Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten

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Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten
ECDC

Logo der ECDC

Sitz des ECDC in der Tomtebodaskolan, Solna
Englische Bezeichnung European Centre for Disease Prevention and Control
Französische Bezeichnung Centre européen pour la prévention et le contrôle des maladies
Schwedische Bezeichnung Europeiskt centrum för förebyggande och kontroll av sjukdomar
Organisationsart Agentur der Europäischen Union
Status Einrichtung des europäischen öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit
Sitz der Organe

Solna, Schweden

Vorsitz Marc Sprenger
Gründung

21. April 2004

ECDC

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC, englisch European Centre for Disease Prevention and Control) ist eine Agentur der Europäischen Union, die mit der Absicht gegründet wurde, sich im Vormarsch befindliche infektiöse Krankheiten, wie Influenza, SARS und HIV/AIDS, zu bekämpfen.

Die Entscheidung, das ECDC zu gründen, fiel am 21. April 2004, mit der Verordnung (EG) Nr. 851/2004[1], des Europäischen Parlamentes und des Europäischen Rates. Die Eröffnungskonferenz fand in Solna, Schweden, statt, wo die Agentur seither ihren Sitz hat. Im März 2005 wurde die Ungarin Zsuzsanna Jakab die erste Direktorin der Agentur, aktueller Direktor die der Niederländer Marc Sprenger. Das ECDC nahm am 20. Mai 2005 seine Arbeit als europäische Seuchenbehörde auf.

Aufgabe[Bearbeiten]

Das ECDC soll der EU helfen, ansteckende Krankheiten und andere ernste Gesundheitsrisiken einzudämmen. Zu den Aufgaben der Agentur zählt neben dem Vernetzen verschiedener Laboratorien auch das Betreiben eines „Gesundheitsfrühwarnsystems“. Sollte eine unbekannte Krankheit ausbrechen, würde das ECDC ein Team von Experten vor Ort schicken und diese damit beauftragen, die Krankheit zu erforschen und, wenn möglich, einzudämmen.

Hauptaufgabe des ECDC ist die Bildung einer 24-stündigen Bereitschaft von Seuchenexperten sowie die Bereitstellung eines schnellen EU-Reaktionsteams, das weltweit tätig werden kann.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Glombik: Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten. In: Verwaltungsrundschau (VR). Zeitschrift für Verwaltung in Praxis und Wissenschaft. 53. Jg., 2007, ISSN 0342-5592, S. 26–28.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verordnung (EG) Nr 851/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004 zur Errichtung eines Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten. Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, abgerufen am 12. Juni 2013 (PDF; 88,88 kB, deutsch).

59.34861918.019376Koordinaten: 59° 20′ 55″ N, 18° 1′ 10″ O