Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Tübingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Logo fehltVorlage:Infobox Hochschule/Studenten fehltVorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Tübingen
Gründung 1998
Trägerschaft kirchlich
Ort Tübingen
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Rektor Christian Fischer
Website www.kirchenmusikhochschule.de

Die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik Tübingen ist eine kirchenmusikalische Ausbildungsstätte der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie ist eine staatlich anerkannte Musikhochschule.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Tübinger Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche Württemberg ging 1998 aus der Hochschule für Kirchenmusik in Esslingen am Neckar hervor, die bereits 1945 als Kirchenmusikschule gegründet worden war. An dieser Hochschule wurden Chorleiter, Organisten und Kantoren vor allem für den kirchlichen Dienst ausgebildet. Die Ausbildungen schlossen in der Regel mit dem kirchenmusikalischen A-Examen, mit dem B-Examen und anderen entsprechenden Abschlüssen ab. Die Esslinger Kirchenmusikschule wurde 1989 zur Hochschule für Kirchenmusik erhoben. 1995 war sie die erste Hochschule in Deutschland, die das Fach Popularmusik in den Fächerkanon des Kirchenmusikstudiums aufgenommen hat. Sie zog im Herbst 1998 nach Tübingen um und ist seit 2009 eine staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Als neues Domizil dient seit dem Umzug nach Tübingen das „Schwabenhaus“ [verlinken mit Hochschule/Über uns/Gebäude], ein direkt am Neckar gelegenes denkmalgeschütztes Gebäude, 1899 vom Tübinger Studentencorps „Suevia“ im Stil des Historismus mit Jugendstilelementen erbaut. Zu den bekannteren Dozenten aus der Gründungszeit gehörten Hans-Arnold Metzger, Karl Gerok, Helmut Bornefeld und Hermann Stern. An der Hochschule werden gegenwärtig neben dem grundständigem Studium der Ev.Kirchenmusik-B und dem Aufbaustudium Ev.Kirchenmusik-A weitere Aufbaustudiengänge in Orgelliteraturspiel, Orgelimprovisation, Chorleitung und Kirchliche Popularmusik angeboten. Die derzeitigen Diplom- und Aufbaustudiengänge sollen ab Herbst 2012 auf neu konzipierte Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt werden.

Die Hochschule arbeitet in einem deutschlandweit einmaligen Modell in enger Kooperation mit der katholischen Hochschule für Kirchenmusik im benachbarten Rottenburg. Es gibt gemeinsame Lehrveranstaltungen, den gemeinsamen Hochschulchor und die Möglichkeiten zum hochschulübergreifenden Lehrerwechsel. Ferner bestehen Kooperationen und z.T. enge Kontakte zur Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg, zum traditionsreichen Evangelischen Stift Tübingen (der württembergischen Theologen-Ausbildungsstätte) und zur Stiftskirchengemeinde. Ebenso werden Kontakte zur hiesigen Universität, besonders zur Theologischen Fakultät und zum Musikwissenschaftlichen Institut gepflegt, die u.a. in gemeinsamen Gottesdiensten oder Lehrveranstaltungen münden.

[Bearbeiten] Heutiger Standort

„Schwabenhaus“, früher das Corpshaus der Suevia Tübingen, heute Sitz der Hochschule

Siehe Hauptartikel: Schwabenhaus (Tübingen)

Die Hochschule ist seit 1998 im 1899 erbauten „Schwabenhaus“ von Tübingen untergebracht. Dieses Haus gehörte einst der StudentenverbindungSuevia“ und ist ein denkmalgeschütztes Gebäude an der linken Neckarseite (Gartenstraße 12). Dort stehen den Studierenden und Dozenten unter anderem fünf Orgeln, fünf Flügel, acht Klaviere, drei Cembali, mehrere Keyboards, Gesangsanlage, Mischpult sowie Computerarbeitsplätze zum Arrangieren und Tonmischen zur Verfügung. Die Hochschule für Kirchenmusik beherbergt mit den über 70.000 Medieneinheiten der Kirchenmusikalischen Zentralbibliothek eine der größten kirchenmusikalischen Noten-, Bücher- und CD-Sammlungen Deutschlands.

[Bearbeiten] Gegenwärtiges Profil

Die spezifische Ausrichtung der Ev. Hochschule für Kirchenmusik Tübingen zeigt sich unter anderem in der starken Vernetzung mit anderen Ausbildungseinrichtungen und Partner, wie:

  • der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik Rottenburg, mit der seit 1998 eine bundesweit einmalige ökumenische Kooperation auf Ausbildungebene gepflegt wird
  • dem Ev.Stift Tübingen und der Ev.-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen bei einem gemeinsamen „Forum Gottesdienst“ für angehende Kirchenmusiker und Pfarrer
  • der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg bei gemeinsamen Lehrveranstaltungen und Dozentenaustausch
  • dem Verband „Evangelische Kirchenmusik in Württemberg bei gemeinsamen Kursen und Workshops
  • der Arbeitsstelle Musisch-kulturelle Bildung und dem Posaunenwerk des Evangelischen Jugendwerks der Württembergischen Landeskirche durch Gastkurse und Lehrimport
  • in der starken Integration des Fachgebietes Kirchliche Popularmusik. Für die anstehende Studienreform (Umstellung auf Bachelor/Master) ist geplant, dieses Fachgebiet noch stärker in den Studiengängen zu verankern (insbesondere auch im vokalen Bereich) sowie als „Profil-Studiengang“ auszubauen.
  • in der praxisnahen Einbeziehung von immer wichtiger werdenden pädagogischen Arbeitsgebieten wie „Musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“
  • in der Berücksichtigung der ”Gemeindenähe“ der Ausbildung (z. B. in Fächern wie Gemeindesingen, Liturgisches Singen, Bläserarbeit/Posaunenchor)
  • in der individuellen Förderung, die die Studierenden durch eine hohe Betreuungsdichte durch die Dozenten der Hochschule erfahren
  • durch die bewusst evangelische Prägung der Studierenden, besonders über die qualitätsvolle Arbeit in den theologischen Fächern und durch ein gottesdienstliches Leben an der Hochschule

[Bearbeiten] Leitung

1998–2009: Ingo Bredenbach
seit 2010: Christian Fischer

[Bearbeiten] Lehrende

[Bearbeiten] Gegenwärtig Lehrende

  • Guillermo Anzorena - Gesang
  • Ingo Bredenbach - Orgelliteraturspiel, Orgelimprovisation
  • Barbara Bürkle - Jazz/Popgesang
  • Charles de Burgh - Gitarre
  • Christian Fischer (Chorleiter) - Chorleitung, Popchorleitung, Gemeindesingen
  • Franz Jochen Herfert - Tonsatz, Partiturspiel
  • Johanna Irmscher - Chorleitung, Chorische Stimmbildung, Hochschulchor, Orchesterleitung
  • Gertrud Junker - Gesang, Blockflöte
  • Martin Kaleschke - Orgelliteraturspiel, Orgelimprovisation
  • Elisabeth Klauske - Gehörbildung
  • Bernhard Leube - Prorektor; Liturgik, Hymnologie, Theologische Grundlagen
  • Stephan Leuthold - Orgelliteraturspiel, Orgelimprovisation
  • Carsten Lorenz - Cembalo, Generalbass
  • Johannes Mayr - Orgelliteraturspiel, Orgelimprovisation
  • Hans-Ulrich Nonnenmann - Posaune
  • Thomas Schäfer-Winter - Orgelliteraturspiel
  • Michael Schütz (Kirchenmusiker) - Pop-Piano, Arrangement, Pop-Grundlagen
  • Stefan Schütz - Schlagzeug
  • Albrecht Schuler - Posaune, Trompete
  • Martin Smith - Klavier
  • Barbara Stein - Gesang
  • Friedhilde Trüün - Kinderchorleitung
  • Helmut Völkl - Musikwissenschaft

[Bearbeiten] Ehemalige Dozentinnen und Dozenten

[Bearbeiten] Literatur

  • Vorlesungs- und Namensverzeichnis der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen, Wintersemester 2011/12, Tübingen

[Bearbeiten] Weblinks

48.5191666666679.06Koordinaten: 48° 31′ 9″ N, 9° 3′ 36″ O

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge