Eva Kruse

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Eva Kruse bei einem Konzert von [em] (Würzburger Hafensommer, 8. August 2010)

Eva Kruse (* 16. Oktober 1978 in Hamburg) ist eine deutsche Jazz-Bassistin.

Werdegang[Bearbeiten]

Eva Kruse ist in Brunsbek in Schleswig-Holstein aufgewachsen. In ihrer Kindheit und Jugend erhielt sie elf Jahre klassischen Klavierunterricht und begann vierzehnjährig auf Vorschlag eines Lehrers, den E-Bass zu erlernen. Diesen spielte sie in der Schul-Big-Band und bei den Bargteheider Vorstadtkrokodilen.[1] Nachdem sie im Alter von 18 Jahren in das Landesjugend-Jazz-Orchester Schleswig-Holstein aufgenommen wurde, entschloss sie sich, auf den Kontrabass umzusteigen. 1998 zog Eva Kruse nach Berlin, um an der Universität der Künste bei Sigi Busch, Jerry Granelli und David Friedman mit dem Kontrabass als Hauptinstrument „Jazz/Improvisation“ zu studieren. Ihr technisches Spiel am Kontrabass verfeinerte sie 2000 während eines Auslandsemesters in Göteborg bei Anders Jormin. Sie belegte zusätzlich Kurse bei John Taylor, der sie ermutigte, eigene Kompositionen für verschiedene Besetzungen zu schreiben. Zu ihren musikalischen Vorbildern am Kontrabass gehören Dave Holland, Gary Peacock und Anders Jormin.

Wirken[Bearbeiten]

Eva Kruse (Jazzfestival St. Ingbert 2009)

Während ihrer Studienzeit spielte Eva Kruse kleinere Tourneen mit dem April Light Orchestra und dem Tied & Tickled Trio aus Weilheim sowie von 1998 bis 2000 unter Peter Herbolzheimer im BuJazzO. Während ihrer Zeit im BuJazzO und dem Studium in Berlin lernte sie den Pianisten Michael Wollny und den Schlagzeuger Eric Schaefer kennen. Sie spielen seit 2002 zusammen und gründeten das Trio [em]; es folgten Konzerttourneen, Festivalauftritte und die Veröffentlichung von bisher vier CDs. 2009 wurde ihnen der BMW Welt Jazz Award 2009 verliehen,[2] 2011 der Neue Deutsche Jazzpreis.

Zusammen mit Eric Schaefer und dem Gitarristen Arne Jansen spielt sie auch im Arne Jansen Trio. Aus dieser Zusammenarbeit gingen die Veröffentlichungen My Tree und Younger Than That Now hervor. Weiterhin spielt sie mit Arne Jansen, Niels Klein und Nils Tegen im Quartett Firomanum, sowie in der Berliner Pop/Jazz/Elektronik-Band SOAP.

Eva Kruse besitzt eine besondere Beziehung zu dem Schleswig-Holsteinischen Festival Jazz Baltica. Sie wirkte dort häufig beim Eröffnungskonzert mit und spielte u.a. mit [em], Firomanum, dem Saxophonisten Bunky Green, sowie dem Jazz Baltica Ensemble unter der Leitung von Johannes Enders. Dort lernte sie auch den schwedischen Posaunisten Nils Landgren kennen, der sie zu verschiedenen Projekten einlud. Sie spielte u.a. in seiner 2007 gegründeten Formation New Eyes on Bach und begleitete ihn bei seiner jährlichen Christmas with my Friends -Tour.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im den Jahren 2011 und 2013 wurde das Trio [em] mit dem ECHO Jazz als Ensemble des Jahres national ausgezeichnet. [3]

Diskografische Hinweise[Bearbeiten]

  • Firomanum: Firomanum (schönerhören, 2003)
  • [em]: Call It [em] (ACT, 2005)
  • Young Friends: The Great German Songbook (ACT, 2005)
  • [em]: [em] II (ACT, 2006)
  • Arne Jansen Trio: My Tree (Traumton, 2006)
  • Firomanum: Scope (Traumton, 2006)
  • SOAP: busca busca! (Height Mansion Productions 2007)
  • [em]: [em] 3 (ACT, 2008)
  • Bunky Green: The Salzau Quartett Live At Jazz Baltica (Traumton, 2008)
  • Arne Jansen Trio: Younger Than That Now (Traumton/INDIGO, 2008)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.abendblatt.de/daten/2004/03/11/271972.html
  2. http://www.nmz.de/kiz/nachrichten/das-trio-em-erhaelt-den-bmw-welt-jazz-award-2009
  3. Preisträger des ECHO Jazz 2011 (abgerufen am 27. Juni 2011)