Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg

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Die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg (abgekürzt meist EKiBB, auch EKBB) war eine Gliedkirche (Landeskirche) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie bestand von 1945 bis 2003. Ihr Gebiet umfasste im Wesentlichen die Bundesländer Berlin und Brandenburg; dazu kamen einige in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg entstand ab 1945 als Nachfolgerin der Kirchenprovinz Mark Brandenburg der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. Diese Verselbständigung der Kirchenprovinzen war im August 1945 auf der Treysaer Konferenz grundsätzlich beschlossen worden. Mit der Verabschiedung 1948 einer eigenen Verfassung im Jahr 1948 war die Verselbständigung abgeschlossen. Sie trat der ebenfalls 1948 abschließend konstituierten „Evangelischen Kirche in Deutschland“ (EKD) sowie der 1954 als Nachfolgeeinrichtung der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union gegründeten Evangelischen Kirche der Union bei.

Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 und der Verabschiedung der DDR-Verfassung von 1968 wurde eine gemeinsame Arbeit innerhalb der Kirche immer schwerer. Die Kirche wurde daher 1972 in die Bereiche West (West-Berlin) und Ost (Ost-Berlin und Brandenburg) geteilt. Jeder Bereich erhielt eine eigene Kirchenverwaltung mit Sitz in Berlin (West-Konsistorium, Bachstraße 1–2 und Ost-Konsistorium, Neue Grünstraße) und einem Bischof an der Spitze. Mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten wurde auch die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg wieder vereinigt. Ab 1991 leitete wieder ein gemeinsamer Bischof die Kirche.

Mit Mirkung vom 1. Januar 2004 fusionierte sie mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Leitung und Verwaltung der Landeskirche[Bearbeiten]