Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

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Karte
EVK Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.svg
Basisdaten
Fläche:  ?
Leitender Geistlicher: Bischof
Markus Dröge
Präses der Synode: Andreas Böer
Präsident des Oberkirchenrates: Ulrich Seelemann
Pröpstin Friederike von Kirchbach
Mitgliedschaft: EKD, UEK
Sprengel: 3
Kirchenkreise: 33
Kirchengemeinden: 1.504[1]
Gemeindemitglieder: 1.139.665 (31. Dezember 2007[2])
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
18,8% (31. Dezember 2007[2])
Offizielle Website: www.ekbo.de

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) ist eine von 20 Gliedkirchen (Landeskirchen) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie hat ihren Sitz in Berlin und ist wie alle Landeskirchen eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Im Gebiet der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz leben rund 6,0 Millionen Menschen. Von diesen bekennen sich 1,22 Millionen zur Evangelischen Kirche.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist eine der unierten Kirchen innerhalb der EKD. Ihre derzeit gültige Grundordnung wurde 2003 erlassen und zum 1. Januar 2004 in Kraft gesetzt, als die beiden bisherigen Landeskirchen, die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg und die Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz zu einer neuen Landeskirche fusionierten. Die beiden Vorgängerkirchen waren bis 2003 auch Gliedkirchen der Evangelischen Kirche der Union (EKU), welche bereits zum 1. Juli 2003 in der Union Evangelischer Kirchen (UEK) aufging.

Haupt- und Predigtkirche des Bischofs der EKBO ist die St. Marienkirche in Berlin neben dem Fernsehturm.[3] Regelmäßige Predigten hält der Bischof auch in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und im Berliner Dom, der unter gemeinsamer Aufsicht der Union Evangelischer Kirchen steht.[4]

Die Landeskirche unterhält zusammen mit der EKD eine Evangelische Akademie in Berlin. Außerdem gibt es die aus dem Bestand der alten EKSOL übernommene Evangelische Akademie in Görlitz, über eine Fusion der Akademien wird gegenwärtig nachgedacht.

Gebiet der Landeskirche[Bearbeiten]

Das Gebiet der „Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz“ umfasst im Wesentlichen die Bundesländer Berlin und Brandenburg sowie den östlichen Teil des Bundeslandes Sachsen. Einige Gemeindeglieder der Landeskirche wohnen auch in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Umgekehrt gehören auch einige Einwohner in den Grenzgebieten des Landes Brandenburg zu den Landeskirchen Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland und Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Landeskirche ist untrennbar mit der Geschichte der Länder Brandenburg und Schlesien bzw. mit dem späteren Königreich Preußen verbunden.

Im Kurfürstentum Brandenburg wurde ab 1539 die Reformation eingeführt. 1540 wurde eine erste lutherisch geprägte „Kirchenordnung“ erlassen, die zumindest der Intention nach für alle Kirchen des Landes Gültigkeit haben sollte. 1613 trat Kurfürst Johann Sigismund vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis über. In der Confessio Sigismundi gestattete er jedoch seinen Untertanen, diesem Wechsel nicht zu folgen, und begründete damit eine Ausnahme von der im Augsburger Religionsfrieden von 1555 vorgesehenen Formel „Cuius regio, eius religio“. Trotzdem kam es in der Folgezeit immer wieder zu Spannungen zwischen dem reformierten Kurfürstenhaus und der lutherischen Landeskirche, so etwa im Fall von Paul Gerhardt. Gemeinden beider Bekenntnisse existierten in der Mark Brandenburg nun für die beiden nächsten Jahrhunderte nebeneinander.

In der Oberlausitz setzte sich das lutherische Bekenntnis zwischen 1521 und 1550 weitgehend durch. Aufgrund besonderer politischer Umstände kam es aber nicht zur Bildung einer Landeskirche. Nach dem Wiener Kongress (1815) kam die östliche Hälfte der Oberlausitz zu Preußen und wurde an die Provinz Schlesien angeschlossen. Die Oberlausitzer Kirchgemeinden wurden mit der lutherischen schlesischen Provinzialkirche vereinigt, deren erste Kirchen- und Visitationsordnung von 1742 bzw. 1748 herrührte. Seit 1750 unterstanden alle lutherischen Kirchengemeinden der Monarchie dem Lutherischen Oberkonsistorium Preußens in Berlin. Die reformierten Kirchengemeinden dagegen ressortierten bei der Reformierten Kirchen-Direction Preußens, ebenfalls in Berlin.

Nach 1815 bildete der Staat Preußen in seinen Provinzen je eigene neue Kirchenverwaltungsbehörden, für Brandenburg und Schlesien mit den Konsistorien in Berlin bzw. Breslau an der Spitze. Auch nach der Ausgliederung Berlins aus der Provinz Brandenburg im Jahre 1881 blieben beide politischen Verwaltungseinheiten kirchlich zusammen als Kirchenprovinz Mark Brandenburg.

Oberhaupt („summus episcopus“) der lutherischen und der reformierten Kirche war der König von Preußen. 1817 verfügte Friedrich Wilhelm III. eine Verwaltungsunion beider Bekenntnisse. Somit entstand innerhalb des Staates Preußen eine einheitliche Kirche, die „Evangelische Kirche in Preußen“, die in den folgenden Jahrzehnten mehrmals ihren Namen änderte. Diese Kirche umfasste bis 1918/1922 folgende acht Kirchenprovinzen: Ost- und Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Sachsen, Schlesien, Rheinprovinz und Westfalen. Einige Lutheraner unter Führung des Breslauer Theologieprofessors Johann Gottfried Scheibel konnten die Union aus theologischen Gründen nicht mitvollziehen und traten deshalb der neuen Evangelischen Kirche in Preußen nicht bei. Dies führte zu einer staatlichen Verfolgung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen zwischen 1830 und 1840 mit Billigung des Konsistoriums und schließlich 1845 zu ihrer Anerkennung als evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche.

Nach dem Ersten Weltkrieg hörte mit dem Ende der Monarchie auch das landesherrliche Kirchenregiment auf. Die preußische Landeskirche und ihre Provinzialkirchen gründeten daher 1922 die „Evangelische Kirche der Altpreußischen Union“, welche durch Abtrennung der überwiegenden Anzahl der Gemeinden der Provinzialkirche Posens verkleinert worden war. Die Kirche wurde von mehreren Generalsuperintendenten und dem Präsidenten des Oberkonsistoriums in Berlin verwaltet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Oder-Neiße-Linie die Ostgrenze Deutschlands. Dies bedeutete die Abtrennung der Provinz Ostpreußen und der größeren Teile der Provinzen Pommern und Schlesien sowie des östlich der Oder gelegenen Teiles von Brandenburg, deren Gebiete unter polnische bzw. sowjetische Verwaltung gestellt wurden. Die verbliebenen sechs alten Provinzialkirchen Preußens wurden bis 1947 nach formeller Auflösung des Staates Preußen selbständige Landeskirchen.

Die Kirchenprovinz Mark Brandenburg, nunmehr von einem Bischof (Otto Dibelius) geleitet, erhielt 1948 eine neue Verfassung und hieß danach „Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg.“ Sie trat der „Evangelischen Kirche in Deutschland“ (EKD) bei. Seit 1945 erschien in Berlin die evangelische Wochenzeitung Die Kirche, deren Herausgeber der Bischof der Berlin-Brandenburgischen Landeskirche war.

In Schlesien wurde noch 1945 unter Präses bzw. Bischof Ernst Hornig die kirchliche Tradition der Schlesischen Provinzialkirche weitergeführt. 1946 tagte im seit 1945 unter polnischer Verwaltung stehenden Schweidnitz die Synode der Evangelischen Kirche von Schlesien. Doch schon am 4. Dezember 1946 musste Ernst Hornig Breslau verlassen und zog – ebenso wie 1947 das zunächst in Breslau verbliebene Konsistorium – nach Görlitz. Im Zuge der Vertreibung der Deutschen wurden die meisten evangelischen Kirchengemeinden in Schlesien östlich der Neiße aufgelöst. Die Mehrzahl der evangelischen Kirchen wurde von katholischen Gemeinden übernommen. Soweit in Einzelfällen evangelische Gemeinden fortbestanden, wurden sie in die Evangelische Kirche Augsburger Bekenntnisses in Polen eingegliedert. Das westlich der Neiße gelegene, bei Deutschland verbliebene Gebiet der schlesischen Provinzialkirche wurde zunächst von der Berlin-Brandenburgischen Kirche treuhänderisch verwaltet, zum 1. Mai 1947 aber unter dem Namen „Evangelische Kirche von Schlesien“ eine selbständige Landeskirche, die später ebenfalls der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) beitrat. Die geistliche Leitung der schlesischen Kirche oblag bereits seit 1918 den Generalsuperintendenten und später den Bischöfen. Am 14. November 1951 wurde eine Verfassung verabschiedet.

1954 gründeten die sechs ehemaligen Provinzialkirchen Altpreußens (neben Berlin-Brandenburg und Schlesien Provinz Sachsen, Pommern, Rheinland und Westfalen) als Nachfolgeeinrichtung der „Evangelischen Kirche der altpreußischen Union“ von 1922 die „Evangelische Kirche der Union“ als eigenständige Kirche, die ebenfalls der EKD beitrat.

Ehem. Konsistorium (West), Bachstraße, Hansaviertel.

Nach dem Bau der Berliner Mauer wurde eine gemeinsame Arbeit innerhalb der Kirche in Berlin-Brandenburg immer schwerer. Die Kirche wurde daher 1972 in die Bereiche West (= West-Berlin) und Ost (= Ost-Berlin und Brandenburg) geteilt. Jeder Bereich erhielt eine eigene Kirchenverwaltung mit Sitz in Berlin (West-Konsistorium, Bachstraße 1–2 und Ost-Konsistorium, Neue Grünstraße) und einem Bischof an der Spitze. Mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten wurde auch die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg wieder vereinigt. Seit 1991 leitet wieder ein gemeinsamer Bischof die Kirche.

Auch bei der schlesischen Kirche brachten die damaligen politischen Verhältnisse Veränderungen mit sich. So musste sie 1968 ihren Namen in „Evangelische Kirche des Görlitzer Kirchengebiets“ ändern, weil die damalige Regierung der DDR die Führung des Namensbestandteils „Schlesien“ als Revanchismus und Nichtanerkennung der neuen Grenzen zu Polen ansah. Nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten konnte die Landeskirche 1992 jedoch wieder umbenannt werden. Dabei erhielt sie die Bezeichnung „Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz“.

Zum 1. Januar 2004 vereinigten sich beide Landeskirchen zur Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Leitung der Landeskirche[Bearbeiten]

Bischof[Bearbeiten]

An der Spitze der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz steht der Bischof, der geistliche Leiter der Kirche. In beiden ehemaligen Landeskirchen gab es bereits seit den 1930er Jahren einen Bischof. Er wird von der Landessynode auf zehn Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Mit der Vollendung seines 65. Lebensjahres tritt der Bischof in der Regel in den Ruhestand. Der Bischof ist Vorsitzender der Kirchenleitung. Sein Stellvertreter ist der Propst, der theologische Leiter im Konsistorium (Verwaltungsbehörde der Kirche).

Generalsuperintendenten und Pröpste[Bearbeiten]

Geistliche Leiter der Evangelischen Kirche in Preußen waren Generalsuperintendenten, von denen es in ganz Preußen insgesamt zwölf gab. Das Amt wurde kurz nach der Reformation eingeführt, später wieder aufgelöst und dann erst 1830 erneut eingeführt. Für Brandenburg waren zwei (ab 1911 drei), für Schlesien ein (ab 1904 zwei) Generalsuperintendenten tätig, die nach Wegfall des landesherrlichen Kirchenregiments 1918 zusammen mit dem Präsidenten des Konsistoriums die Kirchenleitung der Provinzialkirche bildeten und später bereits den Titel Bischof erhielten. Nach Auflösung des Staates Preußen im Jahre 1947 wurden die Provinzialkirchen formell selbständig. Sie wurden weiterhin von einem Bischof als Oberhaupt der Kirche geleitet.

Heute gibt es drei Sprengel, die je von einem Generalsuperintendenten geleitet werden: Berlin, Görlitz und Potsdam. Zu seiner Wahl tritt ein Wahlkonvent zusammen, der aus dem Mitgliedern der Kreis- sowie der Landessynode und den Superintendenten des jeweiligen Sprengels besteht. Die Generalsuperintendenten werden auf zehn Jahre gewählt. Auf Antrag des Wahlkonvents des jeweiligen Sprengels kann die Kirchenleitung beschließen, dass der entsprechende Generalsuperintendent den Titel Regionalbischof führt. Dies geschah erstmals bei der Wahl des Generalsuperintendenten von Görlitz im April 2004.

Amtsinhaber sind
Sprengel Berlin: Ulrike Trautwein (seit 2011)
Sprengel Görlitz: Martin Herche (seit 2011)
Sprengel Potsdam: Heilgard Asmus (seit 2010)
Theologischer Stellvertreter des Bischofs ist der Propst bzw. die Pröpstin. Dies ist eine alte berlin-brandenburgische Tradition, die in die vereinte Landeskirche übernommen wurde. Der Propst ist geborenes Mitglied der Kirchenleitung, der Landessynode und leitender Geistlicher des Konsistoriums. Die gegenwärtige Amtsinhaberin ist seit 2005 Friederike von Kirchbach.

Landessynode[Bearbeiten]

Als „Parlament“ hat die Landeskirche eine Landessynode (bis 1948 „Altpreußische Generalsynode“). Deren Mitglieder, die Synodale, werden auf sechs Jahre von den Kirchenkreisen sowie von den kirchlichen Arbeitszweigen und Werken gewählt, einige werden auch berufen.

Der Landessynode gehören im Einzelnen an:

  • der Bischof
  • die Generalsuperintendenten und der geistliche Moderator
  • der Präsident und der Propst des Konsistoriums
  • die Superintendenten
  • von den Synoden der Kirchenkreise gewählte Mitglieder
  • von kirchlichen Arbeitszweigen, Einrichtungen und Werken entsandte Mitglieder
  • ein Lehrstuhlinhaber der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin
  • von der Kirchenleitung berufene Mitglieder

Zu den Aufgaben der Synode zählen die Wahl des Bischofs, des Propstes und des Konsistorialpräsidenten, das Beraten und Beschließen von Kirchengesetzen, den Haushalt und den Kollektenplan der Landeskirche zu verabschieden, sowie Beschlüsse über die strukturelle Organisation der Landeskirche. Außerdem entsendet die Synode Mitglieder in verschiedene überkirchliche Gremien, etwa in die Vollversammlung der Union Evangelischer Kirchen und die Synode der EKD. Die Landessynode tagt mindestens einmal pro Jahr. Vorsitzender der Synode ist der Präses.

Verwaltung der Landeskirche[Bearbeiten]

Konsistorium und Verwaltungshierarchie[Bearbeiten]

Der Bischof hat seinen Amtssitz in Berlin. Er ist Vorsitzender der auf sechs Jahre gewählten Kirchenleitung („Regierung“ der Kirche). Zu ihr gehören der Bischof selbst, der Präses der Landessynode, die Generalsuperintendenten, der Konsistorialpräsident und der Propst des Evangelischen Konsistoriums in Berlin als geborene Mitglieder. Weitere Mitglieder der Kirchenleitung werden von der Synode aus dem Kreis der Landessynodalen gewählt. Der Reformierte Moderator darf mit beratender Stimme an den Sitzungen des Gremiums teilnehmen, das regelmäßig im Kirchlichen Zentrum Berlin zusammenkommt.

Daneben gibt es das Konsistorium, das aus festangestellten Kirchenbeamten besteht. Es ist eine Art „Exekutivbehörde“ der Kirchenleitung. Seine Mitglieder (Kollegium) bereiten Beschlüsse der Kirchenleitung vor, führen die laufenden Geschäfte der Landeskirche, sind für die Rechtsaufsicht über Gemeinden und Kirchenkreise und die Dienstaufsicht über die Pfarrer, Superintendenten und die Kirchenbeamten zuständig. Das Konsistorium unterstützt alle kirchlichen Bereiche bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Das Konsistorium ist kollegial verfasst. Dem Kollegium gehören der Präsident, der Propst und die Leiter der Abteilungen an (juristische und geistliche Oberkonsistoralräte). Das Konsistorium ist in Abteilungen und Referate gegliedert. Leiter des Konsistoriums ist der Konsistorialpräsident, meist ein Jurist. Die theologische Leitung (Abteilung 2) obliegt dem Propst.

  • Abteilung 1: Der Präsident: Leitung des Konsistoriums, Angelegenheiten der Landessynode und der Kirchenleitung, Staatskirchenrecht u.a.
  • Abteilung 2: Theologie und kirchliches Leben
  • Abteilung 3: Personalia, Sonderseelsorge
  • Abteilung 4: Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung und Theologisches Prüfungsamt
  • Abteilung 5: Bildung, Schulen und Religionsunterricht
  • Abteilung 6: Finanzen, Vermögen, Steuern u.a.
  • Abteilung 7: Dienst-und Arbeitsrecht, staatliches Recht, Archivwesen u.a.

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche von unten nach oben wie folgt aufgebaut: An der Basis stehen die Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Kirchenvorständen, den „Gemeindekirchenräten“, deren Mitglieder gelegentlich „Älteste“ genannt werden. Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen einen Kirchenkreis, an dessen Spitze ein Superintendent steht. Die Kirchenkreise sind ebenfalls Körperschaften des öffentlichen Rechts und haben als Gremium die Kreissynode, deren Mitglieder von den jeweiligen Kirchengemeinden entsandt werden. Gelegentlich gibt es einen Kreiskirchenrat als kollegiales Gremium an der Stelle des Superintendenten.

Mehrere Kirchenkreise bilden zusammen einen Sprengel, an dessen Spitze ein Generalsuperintendent bzw. ein Regionalbischof (nur im Sprengel Görlitz) steht. Diese Verwaltungsebene hat kein Gremium. Die drei Sprengel bilden zusammen die Landeskirche mit den oben beschriebenen Institutionen.

Bischofsliste[Bearbeiten]

Der Titel Bischof war bis 1933 unüblich. Allein König Friedrich Wilhelm III. verlieh in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Titel an mehrere Personen ehrenhalber. Die amtliche Bezeichnung der höchsten geistlichen Leitungsfunktion lautete von 1828 bis 1933 „Generalsuperintendent“. Jede Kirchenprovinz hatte, entsprechend ihrer Größe, einen bis vier Generalsuperintendenten. Der Generalsuperintendent war geistlicher Leiter der Kirchenprovinz und des jeweiligen Provinzialkonsistoriums. Soweit es in einer Kirchenprovinz mehrere Generalsuperintendenten gab, wechselten sie turnusmäßig als geistliche Leiter des Konsistoriums. Unter der Herrschaft der Deutschen Christen in den Leitungsgremien der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union wurden die Titel und Funktionen eines Landesbischofs (Ludwig Müller) und von Provinzialbischöfen eingeführt. Die Kirchenprovinz Mark Brandenburg wurde in Bistum Berlin umbenannt. Ein Provinzialbischof leitete das Bistum gemäß dem Führerprinzip. Die märkischen Generalsuperintendenten firmierten nun als Pröpste im Rang unter dem Provinzialbischof. Otto Dibelius nahm 1945 selbst den neuen Titel Bischof an, der ihn im Verkehr mit der sowjetischen Besatzungsmacht als Kirchenvertreter auswies.

Generalsuperintendenten in der Kirchenprovinz Mark Brandenburg[Bearbeiten]

Geistliche Leiter für die Stadt Berlin

1823–1865: Daniel Amadeus Neander, Propst der Petrikirche (Berlin-Cölln), damals das ranghöchste geistliche Amt in Berlin. Als Vertrautem Friedrich Wilhelms III. wurde ihm von diesem 1830 der Ehrentitel „Bischof“ verliehen.
1865–1871: Vakanz, die Stelle wurde erst nach Neanders Tod 1869 wieder besetzt
1871–1892: Bruno Brückner, er führte den Titel Generalsuperintendent (Gen.Supt.)
1893–1911: Wilhelm Faber
1912–1918: Christoph Friedrich Lahusen
1918–1921: Vakanz
1921–1927: Georg Burghart
1928–1933: Emil Karow, durch den preußischen Staatskommissar August Jäger – unter Bruch der Kirchenordnung – beurlaubt.

Generalsuperintendent für die Vorstädte Berlins (Berlin-Land und Kölln-Land)

1911–1933: Wilhelm Haendler (diese Generalsuperintendentur wurde 1911 geschaffen und nach Haendlers Pensionierung 1933 wieder aufgelöst)

Generalsuperintendenten für die Kurmark

1540–1550: Jacob Stratner († 1550)
1550–1566: Johannes Agricola (1494–1566)
1566–1581: Andreas Musculus (1514–1581)
1581–1594: Christoph Cornerus (auch Corner, Körner oder Korner; 1519–1594)
1595–1633: Christoph Pelargus (auch Storch; 1565–1633)
1633–1829: Vakanz – wegen des konfessionellen Streits übernahm das Märkische Konsistorium als Kollegialorgan, das lutherische und reformierte Mitglieder einschloss, die Funktion.
1829–1853: Daniel Amadeus Neander; in Personalunion war er von 1823 bis 1865 Propst der Petrikirche (Berlin-Cölln).
1853–1873: Wilhelm Hoffmann, zugleich Hofprediger
1873–1879: Vakanz?
1879–1891: Theodor Johannes Rudolf Kögel, seit 1863 auch Hofprediger zu Berlin
1892–1903: Ernst Dryander
1903–1921: David Hennig Paul Köhler (1848–1926)
1921–1924: Karl Theodor Georg Axenfeld (1869–1924)
1925–1933: Otto Dibelius, durch den preußischen Staatskommissar August Jäger – unter Bruch der Kirchenordnung – beurlaubt.

Generalsuperintendent für den Reg.-Bez. Frankfurt/O (ohne Niederlausitz)

1829–1836: Wilhelm Ross
Die Generalsuperintendenturen Frankfurt/O und Niederlausitz wurden 1836 vereinigt.

Generalsuperintendent für die Niederlausitz (Sitz: Lübben)

1711–1715: Johann Christian Adami
1715–1811: ?
1811–1836: Friedrich Brescius (1766–1842), noch durch Kursachsen eingesetzt
Die Generalsuperintendenturen Niederlausitz und Frankfurt/O wurden 1836 vereinigt.

Generalsuperintendenten für die Neumark und die Niederlausitz

1836–1842: Friedrich Brescius (1766–1842)
1842–1853: ?
1853–1884: Carl Büchsel
1884–1909: Theodor Braun (1833–1911)
1909–1925: Hans Keßler (1856–1939)
1925–1933: Ernst Vits, durch den preußischen Staatskommissar August Jäger – unter Bruch der Kirchenordnung – in den Ruhestand versetzt.

Bistum Mark Brandenburg der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union, 1933–1945[Bearbeiten]

Provinzialbischof für Berlin
1933–1934: Emil Karow
1934–1945: Vakanz, im Zuge des Kirchenkampfes kam es nicht zu einer Neubesetzung
Provinzialbischof für Brandenburg
1933 (September–Dezember): Joachim Hossenfelder
1933–1945: Vakanz, im Zuge des Kirchenkampfes kam es nicht zu einer Neubesetzung
Propstei Kurmark (dem Bistum Mark Brandenburg untergeordnet)
1933–1936: Fritz Loerzer
1936–1939: Georg Heimerdinger (1875–1967)
1939–1945: Fritz Loerzer

parallel:

1933–1945: Otto Dibelius; er ignorierte die Beurlaubung und amtierte weiter, wurde jedoch nur in den Kirchengemeinden, die zur Bekennenden Kirche hielten, akzeptiert.
Propstei Neumark und Niederlausitz (dem Bistum Mark Brandenburg untergeordnet)
1933–1935?: Otto Eckert
1935–1945: Vakanz, im Zuge des Kirchenkampfes kam es nicht zu einer Neubesetzung

Kirchenprovinz Mark Brandenburg in der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union, 1945–1948[Bearbeiten]

Bischof[Bearbeiten]
Bischof
1945–1948: Otto Dibelius. Die sowjetische Besatzungsmacht willigte ein, dass er als Leiter der Provinzialkirche den Titel Bischof führte; in seiner Person bündelte er alle drei geistlichen Leitungsämter in der Kirchenprovinz.
Generalsuperintendenturen ab 1945[Bearbeiten]

1945 wurden die Strukturen von vor 1933 wiederhergestellt. 1949 wurden die Generalsuperintendenturen territorial verändert und teils umbenannt. Die Generalsuperintendentur Neumark und Niederlausitz hatte alle Gemeinden jenseits der Oder-Neiße-Linie verloren und wurde daher zu Lasten der Kurmark vergrößert. Die Generalsuperintendentur Neumark und Niederlausitz firmierte seither als Sprengel Cottbus, ab 2010 dem Sprengel Görlitz zugeschlagen. Die Generalsuperintendentur Kurmark gab 1963 Gebiete für den neuen Sprengel Eberswalde ab (später zurückgegliedert) und firmierte seither als Sprengel Neuruppin, seit 2010 Sprengel Potsdam.

Generalsuperintendenten für die Kurmark (bis 1963) / Neuruppin (1963–2010) / Potsdam (ab 2010)
1945–1946: Otto Dibelius, bestätigt durch die provisorisch gebildete Kirchenleitung (der Beirat). Der Beirat beauftragte Dibelius auch, die vakanten Generalsuperintendenturen Berlin und Neumark-Niederlausitz vertretungsweise zu übernehmen.
1946–1963: Walter Braun (1892–1973)
1963–1978: Horst Lahr
1979–1996: Günter Bransch (* 1931)
1997–2010: Hans-Ulrich Schulz
2010–0000: Heilgard Asmus
Generalsuperintendent für die Stadt Berlin
1945–1946: Otto Dibelius, kommissarisch
Generalsuperintendenten für Berlin I

Sitz: Berlin (West). 1975 wurde die Funktion der Generalsuperintendentur Berlin I mit der des Bischofs (West) verschmolzen.

1946–1954: Gerhard Jacobi
1955–1961: Immanuel Pack (1900–1964)
1961–1975: Hans-Martin Helbich
Generalsuperintendenten für Berlin II

Sitz: Berlin (Ost)

1946–1955: Friedrich-Wilhelm Krummacher
1956–1963: Fritz Führ (1904–1963)
1964–1974: Gerhard Schmitt
1974–1982: Hartmut Grünbaum
1982–1993: Günter Krusche
Generalsuperintendenten für Berlin
1994–1996: Ingrid Laudien
1996–2008: Martin-Michael Passauer
2008–2011: Ralf Meister
2011–0000: Ulrike Trautwein
Generalsuperintendenten für die Neumark und die Niederlausitz / in Cottbus
1945–1946: Otto Dibelius, kommissarisch
1946–1972: Günter Jacob
1973–1981: Gottfried Forck
1982–1993: Reinhardt Richter (1928–2004)
1995–2004: Rolf Wischnath
2005–2010: Heilgard Asmus
Generalsuperintendenten des Sprengels Eberswalde
1963–1972: Albrecht Schönherr
1972–1978: Hermann-Theodor Hanse (1912–1999)
1978–1983: Erich Schuppan
1983–1996: Leopold Esselbach (*1931)
Regionalbischof und Generalsuperintendenten des Sprengels Görlitz
2004–2011: Regionalbischof Hans-Wilhelm Pietz
2011–0000: Gen.Supt. Martin Herche

Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg[Bearbeiten]

1948–1972
1948–1966: Otto Dibelius, Bischof
1966–1972: Kurt Scharf, Bischof
Bereich West 1972–1991
1972–1976: Kurt Scharf, Bischof
1976–1991: Martin Kruse, Bischof
Bereich Ost 1972–1991
1972–1981: Albrecht Schönherr, Bischof
1981–1991: Gottfried Forck, Bischof
1991–2004
1991–1993: Martin Kruse, Bischof
1994–2004: Wolfgang Huber, Bischof, dann bis 2009 weiter Bischof der EKBO

Kirchenprovinz bzw. Evangelische Kirche von Schlesien / der schlesischen Oberlausitz[Bearbeiten]

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz[Bearbeiten]

seit 2004
2004–2009: Wolfgang Huber, Bischof
2009–0000: Markus Dröge, Bischof

Andere Mitglieder der Kirchenleitung (bis 2004 für den Bereich der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg)[Bearbeiten]

Konsistorialpräsidenten[Bearbeiten]

1825–1840: Magnus Friedrich von Bassewitz (als Oberpräsident)
1840–1847: August Werner von Meding (als Oberpräsident)
1847–1862: Carl Otto Graf von Voss
1862–1865: Ludwig Emil Mathis
1865–1891: Immanuel Hegel
1891–1904: Albrecht Christian Schmidt
1904–1925: Hermann Steinhausen
1925–1933: August Gensen
1934–1936: Paul Walzer
1936–1937: Georg Rapmund
1937–1938: Ewald Siebert, kommissarisch
1938–1945: Johannes Heinrich
1945–1960: Hans-Ludwig von Arnim
1960–1971: Hansjürg Ranke (1904–1987; ab 1967 für das Konsistorium West)
Konsistorium West 1967–1991
1960–1971: Hansjürg Ranke (bis 1967 für das ungetrennte Konsistorium)
1971–1985: Georg Flor (1920–1995)
1985?–1995: Horstdieter Wildner (ab 1991 für das wiedervereinte Konsistorium)
Konsistorium Ost 1967–1991
1970–1980: Willi Kupas (1915–1983)
1982–1990: Manfred Stolpe
ab 1991
1985?–1995: Horstdieter Wildner (bis 1991 für das Konsistorium West)
1995–2005: Uwe Runge
2005–0000: Ulrich Seelemann

Pröpste/Pröpstinnen im Konsistorium[Bearbeiten]

1945–1959: Hans Böhm (1899–1962), geistlicher Leiter der Abteilung Berlin
1946–1961: Kurt Scharf, geistlicher Leiter der Abteilung Brandenburg
1960–1969: Martin Schutzka (1908–1978), Abteilung Berlin, 1959–60 kommissarisch, ab 1961 nur für die Westsektoren
Region West 1967–1991
1960–1969: Martin Schutzka, bis 1961 für ganz Berlin
1970–1980: Wilhelm Dittmann (1915–1988)
1980–1990: Uwe Hollm[5]
1990–1991: Karl-Heinrich Lütcke, kommissarisch
Region Ost 1967–1991
19??–1973: ?
1973–1986: Friedrich Winter
1986–1988: ?
1988–1996: Hans-Otto Furian (ab 1991 für die wiedervereinte Kirche)
ab 1991
1988–1996: Hans-Otto Furian (bis 1991 Region Ost)
1996–2005: Karl-Heinrich Lütcke
2005–0000: Friederike von Kirchbach

Präsides der Synode[Bearbeiten]

1973–1990: Manfred Becker, Germanist (Region Ost)
1979–1997: Helmut Reihlen (bis 1991 für die Region West)
1997–2005: Anneliese Kaminski, Sprachwissenschaftlerin
2006–0000: Andreas Böer, Bürgermeister

Die drei Sprengel mit ihren zugehörigen Kirchenkreisen[Bearbeiten]

Sprengel Berlin[Bearbeiten]

Berlin-Charlottenburg
Berlin Nord-Ost
Berlin-Schöneberg
Berlin Stadtmitte
Lichtenberg-Oberspree
Neukölln
Reinickendorf
Spandau
Steglitz
Teltow-Zehlendorf
Tempelhof
Wilmersdorf

Sprengel Potsdam[Bearbeiten]

(bis 31. Dezember 2009 = „Sprengel Neuruppin“)

Barnim (Sitz: Eberswalde)
Falkensee (Sitz: Falkensee)
Kyritz-Wusterhausen (Sitz: Kyritz)
Mittelmark-Brandenburg (Sitz: Kloster Lehnin)
Nauen-Rathenow (Sitz: Nauen)
Oberes Havelland (Sitz: Gransee)
Prignitz (Sitz: Perleberg)
Potsdam (Sitz: Potsdam)
Uckermark (Sitz: Prenzlau)
Wittstock-Ruppin (Sitz: Wittstock/Dosse)

Der Kirchenkreis Prignitz entstand am 1. Juli 2013 durch Fusion der Kirchenkreise Perleberg-Wittenberge und Havelberg-Pritzwalk.[6]

Sprengel Görlitz[Bearbeiten]

(Am 1. Januar 2010 wurden der Sprengel Cottbus und der Sprengel Görlitz zum „Sprengel Görlitz“ fusioniert)

Cottbus (Sitz: Cottbus)
Hoyerswerda (Sitz: Hoyerswerda)
Niederlausitz (Sitz: Lübben)
Niederschlesische Oberlausitz (Sitz: Niesky)
Oderland-Spree (Sitz: Frankfurt (Oder))
Senftenberg-Spremberg (Sitz: Drebkau)
Zossen-Fläming (Sitz: Zossen)

Reformierter Kirchenkreis[Bearbeiten]

Der Reformierte Kirchenkreis (Sitz: Berlin), dessen Gemeinden über das ganze Gebiet der Landeskirche verstreut sind, gehört nicht zu einem der drei Sprengel. Er wird für die geschäftlichen Belange von einem Kreiskirchenrat, für die geistlichen von einem Moderamen geleitet.

Das Evangelische Landeskirchenarchiv in Berlin (ELAB)[Bearbeiten]

Dieses Archiv verwaltet als landeskirchliche Dienststelle Archivgut

  • der Kirchenprovinz Brandenburg der ehemaligen preußischen Landeskirche (der älteren Provinzen, APU)
  • der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg (EKiBB)
  • der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

Die Archivbestände finden unter anderem ein breites Interesse für genealogische und kirchengeschichtliche Forschungen.

Amt für kirchliche Dienste[Bearbeiten]

Das Amt für kirchliche Dienste (AKD) ist eine übergemeindliche Einrichtung der Landeskirche. Es wurde durch Kirchengesetz am 1. Februar 2006 gegründet. Im AKD wurden das Bildungswerk, das Amt für Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Frauen- und Familienarbeit der EKBO zusammengeführt. Im AKD sind das Pastoralkolleg und die Fortbildung für Pfarrer der Landeskirche eingegliedert. Es ist zuständig für Aus-, Fort- und Weiterbildung, Beratung und Begleitung von ehren-, neben- und hauptamtlichen Mitarbeitern der Kirche. Die Angebote werden im Amt für kirchliche Dienste zentral verwaltet und zur Verfügung gestellt. Das AKD ist ein rechtlich unselbstständiges Werk;[7] Die Allgemeine Aufsicht über das Amt führt das Konsistorium. Seit Januar 2011 ist das AKD in drei Fachbereiche gegliedert. Organe sind ein Kuratorium, der Direktor und das Kollegium. Das Amt hat seinen Sitz an der Goethestraße in Berlin-Charlottenburg. Seit Dezember 2012 ist Pfarrer Matthias Spenn Direktor des AKD.

Gesangbücher[Bearbeiten]

Die Gemeinden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz singen bzw. sangen in den letzten Jahrzeiten vor allem aus folgenden Gesangbüchern:

Berlin-Brandenburg
  • Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für evangelische Gemeinden. Berlin 1829.
  • Evangelisches Gesangbuch, nach Zustimmung der Provinzialsynode vom Jahre 1884 zur Einführung in der Provinz Brandenburg mit Genehmigung des Evang. Oberkirchenrats herausgegeben vom Königlichen Konsistorium, Berlin 1884.
  • Evangelisches Gesangbuch für Brandenburg und Pommern, Berlin und Frankfurt/Oder; eingeführt durch Beschlüsse der Provinzialsynoden der Kirchenprovinz Pommern 1925 und 1927 und Mark Brandenburg 1927 und 1929 und nach der Notverordnung des Kirchensenats vom 7. August 1931 herausgegeben von den Provinzialkirchenräten Brandenburg und Pommern am 1. Advent 1931.
  • Evangelisches Kirchengesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg; Auf Grund des Beschlusses der Provinzialsynode der Evang. Kirche in Berlin-Brandenburg vom 7. Februar 1951 herausgegeben von der Evang. Kirchenleitung am 1. Advent 1951 bzw. mit den späteren Titeln „Evangelisches Kirchen-Gesangbuch, Ausgabe für die Konsistorialbezirke Berlin, Magdeburg, Greifswald und Görlitz und die Evang. Landeskirche Anhalts“ bzw. „Evangelisches Kirchengesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Landeskirche Anhalt, Evang. Kirche Berlin-Brandenburg, Evang. Kirche des Görlitzer Kirchengebietes, Evang. Landeskirche Greifswald, Evang. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen“.
  • Evangelisches Gesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg, die Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz, die Pommersche Evangelische Kirche, die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, Berlin/Leipzig; eingeführt am Reformationstag, 31. Oktober 1993.
Schlesische Oberlausitz
  • Gesangbuch für Evangelische Gemeinden Schlesiens; eingeführt 1878.
  • Schlesisches Provinzial-Gesangbuch; eingeführt 1908.
  • Evangelisches Kirchen-Gesangbuch (EKG), Ausgabe für die Konsistorialbezirke Berlin, Magdeburg, Greifswald und Görlitz und die Evang. Landeskirche Anhalts bzw. Ausgabe für die Evang. Landeskirche Anhalt, Evang. Kirche Berlin-Brandenburg, Evang. Kirche des Görlitzer Kirchengebietes, Evang. Landeskirche Greifswald, Evang. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen; eingeführt am 1. Advent 1953.
  • Evangelisches Gesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg, die Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz, die Pommersche Evangelische Kirche, die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen; eingeführt am Pfingstfest, 22. Mai 1994.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ekbo.de
  2. a b PDF
  3. marienkirche-berlin.de
  4. kkbs.de
  5. Karl-Heinrich Lütcke, „Immer für Überraschungen gut. Zum Tode von Uwe Hollm“, in: dieKirche. Evangelische Wochenzeitung Nr. 1, 1. Januar 2012, S. 6.
  6. Bernd Atzenroth: Superintendentur zieht nach Perleberg um. In: MAZ-online. 19. Juni 2013, abgerufen am 26. Juli 2013.
  7. Kirchengesetz über das Amt für kirchliche Dienste