Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia

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Dieser Artikel behandelt die englischsprachige Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia; für weitere Bedeutungen siehe Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (Begriffsklärung). Für den türkischen Schauspieler siehe Cansel Elçin.
Logo
Logo der ELCIN
Basisdaten
Fläche: 824.292 km²
Leitende Geistliche: Reverend Bischof S. Nambala und
Reverend Bischof Josephat Sanghala
Mitgliedschaft: LWB, Weltkirchenrat, Ökumenischer Rat der Kirchen, Lutherische Kommunion im Südlichen Afrika[1], Namibischer Kirchenrat
Kirchenkreise: 18
Kirchengemeinden: 126
Gemeindeglieder: etwa 678.000 (2009)
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
30,8 %
Offizielle Website: www.elcin.org.na

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (ELCIN; engl. The Evangelical Lutheran Church in Namibia) ist mit knapp rund 700.000 Gemeindemitgliedern[2] die größte Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia. Neben ihr bestehen die überwiegend südnamibische Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Namibia sowie die deutschsprachige Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (DELK).

Geschichte[Bearbeiten]

Der finnische Missionar Martti Rautanen in Olukonda (1899)
Evangelische Kirche Ongwediva (2011)

Die Kirche ging aus der seit den 1870er Jahren betrieben Missionsarbeit der Finnischen Evangelisch-Lutherischen Missionsgesellschaft (FELM) der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands hervor. Die ersten Taufen fanden am 6. Januar 1883 statt. Seit 1954 kam es zur Bildung der Evangelisch-Lutherische Ovambo-Kavango-Kirche, die 1984 in den heutigen Namen umbenannt wurde. Die ELCIN spielte im Kampf um die Unabhängigkeit Namibias eine wichtige Rolle. Durch die geographische Lage von Ovambo- und Kavangoland an der Grenze zu Angola lag die Kirche jahrelang im Zentrum des Aufmarschgebietes der südafrikanischen Armee für den Bürgerkrieg in Angola und des Kampfes gegen die Unabhängigkeitsorganisation SWAPO.

Die Kirche betreibt zwei Privatschulen in Oshigambo (High School, gegründet 1960) und in Nkurenkuru (High school, gegründet 1990).

Vorsitzende Bischöfe seit 1957[Bearbeiten]

  • Leonard Auala (1960–1978)
  • Kleopas Dumeni (1978–2000)
  • Apollos Kaulinge (2000–2004)
  • Tomas Shivute (2004–2010)
  • S. Nambala und Josephat Sanghala (beide seit 2011)[3]

Gliederung[Bearbeiten]

Obwohl die ELCIN in Bezug auf ihre Mitgliederzahl die größte Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia ist, erstreckt sich das Kirchengebiet weitestgehend auf die Regionen Nordnamibias von Kunene bis Caprivi. Mit dem Zuzug der Nordnamibier nach Windhoek und anderen Landesteilen hat die Kirche jedoch in ganz Namibia Zuwachs. Die Kirche gliedert sich derzeit in zwei Bistümer (Ongeleki Onkwaevangeli, paLuther muNamibia), bestehend aus insgesamt 18 Kirchenkreisen und 126 Kirchengemeinden. Sie hat ihren Sitz in Oniipa, Oshikoto in Nordzentralnamibia.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gerhard L. Buys, Shekutaamba V. Nambala: History of the church in Namibia, 1805–1990. An introduction. Gamsberg Macmillan, Windhoek 2003, ISBN 99916-0-490-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.lucsa.org
  2. http://www.lutheranworld.org/lwf/wp-content/uploads/2011/03/LWF-Statistics-2010.pdf
  3. Congratulatory Message for The Newly Elected ELCIN Bishops By Jeremiah Nambinga, RDP, 21. April 2011