Evelyn Ashley

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Evelyn Ashley, Karikatur von Leslie Ward

Anthony Evelyn Melbourne Ashley (* 24. Juli 1836 in London; † 15. November 1907 im Landhaus Broadlands bei Romsey, Hampshire) war ein britischer Schriftsteller und Politiker.

Herkunft und Leben[Bearbeiten]

Ashley, der jüngere Sohn des Anthony Ashley-Cooper, 7. Earl of Shaftesbury, und Bruder von Anthony Ashley-Cooper, 8. Earl of Shaftesbury, besuchte die Schule in Harrow und studierte am Trinity College in Cambridge, wo er 1858 graduierte. Im Jahr 1863 wurde er Sachwalter in London, und von 1863 bis 1874 fungierte er als Schatzmeister der Grafschaftsgerichtshöfe von Dorset.

Im Jahr 1874 bewarb er sich vergeblich um einen Parlamentssitz für die Isle of Wight, wurde aber noch im Mai des Jahres für Poole gewählt und gehörte dem House of Commons seit 1880 für Wight an. Er schloss sich der Liberal Party an, wurde im April 1880 Parlamentarischer Staatssekretär des Board of Trade und im Mai 1882 Parlamentarischen Unterstaatssekretär im Colonial Office. 1891 wurde er zum Privy Councillor ernannt.

Zum langjährigen Premierminister Lord Palmerston stand er in enger Beziehung und war eine Zeit lang dessen Privatsekretär. Mitte des 19. Jahrhunderts verkaufte ihm Palmerston seinen Landsitz Broadlands in der Nähe von Romsey bei Southampton. Als Schriftsteller veröffentlichte Ashley eine grundlegende Biographie Palmerstons (Life of Henry John Temple, Viscount Palmerston, London 1876, 2 Bde.).

Familie und Nachkommen[Bearbeiten]

Ashley heiratete 1866 Sybella Farquhar. Nach ihrem Tod 1886 ehelichte er Lady Alice Cole, die Tochter von William Cole, 3. Earl of Enniskillen. Aus der ersten Ehe stammte sein Sohn Wilfrid (1867–1939), der von 1924 bis 1929 der britischen Regierung als Verkehrsminister angehörte und 1932 als Baron Mount Temple in den Adelsstand erhoben wurde. Lord Mount Temple heiratete 1901 Amalia Mary Maud Cassel, eine Tochter des Bankiers Sir Ernest Cassel, und hatte mit ihr die Töchter Edwina und Ruth.

Weblinks[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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