Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien

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Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien (kurz ELKI, italienisch: Chiesa Evangelica Luterana in Italia, CELI) ist ein Zusammenschluss fünfzehn evangelisch-lutherischer Gemeinden in Italien. Sie ist Mitglied im Lutherischen Weltbund (LWB), der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Föderation Evangelischer Kirchen in Italien (FCEI). Die Kirche besteht aus rund 7.000 Mitgliedern und 18 Pfarrern.[1] Ihr Sitz ist in Rom. Leitender Geistlicher der Kirche (Dekan) ist Pfarrer Heiner Bludau.

Geschichte[Bearbeiten]

Die fünfzehn Gemeinden der ELKI sind teilweise sehr viel älter als die Kirche selbst: die älteste Gemeinde ist Venedig, die 1650 zur Zeit der Reformation von deutschen Kaufleuten gegründet wurde. Die Gemeinde in Triest wurde 1778 gegründet. Es folgten die Gründungen der Gemeinden in Rom (1819, Christuskirche (Rom)), Neapel (1826), Mailand (1850), Meran (1861), San Remo (1870), Bozen (1889), Genua (1896) und Florenz (1899). Mit Ausnahme von Meran traten bei Gründung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien im Oktober 1949 alle Gemeinden der Kirche bei. 1952 traten drei am Golf von Neapel gelegene Gemeinden der ELKI bei: Torre del Greco, Santa Maria la Bruna und Torre Annunziata, die sich später wieder unter dem Namen der letzteren zusammenschlossen. 1966 wurde die Gemeinde Ispra-Varese im Zusammenhang mit der Gründung der Europäischen Schule als zweite lutherische Gemeinde in der Lombardei gegründet. 1991 trat ein Gemeindeverband für Sizilien und Pfarramt in Catania bei und in den Jahren 2008 und 2009 kam es schließlich zur Gründung und Beitritt der Gemeinden Verona-Gardone, Meran und Turin.

Die Gemeinde von Neapel war von 1826 bis zur letzten gemeinsamen Generalversammlung am 24. Januar 1866 deutsch und französisch. Die deutsche und französische Gemeinde wurden an dieser Versammlung institutionell getrennt. Eine Minderheit der Deutschsprachigen wollte die Gemeinde an die preussische unierte Landeskirche anschließen, was jedoch nicht gelang. 1871 verlangte ein Schweizer Mitglied der deutschsprachigen Gemeinde, dass das allgemeine Kirchengebet so gefasst werden müsse, dass es nicht nur für Reichsdeutsche passe.[2]

Kirchengebäude[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien, Kommunikationsausschuss Lutherischer Minderheitskirchen in Europa (KALME)
  2. Ernst Schubert: Aus der Geschichte der evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Neapel. von Richter, Neapel 1926, S. 95 und S. 101.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lutheran churches in Italy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien