Eversberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Eversberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Eversberg
Stadt Meschede
Wappen von Eversberg
Koordinaten: 51° 22′ N, 8° 20′ O51.3671528.336835Koordinaten: 51° 22′ 2″ N, 8° 20′ 13″ O
Einwohner: 1.912 (30. Juni 2010)
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Postleitzahl: 59872
Vorwahl: 0291
Blick auf Eversberg vom Bergfried der Burgruine aus
Rathaus
Heimatmuseum

Eversberg ist ein Stadtteil der nordrhein-westfälischen Stadt Meschede im Naturpark Arnsberger Wald.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Bereits im 11. Jahrhundert legte Graf Eberhard von Arnsberg die heute als Ruine erhaltene Burg Eversberg und zwei Ringmauern an. Im Jahr 1242 gründete Graf Gottfried III. von Arnsberg Eversberg und verlieh 1243 das Lippische Stadtrecht sowie eigene Münz- und Gerichtsbarkeit. 1247 erteilte Erzbischof Konrad von Köln der Stadtkirche das Tauf- und Begräbnisrecht. Mit der Grafschaft Arnsberg wurde Eversberg im Jahr 1369 kurkölnisch.

Das Gogericht entschied im Jahr 1453 einen Streit zwischen Eversberg und Velmede. In diesem Zusammenhang fand der erste Velmeder Schnadezug statt. Auf diesen gehen die heute noch stattfindenden traditionellen Schnadezüge zurück.

Eine bedeutende Rolle hatte die Tuchmacherei, deren Erzeugnisse von ortsansässigen Wanderhändlern im 18. Jahrhundert vorwiegend in den östlichen Gebieten Frankreichs vertrieben wurden.[1]

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam Eversberg als Teil des Herzogtums Westfalen unter die Herrschaft des späteren Großherzogtums Hessen. Nach dem Wiener Kongress 1815 gehörte es als Bürgermeisterei Eversberg im Kreis Meschede zur preußischen Provinz Westfalen. Darin gehörte es zunächst zum Amt Eversberg, das um 1840 in Amt Bestwig umbenannt wurde. Im Rahmen der kommunalen Neuordnung wurde Eversberg am 1. Januar 1975 ein Stadtteil von Meschede.[2]

1981 wurde Eversberg beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ als schönstes Dorf der Bundesrepublik Deutschland mit der Bundesgoldmedaille ausgezeichnet. Im Jahr 2000 drehte Detlev Buck hier für seinen Film LiebesLuder.

[Bearbeiten] Wappen

Wappen der ehemaligen Stadt Eversberg Blasonierung:

In Silber ein schwarzer Eber, darüber schwebend ein rechtsgeneigter blauer Schild, mit einem goldenbewehrten silbernen Adler.

Beschreibung:

Ein aus dem Jahr 1348 überliefertes Sekretsiegel zeigt als Siegelbild einen Eber und darüber schwebend einen rechtsgelehnten Schild mit dem Arnsberger Adler. Auch die Arnsberger Wappensammlung zeigt das gleiche Bild. Von 1917 bis 1937 führte die Stadt ein etwas anderes Wappen. Dort war der Schild von Blau und Silber geteilt, oben ein silberner, geneigter goldbewehrter Adler, unten ein schwarzer Eber. Das Wappen wurde offiziell durch Beschluss der Stadtvertretung von 1937 .[3]

Ausblick von der Burgruine
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Ausblick von der Burgruine

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Eversberg mit Burgruine um 1740

Von der Burg Eversberg ist nur noch die Ruine des Bergfrieds erhalten, die als Aussichtsturm frei zugänglich ist. In einem der zahlreichen Fachwerk- und Schieferhäuser im historischen Ortskern ist das Museum für Bäuerliche Handwerks- und Gewerbegeschichte, Landschafts- und Kulturentwicklung untergebracht. Es dokumentiert das Wohnen und Arbeiten im Ort. Im Zentrum liegt die katholische Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert. Nahe Eversberg liegt an der B 55 ein Ehrenfriedhof.

Siehe auch: Liste der Denkmale der Stadt Meschede

Der Lörmecke-Turm, der im Warsteiner Wald neben der höchsten Stelle des südlich benachbarten Warsteins bzw. nahe der höchsten Stelle des Naturparks Arnsberger Wald steht und am 7. Juni 2008 eingeweiht wurde, dient als Aussichtsmöglichkeit unter anderem über den Naturpark.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter

[Bearbeiten] Literatur

  • August Engel: Die westfälische Gemeinde Eversberg, Stuttgart und Berlin 1902
  • August Engel, Alfred Bruns: Geschichte der Stadt Eversberg, Eversberg 1972
  • Carl Haase: Die Entstehung der westfälischen Städte, 4. Auflage Münster 1984 ISBN 3-402-05867-7
  • Alfred Bruns: Geschichte der Stadt Eversberg II. Meschede 1992

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Franz Honselmann: Sauerländisches Familienarchiv, unveränderter Nachdruck, Paderborn 1983, S. 146f.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  3. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 146 ISBN 3-87793-017-4
  4. Helmut Müller: Das Territorialarchiv des Herzogtums Westfalen Bd. 1, Münster 2006, S. 148
  5. Franz Honselmann: Sauerländisches Familien-Archiv, unveränderter Nachdruck, Paderborn 1983, S. 160.
  6. Franz Honselmann: Sauerländisches Familien-Archiv, unveränderter Nachdruck, Paderborn 1983, S. 85,87.
  7. Franz Honselmann: Sauerländisches Familien-Archiv, unveränderter Nachdruck, Paderborn 1983, S. 144.
  8. Franz Honselmann: Sauerländisches Familien-Archiv, unveränderter Nachdruck, Paderborn 1983, S. 274.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Eversberg – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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