Eva Glawischnig-Piesczek

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Eva Glawischnig, 2013.

Eva Glawischnig-Piesczek (geb. Glawischnig) (* 28. Februar 1969 in Villach) ist eine österreichische Politikerin. Seit 1999 ist sie Abgeordnete zum Nationalrat für die Grünen. Von Oktober 2006 bis Oktober 2008 war sie Dritte Nationalratspräsidentin. Seit 17. Jänner 2009 ist sie Bundessprecherin der Grünen.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Nach der Matura am Bundesgymnasium Porcia in Spittal an der Drau (Kärnten) studierte Glawischnig Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz und beendete das Studium 1993 als Magistra. 1999 erlangte sie das Doktorat. Ihre Dissertation an der Karl-Franzens-Universität in Graz widmete sie dem Problem der grenznahen Atomkraftwerke[1] und setzte diese Kenntnisse bei einer Klage gegen das umstrittene Atomkraftwerk Mochovce auf Unterlassung der Gefährdung durch radioaktive Immissionen auch gleich in die Tat um. Ihre Klage gegen die Slovenské Elektrárne a.s. (Slowakische Kraftwerke AG) wurde in zweiter Instanz vor dem Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien im Juli 2005 abgewiesen.

Von 1992 bis zu ihrem Einstieg in die Wiener Gemeindepolitik 1996 arbeitete sie als juristische Beraterin für die Umweltschutzorganisation Global 2000, später wechselte sie in die Bundespartei der Grünen. Ab 2002 war Glawischnig stellvertretende Bundessprecherin der Grünen unter dem Parteichef Alexander Van der Bellen und gleichzeitig Klubobmann-Stellvertreterin der Grünen im Nationalrat. Am 30. Oktober 2006 wurde sie zur dritten Nationalratspräsidentin gewählt.

Am 3. Oktober 2008 gab Alexander Van der Bellen bekannt, dass er als Parteiobmann der Grünen zurücktreten werde und Glawischnig die designierte neue Parteichefin sei.[2] Am 24. Oktober wurde sie einstimmig zur neuen geschäftsführenden Parteichefin gewählt und später am Parteitag bestätigt.

Familie[Bearbeiten]

Eva Glawischnig-Piesczek mit Ehemann Volker Piesczek (Life Ball 2010).

Glawischnig wuchs in Unterhaus (Gemeinde Seeboden am Millstätter See) auf. Ihre Eltern führten ein Wirtshaus, das heute nicht mehr existiert. Die Politikerin wollte ursprünglich Musikerin werden und spielte als Schülerin in der "Gerald Gaugeler Band" Keyboard. Deren Lied "Gelati" schaffte es Ende der 1980er-Jahre sogar in die österreichische Hitparade. Glawischnig trat zur Aufnahmeprüfung für das Fach "Jazz" an der Kunstuniversität Graz an, nachdem sie für den einzigen freien Platz nicht genommen wurde, begann sie ein Studium der Rechtswissenschaften.

Seit 2. Juni 2005 ist Glawischnig mit dem österreichischen Fernsehmoderator und ATV-Sportjournalisten Volker Piesczek verheiratet. Am 4. Juni folgte die kirchliche Trauung in Seeboden, am 15. Mai 2006 kam der erste Sohn des Paares zur Welt. Ihre Schwangerschaft hatte sie im Oktober 2005 in einer Society-Talkshow des Radiosenders Ö3 bekannt gemacht; dieser Auftritt als Mitglied der „Seitenblickegesellschaft“ trug ihr (auch innerparteiliche) Kritik ein. Am 1. Juli 2009 gebar Glawischnig ihren zweiten Sohn.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eva Glawischnig-Piesczek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Österreichischer Bibliothekenverbund: Eintrag zu: Eva Glawischnig „Grenznahe Atomkraftwerke : Rechtsschutzmöglichkeiten des Zivilrechts“
  2. Grüne: Van der Bellen geht, Glawischnig kommt. In: Die Presse. 3. Oktober 2008
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF-Datei; 6,6 MB)