Europäischer Fernwanderweg E8

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Karte

Europäischer Fernwanderweg E8
Geplanter Verlauf des E8
Geplanter Verlauf des E8
Daten
Länge 4390 kmdep1
Lage Irland, England, Niederlande, Deutschland, Österreich, Slowakei, Polen (Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Türkei)
Startpunkt Dursey Head in Irland
51° 35′ 21″ N, 10° 13′ 14″ W51.58915-10.22064
Zielpunkt (Istanbul)
41° 3′ 11″ N, 29° 2′ 11″ O41.0531429.03627
Typ Fernwanderweg

Der Europäische Fernwanderweg E8 ist Teil der Europäischen Fernwanderwege und verläuft derzeit von Dursey Head in Irland bis zum (geschlossenen) Beskidenpass an der polnisch-ukrainischen Grenze. In Zukunft soll er bis nach Istanbul in der Türkei reichen, auf der gesamten Strecke durchgehend begehbar und einheitlich gekennzeichnet sein. Seine Gesamtlänge beträgt dann rund 4390 km.

Angelegt und durchgehend beschildert sind bis jetzt die Strecken in Irland, England, den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Slowakei.

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Irland

In Irland verläuft der E8 durch Cahersiveen, Glenbeigh, The Black Valley, Loo Bridge, Millstreet, Glenaknockane, Mallow, Fermoy, Clogheen, Clonmel, Piltown, Inistioge, Borris, Clonegal, Tinahely, Aughavannagh, Laragh, Knockree und Dublin.

England

In England verläuft der E8 durch Liverpool, Widnes, Altrincham, Stockport, Hadfield, Penistone, Dearne, Braithwaite, Selby, Blacktoft und Hull.

Niederlande

In Niederlande verläuft der E8 durch Rotterdam Europoort, Maassluis, Overschie, Nieuwerkerk aan den IJssel, Kadijk, Ameide, Leerdam, Buurmalsen, Echteld, Hemmen, Nijmegen und Wyler.

Deutschland

Der E8 durchquert Deutschland von Nordwesten nach Südosten. Dabei bewegt er sich am Anfang von der niederländischen Grenze, auf der westlichen Seite des Rheins, weg. Bei Worms überquert er den Rhein, um dann das Mittelgebirge des Odenwalds zu überqueren. Danach folgt der E8 in einem Abschnitt dem Main bis Wertheim. Dort verlässt er den Main und verläuft von nun am Flusslauf der Tauber bis Rothenburg ob der Tauber. Von dort aus gelangt er in südöstlicher Richtung zur Altmühl, um an deren Mündung in Kelheim die Donau zu erreichen. Von dort verläuft der Weg teilweise gemeinsam mit dem Prädikatswanderweg Goldsteig am Ufer der Donau bis nach Passau.

Österreich
Wanderwegschilder an einer Linde neben der Pfarrkirche in Oberneukirchen (Mühlviertel, Oberösterreich).

In Österreich verläuft der E8 in östlicher Richtung, immer zwischen der Donau im Süden und der Grenze zu Tschechien im Norden.

Slowakei
Wanderwegschild des E8 am Bahnhof von Nové Mesto nad Váhom Slowakei

Der slowakische Streckenabschnitt beträgt 739 Kilometer. Der E8 verläuft hier zu großen Teilen parallel zm Wanderweg zum Gedenken an den Slowakischen Nationalaufstand (Slovenské národné povstanie, SNP). Dieser führt über den Hauptkamm der Niederen Tatra.

Der slowakische Teil des E8 kann in verschiedene Abschnitte aufgeteilt werden:

  • Der Abschnitt, der mit dem Titel Donauauen überschrieben werden kann, verläuft von Wien bis nach Bratislava. Von den ungefähr 69 Kilometern verläuft der größte Teil durch Österreich. Die Slowakei betritt der Weg am Grenzübergang Berg an der Donau. Über die Lafranconi-Brücke gelangt er nach Bratislava. In diesem Bereich verläuft er parallel zum Europäischen Fernwanderweg E4.
  • Der zweite Abschnitt in der Slowakei führt durch die Mittelgebirge der Kleinen und Weißen Karpaten und beträgt ungefähr 149 Kilometer. Der Weg führt dabei entlang des Kamms der Kleinen Karpaten, die mit dem Záruby bis zu 767 m erreichen. Weiter gelangt man an dem Denkmal des slowakischen Nationalhelden Milan Rastislav Štefánik auf dem (Bradlo), dem Hausberg der Stadt Brezová pod Bradlom, vorbei. Durch die Stadt Myjava führt der Weg in die Weißen Karpaten. Auf diesem Kammweg gelangt man über den höchsten Berg der Weißen Karpaten, die Veľká Javorina mit 970 m. Der Abschnitt endet in Nové Mesto nad Váhom, wo gute Bahnverbindungen in die ganze Slowakei bestehen.
  • Der dritte Abschnitt verläuft über die Mittelgebirge Inowetzgebirge, Strážovské vrchy und Kleine Fatra und ist dabei ungefähr 169 Kilometer lang.
  • Der vierte Abschnitt in der Slowakei verläuft über die Kammberge der Großen Fatra und der Niederen Tatra und ist dabei etwa 138 Kilometer lang; er berührt in der Niederen Tatra auch die Gipfel des Ďumbier und des Chopok.
  • Der fünfte ungefähr 203 Kilometer lange Abschnitt verläuft über die Berge des Slowakischen Erzgebirges und des Čergov, er durchläuft die Städte Košice, Prešov und Bardejov.
  • Der letzte Abschnitt verläuft durch die Beskiden. Der Weg von ungefähr 262 Kilometer bis zur ukrainischen Grenze verläuft zu großen Teilen durch Polen.
Polen

Der E8 (Rote Route) POL Szlak czerwony.svg erreicht am Duklapass Polen. Er durchquert die Niederen bzw. die Ostbeskiden, durchläuft die Städte und Dörfee Dukla, Iwonicz-Zdrój, Pasmo Bukowicy, Komańcza, Cisna, Ustrzyki Górne und Wołosate. Er ist ungefähr 122 Kilometer lang. An der polnisch-ukrainischen Grenze endet die Beschilderung des Weges.

Zukünftiger Verlauf[Bearbeiten]

In Zukunft ist eine weitergehende Beschilderung bis in die Türkei geplant. Der E8 soll über die ukrainischen Waldkarpaten, die rumänischen Ostkarpaten über Brașov und die Südkarpaten in die bulgarische Hauptstadt Sofia führen.

Von Sofia bis zur türkischen Grenze kann der E8 auf das bereits bestehende Wanderwegenetz Südbulgariens zurückgreifen. Auf diesem 400 km langen Abschnitt durchquert er das Rila-Gebirge und den bulgarischen Teil der Rhodopen. Nach dem Rila-Kloster erreicht der Weg mit dem Musala (2925 m) den höchsten Punkt seiner gesamten Strecke. In Swilengrad im Dreiländereck Bulgarien-Türkei-Griechenland endet er momentan.

Künftig soll der E8 auch das türkische Ostthrakien durchlaufen und am Bosporus enden.

Literatur[Bearbeiten]

  1. Hans Jürgen Gorges: Auf Tour in Europa, Handbuch für die Europäischen Fernwanderwege. ISBN 3-8134-0338-6
  2. Hans Jürgen Gorges: Der Europäische Fernwanderweg E8 (I): Von Nijmegen nach Bad Godesberg. ISBN 3-937304-22-3
  3. Kay Sendelbach: Der Europäische Fernwanderweg E8 (II): Von Bad Godesberg nach Obernburg. ISBN 3-937304-64-9

Weblinks[Bearbeiten]