom 30. April 2013, S. 3