Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit

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Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit
ENISA

Logo der Organisation
Englische Bezeichnung European Network and Information Security Agency
Französische Bezeichnung Agence Européenne chargée de la sécurité des réseaux et de l'information
Sitz der Organe

Iraklio, Griechenland

Vorsitz Dr. Udo Helmbrecht (Geschäftsführender Direktor)
Gründung

10. März 2004

ENISA

Die European Network and Information Security Agency (ENISA, zu deutsch Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit) ist eine 2004 von der Europäischen Union gegründete Einrichtung. Sitz der seit September 2005 voll geschäftsfähigen ENISA ist Iraklio auf Kreta. Direktor der Behörde ist Udo Helmbrecht.

Inhaltsverzeichnis

Zweck [Bearbeiten]

In der Verordnung Nummer 460/2004 des Europäischen Parlamentes und Rates vom 10. März 2004 sind Zuständigkeitsbereich, Ziele und Aufgaben der Agentur beschrieben:[1]

Zuständigkeitsbereich [Bearbeiten]

Ziele [Bearbeiten]

  • Verbesserung der Fähigkeit der Gemeinschaft und der Mitgliedstaaten, Probleme im Bereich der Netz- und Informationssicherheit zu verhüten, zu bewältigen und zu beheben
  • Unterstützung und Beratung der Europäischen Kommission und der Mitgliedstaaten in Fragen der Netz- und Informationssicherheit
  • Durch Fachkompetenz die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren des öffentlichen und des privaten Sektors fördern.
  • Unterstützung der Europäischen Kommission bei den technischen Vorarbeiten für die Aktualisierung und Weiterentwicklung der gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften im Bereich der Netz- und Informationssicherheit.

Aufgaben [Bearbeiten]

  • Analyse von Risiken
  • Unterstützung des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission, europäischer Stellen und Einrichtungen und Stellen der Mitgliedstaaten
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren
  • Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten
  • Beiträge zur Sensibilisierung und Informationsvermittlung
  • Unterstützung der Europäischen Kommission und der Mitgliedstaaten in ihrem Dialog mit der Industrie
  • Verfolgen der Entwicklung von Standards und Normen
  • Beratung der Europäischen Kommission in Bezug auf Forschungsarbeiten
  • Förderung von Risikobewertungsmaßnahmen, Risikomanagement und Präventionsmanagement
  • Beitrag zur Zusammenarbeit mit Drittländern und internationalen Organisationen
  • Formulierung eigener Schlussfolgerungen, Leitlinien und Ratschläge

Organisation [Bearbeiten]

ENISA verfügt über zirka 50 Mitarbeiter.

Direktion [Bearbeiten]

Die Agentur wird von einem geschäftsführenden Direktor geführt. Der erste geschäftsführende Vertreter war Andrea Pirotti, dessen Nachfolge 2009 Udo Helmbrecht antrat.

Verwaltungsrat [Bearbeiten]

ENISA wird von einem Verwaltungsrat (Management Board) überwacht, der sich aus Delegierten der Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und Interessenvertretern der Wirtschaft, des Verbraucherschutzes und aus der Forschung zusammensetzt.[2]

Zu den deutschsprachigen Verwaltungsräten für den Mitgliedsstaat Deutschland zählen Martin Schallbruch (Bundesministerium des Innern) und Michael Hange (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik).

Für Österreich ist Reinhard Posch Vertreter im Verwaltungsrat, der diesen bis 2010 als Vorsitzender geleitet hat.

Bei den Interessenvertretern sind für die akademische Seite Kai Rannenberg (Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main) und für die Verbraucherseite Markus Bautsch (Stiftung Warentest) seit Beginn Mitglied im Verwaltungsrat.[3]

Permanente Gruppe der Interessenvertreter [Bearbeiten]

Die Permanente Gruppe der Interessenvertreter (Permanent Stakeholders' Group) wird für die Vorbereitung von Projekten gebildet worden und setzt sich ebenfalls aus Vertretern der Wirtschaft, des Verbraucherschutzes und aus der Forschung zusammen.[4]

Kooperation [Bearbeiten]

ENISA kooperiert auf nationaler Ebene der Europäischen Union mit allen zuständigen Ministerien, Regulierungsbehörden und vielen weiteren nachgeordneten Behörden (CERT, police) und Institutionen, wie zum Beispiel:

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Verordnung Nummer 460/2004 des Europäischen Parlamentes und Rates vom 10. März 2004
  2. Management Board of ENISA
  3. List of ENISA Management Board Representatives and Alternates (PDF; 177 kB)
  4. Permanent Stakeholders' Group of ENISA