European Social Survey

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Der European Social Survey (ESS) ist eine sozialwissenschaftliche Umfrage, die soziale und politische Einstellungen der Bevölkerung aus über 30 europäischen Staaten untersucht. Dabei handelt es sich um das bislang größte europäische sozialwissenschaftliche Umfrageprojekt, neben dem Eurobarometer der Europäischen Kommission und der European Values Study. Damit soll eine langfristig angelegte und vergleichbare Sozialforschung in Europa etabliert werden, die sich an höchsten wissenschaftlichen Standards orientiert.

Nach dem Start zum ESS 1995 erfolgte die erste Befragungswelle im Jahr 2002. Das Projekt wird durch die Kommission der Europäischen Union gefördert. Es erhielt 2005 den Descartes-Preis, weil durch die strikte Selektion der Befragten sowie der häufigen Qualitätskontrollen mit der Langzeitstudie neue Maßstäbe für interkulturell vergleichende Studien gesetzt wurden.

Das deutsche Teilprojekt unter dem Namen "Gesellschaft und Demokratie in Europa" wurde bis Ende 2012 vom Mannheimer Politikwissenschaftler Jan van Deth koordiniert. Seit 2013 ist der Soziologe Stefan Liebig der Universität Bielefeld Koordinator des deutschen Projektteils. Diese wird im Rahmen der DFG-Langzeitfinanzierung gefördert.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Uni-Report 2/2006. S. 2.

Weblinks[Bearbeiten]