Europäischer Fernwanderweg E11

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Europäischer Fernwanderweg E11
Gemeinsames Wegzeichen des E11 und des Lutherwegs Sachsen-Anhalt am Sieglitzer Berg
Gemeinsames Wegzeichen des E11 und des Lutherwegs Sachsen-Anhalt am Sieglitzer Berg
Karte
Karte des Wanderweges
Daten
Länge 2500 kmdep1
Betreut durch Europäische Wandervereinigung
Startpunkt Scheveningen, Niederlande
52° 6′ 29″ N, 4° 16′ 23″ O52.108064.27306
Zielpunkt Gołdap, Polen
54° 18′ 25″ N, 22° 18′ 13″ O54.3069922.30365
Typ Fernwanderweg

Der Europäische Fernwanderweg E11 ist ein West-Ost-Weg, der rund 2500 km lang ist. Der Europäische Fernwanderweg verläuft von Westeuropa im Wesentlichen durch mitteleuropäische Niederungen nach Osteuropa.[1]

Verlauf in den Niederlanden (355 km)[Bearbeiten]

Der Fernwanderweg verläuft als niederländisches „Marskramerpad“ von Scheveningen in Den Haag über Leiden, Amersfoort, Deventer und Oldenzaal nach Bad Bentheim.[2] Kurz vor dem Bentheimer Vorort Gildehaus erreicht der E11 Deutschland.

Verlauf in Deutschland (996 km)[Bearbeiten]

Jetzt wird dem Töddenweg gefolgt, dessen nächste Stationen Rheine, Mettingen und schließlich Osnabrück sind, wo der Töddenweg am Hauptbahnhof endet.

Der Abschnitt von Deventer und bis nach Osnabrück wird von EUREGIO als Handelsweg angeboten.[3]

Der Weserdurchbruch bei Porta Westfalica

In der weiteren Folge führt der Wittekindsweg den E11 an Bad Essen vorbei bis zum Erreichen der Weser bei Porta Westfalica. Auf diesem Teilstück wird das Wiehengebirge durchquert.

Bei Minden wird das Weserbergland passiert, um im weiteren Verlaufe weiter über Kleinenbremen, Hameln zum Lauensteiner Pass auf dem Ith-Kamm zu kommen. Über Alfeld, Schildhorst und Bad Gandersheim gelangt man bis Seesen. Ab Seesen steigt der Wanderer in den Harz an. Der weitere Verlauf ist über den Lindtalskopf, zum Innerstestausee, über Goslar und Bad Harzburg, nach Ilsenburg, Wernigerode, Blankenburg sowie die Rosstrappe. Hier schließen sich Thale, Gernrode, Ballenstedt, Wippra an, um nach Lutherstadt Eisleben zu gelangen.

Durch die Niederungen der Saale und Elbe werden der Süße See, Halle-Trotha, der Petersberg, Görzig, die Mosigkauer Heide, Dessau, Luisium und Wörlitz mit seinem Landschaftspark berührt. Nach Überquerung der Elbe bei Coswig nimmt der E11 nun eine etwa nördliche Richtung ein. Nächster Höhepunkt ist der Fläming, es werden die Burg Rabenstein, Raben, der Hagelberg, Bad Belzig und das Kloster Lehnin passiert, ehe der Weg ins östliche Havelland eintaucht. Auf der weiteren Route folgen Orte wie Ferch, Caputh und der Templiner See sowie die Landeshauptstadt von Brandenburg, Potsdam.

Bei Buckow in der Märkischen Schweiz

Die Potsdamer Parklandschaft, wie der Park Babelsberg und Klein Glienicke, werden durchschritten und man erreicht somit Berlin. Der E11 nähert sich von Südwesten über den Berliner Grunewald dem Zentrum Berlins. In ostsüdöstliche Richtung kommt der Wanderer nach Berlin-Friedrichshagen, Dahlwitz-Hoppegarten und Altlandsberg, welche beide bereits außerhalb der Hauptstadt liegen. Nunmehr führt der Weg in die Märkische Schweiz, es folgen Waldsieversdorf, Buckow und Neuhardenberg, Seelow sowie der Reitweiner Sporn. Der Weg hat hier bei Reitwein die Oder erreicht. Entlang des Flusses gelangt man nach Lebus, Frankfurt und Słubice auf dem östlichen polnischen Ufer.

Verlauf in Polen (1.209 km)[Bearbeiten]

Die Weiten des Warthebruchs liegen vor dem Wanderer. Der Weg führt weiter über Międzychód, Chojna, Szamotuły und nach einigen Kilometern nach Poznań (Posen). Hinter Poznań verläuft der Weg durch die Bromberger Heide, es folgen Gniezno (Gnesen), Inowrocław (Hohensalza) und Toruń (Thorn). Ab Toruń geht die Tour über Brodnica, Iława und Grunwald, nach Olsztyn (Allenstein). Die Masuren sind erreicht.

Geplant ist eine Verbindung über die litauische bzw. russische Grenze hinweg.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: E11 European long distance path – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eine präzise Beschreibung des Verlaufs findet sich auf Wikivoyage (en).
  2. Wandelplatform, Amersfoort (Nl), http://www.Wandelnet.nl: Marskramerpad (2009), Wanderführer mit Topokarten 1:25.000. ISBN 978-90-71068-78-2
  3. handelsweg.com: Der Handelsweg - ein Freilichtmuseum der besonderen Art (deutsch), abgerufen am 19. März 2012.