Europas Sportler des Jahres (PAP)

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Dieser Artikel behandelt die jährliche Wahl der polnischen Presseagentur PAP; zur jährlichen Wahl der Vereinigung der europäischen Sportjournalisten (UEPS) siehe Europas Sportler des Jahres (UEPS).

Europas Sportler des Jahres (polnisch Najlepszy sportowiec Europy) ist eine Umfrage, die seit 1958 jährlich von der staatlichen polnischen Presseagentur Polska Agencja Prasowa (PAP) durchgeführt wird. Ermittelt wird Europas bester Sportler des abgelaufenen Kalenderjahres, wobei Männer und Frauen gegeneinander antreten. Als Juroren fungieren die Journalisten von europäischen Presseagenturen. Das Ergebnis wird in der Regel Ende Dezember bekanntgegeben.

Bei der 57. Wahl Ende Dezember 2014 beteiligten sich neben der PAP 18 europäische Nachrichtenagenturen, darunter die Austria Presse Agentur (APA), die Deutsche Presse-Agentur (dpa), die russische ITAR-TASS und die spanische EFE. Jede der Agenturen legte vorab ihre eigene Top-Ten-Liste fest. Insgesamt wurden 52 Athleten aus 22 Ländern (34 Männer und 18 Frauen) aus 24 Disziplinen vorgeschlagen. Am häufigsten vertretene Nation waren die Niederlande mit sechs Sportlern. Mit 82 Punkten setzte sich knapp der britische Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton durch, gefolgt vom deutschen Fußballtorhüter und Weltmeister Manuel Neuer (81 Punkte) und dem serbischen Weltrangenlisten-Ersten im Tennis und Wimbledon-Gewinner Novak Đoković.[1]

Preisträger[Bearbeiten]

Roger Federer (2009)
Die polnische Leichtathletin Irena Szewińska (Geburtsname Kirszenstein), Europas Sportlerin des Jahres 1966 und 1974
1973 erste Siegerin aus dem deutschsprachigen Raum: die DDR-Schwimmerin Kornelia Ender

Am häufigsten ausgezeichnet wurde der Schweizer Tennisspieler Roger Federer, der es zwischen 2004 und 2009 auf insgesamt fünf Siege brachte. Erfolgreichste Nation mit 13 Siegen ist Deutschland (inkl. Siege von DDR-Athletinnen), gefolgt von Russland beziehungsweise der ehemaligen Sowjetunion (11 Siege) und dem Vereinigten Königreich (7). Am häufigsten vertretene Sportart unter den Gewinnern ist die Leichtathletik (24 Siege), gefolgt vom Tennissport (12) und der Formel 1 (8).

In 17 von 57 Fällen wurden Frauen zu Europas Sportlern des Jahres gekürt (miteingerechnet der ex-aequo-Sieg der russischen Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa im Jahr 2005). Viermal waren Wintersportler siegreich.

Jahr Preisträger/-in Sportart
1958 PolenPolen Zdzisław Krzyszkowiak Leichtathletik
1959 Sowjetunion 1955Sowjetunion Wassili Kusnezow Leichtathletik
1960 Sowjetunion 1955Sowjetunion Juri Wlassow Gewichtheben
1961 Sowjetunion 1955Sowjetunion Waleri Brumel Leichtathletik
1962 Sowjetunion 1955Sowjetunion Waleri Brumel Leichtathletik
1963 Sowjetunion 1955Sowjetunion Waleri Brumel Leichtathletik
1964 Sowjetunion 1955Sowjetunion Lidija Skoblikowa Eisschnelllauf
1965 FrankreichFrankreich Michel Jazy Leichtathletik
1966 PolenPolen Irena Kirszenstein Leichtathletik
1967 FrankreichFrankreich Jean-Claude Killy Ski Alpin
1968 FrankreichFrankreich Jean-Claude Killy Ski Alpin
1969 BelgienBelgien Eddy Merckx Radsport
1970 BelgienBelgien Eddy Merckx Radsport
1971 FinnlandFinnland Juha Väätäinen Leichtathletik
1972 FinnlandFinnland Lasse Virén Leichtathletik
1973 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Kornelia Ender Schwimmen
1974 PolenPolen Irena Szewińska Leichtathletik
1975 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Kornelia Ender Schwimmen
1976 RumänienRumänien Nadia Comăneci Geräteturnen
1977 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Rosemarie Ackermann Leichtathletik
1978 Sowjetunion 1955Sowjetunion Wladimir Jaschtschenko Leichtathletik
1979 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sebastian Coe Leichtathletik
1980 SowjetunionSowjetunion Wladimir Salnikow Schwimmen
1981 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sebastian Coe Leichtathletik
1982 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Daley Thompson Leichtathletik
1983 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jarmila Kratochvílová Leichtathletik
1984 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Michael Groß Schwimmen
1985 SowjetunionSowjetunion Serhij Bubka Leichtathletik
1986 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Heike Drechsler Leichtathletik
1987 IrlandIrland Stephen Roche Radsport
1988 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Steffi Graf Tennis
1989 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Steffi Graf Tennis
1990 SchwedenSchweden Stefan Edberg Tennis
1991 DeutschlandDeutschland Katrin Krabbe Leichtathletik
1992 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nigel Mansell Formel 1
1993 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Linford Christie Leichtathletik
1994 NorwegenNorwegen Johann Olav Koss Eisschnelllauf
1995 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Edwards Leichtathletik
1996 RusslandRussland Swetlana Masterkowa Leichtathletik
1997 SchweizSchweiz Martina Hingis Tennis
1998 FinnlandFinnland Mika Häkkinen Formel 1
1999 RumänienRumänien Gabriela Szabo Leichtathletik
2000 NiederlandeNiederlande Inge de Bruijn Schwimmen
2001 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Formel 1
2002 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Formel 1
2003 DeutschlandDeutschland Michael Schumacher Formel 1
2004 SchweizSchweiz Roger Federer Tennis
2005 SchweizSchweiz Roger Federer
RusslandRussland Jelena Issinbajewa
Tennis
Leichtathletik
2006 SchweizSchweiz Roger Federer Tennis
2007 SchweizSchweiz Roger Federer Tennis
2008 SpanienSpanien Rafael Nadal Tennis
2009 SchweizSchweiz Roger Federer Tennis
2010 SpanienSpanien Rafael Nadal Tennis
2011 SerbienSerbien Novak Đoković Tennis
2012 DeutschlandDeutschland Sebastian Vettel Formel 1
2013 DeutschlandDeutschland Sebastian Vettel Formel 1
2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lewis Hamilton Formel 1

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lewis Hamilton najlepszym sportowcem Europy 2014 r. w 57. Ankiecie PAP bei pap.pl, 26. Dezember 2014 (polnisch; abgerufen am 8. Januar 2015).