European Challenge Cup

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European Challenge Cup
Amlin challenge cup logo.png
Aktuelle Saison Saison 2013/14
Sportart Rugby Union
Verband European Rugby Cup
Mannschaften 23
Land/Länder EnglandEngland England
FrankreichFrankreich Frankreich
Irland Irland
ItalienItalien Italien
SchottlandSchottland Schottland
WalesWales Wales
RumänienRumänien Rumänien
SpanienSpanien Spanien
PortugalPortugal Portugal
Titelträger Northampton Saints
Rekordmeister Harlequins (3)
Website www.ercrugby.co.uk
Heineken Cup

Der European Challenge Cup ist nach dem Heineken Cup der zweite Europapokalwettbewerb für Mannschaften in der Sportart Rugby Union. Er trägt seit der Saison 2009/10 aus Sponsoringgründen den Namen Amlin Challenge Cup, benannt nach dem britischen Versicherungskonzern Amlin. Ein früherer Sponsor war die Parker Pen Company, weshalb der Wettbewerb den Namen Parker Pen Shield (2001 bis 2002) bzw. Parker Pen Challenge Cup (2003 bis 2005) trug. Am Wettbewerb, der von der Organisation European Rugby Cup durchgeführt wird, nehmen Mannschaften aus England, Frankreich, Wales, Irland, Italien, Rumänien und gelegentlich Spanien oder Portugal teil.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Wettbewerb wurde 1996 unter der Bezeichnung European Shield ins Leben gerufen, mit 24 Teams aus England, Frankreich, Italien, Rumänien, Schottland und Wales, die in vier Gruppen mit je sechs Teams unterteilt waren. In der darauf folgenden Saison gab es sechs Gruppen mit je vier Teams. 1998/99 nahmen keine englischen und schottischen Clubs teil und das Teilnehmerfeld schrumpfte auf 21 Teams, die in drei Siebnergruppen eingeteilt waren; erstmals nahmen spanische und portugiesische Auswahlmannschaften teil. Nachdem in der Saison 1999/2000 die englischen und schottischen Clubs wieder teilnahmen, beteiligten sich nunmehr 28 Mannschaften in sieben Vierergruppen; zum vierten Mal in Folge gewann ein französisches Team den Pokal.

Früheres Logo

2000/01 blieb der Modus unverändert, es nahm aber ausnahmsweise kein rumänischer Vertreter teil. Erstmals gelang es einem englischen Verein, den Pokalwettbewerb für sich zu entscheiden. 2001/02 übernahm die Parker Pen Company das Sponsoring und der Wettbewerb trug den Namen Parker Pen Shield. Es nahmen 32 Mannschaften in acht Vierergruppen teil, erstmals gab es zwei Vertreter aus Spanien. Auf die Saison 2002/03 hin wurde der Wettbewerb in Parker Pen Challenge Cup umbenannt und man gab die Gruppenphase zugunsten eines reinen K.-o.-Wettbewerbs auf, wobei die ersten vier Runden sowohl ein Hinspiel als auch ein Rückspiel umfassten. Der Pokalsieger qualifizierte sich für den Heineken Cup.

Seit 2003/04 nehmen keine walisischen Vereine mehr teil, diese entsenden seither regionale Auswahlteams. Da diese alle im Heineken Cup teilnahmen, gab es auf der zweiten Stufe keine Vertreter aus Wales; auch Rumänien verzichtete drei Jahre lang auf eine Teilnahme. Auf die Saison 2005/06 hin (Rückzug des Titelsponsors) kam es zu einer weiteren Umstrukturierung, als man das reine K.-o.-System aufgab und wieder eine Gruppenphase einführte, mit 20 Teams in fünf Vierergruppen. Rumänien kehrte mit einem Auswahlteam zurück, während Spanien und Portugal aussetzten. Zwischen 2001 und 2006 gab es fünf englische Pokalsieger in Folge. Ab 2007/08 nahm wieder ein spanischer Vertreter teil.

2009/10 traten mehrere Änderungen in Kraft. Seither greifen die dritt- bis fünftbesten Gruppenzweiten des Heineken Cup ab dem Viertelfinale in das Geschehen ein. Nach dem Niedergang des dritten Profiteams stellt Schottland keinen Vertreter in diesem Wettbewerb mehr; nur falls eines der zwei übrig gebliebenen Teams aus dem Heineken Cup „absteigt“, nimmt es am European Challenge Cup teil. Ferner ist der Pokalsieger für den Heineken Cup der folgenden Saison automatisch qualifiziert. In der Saison 2009/10 waren die Cardiff Blues die erste nichtfranzösische oder nichtenglische Mannschaft, die den European Challenge Cup für sich entscheiden konnte. 2012/13 gab es mit Leinster Rugby den ersten irischen Pokalsieger überhaupt.

Aktueller Modus[Bearbeiten]

Alle Mannschaften der englischen Aviva Premiership, der französischen Top 14 und der internationalen Pro12, die sich nicht für den höherwertigen Heineken Cup qualifizieren konnten, sind am European Challenge Cup teilnahmeberechtigt. Aus der italienischen Liga Campionato di Eccellenza nehmen die vier bestplatzierten Mannschaften teil. Ebenfalls teilnahmeberechtigt ist das rumänische Auswahlteam București Rugby, das eigens für diesen Wettbewerb zusammengestellt wird. Hinzu kommt ein Vertreter Spaniens oder Portugals.

Es werden fünf Gruppen mit je vier Mannschaften gebildet. Jede Mannschaft spielt je ein Heim- und ein Auswärtsspiel gegen alle Gruppengegner. Für einen Sieg gibt es vier Punkte, für ein Unentschieden zwei Punkte. Wird ein Spiel mit weniger als sieben Punkten Differenz verloren oder erzielt eine Mannschaft mindestens vier Versuche, gibt es einen Bonuspunkt.

Bis und mit der Saison 2008/09 qualifizierten sich die fünf Gruppensieger und die drei besten Gruppenzweiten für das Viertelfinale. Seit der Saison 2009/10 gelangen nur die Gruppensieger ins Viertelfinale. Die drei übrigen Viertelfinalisten sind die dritt- bis fünftbesten Gruppenzweiten im Heineken Cup derselben Saison. Das Heimspielrecht im Viertelfinale wird anhand einer Setzliste ermittelt, wobei den Absteigern aus dem Heineken Cup automatisch die Plätze 5 bis 7 zugewiesen werden. Für das Halbfinale wird das Heimspielrecht ausgelost, während das Finale an einem vorher festgelegten Ort ausgetragen wird.

Alle Finalspiele[Bearbeiten]

Saison Pokalsieger 2. Finalist Ergebnis Stadion Zuschauer
1996/97 FrankreichFrankreich CS Bourgoin-Jallieu FrankreichFrankreich Castres Olympique 18:09 Stade de la Méditerranée, Béziers 10.000
1997/98 FrankreichFrankreich US Colomiers FrankreichFrankreich SU Agen 43:05 Stade des Sept Deniers, Toulouse 12.500
1998/99 FrankreichFrankreich AS Montferrandaise FrankreichFrankreich CS Bourgoin-Jallieu 35:16 Stade Gerland, Lyon 31.986
1999/00 FrankreichFrankreich Section Paloise FrankreichFrankreich Castres Olympique 34:21 Stade des Sept Deniers, Toulouse 06.000
2000/01 EnglandEngland Harlequins FrankreichFrankreich RC Narbonne 42:33 Madejski Stadium, Reading 10.013
2001/02 EnglandEngland Sale Sharks WalesWales Pontypridd RFC 25:22 Kassam Stadium, Oxford 12.000
2002/03 EnglandEngland London Wasps EnglandEngland Bath Rugby 48:28 Madejski Stadium, Reading 18.074
2003/04 EnglandEngland Harlequins FrankreichFrankreich AS Montferrandaise 27:26 Madejski Stadium, Reading 13.123
2004/05 EnglandEngland Sale Sharks FrankreichFrankreich Section Paloise 27:03 Kassam Stadium, Oxford 07.230
2005/06 EnglandEngland Gloucester RFC EnglandEngland London Irish 36:34 The Stoop, London 12.053
2006/07 FrankreichFrankreich ASM Clermont Auvergne EnglandEngland Bath Rugby 22:16 The Stoop, London 10.134
2007/08 EnglandEngland Bath Rugby EnglandEngland Worcester Warriors 24:16 Kingsholm Stadium, Gloucester 16.157
2008/09 EnglandEngland Northampton Saints FrankreichFrankreich CS Bourgoin-Jallieu 15:03 The Stoop, London[1] 09.260
2009/10 WalesWales Cardiff Blues FrankreichFrankreich RC Toulon 28:21 Stade Vélodrome, Marseille 58.632
2010/11 EnglandEngland Harlequins FrankreichFrankreich Stade Français 19:18 Cardiff City Stadium, Cardiff 12.236
2011/12 FrankreichFrankreich Biarritz Olympique FrankreichFrankreich RC Toulon 21:18 The Stoop, London 09.376
2012/13 Irland Leinster Rugby FrankreichFrankreich Stade Français 34:13 RDS Arena, Dublin 20.396
2013/14 EnglandEngland Northampton Saints EnglandEngland Bath Rugby 30:16 Cardiff Arms Park, Cardiff 12.483

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Zunächst sollte das Finale wie im Vorjahr im Kingsholm Stadium in Gloucester ausgetragen werden. Nach Bedenken von Seiten der Franzosen, dass die Fans aus Bourgoin an einem Freitag erhebliche Schwierigkeiten haben würden, rechtzeitig nach Gloucester zu gelangen, wurde das Endspiel nach London verlegt. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatECC final moved to the Twickenham Stoop. Gloucester Rugby, 7. Mai 2009, abgerufen am 7. Mai 2009 (englisch).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]