Euskirchen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Euskirchen | |
| Höhe: | 160 m ü. NN | |
| Fläche: | 139,49 km² | |
| Einwohner: |
55.639 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 399 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 53879 (Innenstadt), 53881 (Ortsteile) | |
| Vorwahlen: | 02251, 02255 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EU, SLE | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 66 016 | |
| LOCODE: | DE EUS | |
| NUTS: | DEA28 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Kölner Straße 75 53879 Euskirchen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Uwe Friedl (CDU) | |
| Lage der Stadt Euskirchen im Kreis Euskirchen | ||
Euskirchen [ˈʔɔɪ̯skɪʁçn̩] ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im südlichen Rheinland, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).
Euskirchen erhielt die Stadtrechte im Jahr 1302 und wurde im Jahr 1827 Kreisstadt des gleichnamigen Kreises. Mit ihren über 55.000 Einwohnern ist sie Sitz zahlreicher zentraler Einrichtungen und Zentrum einer eigenen Region mit einem Versorgungsbereich von über 190.000[2] Menschen.
Teile der alten Stadtmauer sowie drei der Türme, die früher zur Stadtbefestigung gehörten, stehen neben moderner Architektur. Innerhalb des mittelalterlichen Stadtmauerrings erstreckt sich die Fußgängerzone. Muttersprache der original Euskirchener war und ist auch heute noch das Eifeler Plattdeutsch, welches einen anderen Charakter besitzt als das Kölner Plattdeutsch. Bei der Aussprache wird Euskirchen auf der ersten Silbe betont, nicht auf der zweiten.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Räumliche Lage [Bearbeiten]
Euskirchen liegt in der Zülpicher Börde am Nordrand der Eifel, rund 25 km von Bonn und 35 km von Köln entfernt. Mitten durch das Stadtzentrum fließt der teilweise überdachte Veybach. Durch das gesamte Stadtgebiet und am Stadtrand von Euskirchen entlang fließt die Erft.
Das Stadtgebiet erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über 15 km, in Ost-West-Richtung über 14 km. Die Gesamtfläche beträgt 139,63 km² und die Stadtgrenze ist 85 km lang. Euskirchen liegt 50° 40′ 0" nördlicher Breite und 6° 47′ 0" östlicher Länge. Der niedrigste Punkt liegt 137 m ü. NN am nördlichen Rand des Stadtgebietes in der Erftniederung, der höchste Punkt 412 m ü. NN im Flamersheimer Wald, südöstlich der Steinbachtalsperre.
Gewässer [Bearbeiten]
In Euskirchen fallen etwa 600 mm Niederschläge pro Jahr. Das ist relativ wenig und durch die geographische Lage von Euskirchen begründet. Aufgrund der vorherrschenden Westwinde wird ein großer Teil der Niederschläge von den Westhängen der Mittelgebirge abgefangen und hohe Niederschlagsmengen regnen bereits vor und in der Eifel ab.[3] Der Braunkohletagebau beeinflusst unter anderem die Grundwassersituation und die Wassermengen in Flüssen und Bächen.[4] Dieser Tagebau ist nur möglich, wenn man großflächig sümpft, also den Grundwasserspiegel senkt. 2010 wurden etwa 550 Millionen Kubikmeter Wasser, das meiste aus dem Tagebau Hambach, gehoben. Knapp die Hälfte davon wurde in die Erft geleitet und so wegtransportiert.[5]
Flüsse und Bäche [Bearbeiten]
Neben den nachfolgenden, nach Flusslauf und Nebenflüssen geordneten Flüssen und Bächen, gibt es vor allem im südlichen Bereich des Stadtgebiets zahlreiche weitere Bachläufe, bspw. im Münstereifeler Wald, auf dessen Höhenzügen sich die Wasserscheide zwischen Erft und Ahr befindet.
- Erft (mündet in den Rhein)
- Sahrbach (mündet in die Ahr)
Seen und Talsperren [Bearbeiten]
In Euskirchen existieren keine natürlichen Seen, sondern lediglich einige Weiher und künstlich angelegte Teiche. Die Steinbachtalsperre und die Madbachtalsperre auf dem Stadtgebiet wurden in den 1930er Jahren zur Brauchwasserversorgung der Euskirchener Tuchindustrie gebaut und befinden sich, nur wenige Kilometer voneinander entfernt, im Süden der Stadt, nahe Kirchheim.
Bodenflächen [Bearbeiten]
| Landwirtschaft: | 75,0 km² | |
| Wald: | 35,8 km² | |
| Gebäude- und Freifläche: | 15,5 km² | |
| Verkehrsfläche: | 9,3 km² | |
| Erholungsfläche: | 1,3 km² | |
| Wasser: | 1,2 km² | |
| Betriebsfläche: | 0,6 km² | |
| Sonstiges: | 0,5 km² |
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt Euskirchen umfasst neben der Kernstadt mit den Stadtvierteln Altstadt, Ost-, West-, Nord- und Südstadt 22 weitere statistische Stadtteile. Gemeinsam mit Disternich und Rüdesheim wurde Kessenich bei Verleihung der Stadtrechte 1302 eingemeindet. Am 1. Juli 1969 folgten die ehemaligen Gemeinden Billig, Dom-Esch, Elsig, Euenheim, Flamersheim, Frauenberg, Großbüllesheim, Kirchheim, Kleinbüllesheim, Kreuzweingarten-Rheder, Kuchenheim, Niederkastenholz, Palmersheim, Roitzheim, Schweinheim, Stotzheim, Weidesheim, Wißkirchen und Wüschheim.[6]
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Im Norden, Westen und Süden grenzt Euskirchen an Städte und Gemeinden des Kreises Euskirchen, im Osten liegt der Rhein-Sieg-Kreis. Nur wenige hundert Meter von der Grenze zwischen Euskirchen, Bad Münstereifel und Rheinbach, ganz im Südosten des Stadtgebiets, verläuft die Grenze zur Verbandsgemeinde Altenahr im Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz), zu der aber kein gemeinsamer Grenzverlauf existiert. Wenige Kilometer nördlich von Oberwichterich grenzt außerdem die Stadt Erftstadt an das Gebiet von Zülpich.
Nördlich der Stadtteile Großbüllesheim und Wüschheim liegt die Gemeinde Weilerswist. Im Westen verläuft die Grenze zur Stadt Zülpich entlang der A 1, mit Ausnahme der Stadtteile Oberwichterich und Frauenberg, die westlich der Autobahn liegen. Im Südwesten, westlich von Wisskirchen schließt sich die Stadt Mechernich an, deren Grenze südlich des Billiger Walds bis nach Kreuzweingarten verläuft. Südlich davon beginnt die Grenze zur Stadt Bad Münstereifel, die durch den Münstereifeler Wald um die Steinbachtalsperre herum bis zum Ort Berg in der Verbandsgemeinde Altenahr führt. Dort beginnt das Gebiet der Stadt Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis, die sich im Osten bis auf die Höhe von Palmersheim erstreckt. Dort grenzt dann nordöstlich die Gemeinde Swisttal, ebenfalls Rhein-Sieg-Kreis, an das Stadtgebiet und reicht bis östlich von Großbüllesheim.
| Weilerswist | Swisttal | |
| Zülpich | Rheinbach | |
| Mechernich | Bad Münstereifel |
Geschichte [Bearbeiten]
Funde von Werkzeugen belegen die Existenz von Menschen etwa 3000 bis 2000 v. Chr. auf dem heutigen Stadtgebiet. Keltische Siedlungen sind um 800 bis 500 v. Chr. nachgewiesen. In der Römerzeit um 38 v. Chr. besiedelten Eburonen und Ubier das Flussgebiet der Erft und legten ein Straßennetz an. In Billig (Belgica victus) entstand ein Straßenknotenpunkt und Handelsmittelpunkt.
Von 500 bis 800 n. Chr. befand sich in Nähe des heutigen Annaturmplatzes eine fränkische Hofsiedling. 870 wurde der Name Euskirchen erstmals überliefert. Damals sprach man unter anderem von Auelskirchen, Auskirchen, eben der „Kirche auf der Aue“, womit wohl die heute noch existierende Martinskirche im Herzen der Kreisstadt gemeint war, die auf einer Aue stand. Die Siedlungen Disternich, Rüdesheim und Kessenich schließen sich Euskirchen an. Um 1151 wurde die Martinskirche erweitert und die Hofeskirche St. Georg entsteht. Um 1270 wurde ein Wall und Gräben angelegt, der Ort wurde nach Osten und Südosten zum Mühlbach hin durch Müller und Gerber erweitert. 1280–1300 wurde das Viertel um die Martinskirche ausgebaut.
Euskirchen bekam am 1. August 1302 die Stadtrechte verliehen durch Walram VIII. (1277–1302) von Monschau-Falkenburg. Die Stadt Euskirchen war im Mittelalter ab 1325 von einer 1450 Meter langen Stadtmauer mit sieben Wehrtürmen und drei Stadttoren umgeben (siehe Altstadt).
Euskirchen wurde am 4. März 1945 von der 1. US-Armee erobert, die im Rahmen der Operation Lumberjack (1. - 7. März 1945) vorrückte und einen Tag später Köln erreichten. Am 7. März eroberten Amerikaner bei Remagen eine intakte Eisenbahnbrücke, die Ludendorff-Brücke.
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts fuhr eine Schmalspurbahn, die Euskirchener Kreisbahn, im Volksmund „Flutsch“ genannt, von Erftstadt-Liblar in Richtung Euskirchen. Noch heute erinnert die Kneipe „In de Flutsch“ an die stillgelegte Bahnstrecke.
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat und Bürgermeister [Bearbeiten]
Im August 2009 wurde der Stadtrat neu gewählt. In der aktuellen Legislaturperiode stellt die CDU mit 22 Sitzen die meisten der insgesamt 50 Stadtverordneten. Die SPD kommt auf 11 Sitze, die FDP stellt 7 Stadtratsmitglieder, Bündnis 90/Die Grünen 6 und die Unabhängige Wählervereinigung 3. Außerdem gehört noch eine parteilose Stadtverordnete dem Rat an.
Nach Änderung der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung ist seit 1999 der Bürgermeister nicht nur Repräsentant der Stadt, sondern zugleich auch Chef der Verwaltung (vormals: Stadtdirektor). Außerdem wird der Bürgermeister seitdem unmittelbar von der Bevölkerung in einer Direktwahl gewählt. Der derzeitige Bürgermeister Uwe Friedl wurde 1999, 2004 und 2009 jeweils mit absoluter Mehrheit zum Bürgermeister gewählt.
Stadtwappen, Flagge und Logo [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Rot ein goldenes schwebendes Stadttor (Burg) mit halbgezogenem Fallgatter und zwei Zinnenaufsatztürmen, beseitet von zwei Schildchen, vorne in Silber ein linksgewendeter doppelschwänziger goldbekrönter roter Löwe, hinten in Gold ein schwarzer Löwe.“ Wappenerklärung: Der zweischwänzige rote Löwe mit goldener Krone in silbernem Feld ist das Wappen der Herzöge von Limburg und der Edelherren von Heinsberg-Falkenburg, der schwarze Löwe in goldenem Feld das Wappen der Herzöge von Jülich. Bis zum 650-jährigen Stadtjubiläum 1952 befanden sich rechts und links des (wachsenden) Stadttors mit Flankentürmen zwei zugewandte goldene Löwen, das Tor haltend.[7]
Beschreibung der Flagge: „Die Stadt führt neben dem Wappen eine eigene Flagge mit den Farben rot-gold. Sie ist Rot-Gelb (Gold) im Verhältnis 1 : 1, quergestreift und kann mit dem Stadtwappen im Schild in der Mitte geführt werden.“[8]
Von 1974 bis 2002 wurde ein Logo verwendet, das den Schriftzug „Stadt Euskirchen“ in moderner Schriftart beinhaltete, sowie ein vierblättriges Kleeblatt, das aus dem Anfangsbuchstaben 'E' zusammengesetzt war. Später wurde das Logo auch ohne den Schriftzug „Stadt“ verwendet und bekam als Untertitel „Stadt zwischen Rhein und Erft“.
2002 wurde ein neues Logo eingeführt. Die Anfangsbuchstaben 'Eu' bilden darin ein Gesicht und unter dem Schriftzug „euskirchen“ ist der Slogan „stadt mit gesicht“ verewigt. Die Haartolle symbolisiert sowohl den Veybach, der durch die Stadt fließt als auch die Hügel der Voreifel, in der Euskirchen liegt. Die Haarstoppeln stehen für die grüne Umgebung der Kreisstadt. Die Grafik und der zugehörige Slogan wurden im Rahmen eines 2001 von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerbs von dem Euskirchener Grafik-Designer Thomas Latzke entworfen.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Charleville-Mézières (Frankreich), seit 1961
- zwischen dem Emil Fischer-Gymnasium und dem Lycée Chanzy
- zwischen der Marienschule und dem Lycée Sévigné
- Basingstoke and Deane (Vereinigtes Königreich), seit 1986
- jährlich wechselnd findet zwischen den beiden Städten ein Sportwettkampf in verschiedenen Disziplinen statt
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Im mittelalterlichen Wehrturm (Dicker Turm) sowie einem angrenzenden Wohn- und Geschäftshaus aus der Gründerzeit unmittelbar neben der Martinskirche befand sich seit 1992 das Stadtmuseum. Im restaurierten Turm fanden Dauerausstellungen und im Nebengebäude stadt- und kulturgeschichtliche Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Themen statt. Im Dezember 2010 musste das Museum aufgrund eines mangelhaften Brandschutzes geschlossen werden.[9] [10] Nach erfolgter Sanierung ist das Standesamt der Stadt Euskirchen in die Örtlichkeiten umgezogen. Das Stadtmuseum findet im April 2013 sein neues Domizil in dem im Dezember 2012 eröffneten Kulturhof in der Wilhelmstraße, welchen es sich mit der Stadtbibliothek teilt.
- Rheinisches Industriemuseum Tuchfabrik Müller
- Im Stadtteil Kuchenheim befindet sich die alte Tuchfabrik Müller von Anfang des 20. Jahrhundert. Die Fabrik ist großteils funktionsfähig und präsentiert sich wie sie 1961 aufgegeben wurde.
- Das Feuerwehrmuseum in Flamersheim besteht seit 1993 und zeigt bei kostenlosem Eintritt auf 250 m² Ausstellungsstücke aus der Feuerwehrgeschichte der vergangenen 100 Jahre.
Religionen [Bearbeiten]
Euskirchen ist traditionell katholisch geprägt. In einem Visitationsbericht von 1698 heißt es: „In Euskirchen keine Andersgläubigen, alle katholisch.“ Vor- und nachher waren aber immer andere Konfessionen vertreten, hauptsächlich Protestanten und Juden. Der erste jüdische Friedhof wurde 1467 angelegt.
Katholische Kirchen und Kapellen:
Die Kirchen gehören zum Dekanat Euskirchen im Erzbistum Köln und bilden drei Seelsorgebereiche.[11]
Seelsorgebereich St. Martin:
- Herz Jesu (Innenstadt)
- St. Matthias (Südstadt)
- St. Martin (Euskirchen) (Innenstadt)
Seelsorgebereich Erftmühlenbach:
- St. Martinus (Dom-Esch)
- St. Stephanus Auffindung (Flamersheim)
- St. Michael (Großbüllesheim)
- St. Martinus (Kirchheim)
- St. Peter und Paul (Kleinbüllesheim)
- St. Nikolaus (Kuchenheim)
- St. Laurentius (Niederkastenholz) (Filialkirche)
- St. Peter und Paul (Palmersheim)
- St. Stephanus (Roitzheim)
- Heilige Dreifaltigkeit (Schweinheim) (Filialkirche)
- St. Mariä Himmelfahrt (Weidesheim)
Seelsorgebereich Bleibach/Hardt:
- St. Cyriakus (Billig)
- Kreuzauffindung (Elsig)
- St. Brictius (Euenheim)
- St. Georg (Frauenberg)
- Heilig Kreuz (Kreuzweingarten)
- Mutter vom guten Rat (Rheder) (Kapelle)
- St. Martin (Stotzheim)
- St. Medardus (Wißkirchen)
- Evangelische Kirche (Euskirchen)
- Evangelische Kirche (Flamersheim)
- Griechisch-Orthodoxe Kirche Johannes der Täufer (Kleinbüllesheim)
Evangelische Freikirchen:
- Christliche Gemeinde Euskirchen
- Christusgemeinde No. 17 e. V.
- Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Euskirchen (Baptisten)
- Evangeliumschristen-Mennoniten-Brüdergemeinde
- Freie Christengemeinde Euskirchen
Sonstige Kirchen:
- Apostolische Gemeinschaft Gemeinde Euskirchen
- Neuapostolische Kirche
- In der Annaturmstraße existierte bis zur Pogromnacht am 9. November 1938 eine Synagoge, an deren Stelle ein Gedenkstein aufgestellt wurde.
- Jüdischer Friedhof (Euskirchen, Alter Friedhof)
- Jüdischer Friedhof (Euskirchen, Kölner Straße)
- Jüdischer Friedhof Frauenberger Straße (Euskirchen)
- Bahá'í Gemeinde in der Viktoriastraße schräg gegenüber der evangelischen Kirche
Bauwerke [Bearbeiten]
Durch den Euskirchener Ortsteil Kreuzweingarten führt die Römische Wasserleitung nach Köln. Ein Aufschluss der Leitung zeigt eine besonders mächtige Schicht aus Sinter, der im Mittelalter ähnlich wie Marmor ein geschätzter Baustoff war.
Die Sankt-Martin-Kirche an der Kirchstraße ist schon im 7. Jahrhundert errichtet worden. Die neugotische Herz-Jesu-Kirche stammt hingegen aus dem 20. Jahrhundert.
Sehenswert ist der historische Alter Markt im Stadtzentrum, der heute Teil der Fußgängerzone ist. Bis 1973 stand hier noch das Hotel Joisten, das einem modernen Büro- und Geschäftshaus mit Ladenlokalen und Einkaufspassage weichen musste.
Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung inklusive einiger Stadttürme sind erhalten geblieben. Auf dem Stadtgebiet befinden sich insgesamt zwölf Burgen, die auf der 45 Kilometer langen Euskirchener Burgenrunde besichtigt werden können.
- Burg Flamersheim
- Burg Großbüllesheim
- Hardtburg
- Burg Kessenich
- Kleeburg
- Große Burg-Kleinbüllesheim
- Burg Niederkastenholz
- Burg Ringsheim
- Burg Schweinheim
- Burg Veynau
- Obere Burg Kuchenheim
- Untere Burg Kuchenheim
Die „Burg Palmersheim“ war nie eine Burg, sondern ein befestigter Gutshof.
In der Annaturmstraße wurde im Jahr 1816 eine Synagoge errichtet, die bei einem Stadtbrand am 19. Mai 1886 zunächst abbrannte, aber sofort wieder aufgebaut wurde. In der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde sie dann niedergebrannt. Seit 1981 mahnt dort ein Gedenkstein an den Pogrom.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Euskirchen
Parks [Bearbeiten]
Auelsburg
In den 1990er Jahren entstand zwischen Basingstoker Ring und Georgstraße entlang des Veybachs die Anlage Auelsburg mit einer großen Spielanlage sowie einem Skatepark. Dieser Skatepark wird von den ortsansässigen Jugendlichen auch die Pipe genannt.
Disternicher Torwall
Entlang der Stadtmauer mit dem Fresenturm befindet sich mitten in der Innenstadt die Grünanlage Disternicher Torwall.
Erftanlagen/Erftauen
Bereits 1896 entstanden beidseitig der Erft die Erftanlagen zwischen Kölner Straße und Erftstraße, die 1907 bis nach Kessenich verlängert wurden. In den 1970er Jahren wurde die Grünanlage entlang des Veybachs bis zur Gansweide hin erweitert. Die Erftanlagen sind heute die ausgedehnteste Grünanlage der Stadt. Sie beinhalteten bis 2006 bzw. 2007 ein Hallen- und Freibad, das inzwischen ersatzlos abgerissen wurde. Seit 1975 fand in den Erftanlagen die Rheinische Woche statt. Heute dient die Anlage sowohl als Freizeitpark als auch als Messepark.
Schillerpark und Mitbachanlagen
Ende der 1920er Jahre entstand in der Südstadt nahe vom ehemaligen Disternich der Schillerpark. Mit seinem kleinen See und den Mitbachanlagen ist der Park bis heute ein idyllisches Kleinod nahe der Innenstadt.
Stadtpark, Ruhrpark
Am Kreisverkehr Wilhelmstraße/Alleestraße zwischen Bahndamm und der ehemaligen Tuchfabrik Schiffmann liegt der Stadt- oder Ruhrpark. Mit seinem Bestand an großen Bäumen, einem zentralen Brunnen und seiner Innenstadtlage lädt der Park zum Verweilen ein.
Stadtwald
Der Stadtwald wurde 1900 als Parkanlage mit Wegen und Bänken umgebaut und erhielt 1905 zum 100. Jahrestag des Todes von Friedrich Schiller ein zentrales Rondell mit dem nach dem Dichter benannten „Schillerstein“. 1907 wurde das heutige Stadtwaldrestaurant eröffnet. Der Stadtwald, gelegen am südlichen Rand der Südstadt, unmittelbar am Marienhospital, ist auch über 100 Jahre später noch ein beliebter Anlaufpunkt, insbesondere für sportliche Aktivitäten. Er bietet eine Tennisanlage, einen Trimm-Dich-Pfad und wird allgemein gerne von Joggern und Spaziergängern genutzt.
Karneval [Bearbeiten]
Euskirchen ist eine Hochburg des rheinischen Karnevals. Jährlich findet ein großer Rosenmontagszug und ein Kinderzug statt.
Die vier großen Karnevalsgesellschaften wechseln sich jährlich mit dem Prinzen ab, der vom Festausschuß Euskirchener Karneval e. V. (FEuKa) gewählt wird. Anlässlich des Millenniums gab es 2000 ein Dreigestirn, 2012 ebenfalls. Der Küfer (Kinderprinz) wird ebenfalls im Wechsel der vier vaterstädtischen Karnevalsgesellschaften gestellt. Prinz und Küfer werden vom Bürgermeister proklamiert. Nachdem die Suche nach Prinzen immer schwieriger wird sind nunmehr auch Prinzessinnen oder weibliche Dreigestirne möglich.
Die vier großen traditionellen Karnevalsgesellschaften in Euskirchen sind:
- Prinzengarde Euskirchen 1938 e. V.
- Narrenzunft 1949 e. V.
- Alt Oeskerche 1953 e. V.
- KG Erfttal 1958 e. V.
Außerdem gibt es in Euskirchen zwei Karnevalistische Interessengemeinschaften:
- IG Südstadtkarneval 1990 e. V.
- Karnevalistische IG der Nordstadt 1999 e. V.
Unterhaltung und Freizeit [Bearbeiten]
Im Süden des Stadtgebietes beim Ortsteil Kirchheim liegt die Steinbachtalsperre, die auch einen Teil zum öffentlichen Schwimmen nutzbar macht (Waldschwimmbad). In Gebiet der Kernstadt Euskirchen gibt es kein öffentliches Schwimmbad mehr. Das am Keltenring gelegene Hallenbad wurde geschlossen und 2008 abgerissen.[12]
Das unterhalb des Hallenbades gelegene Freibad war erst vor wenigen Jahren modernisiert worden. Dennoch hat die Stadt Euskirchen beschlossen, im Zuge der Schließung des Hallenbades auch das Freibad stillzulegen.
Entlang der Erft und des Erft-Mühlenbaches existiert ein Mühlenwanderweg. Hier kann man sehen, wie bedeutsam das kleine Gewässer früher für die Industrie war.
Die Stadt Euskirchen ist an eine Reihe von Radwanderwegen angeschlossen:
- Der Erft-Radweg begleidet die Erft von deren Quelle in Nettersheim-Holzmülheim bis zu ihrer Mündung in den Rhein bei Neuss.
- Die Wasserburgenroute verbindet mehr als 130 Burgen am Rand der Eifel und in der Kölner Bucht.
- Die Tälerroute erschließt touristisch interessante Orte in Nordrhein-Westfalen auf familienfreundlicher Strecke.
- Die D-Route 4: Mittelland-Route: Von Aachen über Bonn und Siegen, Erfurt, Jena und Chemnitz nach Zittau.
- Die D-Route 7: Pilgerroute: Von Aachen über Köln, Düsseldorf, Duisburg, Münster, Osnabrück, Bremen und Hamburg nach Flensburg.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Industrie und Gewerbe [Bearbeiten]
Euskirchen verfügt über eine vielfältige und ausgewogene Wirtschaftsstruktur. Dadurch bietet die Stadt viele Arbeitsplätze auch für ein weites Einzugsgebiet. Euskirchen ist eine ländliche Stadt mit großen weiten Feldern, die der Ackerbebauung dienen und somit Nutzland sind für die vielen Landwirte aus Euskirchen und Umgebung. Es werden vor allem Zuckerrüben angebaut. Euskirchen ist bereits seit 1879 Sitz einer Zuckerfabrik. Als weiterer wichtiger Industriezweig galt bis vor wenigen Jahrzehnten die Tuchherstellung, die sich aber auf Grund der Konkurrenz von internationalen Großunternehmen nicht halten konnte. Unter der Trägerschaft der Handwerkskammer Aachen, der IHK Aachen und des Kreises Euskirchen wurde 1970 das Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE) in der Rechtsform eines öffentlich-rechtlichen Zweckverbandes gegründet. Es soll schwerpunktmäßig den Strukturwandel in der Region durch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen und modellhafte Konzeptionen unterstützen und fördern.[13]
Die beiden größten Industrie- und Gewerbegebiete in Euskirchen mit 21.000 Arbeitsplätzen sind:
- IPAS (Industriepark am Silberberg) mit 4 Mio. m², wovon 3,6 Mio. m² auf Euskirchener Stadtgebiet liegen
- EURO-Park (liegt zwischen EUskirchen und ROitzheim) mit 1,5 Mio. m².
Im IPAS, in den Ortsteilen Wüschheim/Großbüllesheim, hat der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble eine Produktionsstätte sowie ein Lager.
Im EURO-Park haben die deutsche Nestlé Purina PetCare (Tiernahrung) sowie der T-Versand der Deutschen Telekom ihren Hauptsitz, die Zuckerfabrik Pfeifer & Langen liegt im EURO-Park und dort wurde die Baustoffkette Mobau (Moderner Baubedarf) gegründet, die heute in Eurobaustoff (Eurobaustoff) aufgegangen ist.
Direkt neben dem Industriepark IPAS befindet sich die „PrimeSite Rhine Region“, eine Ansiedlungsfläche exklusiv für Großinvestoren.[14] Mit einer Gesamtfläche von 205 Hektar, was in etwa der Fläche von 300 Fußballfeldern entspricht, ist die „PrimeSite Rhine Region“ bislang die erste unbebaute und verfügbare Industrie- und Gewerbefläche dieser Größe in Nordrhein-Westfalen.[15] Sie befindet sich zu etwa 85 % (177 ha) auf dem Gebiet der Stadt Euskirchen und zu rund 15 % (28 ha) im Gemeindegebiet Weilerswist. Die bereits gut erschlossene Großfläche wird bis 2019 für flächenintensive Großprojekte ab 80 Hektar Bedarf reserviert.[16] Sie wird von der landeseigenen Ansiedlungsgesellschaft NRW.INVEST international vermarktet.[17]
Geldinstitut siehe Kreissparkasse Euskirchen.
| Wirtschaftsbereiche | |
|---|---|
| Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei | 0,7 % |
| Bauwesen | 7,9 % |
| Verarbeitendes Gewerbe | 23,3 % |
| Handel, Gastgewerbe und Verkehrswesen | 27,4 % |
| Sonstige Dienstleistungen | 40,7 % |
Einzelhandel [Bearbeiten]
Der Einzelhandel in Euskirchen konzentriert sich auf die Innenstadt mit der 1974 entstandenen Fußgängerzone und das Gewerbegebiet EURO-Park am Stadtrand. Es existiert eine große Auswahl an Waren- und Kaufhäusern sowie spezialisierten Einzelhandelsgeschäften. Die Hauptbereiche der Fußgängerzone erstrecken sich von der Veybachstraße über die Bahnhof- und Neustraße bis zum Alter Markt und auf der Berliner Straße. Vier Parkhäuser und zahlreiche Parkplätze sowie der nahe gelegene Bahnhof und eine gute Anbindung an den Öffentlicher Personennahverkehr bieten eine umfassende Infrastruktur.
Verkehr [Bearbeiten]
Schienenverkehr [Bearbeiten]
Der Bahnhof Euskirchen ist ein Bahnknotenpunkt an der bis Gerolstein weitgehend zweigleisigen und im weiteren Verlauf bis Ehrang eingleisigen Eifelstrecke (Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier), von der in Euskirchen die Voreifelbahn nach Bonn und die Erfttalbahn nach Bad Münstereifel abzweigen. Auf der hier ebenfalls abzweigenden Bördebahn nach Düren findet vor allem Güterverkehr, an Sonn- und Feiertagen zeitweise auch wieder Personenverkehr statt.
Fünf weitere Bahnhöfe und Haltepunkte liegen im Stadtgebiet: Zuckerfabrik (KZU Hp Bahnamtliches Betriebsstellenverzeichnis), Kuchenheim, Stotzheim, Kreuzweingarten und Großbüllesheim.
Im Schienenpersonennahverkehr verkehren die Regional-Express-Linien RE12 Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier (Eifel-Mosel-Express) im täglichen Zweistundentakt sowie die Linie RE22 Köln–Euskirchen–Gerolstein (Eifel-Express, mit Durchbindung nach Trier als RB 83) im täglichen Zweistundentakt mit Verdichtungen im Berufsverkehr. Die Regionalbahn-Linie RB 24 (Eifel-Bahn) stellt zudem eine Verbindung auf der Relation Köln–Euskirchen–Kall/Gerolstein im täglichen Stundentakt zwischen Köln und Kall her. Ferner besteht mit der RB 23 (Voreifel-Bahn) eine Verbindung nach Bonn und Bad Münstereifel im täglichen Stundentakt, welcher nach Bonn an Werktagen auf einen Halbstundentakt verdichtet wird.
Busverkehr [Bearbeiten]
Das Netz der Stadtverkehr Euskirchen GmbH besteht aus 11 Linien 860, 869 und 870 – 878, auf denen 2006 über 4,8 Millionen Fahrgäste befördert wurden.[18] Die Buslinien decken nahezu das gesamte Stadtgebiet ab und verkehren tagsüber alle 20 Minuten, abends stündlich.[19] Auch samstags und sonntags besteht ein Stundentakt. Als Besonderheit fahren während der Sommerzeit die Linien 870/873 das Ausflugsgebiet Steinbachtalsperre an.[20] [21] In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie vor Wochenfeiertagen wird ein Nachtverkehr im Stundentakt angeboten.
Darüber hinaus existieren sechs innerstädtische Schulbuslinien. Zahlreiche Linien der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) ermöglichen die Verbindung zu außerstädtischen Zielen.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Straßen [Bearbeiten]
Fernstraßen
Durch Euskirchen verläuft die A 1 (Heiligenhafen-Saarbrücken), die nördlich über das Kreuz Bliesheim zur A 61 (Kaldenkirchen-Hockenheim) führt. Nach Bonn ist Euskirchen über die B 56 angeschlossen, die in westlicher Richtung nach Düren führt und zwischen Euskirchen und Zülpich als B 56n einen Teil der geplanten Autobahn A 56 darstellt. Die B 51, die heute teilweise auf der A 1 verläuft, verbindet Euskirchen nach Köln und in die Eifel. Die B 266 von Simmerath in der Eifel nach Linz am Rhein führt ebenfalls durch Euskirchen.
Stadtverkehr
Den Stadtkern Euskirchen umschließt eine Ringstraße, die bereits 1904 geplant und erst im Jahre 2003 vollständig geschlossen wurde und einen erheblichen Teil des Stadtverkehrs aufnimmt. Vierspurige Straßen führen zur B 56 nach Bonn, zur B 51 nach Köln und Bad Münstereifel sowie zur A 1. In Bau bzw. Planung befinden sich nördliche und südliche Umgehungsstraßen von der B 56/B 266 westlich von Kuchenheim zur B 56n/A 1 und zur B 266 in Euenheim.
Anbindung an Flughäfen [Bearbeiten]
Die nächstgelegenen Flugplätze sind die Verkehrsflughäfen Köln/Bonn (50 km) und Düsseldorf (97 km) sowie die Verkehrslandeplätze Bonn/Hangelar (34 km) und Dahlemer Binz (42 km)
Forschung [Bearbeiten]
Euskirchen ist Sitz des Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT).
Medien [Bearbeiten]
In Euskirchen sendet seit August 1997 der Sender Radio Euskirchen unter anderem auf der Frequenz 99,7 MHz im Ultrakurzwellen-Bereich teils das Programm der NRW-Lokalradios aus Oberhausen, teils aus Euenheim ausgestrahlte Programmschemata.
Seit Juli 2002 sendet Radio 700 – Das Europaradio „die wahren Schlager und Oldies der 60er bis 80er Jahre“ aus dem Funkhaus in der Kuchenheimer Straße. Das Programm ist in den Kabelnetzen von ish im nördlichen Bereich der Region Euskirchen auf 96,00 MHz und im Netz der KabelBW in Baden-Württemberg auf 738 MHz sowie über Antenne auf 92,0 MHz (Nordstadt) und 107,6 MHz (Kuchenheim) zu empfangen. Außerdem wird als Live-Stream im Internet und via UMTS gesendet. Ebenfalls startete man die Verbreitung auf Kurzwelle 6005 kHz.
Auch Presse ist vor Ort ansässig. Die Kölnische Rundschau sowie der Kölner Stadt-Anzeiger haben eigene Lokalredaktionen, aus denen täglich Informationen an die Bewohner herangetragen werden und aus dem Kreise berichten. Einmal wöchentlich werden zudem die Wochenzeitungen Blickpunkt am Sonntag (sonntags) und Wochenspiegel (mittwochs), die ebenfalls eigene Redaktionen in Euskirchen unterhalten, kostenlos an alle Haushalte verteilt.
Hotels [Bearbeiten]
In Euskirchen wurde gegenüber dem Bahnhof das Parkhotel Euskirchen gebaut, welches am 28. Oktober 2005 eröffnet wurde. Bis Ende November 2011 war das Parkhotel Euskirchen Teil der US-amerikanischen West Paces Hotel Group. Seit dem 1. Dezember 2011 gehört das Hotel zu den Ameron Hotels, welche vom deutschen Hotelier Thomas H. Althoff im Jahre 2008 gegründet wurden. Das Hotel ist mit Vier Sterne Superior klassifiziert. Ein weiteres Vier-Sterne-Hotel ist das Design Hotel Eifel, des Weiteren gibt es noch das Drei-Sterne-Hotel Rothkopf und das Zwei-Sterne-Hotel Regent, die beide im Zentrum der Stadt liegen.
Klima [Bearbeiten]
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Euskirchen
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Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Bildung und Forschung [Bearbeiten]
Als Stadt der Schulen verfügt Euskirchen über eine umfangreiche Bildungsinfrastruktur.
Grundschulen
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Hauptschulen
Realschulen
Gymnasien
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Förderschulen
Berufsschulen
Sonstige Einrichtungen
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Justizbehörden [Bearbeiten]
Kasernen [Bearbeiten]
- Generalmajor-Freiherr-von-Gersdorff-Kaserne
- Mercator-Kaserne
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Johann Peter Schroeder, Landrat des Kreises Euskirchen und Gründer der Kreiskasse Euskirchen (27. Mai 1858)
- Johann Hubert Joseph Freiherr von Ayx, Landrat des Kreises Euskirchen (7. Januar 1897)
- Wilhelm Landsberg, Hauptlehrer in Flamersheim (16. Juni 1967)
- Carl Otto Selbach, Bürgermeister (7. September 1905)
- Paul von Hindenburg, Generalfeldmarschall (1. Oktober 1917)
- Thomas Eßer, Vereinsgründer, Genossenschaftsgründer, Herausgeber der Euskirchener Volkszeitung, div. politische Ämter (2. November 1925)
- Johann Schaefer, Fabrikant (18. Dezember 1953)
- Carl Koenen, Fabrikant (20. Dezember 1935)
- Walter Anton Viktor Halstrick, Fabrikant (16. Dezember 1968)
- Josef Blaß, Bürgermeister (1956–1969)
- Eduard Göring, stellvertretender Bürgermeister (29. Juni 1969)
- André Lebon, Mitbegründer der Städtepartnerschaft mit Charleville (1981)
- Willi Maurer, 1. stellvertretender Bürgermeister (17. November 1999)
- Theo Wattler, Lehrer und Stadtverordneter (17. November 1999)
- Betty Holmes, Mitbegründerin der Städtepartnerschaft mit Basingstoke and Deane (26. November 2004)
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Franz Buirmann (1590–1638), berüchtigter kurkölnischer Hexenkommissar, verantwortlich für viele Opfer in Hexenprozessen
- Karl Eschweiler (1886–1936), kath. Theologe und Religionsphilosoph
- Emil Fischer (1852–1919), 1902 Nobelpreisträger für Chemie
- Heinz Flohe (* 1948), ehemaliger deutscher Fußballnationalspieler
- Adolf Frisé (1910–2003), Journalist und Schriftsteller
- Marlene Fuchs (* 1942), Leichtathletin
- Sonja Fuss (* 1978), Fußballnationalspielerin
- Willi Graf (* 1918–1943), Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose
- Herbert Hermesdorf (1914–1999), Politiker
- Andreas Izquierdo (* 1968), deutscher Kriminal- und Drehbuchautor
- Edith Jeske (* 1957), Textdichterin, Librettistin und Dozentin
- Peter Kahlenborn (* 1963), Jazz- und Improvisationsmusiker
- Joseph Keul (1932–2000), Sportmediziner
- Anneliese Knoop-Graf (1921–2009), Pädagogin, Schwester von Willi Graf
- Otto Krüger (1895–1973), Wissenschaftler
- Heinz Küpper (1930–2005), deutscher Schriftsteller
- Adalbert Podlech (* 1929), Jurist
- Silke Rottenberg (* 1972), Fußballnationalspielerin
- Konrad Schaefer (1915–1991), Maler und Graphiker
- Sebastian Schlemmer (* 1978), Schauspieler
- Marlene Schmitz-Portz (* 1938), Leichtathletin
- Jean Spessart (1886–1961), Maler
- Josef Steinhausen (1885–1959), Archäologe
- Jamie Stevens (* 15. September 1974), internationaler Sänger
- Klaus Voussem (* 1970), Landtagsabgeordneter (CDU)
- Josef Weiss (1893–1976), Zeitzeuge des Holocaust
- Andreas Wolff (* 1991), Handballtorwart
- Bettina Wiegmann (* 1971), ehemalige Fußballnationalspielerin
- Erdoğan Yeşilyurt (* 1993), Fußballspieler
Sonstige mit der Stadt verbundene Personen [Bearbeiten]
- Hans-Dieter Arntz (* 1941), Oberstudienrat und Regionalhistoriker
- Mark Charig (* 1944), Jazzmusiker
- Joseph Emonds (1898–1975), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- Walter Eschweiler (* 1935), deutscher FIFA- und WM-Schiedsrichter
- Christel Frese (* 1944), Sportlerin
- Theodor Kellermann (1911–1945), katholischer Geistlicher
- Hanna-Renate Laurien (1928–2010), Politikerin
- Maximilian Carl von Martial (1665–1743), Generalfeldmarschall und Generaladjutant des Pfalzgrafen Johann Wilhelm
- Ernst Neumann-Neander (1871–1954), Kunstmaler, Erfinder und Motorradhersteller
- Pedro Olympio (1898–1969), Arzt und togolesischer Diplomat, 1920 Abiturient in Euskirchen
- Willi Pauli (1936–2003), „Kaare Willi“ – Stadtoriginal
- Joseph Roth (1896–1945), Schulzeit und Lehrerausbildung an der Präparandie und Referendar an der Martinschule
- Dieter Wellershoff (1933–2005), Generalinspekteur der Bundeswehr
- Ingo Wolf, Oberkreisdirektor (1993–1999), NRW-Innenminister (2005–2010)
Literatur [Bearbeiten]
- Autorenkollektiv: Zur Geschichte des Flamersheimer Waldes. Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalen, Heft 8. Herausgegeben vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Forstliche Dokumentationsstelle der Landesforstverwaltung NRW, Arnsberg 1999
- Freunde und Förderer des Stadtmuseums e. V. (Hrsg.): Die Kirchen und Kapellen in Euskirchen. Euskirchen 2006, ISBN 3-00-019035-X
- Jürgen Friedrichs, Robert Kecskes und Cristof Wolf: Struktur und sozialer Wandel einer Mittelstadt. Euskirchen 1952–2002. Leske + Budrich, Opladen 2002, ISBN 978-3-8100-3658-2.
- Peter Kremer: Wo das Grauen lauert. Blutsauger und kopflose Reiter, Werwölfe und Wiedergänger an Inde, Erft und Rur. Düren 2003, ISBN 3-929928-01-9 (illustrierte u. kommentierte Sammlung von Sagen aus den Kreisen Euskirchen, Düren und dem Erftkreis)
- Hans-Dieter Arntz, JUDAICA – Juden in der Voreifel, Euskirchen 1983, 3. Aufl.1986,ISBN 3-9800787-0-1
- Hans-Dieter Arntz, Kriegsende 1944/45 in Euskirchen. In: ders. Kriegsende 1944/45 zwischen Ardennen und Rhein. Euskirchen 1986, 3. Auflage 1986, S. 428-552, ISBN 3-9800787-1-X
- Hans-Dieter Arntz: Isidors Briefe – Über die Korrespondenz eines Juden aus Euskirchen. Aachen 2009, ISBN 978-3-86933-007-5
- Hubert Meyer: Euskirchen – so wie es war, Band 1. Droste-Verlag, Düsseldorf 1974, ISBN 3-7700-0374-8
- Hubert Meyer: Euskirchen – so wie es war, Band 2. Droste-Verlag, Düsseldorf 1977, ISBN 3-7700-0463-9
- Renate Mayntz: Soziale Schichtung und sozialer Wandel in einer Industriegemeinde. Enke, Stuttgart 1958 (Als „Euskirchen-Studie“ bekannt geworden).
- Gabriele Rünger und Manuel von Zelisch: Euskirchen im Wandel. Bildband, Geiger-Verlag, 2007, ISBN 978-3865952196
Weblinks [Bearbeiten]
- euskirchen.de – Stadt Euskirchen
- altes Euskirchner Wappen mit den beiden goldenen Löwen
- Regionalhistorische Homepage von Hans-Dieter Arntz
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 4. Juli 2012. (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.it.nrw.de/statistik/a/daten/amtlichebevoelkerungszahlen/rp3_juni10.html
- ↑ Seite 4 und 5 (PDF; 6,1 MB)
- ↑ Seite 20 ff. (PDF; 6,1 MB)
- ↑ Kölner Stadtanzeiger 20. Juni 2010: Eine Abkürzung zum Rhein
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ altes Euskirchner Wappen mit den beiden goldenen Löwen
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Euskirchen, § 2. Abgerufen am 2. Januar 2013 (PDF; 60 kB).
- ↑ http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1288741648921.shtml
- ↑ http://www.ksta.de/html/artikel/1288741383837.shtml
- ↑ Erzbistum Köln: Kath. Kirchengemeinden in Euskirchen
- ↑ kölnische Rundschau: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1152898569043.shtml
- ↑ BZE Euskirchen
- ↑ PrimeSite Rhine Region
- ↑ „Investor gesucht“, Unser Euskirchen
- ↑ Kreis Euskirchen: PrimeSite Rhine Region“
- ↑ NRW.INVEST: Die PrimeSite Rhine Region
- ↑ Stadtverkehr Euskirchen
- ↑ [1] (PDF; 538 kB)
- ↑ [2] (PDF; 123 kB)
- ↑ [3] (PDF; 67 kB)
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