Eva Figes

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Eva Figes (geborene Unger; * 15. April 1932 in Berlin; † 28. August 2012[1]) war eine britische Schriftstellerin, Sozialkritikerin und Aktivistin gegen die traditionelle realistische Literatur. Für ihre eigenen Werke erfand sie neue Formen.

1953 graduierte Figes mit einem B.A. vom Queen Mary College in London. Bis 1967 arbeitete sie für verschiedene Verlagshäuser. Während dieser Zeit entwickelte sie sich zur hauptberuflichen Schriftstellerin.

Ihre Romane durchleuchten das Innere ihrer Figuren. Außerdem wurde sie eine internationale Vorkämpferin der Frauenbewegung. Sie schrieb mehrere kritische Bücher, um die frauenfeindlichen staatlichen Strukturen im 20. Jahrhundert anzuprangern. 1966 wurde sie von George Figes geschieden. Sie ist die Mutter des 1959 geborenen Historikers Orlando Figes.

Werke[Bearbeiten]

Romane[Bearbeiten]

  • „Equinox“ (1966) untersucht die Auflösung einer Ehe und die danach folgenden Auseinandersetzungen, die alle Beteiligten haben, um wieder eine eigene Welt herzustellen.
  • „Winterausflug“ (orig.: Winter Journey, 1967) bezieht sich auf einen Tag im Leben eines einsamen Mannes.
  • „Aufwachen“ (orig.: Waking, 1981) besteht aus sieben Kapiteln, die immer damit beginnen, daß eine Frau aufwachet; diese Frauen stehen in verschiedenen Lebensaltern, von der idyllischen Kindheit bis zum bevorstehenden Tod.

Spätere Romane sind „Licht“ (orig.: Light, 1983), „Die sieben Lebensalter“ (orig.: The Seven Ages, 1986), „Geister“ (orig.: Ghosts, 1988), „Der Weisheitsbaum“ (orig.: The Tree of Knowledge, 1990), „Das Mietverhältnis“ (orig.: The Tenancy, 1993), und „Der Knoten“ (orig.: The Knot, 1996).

Werke: Sozialkritische Werke[Bearbeiten]

  • „Patriarchale Gewohnheiten: Frauen in der Gesellschaft“ (orig.: Patriarchal Attitudes: Women in Society, 1970), Darlegung frauenfeindlicher Strukturen bei Sigmund Freud.
  • „Sex und Täuschung: Schriftstellerinnen bis 1850“ (orig.: Sex and Subterfuge: Women Novelists to 1850, 1982).
  • „Autobiographie: Kleines Eden“ (orig.: Little Eden, 1978), Darstellung der Gefangenschaft ihres Vaters im Konzentrationslager Dachau und der darauf folgenden Flucht nach England.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. The Guardian: Eva Figes obituary, abgerufen am 9. September 2012