Euseigne

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BW

Euseigne
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis
Bezirk: Hérensw
Gemeinde: Hérémencei2w1
Postleitzahl: 1982
Koordinaten: 598774 / 11335546.1716677.422778980Koordinaten: 46° 10′ 18″ N, 7° 25′ 22″ O; CH1903: 598774 / 113355
Höhe: 980 m ü. M.
Karte
Euseigne (Schweiz)
Euseigne
wwww

Euseigne (970 m) ist ein Ortsteil der Gemeinde Hérémence im Val d'Hérens, einem Seitental der Rhône im französischsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis. Der Ort wurde bekannt durch seine Erdpyramiden, eine Erosionserscheinung der ehemaligen Mittelmoräne des nach der Würmeiszeit aus den tiefen Tallagen zurückweichenden Hérens-Gletschers.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Euseigne: Tunneldurchbruch durch die Pyramiden, 1947

Das Dorf am Zusammenfluss der Borgne (Val d'Hérens) und der aus dem Lac des Dix von Südwesten einmündenden Dixence (Val d'Hérémence) ist seit dem Mittelalter belegt. Eine erste dem Heiligen Georg gewidmete Kapelle baute der Domherr Georg Dayer 1587.

Durch zwei Großfeuer 1800 und 1917 wurde fast die gesamte historische Bausubstanz zerstört. Die Kapelle wurde 1923 erneuert.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist Euseigne ein touristisch relevanter Durchgangsort auf der ca. 30 km langen Strecke aus dem Rhônetal zur Gletscherwelt des oberen Talabschlusses des Val d'Hérens und zur weltweit höchsten Staumauer, der Grande Dixence, am Ende des Val d'Hérémence. Die Erdpyramiden sind dabei ein markanter Zwischenstopp. In einem Tunneldurchbruch von 1947 führt die Fahrstraße unter den Formationen hindurch.

siehe Hauptartikel: Erdpyramiden von Euseigne

[Bearbeiten] Infrastruktur

  • Wanderwege entlang der Borgne talauf- und -abwärts, nach Hérémence und durch das Tal der Dixence sowie auf die Höhenzüge östlich der Borgne mit den Nachbargemeinden Mase und St. Martin.
  • Abzweig einer Fahrstraße von der Hauptroute durch das Val d'Hérens in das Val Hérémence.

[Bearbeiten] Literatur

  • Béatrice Ruedin: Le paysage des pyramides d'Euseigne, in: Geographica Helvetica 18 (1963), S. 88–90 (Digitalisat)
  • Wanderkarte "Val d'Anniviers, Val d'Hérens, Crans-Montana", 1:60.000, Kümmerley + Frey, 2006
  • Baedeker Schweiz, 9. Aufl. 2000, S. 495 ff.

[Bearbeiten] Weblinks

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