Evangelische Kreditgenossenschaft

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Evangelische Kreditgenossenschaft eG
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Staat Deutschland
Sitz Seidlerstraße 6
34117 Kassel
Rechtsform Eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 520 604 10[1]
BIC GENO DEF1 EK1[1]
Gründung 1969
Website www.ekk.de
Geschäftsdaten 2013[2]
Bilanzsumme 4.193,7 Mio. Euro
Einlagen 3.230,2 Mio. Euro
Kundenkredite 1.522,8 Mio. Euro
Mitarbeiter 326
Geschäftsstellen 13 (sowie ein Beratungsbüro in Erfurt und eine Repräsentanz in Wien)
Mitglieder 1.084
Leitung
Vorstand Thomas Katzenmayer (Sprecher)
Marco Kern
Aufsichtsrat Jürgen Kösters (Vors.)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Evangelische Kreditgenossenschaft eG (EKK) ist eine genossenschaftlich organisierte Kirchenbank, die von Mitgliedern der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gegründet wurde. Die EKK steht allen Intereressierten offen, die sich mit den christlichen Werten der Bank identifizieren können. Seit November 2011 ist die EKK als erste Kirchen- und Genossenschaftsbank nach dem europäischen Nachhaltigkeitsstandard EMASplus zertifiziert.

Die EKK wurde zudem vom unabhängigen Top Employers Institute (vormals CRF Institute) in Düsseldorf für herausragende Arbeitsbedingungen als Top Arbeitgeber 2014 Deutschland/Mittelstand ausgezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

In Kassel unterzeichneten Vertreter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am 4. Dezember 1969 die Gründungsurkunde zur Gründung der EKK. Nach Eintragung in das Genossenschaftsregister und offizieller Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften nahm die Evangelische Kreditgenossenschaft Kurhessen im Januar 1970 in Kassel ihren Betrieb auf. Schnell wuchs die Bank durch institutionelle Kunden aus Kirche und Diakonie. Bereits Ende 1970 konnte die Bank statt der erwarteten Bilanzsumme von 20 Mio. DM rund 57 Mio. DM verbuchen.

Im Oktober 1970 eröffnete die EKK eine Repräsentanz in Frankfurt am Main. Die gute Entwicklung verschaffte der EKK auch über das Einzugsgebiet der Kurhessisch-Waldeckschen Landeskirche hinaus Beachtung und weitere Mitglieder. Der räumlichen Expansion wurde mit der Umbenennung in "Evangelische Kreditgenossenschaft eG" Rechnung getragen und weitere Filialen wurden gegründet. Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 gründete die EKK eine Filiale in Eisenach. 1991 wurde der erste eigene Investmentfonds aufgelegt (Öko-Aktienfonds). 1998 eröffnete in Wien eine EKK Repräsentanz.

2005 schlossen sich die EKK und die Acredobank, früher Spar- und Kreditbank der Evang.-Luth. Kirche in Bayern zu einem gemeinsamen Kreditinstitut zusammen. Die Geschäftsstellen der Acredobank in Nürnberg, München, Schwerin, Neuendettelsau und Rummelsberg wurden in das EKK-Filialnetz integriert. Im Jahr 2011 eröffnete die EKK ein Beratungsbüro in Erfurt sowie im Jahr 2012 eine Filiale in Berlin.

Im Februar 2014 wurden Pläne veröffentlicht, mit der Evangelischen Darlehensgenossenschaft zu fusionieren[3]. Am 27. bzw. 30. Juni 2014 stimmten die Generalversammlungen der EDK und der EKK der Fusion zu.[4] Das neue Kreditinstitut wird Evangelische Bank heißen.[5]

Tochterunternehmen[Bearbeiten]

  • Direct Services AG (DS AG)
  • EKK Research GmbH
  • Mietgrund Immobilien GmbH & Co. Liegenschaften KG

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Jahresbericht 2013
  3. Kunden Newsletter Nr. 1 (PDF; 359;KB), elektronische Version, aufgerufen am 26. Februar 2014.
  4. Pressemitteilung: "Zusammenschluss zur größten Kirchenbank Deutschlands geglückt", elektronische Version, aufgerufen am 04. Juli 2014. Archiv vom 14. Juli 2014.
  5. Pressemitteilung zur Fusion, Pressemitteilung der Evangelische Kreditgenossenschaft eG, Kassel, vom 30.Juni 2014, abgerufen am 02.Juli 2014.

51.3135749.489838Koordinaten: 51° 18′ 49″ N, 9° 29′ 23″ O