Europäische Impfwoche

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Die Europäische Impfwoche (EIW) ist eine jährliche, vom Regionalbüro für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO/Europa) koordinierte Regionalinitiative. Die EIW findet im April jeden Jahres über den Zeitraum einer Woche statt. Das Motto der EIW lautet: Vorbeugen. Schützen. Impfen.[1] Zu den an der EIW beteiligten Partnerorganisationen zählen unter anderem UNICEF, die Weltbank, die Maserninitiative und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC).

Aktivitäten[Bearbeiten]

EIW-Aktivitäten werden von den teilnehmenden Ländern (Mitgliedstaaten) der WHO-Region Europa durchgeführt. In der Vergangenheit zählten dazu folgende Maßnahmen: die Verbreitung von Informationsmaterialien über Impfungen, das Organisieren von Impfkampagnen, die Veranstaltung von Schulungen für Fachkräfte im Gesundheitswesen, die Planung von Workshops oder Konferenzen mit politischen Entscheidungsträgern zur Erörterung von Impffragen sowie die Abhaltung von Pressekonferenzen zu impfbezogenen Themen. Die Initiative hat sich ausgehend von Gesamtamerika und Europa zu einer globalen Impfaktion ausgeweitet (Weltimpfwoche).

Zielsetzung[Bearbeiten]

Die Initiative wirbt für die Botschaft, dass die Impfung eines jeden Kindes entscheidend dazu beiträgt, Krankheiten vorzubeugen und Leben zu schützen. Nach Angaben der WHO/Europa verfolgt die EIW drei Zielsetzungen: die Durchimpfung quer durch die gesamte Region Europa zu erhöhen, indem das öffentliche Bewusstsein über den Nutzen der Immunisierung gesteigert wird[2]; die nationalen Impfsysteme zu fördern; und einen Rahmen zu schaffen für die Mobilisierung öffentlicher und politischer Unterstützung zugunsten von Impfbemühungen.

Schirmherrin der EIW[Bearbeiten]

Mary von Dänemark ist die Schirmherrin des WHO-Regionalbüros für Europa und nimmt in dieser Eigenschaft an Aktivitäten in Verbindung mit der Europäischen Impfwoche teil.[3] Zum Auftakt der EIW 2008 erklärte sie, „Jedes Kind hat ein Recht darauf, gesund aufzuwachsen und gegen Krankheiten geimpft zu werden, die sich so leicht bekämpfen lassen. Ich hoffe, dass die Länder innerhalb der Region schnell und wirksam darauf hinarbeiten, dass Kinder und Erwachsene, insbesondere Angehörige gefährdeter und schwer erreichbarer Gruppen, Zugang zu Impfmaßnahmen und zu grundlegenden Gesundheitsleistungen erhalten.“

Europäische Impfwochen[Bearbeiten]

Europäische Impfwoche 2014[Bearbeiten]

Die EIW 2014 findet vom 22. bis zum 26. April 2014 statt.[2] In diesem Jahr werden sich die Aktivitäten zusammengefasst unter dem EIW-Motto „Vorbeugen, schützen, impfen“ auf den lebenslangen Impfschutz konzentrieren: im Säuglingsalter, der Kindheit, der Jugend, im Erwachsenenalter, als Eltern und im Alter.

Europäische Impfwoche 2013[Bearbeiten]

Die EIW 2013 fand vom 22. bis zum 27. April statt.[4] Neben Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit, organisiert von einzelnen Mitgliedstaaten, leistete eine Reihe von Gastbloggern Beiträge zur Website der EIW-Kampagne, und zudem wurden Informationsmaterialien im Immunization Resource Centre auf der Webseite der WHO/Europa veröffentlicht. Kronprinzessin Mary von Dänemark, Schirmherrin des WHO-Regionalbüros für Europa, nahm zur Unterstützung der Europäischen Impfwoche und der Weltimpfwoche eine Videobotschaft auf.[5] Der Narrative Bericht EIW 2013[6] bietet eine Zusammenfassung der Aktivitäten während der Europäischen Impfwoche 2013.

Europäische Impfwoche 2012[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 wurde die Europäische Impfwoche vom 21.–27. April abgehalten.[7] Zum allerersten Mal nahmen alle 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region Europa teil und richteten ein breites Spektrum an bewusstseinsbildenden Aktivitäten zum Thema Impfungen aus.

Europäische Impfwoche 2011[Bearbeiten]

Die Europäische Impfwoche 2011 fand vom 23.–30. April statt.[8] Im Gefolge von Polio-Ausbrüchen in der Europäischen Region im Jahr 2010 wählte die WHO/Europa das Motto „Shared solutions to common threats“, um zu verdeutlichen, dass allgemeine Bedrohungen nur mit gemeinsamen Lösungen zu bewältigen sind. Die Ausbrüche zeigten sehr deutlich, dass im Falle einer Verbreitung von impfpräventablen Krankheiten gemeinsame Grenzen zu allgemeinen Bedrohungen führen. Eines der besten Mittel zur Bekämpfung dieser Bedrohungen besteht darin, die Verantwortung für Impfungen gemeinsam zu schultern, besonders auf der subregionalen Ebene. Die EIW 2011 unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit und des Austauschs sowohl von Erfahrungen als auch von Lösungen, um impfpräventable Krankheiten in der Europäischen Region unter Kontrolle zu halten. Von den 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region Europa beteiligten sich 52 an der Europäischen Impfwoche 2011. In ihrer Eigenschaft als Sonderbeauftragte für Impffragen des WHO-Regionalbüros für Europa wohnte dem regionalen Start der Initiative Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Mathilde von Belgien bei.

Europäische Impfwoche 2010[Bearbeiten]

Im Jahr 2010 fand die 5. EIW vom 24. April bis zum 1. Mai statt.[9] Schwerpunkt der EIW 2010 war das Erreichen des regionalen Ziels einer Eliminierung von Masern und Röteln bis zum Jahresende. Die EIW 2010 fiel zeitlich mit der Impfwoche für Gesamtamerika und der Impfwoche in der Region Östliches Mittelmeer zusammen. Von den 52 Mitgliedstaaten der WHO-Region Europa beteiligten sich 47 an der Initiative.

Europäische Impfwoche 2005-2009[Bearbeiten]

Die Europäische Impfwoche wurde 2005 mit sechs Pilotländern initiiert. Die EIW 2009 wies eine Beteiligung von 36 Ländern in der WHO-Region Europa auf und bot als Besonderheit einen Zeichentrickfilm auf YouTube.[10]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. eiw.euro.who.int abgerufen am 11. Februar 2014
  2. a b www.aok-bv.de abgerufen am 11. Februar 2014
  3. www.thueringen.de abgerufen am 12. Februar 2014
  4. www.euro.who.int abgerufen am 12. Februar 2014
  5. www.youtube.com abgerufen am 12. Februar 2014
  6. www.euro.who.int abgerufen am 12. Februar 2014; PDF, 14,7MB
  7. www.patienten-information.de abgerufen am 12. Februar 2014
  8. www.euro.who.int abgerufen am 12. Februar 2014
  9. dgk.de abgerufen am 12. Februar 2014
  10. www.youtube.com abgerufen am 11. Februar 2014