Europäische Allianz für Freiheit

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Europäische Allianz für Freiheit
Logo der EAF
Partei­vorsitzender Franz Obermayr
General­sekretärin Sharon Ellul Bonici
Stell­vertretende Vorsitzende Marine Le Pen, Philip Claeys
Schatz­meister Kent Ekeroth
Gründung 2010
Haupt­sitz Birkirkara, Malta
Aus­richtung Rechtspopulistisch, rechtskonservativ, europaskeptisch
Parlamentsmandate
28/751

(Europawahl 2014)

Staatliche Zuschüsse 360.455 € (2012, vorläufig)
EP-Fraktion fraktionslos
Website www.eurallfree.org

Die Europäische Allianz für Freiheit (EAF, engl. European Alliance for Freedom) ist eine politische Partei auf europäischer Ebene. Sie wurde im Herbst 2010 gegründet und im Februar 2011 vom Europaparlament anerkannt.[1][2] Ihre Mitglieder werden meist als rechtskonservativ, rechtspopulistisch und rechtsradikal[3][4] eingestuft. Nach Aussage des ehemaligen Vorsitzenden Godfrey Bloom stimmen die Mitglieder nur in ihrer Europaskepsis überein, während man auf anderen politische Gebieten unterschiedliche Ansichten habe.[5] Die EAF fordert die Reform der Europäischen Union zu einer reinen Freihandelszone.

Mit der European Foundation for Freedom besteht eine Parteienstiftung. Der EAF steht die Jugendorganisation Young European Alliance for Hope (YEAH) nahe.[6] Der YEAH gehören die Jugendorganisationen der FPÖ, der FN und des VB an. Die Jugendorganisation der Schwedendemokraten SDU trat auf der Druck der Mutterpartei 2014 aus der YEAH aus.[7]

Das erklärte Ziel der EAF ist es, im EU-Parlament eine eigene Fraktion bilden zu können, wozu 25 Abgeordnete aus sieben Ländern benötigt werden würden.[8] Nach der Europawahl 2014 liefen Gespräche der an der EAF beteiligten Parteien mit der Lega Nord[9], der Slowakischen Nationalpartei SNS sowie der niederländischen PVV von Geert Wilders.[10] Bisher konnte die Fraktion jedoch nicht gebildet werden, da nur Abgeordnete aus sechs Ländern gewonnen werden konnten.

Vorstand[Bearbeiten]

Präsident des „Board“ genannten Vorstands ist Franz Obermayr (FPÖ), seine Stellvertreter sind Marine Le Pen (Front National) und Philip Claeys (Vlaams Belang).[11] Der aktuelle Vorstand wurde im November 2012 gewählt. Zuvor war seit Gründung Godfrey Bloom (United Kingdom Independence Party) Vorsitzender.

Mitglieder[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den meisten anderen Europaparteien sind die Mitglieder der EAF zumeist Einzelpersonen, nicht Parteien. Bekannte Mitglieder sind:

Land Partei MdEPs Einzelmitglieder
BelgienBelgien Belgien Vlaams Belang 1 Philip Claeys (MdEP)[12], Peter Kleist[1]
OsterreichÖsterreich Österreich Freiheitliche Partei Österreichs 4 Andreas Mölzer [1], Franz Obermayr (MdEP)[1]
SchwedenSchweden Schweden Schwedendemokraten * Kent Ekeroth (Nationaler Abgeordneter)[12]
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (parteilos) - Godfrey Bloom (ehemals UKIP)[1]
MaltaMalta Malta (parteilos) - Sharon Ellul-Bonici[1]
FrankreichFrankreich Frankreich Front National 23 Marine Le Pen (MdEP)[13][14]
* Die beiden Europaabgeordnete und die Führung des SD arbeiten nicht mit der EAF zusammen.[7]

Weitere Mitglieder kommen aus Litauen, Bulgarien, Italien, Russland und Kroatien.[15]

Ehemalige Mitglieder[Bearbeiten]

DeutschlandDeutschland Deutschland Bürger in Wut[12] Torsten Groß
LitauenLitauen Litauen Ordnung und Gerechtigkeit[16] Rolandas Paksas,[1] Juozas Imbrasas
UngarnUngarn Ungarn (parteilos) Krisztina Morvai[17][18]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Standard.at Mölzer wirkt in neuer EU-Rechtsaußenpartei mit
  2. Europaparlament Grants from the European Parliament to political parties at European level 2004-2011 (PDF; 107 kB)
  3. Sarah L. de Lange, Matthijs Rooduijn, Joost van Spanje The ‘Le Pen-Wilders’ alliance will change European politics. In: Policy Network Observatory, 4. Februar 2014.
  4. Cas Mudde: The Le Pen-Wilders alliance and the European Parliament — Plus ça change, plus la meme chose. In: The Washington Post, 11. Februar 2014.
  5. http://www.publicserviceeurope.com/article/2823/eurosceptic-parties-entering-new-paradigm
  6. Die Presse: Europäische Rechtsparteien gründen "Yeah"
  7. a b http://expo.se/2014/sdu-lamnar-europasamarbete_6539.html
  8. [1]
  9. http://www.eunews.it/en/2014/01/15/european-parliament-elections-the-italian-lega-nord-chooses-le-pens-extreme-right-wing-party/11867
  10. http://www.oe24.at/oesterreich/politik/FPOe-geht-von-rechter-EU-Fraktion-aus/122384941
  11. Die Presse FPÖ-Abgeordneter steht an Spitze von EU-Rechtspartei
  12. a b c http://www.webcitation.org/60p6AaRft
  13. seit Oktober 2011
  14. http://www.frontnational.com/2012/01/marine-le-pen-en-autriche
  15. http://www.eurallfree.org/?q=node/1119
  16. schloss sich 2011 der Bewegung für ein Europa der Freiheit und der Demokratie
  17. über die Liste der Jobbik ins Europaparlament gewählt, verließ im Juli 2011 die EAF
  18. http://www.hungarianambiance.com/2011/07/krisztina-morvai-is-quitting-european.html